Die AfD will am 23. April ihren Landesparteitag in Waiblingen abhalten. Zeigen wir ihnen, dass sie nicht willkommen sind!
Morgens: Proteste & Aktionen am BüZe
Mittags: Demonstration durch die Innenstadt
Hier der gemeinsame Aufruf:
Das politische Klima der BRD entwickelt sich nach rechts. Neben rechten Mobilmachungen, wie der „Demo für Alle“ oder PEGIDA stieg im Zuge dessen die sogenannte „Alternative für Deutschland“ (AfD) zum parlamentarischen Arm dieses rechten Sammelbeckens auf. Hierbei bildet die AfD eine der zentralen Säulen dieser Bewegungen und scheut auch nicht vor dem Kontakt mit neofaschistischen Personen und Gruppen zurück.
Die politische Nähe belegte auch die Empfehlung der NPD mit der Erststimme die AfD zu wählen.
Neben dieser Nähe zum „rechten Rand“ vertritt die AfD auch eine zutiefst antisoziale Politik, welche sie versucht mit vermeintlicher Bürgernähe zu kaschieren.
Im Programm(-entwurf) der AfD findet sich neben der Forderung nach Zwangsarbeit für Hartz IV-Bezieher, der Wunsch die Arbeitslosenversicherung zu privatisieren und Gedanken darüber den Mindestlohn abzuschaffen.
Zusätzlich versucht sich die AfD an einem unternehmerfreundlichen Steuermodell, welches eine massive Bevorteilung der besitzenden Schichten vorsieht. Die Rechnung für die fehlenden Steuereinnahmen würden letztlich jene tragen, die auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind (wie z.B. Alleinerziehende, Arbeitslose, GeringverdienerInnen, RentnerInnen).
Diese Abwälzung der Krisenlasten und Umverteilung auf die unteren Einkommensschichten ist das Programm der AfD! Mit rassistischen & nationalistischen Thesen wird versucht gesellschaftliche Probleme auf dem Rücken von sozial Schwächeren auszutragen!
Dass die AfD dabei auch nicht vor individuellen Vorlieben der Menschen halt macht zeigt sich an den konstanten Versuchen der AfD heterosexuelle Beziehungen als die einzige, wirkliche Beziehungsform darzustellen.
Neben dieser Homophobie konstituiert sich in der AfD auch ein sexistischer Kern, welcher Frauenrechte beschneiden und ihnen eine bestimmte Rolle zuteilen will. Beispielsweise forderte Beatrix von Storch ein Verbot von Abtreibungen 1 und Frauke Petry drei Kinder von jeder Frau 2.
Dabei fördert die Partei ein erzreaktionäres Frauenbild, welches sie versucht mit dem Verweis auf gesetzliche Gleichstellung und der Abgabe von Führungspositionen an Frauen zu kaschieren.
Doch es gibt auch andere Ansätze:
Neben zahlreichen Flüchtlingsinitiativen formieren sich auch zahlreiche Bündnisse gegen Rechts und propagieren ein solidarisches, pluralistisches Gesellschaftsbild. Von Kundgebungen, über Blockaden bis hin zu Flashmobs wird dem Rechtsruck bundesweit contra gegeben.
Die Dynamik solcher Aktionen zeigte sich auch am 25. Februar, als über 600 Menschen in Backnang gegen die AfD auf die Straße gingen. Gemeinsam und solidarisch wollen wir am 23. April mit verschiedenen Aktionsformen an diesen Erfolg anknüpfen.
Wir lassen uns nicht spalten, wenn es darum geht dem gesellschaftlichen Rechtsruck entgegen zu treten! Lasst uns der AfD gemeinsam einen spürbaren Protest entgegen bringen!
Gemeinsam, vielfältig, bunt -“ für eine solidarische Gesellschaft!
UnterstützerInnen:
Aktion Jugendzentrum Backnang e.V.
