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»Revolutionäre gehen nie in Pension.« Fidel Alejandro Castro Ruz

Gen Z regelt und Gen Z hat genug

Bei der „Gen Z“-Demonstration stehen zahlreiche überwiegend junge Menschen dicht gedrängt beieinander. Im Vordergrund halten zwei Demonstrierende große, handbeschriftete Pappschilder hoch. Auf dem linken steht in schwarzen und roten Großbuchstaben: „Wir fragen, warum Frauen keine Kinder bekommen, statt warum Mütter nachts nicht schlafen können.“ Das rechte Schild trägt die Aufschrift: „Ich brauch dringend Therapie, doch niemand gibt mir ein’ Termin.“ Das Wort „Therapie“ ist rot hervorgehoben. Zwischen den Schildern lächelt eine junge Frau mit langen dunklen Haaren in die Kamera. Die Demonstrierenden tragen warme Herbstkleidung. Im Hintergrund sind weitere Protestschilder, bunt gefärbte Bäume und ein teilweise bewölkter Himmel zu sehen.

Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv

In mehr als 30 Städten folgten am Samstag, den 31. Oktober 2026 rund 100.000 vor allem junge Menschen den Aufrufen der Inititiative „Gen Z regelt“ und demonstrierten für soziale Gerechtigkeit, bessere Bildung, für Klimaschutz und gegen Krieg.

In Berlin gab es zwei Demonstrationen. Am Nachmittag protestierten etwa 10.000 Menschen am Brandenburger Tor.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Unter dem Motto: „Gen Z hat genug!“ gab es am Abend eine weitere Demonstration am Rosenthaler Platz, zu der ein linksradikales, antifaschistisches und propalästinensisches Spektrum mobilisiert hatte.  Inspiriert von den Protesten in Frankreich gingen mehrere tausend Menschen wütend und laut auf die Straße. Die Polizei war mit 1.500 Beamten im Einsatz und griff die Demo am Ende an, vermutlich wegen Pyrotechnik und weil eine Tram blockiert war. Wiederholt wurden Teilnehmer*innen ohne ersichtlichen Grund geschubst und geschlagen. Es gab mehrere Verletzte.

Für den 20. November sind bereits die nächsten Proteste angekündigt.


 

Goethe-Universität Frankfurt: unter_bau kündigt gewerkschaftlichen Widerstand gegen massiven Stellenabbau an

Das breitformatige Bild zeigt das Logo „unter_bau“ in kräftigem Violett auf reinweißem Hintergrund.  Der Schriftzug erstreckt sich nahezu über die gesamte Bildbreite und besteht ausschließlich aus Kleinbuchstaben. Die Buchstaben sind sehr groß, auffallend fett und in einer modernen, serifenlosen Schriftart gestaltet. Ihre Formen sind geometrisch, mit breiten senkrechten Strichen und schmalen, abgerundeten Aussparungen.  Zwischen den Wörtern „unter“ und „bau“ befindet sich ein violetter Unterstrich, der auf gleicher Höhe wie die unteren Enden der Buchstaben verläuft.  Links unten, deutlich unterhalb des eigentlichen Schriftzugs, steht ein weiteres violettes Gestaltungselement. Es besteht aus einem breiten, rechtwinkligen Balken in Form eines großen, spiegelverkehrten L. Dieses Element greift die kantige Gestaltung der Schrift auf.  Das Logo ist minimalistisch und kontrastreich gestaltet. Die Kombination aus massiver violetter Typografie, weißem Hintergrund und geometrischen Formen vermittelt einen markanten, selbstbewussten und modernen Eindruck.

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Bis zu 1.500 Stellen könnten durch Kürzungen gefährdet sein – über 80 Hilfskräfte beraten über Proteste und Arbeitskampfmaßnahmen.

Am 27. Oktober 2026 kamen mehr als 80 studentische Beschäftigte auf Einladung des Hilfskräfterats und des autonomen Hilfskräftereferats des AStA zur Hilfskräftevollversammlung zusammen, um über den drohenden Stellenabbau an der Goethe-Universität zu diskutieren. Die Hochschulgewerkschaft unter_bau kündigte dort an, die gewerkschaftliche Organisierung und den Widerstand gegen die Stellenstreichungen aktiv voranzubringen. Die Zahl der studentischen Hilfskräfte ist bereits von rund 2.100 im Jahr 2025 auf aktuell 1.700 gesunken. Nun drohen weitere 300 bis 400 Stellenstreichungen.