Aktionsbündnis gegen den AfD-Bundesparteitag
Alternative Liste Waiblingen
Antifaschistische Aktion [Aufbau] Stuttgart
Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region
Antifaschistische Jugend Rems-Murr
Antikapitalistische Linke [Aufbau] Rems-Murr
Amnesty International Gruppe Waiblingen
DGB Fellbach
DGB Kreisvorstand Waiblingen
DGB Schorndorf
Die Linke Rems-Murr
Deutsche Kommunistische Partei Rems-Murr
Fremde unter uns e.V. - AK Asyl Waiblingen
IG Metall Jugend Waiblingen
IG Metall Waiblingen
Initiative Rems-Murr Nazifrei!
Parteifreies Bündnis Kernen (ptb)
Piratenpartei Rems-Murr
VVN-BdA Baden-Württemberg
VVN-BdA Kreisvereinigung Rems-Murr
Zusammen Kämpfen [Stuttgart]
Fußnoten:
Blogkino: Sie leben (1988)
Heute in der Reihe Blogkino: Die Mutter aller Verschwörungstheorien - John Carpenters "Sie leben". Ganz Los Angeles ist von Außerirdischen unterwandert, die - als reiche Geschäftsleute getarnt - die Bevölkerung per Fernhypnose in Konsumzombies verwandeln. Ganz Los Angeles? Nein, einige Revolutionäre setzen sich zur Wehr...
Pasta mit selbst gemachtem Pesto aus geräucherten und getrockneten Paprika
Rezept:
50 g getrocknete, geräucherte Paprika, z.B. LaChinata
2 EL gehacktes frisches Basilikum
2 EL gehackte frische Petersilie
6 Knoblauchzehen, fein gehackt
25 g Pinienkerne
1 rote Zwiebel, gehackt
4 EL weißer Balsamicoessig
6 EL Tomatenmark
4 EL Rotwein
100 ml Olivenöl
Salz nach Geschmack
Zubereitung
Die getrockneten Paprika in grobe Stücke schneiden und von den Kernen und Stielen befreien, anschließend in eine Schüssel geben und mit warmem Wasser bedecken. 5 Minuten stehen lassen, bis sie weich sind.
Anschließend über einem Sieb abtropfen und zusammen mit dem Basilikum, der Petersilie, dem Knoblauch, den Pinienkernen und der Zwiebel im Standmixer oder mit dem Pürierstab fein pürieren.
Essig, Tomatenmark und Rotwein hinzufügen und gut pürieren. Olivenöl einrühren und mit Salz abschmecken.
Hält in kleinen Gläsern tiefgefroren einige Monate, im Kühlschrank mit Öl bedeckt einige Tage.
AfD-Bundesprogrammparteitag: Behörden legen Gegenprotesten Steine in den Weg
Am 30.04. und 01.05.2016 plant die rechtspopulistische AfD ihren Bundesprogrammparteitag auf dem Messegelände am Stuttgarter Flughafen abzuhalten. Bereits kurz nach Bekanntwerden des Termins, formierte sich in Stuttgart das spektrenübergreifende „Aktionsbündnis gegen den AfD-Bundesparteitag“. Darin sind neben vielen anderen sowohl Jusos und Grüne Jugend als auch antifaschistische Initiativen und Attac aktiv. Auch der ver.di Bezirk Stuttgart und der Landesverband der DIDF Jugend unterstützen die geplanten Proteste. Gemeinsames Ziel aller am Bündnis beteiligten Akteure ist es, am 30. April spürbaren Protest an die Messe tragen, um zu verhindern, dass sich die AfD dort als legitime Partei inszenieren kann.
Dreh- und Angelpunkt der geplanten Proteste ist eine große Kundgebung auf dem Messepiazza sowie mehrere Mahnwachen rund um das Messegelände. Ergänzend ist am Nachmittag eine antirassistische Demonstration durch die Stuttgarter Innenstadt geplant. Obwohl die Versammlungen bereits vor Wochen angemeldet wurden, sind die Bestätigungen durch die Versammlungsbehörden bisher ausgeblieben.
„Während Stadt und Land offenbar kein Problem damit haben, der Rechtsaußen-Partei die Messehallen ohne Widerstand sofort zur Verfügung zu stellen, werden gleichzeitig den Gegenprotesten Steine in den Weg gelegt.“, kritisiert Dominik Schmeiser vom Aktionsbündnis. „Die Behörden mögen uns hinhalten, aufhalten werden sie uns nicht. Wir bestehen auf unserem demokratischen Recht und werden den Protest direkt an die Halle tragen, notfalls mit juristischer Unterstützung.“
Mario Kleinschmidt vom Aktionsbündnis ergänzt: „Die AfD ist maßgeblich mitverantwortlich für eine Stimmung, in der brennende Flüchtlingsunterkünfte wieder bejubelt werden. Wir werden nicht länger zusehen, wenn Menschen als Sündenböcke präsentiert, ausgegrenzt oder verfolgt werden.“

Quelle: Pressemitteilung
Revolution an der Tanzbar: Charles Mingus - Blues & Roots (1960)
Gestern versehentlich in das sog. -ª"Schlagerfest-¬" der -ªARD-¬ gezappt. Wie paralysiert 5 Minuten Andrea -ªBerg-¬ zugehört. Ton ausgemacht. War gleich noch viel gruseliger. Um etwaige Spätfolgen zu verhindern gleich mal ein paar Klassiker rausgesucht. Z.B.: Charles Mingus - Blues & Roots aus dem Jahr 1960. Eines der schönsten -ªHardbop-¬ Alben überhaupt und Beweis genug dafür, dass es schon immer gute Musik gab, aber keinen Grund, sich -ªMusic4Zombies-¬ reinzuziehen.
Anspieltipp: Moanin', und das nicht nur wegen Pepper Adams am Bariton Saxophon. Von dem es übrigens eine 2 Stunden (!) lange Fassung einiger Bandmitglieder - mit Ronnie Cuber am Bari - aus dem Jahr 1993 gibt.
Das Spielzeuglied
Ein Antikriegslied von Erich Kästner und Edmund Nick, eine Metapher auf den heraufziehenden Krieg.

Wer seinem Kind ein Spielzeug schenkt,
weiß vorher, was passiert:
Das Spielzeug ist, bevor man's denkt,
zerlegt und ruiniert.
Der Knabe haut und boxt und schlägt
begeistert darauf ein.
Und wenn's auch sehr viel Mühe macht:
Am Ende, am Ende,
am Ende kriegt er's klein.
Wenn das erledigt wurde, dann
beginnt der zweite Teil:
Der Knabe starrt das Spielzeug an
und wünscht sich's wieder heil!
Jedoch, - was man zerbrochen hat,
bleibt läng're Zeit entzwei.
Da hilft kein Wunsch und kein Gebet.
Es hilft auch kein Geschrei.
Die Kleinen brüllen wie am Spieß
und strampeln wie noch nie.
Das Beste wär: Wir legten sie
mal gründlich, mal gründlich,
mal gründlich übers Knie.
Es ist nur so: wir lieben sie.
Ihr Schmerz ist unser Schmerz.
Wir legen sie nicht übers Knie.
Wir drücken sie ans Herz.
Wir summen "Hoppe Reiter",
auf daß ihr Leid verweht.
Ach, wär'n wir doch gescheiter!
Das geht nicht, das geht nicht,
das geht nicht mehr so weiter,
wenn das so weitergeht!
Es steckt ein Kind in jedem Mann.
Ein Spielzeug ist sein Ziel.
Nur, was dabei zustande kommt,
das ist kein Kinderspiel.
Das Glück der Welt ist zart wie Glas
und gar nicht sehr gesund.
Doch wenn die Welt aus Eisen wär,
die Männer, die Männer,
sie richten sie zugrund!