Fünf Jahre lang hat die Goethe-Universität bewusst Tarifflucht begangen: Trotz des eindeutigen Urteils des Bundesarbeitsgerichts vom 30. Juni 2021, das die Beschäftigung studentischer Hilfskräfte in der Verwaltung untersagt, hielt die Universität an diesem Modell fest, um sich den Verpflichtungen eines Tarifvertrags zu entziehen. Teilweise machen die studentischen Hilfskräfte die gleiche Arbeit wie ihre tariflich beschäftigten Kolleg_innen, berichtete ein Mitarbeiter der Universitätsbibliothek.  Entgegen den Aussagen der Pressestelle der Universität werden in den Bibliotheken keine Tarifstellen ausgeschrieben, so berichten die Beschäftigten. Vielmehr wurde ihnen Arbeitsverdichtung und der Einsatz externer Dienstleister angekündigt. 

„Die Universitätsleitung verkauft einen massiven Stellenabbau als tarifliche Verbesserung. Von 320 betroffenen Hilfskraftstellen sollen gerade einmal 20 erhalten bleiben. Das ist keine Überführung in den Tarifvertrag, sondern die Streichung von fast 94 Prozent der bisherigen Arbeitsplätze. Wir werden diesen Personalabbau nicht einfach hinnehmen. Als Hochschulgewerkschaft organisieren wir die betroffenen Kolleg_innen und bereiten gemeinsam die nächsten Schritte vor. Wenn die Universitätsleitung an ihren Plänen festhält, werden wir auch gewerkschaftliche Arbeitskampfmaßnahmen prüfen.“, erklärt Daniel Katzenmaier, Pressesprecher der Hochschulgewerkschaft unter_bau.

Neben dem Stellenabbau bei den Hilfskräften steht auch die geplante Streichung von 60 Professuren im Raum. Da mit Professuren häufig weitere wissenschaftliche sowie administrativ-technische Stellen verbunden sind, könnten die Auswirkungen auf die Beschäftigung deutlich über die Zahl der gestrichenen Professuren hinausgehen.

„Allein bei den Hilfskräften könnten innerhalb eines Jahres 600 bis 700 Arbeitsplätze wegfallen. Hinzu kommen die möglichen Folgen der geplanten Streichung von 60 Professuren für wissenschaftliche und administrativ-technische Beschäftigte. Hochgerechnet auf die bisherige Personalstruktur könnten damit insgesamt rund 1.500 Stellen gefährdet sein. Die Folgen für Studium, Lehre und Forschung wären gravierend. Wir können allen betroffenen Kolleg_innen nur raten, sich gewerkschaftlich zu organisieren und gemeinsam gegen diese Kürzungen vorzugehen.“, erklärt Katzenmaier.

Die Hochschulgewerkschaft unter_bau fordert den Erhalt sämtlicher betroffener Arbeitsplätze, ihre Überführung in reguläre, tariflich abgesicherte studentische Beschäftigungsverhältnisse und einen sofortigen Stopp weiterer Stellenstreichungen.

Quelle: Pressemitteilung unterbau.org 31.10.2026


 

Goethe-Universität Frankfurt streicht Hunderte Hilfskraftstellen – unter_bau kündigt Widerstand gegen Kürzungspolitik an

Das breitformatige Bild zeigt das Logo „unter_bau“ in kräftigem Violett auf reinweißem Hintergrund.  Der Schriftzug erstreckt sich nahezu über die gesamte Bildbreite und besteht ausschließlich aus Kleinbuchstaben. Die Buchstaben sind sehr groß, auffallend fett und in einer modernen, serifenlosen Schriftart gestaltet. Ihre Formen sind geometrisch, mit breiten senkrechten Strichen und schmalen, abgerundeten Aussparungen.  Zwischen den Wörtern „unter“ und „bau“ befindet sich ein violetter Unterstrich, der auf gleicher Höhe wie die unteren Enden der Buchstaben verläuft.  Links unten, deutlich unterhalb des eigentlichen Schriftzugs, steht ein weiteres violettes Gestaltungselement. Es besteht aus einem breiten, rechtwinkligen Balken in Form eines großen, spiegelverkehrten L. Dieses Element greift die kantige Gestaltung der Schrift auf.  Das Logo ist minimalistisch und kontrastreich gestaltet. Die Kombination aus massiver violetter Typografie, weißem Hintergrund und geometrischen Formen vermittelt einen markanten, selbstbewussten und modernen Eindruck.

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An der Goethe-Universität Frankfurt droht ein massiver Stellenabbau unter studentischen Beschäftigten. Im Rahmen des sogenannten „Stellenumbaus“ sollten die bisherigen Hilfskraftstellen in den Bibliotheken, im Hochschulrechenzentrum (HRZ) und in der Verwaltung ursprünglich in reguläre, tariflich bezahlte Beschäftigungsverhältnisse überführt werden. Doch statt besserer Arbeitsbedingungen und tariflicher Absicherung droht nun die Streichung von rund 300 bis 400 Stellen. Ab Januar 2027 sollen in den Bibliotheken keine neuen Hilfskraftverträge mehr vergeben werden. Auch in der zentralen Verwaltung sollen künftig kaum Studierende mehr beschäftigt werden. Für die Hochschulgewerkschaft unter_bau ist klar: Die Beschäftigten dürfen nicht die Rechnung für die Kürzungspolitik der Landesregierung und des Universitätspräsidiums bezahlen.

„Die Universitätsleitung verspricht tarifliche Beschäftigung und streicht gleichzeitig Hunderte Stellen. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Kolleg_innen, die seit Jahren die Bibliotheken, die Verwaltung und andere zentrale Einrichtungen am Laufen halten. Wir werden nicht zulassen, dass die versprochene Überführung in den Tarifvertrag als Vorwand für einen massiven Personalabbau genutzt wird. Wir werden gemeinsam mit unseren Mitgliedern alle uns zur Verfügung stehenden gewerkschaftlichen Aktionsmittel ausschöpfen, um diese Stellenstreichungen zu verhindern“, erklärt Daniel Katzenmaier, Pressesprecher der Hochschulgewerkschaft unter_bau.

Der geplante Abbau trifft nicht nur die unmittelbar betroffenen Hilfskräfte. Die Aufgaben in Bibliotheken, Verwaltung und Hochschulrechenzentrum verschwinden nicht einfach mit den gestrichenen Stellen. Vielmehr drohen eine massive Arbeitsverdichtung für die verbleibenden Beschäftigten und weitere Einschränkungen für Studierende.

„Seit Jahren wird an den Hochschulen gespart, während die Arbeitsbelastung steigt. Jetzt sollen ausgerechnet diejenigen ihren Arbeitsplatz verlieren, die ohnehin häufig unter prekären Bedingungen beschäftigt sind. Statt die Arbeitsverhältnisse endlich tariflich abzusichern, will die Universität einen Großteil der Stellen beseitigen. Wir brauchen mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und eine vollständige Überführung der betroffenen Beschäftigten in den Tarifvertrag – keine Entlassungswelle!“, erklärt Katzenmaier abschließend.

Die Hochschulgewerkschaft unter_bau fordert einen sofortigen Stopp des geplanten Stellenabbaus. Die ursprünglich angekündigte Überführung in tariflich abgesicherte Beschäftigungsverhältnisse muss umgesetzt werden, ohne dass dabei Arbeitsplätze verloren gehen. Die Gewerkschaft unterstützt die heutige Hilfskräftevollversammlung des Hilfskräfterates um 14 Uhr am Campus Westend und wird sich in den kommenden Wochen an den Protestaktionen der Hilfskräfte beteiligen.

Quelle: Pressemitteilung unterbau.org 27.10.2026


 

Wer kennt schon MKULTRA?

Das Foto zeigt einen Menschen in einem ABC Schutzanzug, der einen Kaninchenkäfig trägt. Darin sitzt ein Kaninchen zur Überprüfung auf Undichtigkeiten in einer Sarin-Nervengas-Produktionsanlage im Rocky Mountain Arsenal, Commerce City, Colorado, 20. März 1970
Kaninchen zur Überprüfung auf Undichtigkeiten in einer Sarin-Nervengas-Produktionsanlage im Rocky Mountain Arsenal, Commerce City, Colorado, 20. März 1970
Es hört sich an wie die schönste Verschwörungstheorie, ist aber weit davon entfernt, sondern im Gegenteil von verschiedenstens Seiten wissenschaftlich dokumentiert, vom US-Kongress und verschiedenen Untersuchungsausschüssen von allen Seiten beleuchtet, verurteilt und verdammt:

Wissenschaftler füllten heute vor sechzig Jahren Glühbirnen mit Bacillus-globigii-Bakterien aka "BG" und heute als Bacillus atrophaeus geläufig und zerschlugen sie anschließend auf den Gleisen der New Yorker U-Bahn. Die Bakterien verbreiteten sich kilometerweit im gesamten U-Bahn-Netz, wurden von Tausenden von Zivilisten eingeatmet und setzten sich auf deren Kleidung ab. Bis zum 10. Juni waren 1 Million New Yorker dem Bakterium ausgesetzt. Dies war nur eines von vielen Experimenten zur biologischen und chemischen Kriegsführung, die an US-Zivilisten durchgeführt wurden. Natürlich gab es Tausende von US-Soldaten, Gefangenen, Zivilisten und Indigenen, die während Atomwaffentests absichtlich und/oder versehentlich Strahlung ausgesetzt waren und im Rahmen des MKULTRA-Programms unwissentlich starken psychedelischen Drogen ausgesetzt wurden.

Das US-amerikanische Programm für biologische Versuche begann offiziell 1943 mit der Gründung der U.S. Army Biological Warfare Laboratories in Camp Detrick (heute Fort Detrick) in Frederick, Maryland. Die Regierung begann mit der Bevorratung von Bacillus anthracis (Anthrax), Francisella tularensis (Tularämie), Brucella spp. (Brucellose), Coxiella burnetii (Q-Fieber), das venezolanische Pferdeenzephalitis-Virus, Botulinumtoxin (Botulismus) und Staphylokokken-Enterotoxin B. Allerdings hatte die Regierung bereits während des Ersten Weltkriegs Ricin getestet.

1950 führte die US-Marine vor der Küste von San Francisco die Operation Sea-Spray durch, bei der zwei Bakterienarten, Bacillus globigii und Serratia marcescens, in die Luft versprüht wurden. Elf Menschen wurden nach dem Test in San Francisco mit schweren bakteriellen Infektionen ins Krankenhaus eingeliefert. Fast jeder Einwohner der Stadt war dem Erreger ausgesetzt gewesen. Einer von ihnen starb. 1951 wurden im Norfolk Naval Supply Center in Virginia Tests durchgeführt, bei denen Pilzsporen unter der überwiegend afroamerikanischen Belegschaft verteilt wurden, um die rassistische Theorie zu überprüfen, dass Schwarze anfälliger für Pilzerkrankungen seien als Weiße. Ebenfalls in den 1950er Jahren wurde Zinkcadmiumsulfid per Flugzeug über eine Reihe von Städten, darunter St. Louis und Minneapolis, versprüht. Ebenfalls in den 1950er Jahren wurden mehrere Journalisten wegen Aufruhrs vor Gericht gestellt, weil sie berichtet hatten, dass die USA während des Koreakriegs biologische Waffen eingesetzt hatten. Im Rahmen der Operation Whitecoat (1954–1973) wurden freiwillige Siebenten-Tags-Adventisten der Tularämie ausgesetzt.

Die Freilandversuche wurden bis in die 1960er Jahre fortgesetzt. 1965 verbreiteten sie Bakterien im gesamten Washingtoner National Airport, und 1966 führten sie einen Test in der New Yorker U-Bahn durch. Präsident Nixon soll 1969 dem offensiven Biowaffenprogramm der Vereinigten Staaten ein Ende gesetzt haben. Biowaffen sind gemäß den Genfer Protokollen von 1925 verboten, die die USA jedoch erst 1975 ratifizierten – im selben Jahr, in dem sie auch die Biowaffenkonvention ratifizierten.

Die Existenz solcher Programme ist hierzulande eher politisch und geschichtlich interessierten Menschen bekannt und erreichte das Bewußtsein eher im kulturellen Bereich: Ken Kesey verarbeitete seine Erfahrungen als Testperson in dem 1962 erschienenen Buch Einer flog über das Kuckucksnest, das 1975 unter demselben Namen verfilmt wurde. Der 2003 veröffentlichte Roman Shutter Island von Dennis Lehane thematisiert ebenfalls Menschenversuche in den Vereinigten Staaten dieser Zeit und wurde 2010 verfilmt. Die 2017 erschienene Serie Wormwood beschäftigt sich mit den Todesumständen von Frank Olson. Stephen Kings Roman Feuerkind von 1980 thematisiert ebenfalls als harmlose Medikamentenstudien getarnte Menschenversuche mit starken Halluzinogenen durch einen Geheimdienst ähnlich der CIA, wodurch zwei Probanden übersinnliche Fähigkeiten entwickeln und diese auch (in Form von Pyrokinese) an ihre Tochter vererben.

Über MKULTRA entstanden die Dokumentationen von Stefan Albrecht und Johannes Schäfer Die Dressierten Killer (4. August 2002/ZDF) sowie Deckname Artischocke von Egmont R. Koch und Michael Wech (12. August 2002/ARD) und eine Reihe von Spielfilmen, darunter Fletcher’s Visionen (1997), Experiment Killing Room (2009) und American Ultra (2015). Auch die TV-Serie Stranger Things nimmt auf das MKULTRA-Programm Bezug.


MKULTRA ist allerdings nicht das einzige derartig menschenverachtende Programm. So existierte bekanntlich mit COINTELPRO und dem ähnelnde Programme wie Operation CHAOS aber auch die anderen (selbstredend "rechtswidrigen") CIA Programme HTLINGUAL (HGLINGUAL), Project 2, Project MERRIMAC, Project RESISTANCE, Domestic Contact Service etc. bis hin zum inflationären Einsatz von Heroin und anderen Drogen zur Heroin gezielt gegen die die schwarze Bürgerrechtsbewegung und Zerstörung des afroamerikanischen Widerstandes beispielsweise der Black Panther Party (BPP).

Aber das ist eine andere Geschichte...

Quelle: Mike Dunn, WikiPedia, eigene Ergänzungen


KI funktioniert nicht und wir alle wissen, dass sie nicht funktioniert, oder: Warum ich KI nicht mag

Ich habe auf „Cool People Who Did Cool Stuff“ eine Serie über die Geschichte der Schadensminderung verfasst, und eines der wichtigsten Bücher, auf die ich mich dabei gestützt habe, ist Fighting for Space von Travis Lupick.

Ich führe eine Liste mit Buchempfehlungen bei der von den Mitarbeitern und Queers geführten Buchhandlung Firestorm, und ich bekomme zwar eine Provision für alle Bücher, die ihr über meine Empfehlungen kauft, aber ihr bekommt auch 10 % Rabatt und unterstützt damit eine Buchhandlung, die zudem ein wichtiger Teil der Infrastruktur der Bewegung ist.

In diesem Beitrag geht es um KI, und ich empfehle euch den Podcast „Better Offline“ von Ed Zitron, meinem Kollegen bei Cool Zone Media, der ausführlich und mit großer Begeisterung über die wirtschaftlichen Aspekte von KI spricht.

KI funktioniert nicht und wir alle wissen, dass sie nicht funktioniert


Die KI Grafik zeigt Leiterbahnen undn Lötpunkte als Synonym für elektronisch / künstlich in einem Gehirnähnlichen Umriss, der in verschiedenen Blau/Weißverläufen eingefärbt ist
Mit KI erzeugte Grafik über KI
Quelle: JPxG - DALL-E 3
Gemeinfrei
Letzte Woche wurden bei einer Gruppe von Hochschulabsolventen, die über die Bühne gingen, um ihre Diplome entgegenzunehmen, ihre Namen nicht aufgerufen. Denn die Universität hatte die Aufgabe, ihre Namen vorzulesen, an eine KI ausgelagert. Und KI funktioniert nicht.

Hätten diese Absolventen mit derselben Effizienz wie KI gearbeitet, wären sie keine Absolventen.

Die Gesellschaft ist dabei, sich um ein Werkzeug herum neu zu strukturieren, das einfach nicht funktioniert. Wir alle wissen, dass es nicht funktioniert. Wenn du eine Brücke bauen müsstest, würdest du keinen Bauingenieur beauftragen, der es nur in etwa 70 % der Fälle richtig macht. Du würdest kein Geschichtsbuch lesen, das zu 30 % Fiktion ist, aber dir nicht verrät, welche 30 %. Du solltest dich nicht mit jemandem verabreden, der dir immer sagt, dass du Recht hast, und der dich mit einem Lächeln auf den Lippen anlügt.

Mein Großvater war Schiffsbauingenieur bei der US-Marine und hat im Zweiten Weltkrieg gekämpft, und ich spreche oft von ihm, weil ich ihn ständig vermisse, und er lachte immer und sagte „gut genug für die Arbeit der Regierung“, wenn etwas gut genug, aber nicht perfekt war. Also sagt mein Vater das jetzt, und ich sage es auch. Aber… es ist ein Witz. Jedes Mal, wenn mein Großvater ein Schiff entwarf, fuhr er damit in die schlimmsten Stürme, die er finden konnte, stellte sich auf das Deck und trotzte dem Wetter, denn warum sollte er etwas bauen, von dem er nicht glaubte, dass es gut genug war?

Elon Musk würde nicht in eine von Grok entworfene Rakete zum Mars steigen, aber ich bin mir sicher, er wäre nur zu gerne bereit, dich und mich darauf zu setzen.

Die Kapitalisten und Autoritären, die diese Welt regieren, sind nur allzu gerne bereit, uns alle durch Roboter zu ersetzen, die ständig Mist bauen – denn sie nehmen lieber schlampige Arbeit in Kauf, als Menschen zu bezahlen.

Das ist schlimm, und ich bin wütend, und du solltest auch wütend sein.

Ich habe gesehen, wie Menschen, die mir am Herzen liegen, auf KI-Wahnvorstellungen hereingefallen sind und glaubten, mit Hilfe von KI bahnbrechende Forschung zu betreiben. Mein Kollege Robert Evans hat eine hervorragende Serie von Podcast-Episoden darüber gemacht, wie KI letztendlich die Methoden von Sektenführern nachahmt, um ihre Nutzer davon zu überzeugen, dass sie Genies sind.

Es ist ein neues Buch von diesem zweitklassigen Journalisten erschienen, der vielleicht nicht immer ein zweitklassiger Journalist war, aber dank seiner Abhängigkeit von KI zu einem geworden ist. Das Buch heißt „The Future of Truth: How AI Reshapes Reality“ und jeder, der an der Veröffentlichung beteiligt war, sollte gefeuert werden. Es ist ein Buch darüber, wie, na ja, KI die Realität umgestaltet. Aber es wurde mit „Forschungshilfe“ durch KI geschrieben, und die New York Times hat aufgedeckt, dass es falsche Aussagen enthält, die echten Menschen zugeschrieben werden, die aber von der KI halluziniert wurden. Der Autor behauptet, ein Experte für das Thema „Wahrheit“ zu sein, doch als er das Problem einräumte, gab er zu, dass das Buch „synthetische“ Zitate enthalte.

Lügen. Es enthält Lügen.

Wenn ich in meinem Podcast Zitate komplett erfinden und sie echten Menschen zuschreiben würde, würde ich aus triftigem Grund gefeuert werden.

Ich bin bei meinen Kollegen schon lange unbeliebt wegen meiner kompromisslosen Ethik in Sachen Wahrhaftigkeit. Ich glaube nicht, dass es ethisch ist, jemanden anzulügen, den man nicht schlagen dürfte. Man muss nicht immer Fragen beantworten und kann ausweichend reagieren, aber wenn man jemandem etwas erzählt, das nicht wahr ist, verzerrt man dessen Realitätssinn. Man tut das, um dessen Denken und Verhalten zu kontrollieren. Genauso wie wenn man jemanden schlägt.

Man muss aber bedenken, dass ich Gewalt in vielen Situationen für völlig akzeptabel halte. Wenn jemand versucht, Macht über dich auszuüben, ist Lügen zur Selbstverteidigung oft sicherer und effektiver als der Rückgriff auf Gewalt. Oder um es ganz klar zu sagen: Es ist ethisch, Polizisten zu schlagen – es ist nur meistens nicht strategisch klug.

Ich glaube fest an den Wert der Wahrheit. Wenn ich über die Haymarket-Anarchisten von Chicago in den 1880er Jahren lese – jene Einwanderer und der ehemalige Sklave, die die moderne Arbeiterbewegung aufbauten –, fällt mir auf, wie jede Quelle ihre schockierende Ehrlichkeit und Offenheit hervorhebt.

Mir wurde gesagt, es sei eine neurologische Besonderheit von mir, dass ich in Bezug auf Lügen so „gerechtigkeitssensibel“ bin, und es macht mich traurig, mir vorzustellen, dass meine Haltung vielleicht kein Mainstream-Wert ist. Aber die Tatsache, dass wir die Kontrolle über unsere Gesellschaft an Lügenmaschinen abgeben, ist einfach das Dystopischste, was ich mir vorstellen kann.

Wasserhungrige, machthungrige Maschinen werden gebaut, während das Wetter wärmer wird, während Energie knapper wird, während Wasser noch kostbarer wird. Es kommt mir im Grunde wie ein Sakrileg vor, dass unsere Herrscher diesen falschen Maschinengöttern endlose Mengen Wasser opfern, dass unsere Herrscher das Wasser opfern, das wir für unsere Ernten und unseren Körper brauchen.

Die Leute, die diese Maschinen gebaut haben, bieten uns nicht einmal eine Utopie als Gegenleistung an. Sie bieten uns Vertreibung an, sie bieten uns Enteignung an. Sie bieten uns Entlassungen und Armut und Hungersnot an, und sie versprechen uns im Grunde, dass wir dank ihrer Maschinen weniger intelligent werden können, dass uns die Plackerei erspart bleibt, schöne Dinge zu erschaffen und erfüllte Leben zu führen. Und anstatt miteinander über unsere Probleme zu reden, dürfen wir jeder mit einem kriecherischen Maschinen-„Freund“ sprechen.

Ich glaube nicht an Verschwörungen, außer an die, die sich als wahr erwiesen haben (und die erweisen sich meist schnell genug als wahr). Ich glaube eigentlich nicht, dass die Reichen gemeinsam planen, uns alle einfach umzubringen, nachdem wir überflüssig geworden sind.

Aber ich vermute, keinem von ihnen würde es etwas ausmachen, wenn genau das passieren würde.
Das Ganze ist für mich sehr frustrierend, zum Teil, weil ich kein Technikfeind bin. Ich halte Brillen und Antibiotika für zwei der besten Errungenschaften der Menschheit, und ich habe denselben Stolz empfunden wie alle anderen (keinen Nationalstolz, sondern Stolz auf die Menschheit), als Artemis den Mond umkreiste.

Es gibt „Machine-Learning“-Aufgaben, die mich nicht stören. Mein Problem mit Google Maps hat weitaus mehr mit Überwachung zu tun als mit „KI“. Ich hasse ein Programm zur Grammatikprüfung nicht grundsätzlich (obwohl Autocomplete und Autokorrektur den menschlichen Ausdruck auf eine Weise einschränken, die sich auf die Entwicklung der Sprache auswirken wird, da bin ich mir sicher).

Ich wäre vollkommen glücklich, wenn ich einen Computer-Forschungsassistenten à la Star Trek hätte, jemanden, den ich fragen könnte: „Wie viele Menschen lebten während der protestantischen Reformation offen in homosexuellen Paaren in Deutschland?“ oder so einen Quatsch, und einen Computer all das menschliche Wissen durchkämmen lassen könnte, das jemals zu Papier gebracht wurde (naja, in Bits und Bytes), und mir eine Antwort geben lassen.

Aber KI macht das nicht. Sie kann es funktional nicht. Weil sie nicht denkt. Sie ist eine ausgeklügelte Autovervollständigung, die speziell darauf ausgelegt ist, uns davon zu überzeugen, dass sie zu eigenständigem Denken und Forschen fähig ist. Sie ist nicht darauf ausgelegt, alle Quellen zu durchforsten und eine richtige Antwort auszuspucken, sondern uns davon zu überzeugen, dass sie das getan hat.

Wenn ich einen Forschungsassistenten einstellen und ihm eine Frage stellen würde und er mir eine unvollständige Antwort geben würde, könnte ich das akzeptieren. Wenn ich einen wissenschaftlichen Mitarbeiter einstellen und ihm eine Frage stellen würde und er mit einer bizarren Mischung aus Wahrheit und Dingen zurückkäme, die er sich einfach aus den Fingern gesogen hat, würde ich ihn feuern.

Studenten, die Quellen erfinden, werden zu Recht des Betrugs bezichtigt. Doch wenn KI das tut, akzeptieren wir es?

Die Folgewirkungen davon sind unkalkulierbar (obwohl du eine KI bitten könntest, sie trotzdem zu berechnen, wenn dir falsche Informationen nichts ausmachen). Da immer mehr Informationen im Internet von KI generiert werden, wird es immer schwieriger, Fakten von Fiktion zu unterscheiden. KI wird sich zunehmend von KI selbst ernähren, und bald wird sie sich immer weiter von jeglicher Kohärenz entfernen.

Wie Cory Doctorow es formulierte: „KI ist das Asbest, das wir in die Mauern unserer Gesellschaft schaufeln, und unsere Nachkommen werden es über Generationen hinweg wieder herausgraben.“
Die Ludditen-Bewegung des frühen 19. Jahrhunderts war eigentlich keine antitechnologische Bewegung an sich, sondern eher eine Arbeiterbewegung. Qualifizierten Arbeitern wurden ihre Arbeitsplätze durch Automatisierung weggenommen, und die Textilarbeit verlagerte sich von der Werkstatt (der „Heimindustrie“, die buchstäblich in einer Hütte stattfand) in die Fabrik. Die Menschen wechselten von einem selbstbestimmten Leben zu einem Leben, in dem sie selbst wie Rädchen in einer Maschine arbeiten mussten.

Also lehnten sich die Menschen in großem Stil auf und kamen dem Sturz des frühen kapitalistischen Systems nahe.

Die Ludditen inspirieren mich unendlich. Aber die Sache ist die: diese automatischen Webstühle? Zumindest diese Dinger, so teuflisch sie auch waren, funktionierten tatsächlich. Was auch immer ihre negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft waren, sie automatisierten tatsächlich und effektiv die Textilproduktion.

KI funktioniert nicht. Sie kann nicht einmal zu einem allmächtigen Maschinengott werden, der uns alle regiert, sei es wohlwollend oder böswillig, denn sie ist nicht bewusst und sie denkt nicht.

KI-Entwickler erzählen uns immer wieder, dass sie alle Fehler ausbügeln werden und dass KI eines Tages das erreichen wird, was sie heute vorzugeben vorgibt. Das bezweifle ich. Sie scheint strukturell unfähig zu sein, das zu tun, was ihr versprochen wird.

Wozu KI fähig ist, ist das, was sie bereits tut: qualifizierte Arbeitskräfte durch gerade noch ausreichend gute Automatisierung zu ersetzen. KI ist fähig, Menschen vorzugaukeln, sie würde helfen. KI ist fähig, unsere Fähigkeit zum kritischen Denken zu schwächen. KI ist fähig, Kunst (die von Natur aus Ausdruck ist) durch hohle Nachahmungen zu ersetzen.

Die Probleme der KI reichen tiefer als nur die Frage „Wer wird in einer Ära der KI noch Illustratoren einstellen?“, obwohl das allein schon eine wichtige Frage ist. Die Probleme reichen so tief, wie es nur geht. KI ist eine existenzielle Bedrohung, und zwar nicht in dem Sinne, dass „sie zu einem empfindungsfähigen Wesen wird und uns alle vernichtet“, sondern in dem Sinne, dass „KI für militärische Zielerfassung genutzt wird“, dass „KI das Bildungswesen zerstört“ und dass „KI eine Blase ist, die platzen und die Weltwirtschaft zum Einsturz bringen wird“.

Aber es gibt Hoffnung.

Und diese Hoffnung sieht so aus, wie Studenten, die Redner ausbuhen, die versuchen, ihnen KI schmackhaft zu machen, und sie sieht so aus wie die massive und erfolgreiche Bewegung gegen Rechenzentren, die einen geplanten Standort nach dem anderen zur Schließung zwingt.

Und diese Hoffnung könnte bald wie eine militante Neo-Ludditen-Bewegung aussehen. Und nach den Schildern zu urteilen, die ich im ländlichen Amerika sehe, könnte diese Bewegung parteiübergreifend sein oder werden. Oder besser gesagt, es könnte eine Klassenbewegung sein, der Arbeiterklasse, ungeteilt durch Fragen des Kulturkriegs, die gegen die herrschende Klasse kämpft.

Wenn dem so ist, bin ich dabei.

Quelle: „AI Doesn't Work and We All Know it Doesn't Work or: why I don't like AI“ von Margaret Killjoy 20. Mai 2026

Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.

Übersetzung, Ergänzung des Links zu Margarets Podcast und zu den Ludditen: Thomas Trueten [Autorisiert]

Achte Anarchistische Buchmesse Mannheim vom 14. bis 17. Mai 2026

Das SharePic zur 8. anarchistischen Buchmesse in Mannheim zeigt das Jugendzentrum Forum auf der rechten Seite und links 3 Wellen, deren Schaumkronen aus lauter Anarchie Ⓐ besteht sowie Angaben zur Messe und den