Wenn das erledigt wurde, dann
beginnt der zweite Teil:
Die Mannswelt starrt das Spielzeug an
und wünscht sich's wieder heil!
Jedoch, - was man zerbrochen hat,
bleibt läng're Zeit entzwei.
Da hilft kein Wunsch und kein Gebet.
Es hilft auch kein Geschrei.
Und keiner will's gewesen sein,
nicht du, nicht der, nicht die!
Das Beste wär: Wir legten sie
mal gründlich, mal gründlich,
mal gründlich übers Knie.
Es ist nur so: wir lieben sie.
Ihr Schmerz ist unser Schmerz.
Wir legen sie nicht übers Knie.
Wir drücken sie ans Herz.
Sie werden nicht gescheiter,
solang ein Rest noch steht...
Diesmal war's ein Gefreiter...
Das geht nicht, das geht nicht,
das geht nicht mehr so weiter,
wenn das so weitergeht!
Text: Erich Kästner
Musik: Edmund Nick, 1929
Erich Kästner und Edmund Nick trafen sich 1929 und begannen sofort einer intensive künstlerische Zusammenarbeit, die bis 1933 dauern sollte, als der Druck der NS-Behörden auf beide zunahm. Nick wurde 1933 wurde er im Zuge der Gleichschaltung beim Sender Schlesische Funkstunde entlassen, deren musikalischer Leiter er war. Er übersiedelte nach Berlin, wo er bis 1935 als musikalischer Leiter des NS-kritischen Kabaretts Die Katakombe arbeitete und von 1936 bis 1940 musikalischer Leiter am Theater des Volkes war.
Nach dem Ende des Krieges trafen sich Kästner und Nick wieder in München und gründeten eine der bekanntesten Kabaretts der Nachkriegszeit, Die Schaubude. Dort setzten sie ihre alte Zusammenarbeit fort und schrieben viele neue kabarettische Werke bis zur Schließung der Schaubude 1948.
Horkheimer zum Thema Erbschaften
Foto: Jeremy J. Shapiro / CC-BY-SA-3.0
"Glück ohne Verdienst. - Einer erbt viel Geld. Wie schön, daß er ohne "Verdienst" so im Leben gehalten wird, ohne Arbeit, ohne Schmerz! Da kreischen sie: "Wie ungerecht!" Ahnt ihr denn, daß dies das bißchen Gerechtigkeit ist, das auf dieser Welt übrigbleibt? Glück -” ohne Verdienst?"
Max Horkheimer, Notizen 1950 bis 1969
1. Mai: Internationalistisches Fest in Stuttgart

Blogkino: Schachnovelle
Heute in der Reihe Blogkino: Schachnovelle von Stefan Zweig, das er zwischen 1938 und 1941 im brasilianischen Exil schrieb. Es ist sein letztes und zugleich bekanntestes Werk. Wir zeigen die darauf basierende Verfilmung von 1960 mit Curd Jürgens, Claire Bloom, Hans-Jörg Felmy, Mario Adorf, Hans Söhnker, Albert Bessler.
Im Zentrum der Handlung steht die Konfrontation der psychischen Abgründe, die ein Gefangener der Gestapo erlebt hat, mit der oberflächlichen Lebenswelt wohlhabender Reisender in der Rahmenhandlung. Das Schachspiel spielt anfangs nur die Rolle einer bloßen Unterhaltung bzw. eines einträglichen Sports und erhält erst durch die Figur des Gefangenen Dr. B., der sich während seiner Haftzeit intensiv mit Schach beschäftigt hat, seine tiefere Bedeutung. (Wikipedia)
Heute vor 48 Jahren: Attentat auf Rudi Dutschke
Rudi Dutschke wurde heute vor 48 Jahren durch den Nazi Josef Bachmann auf offener Straße niedergeschossen. Dank -ª-ŽBILD-¬-Hetze. Niemals vergessen!

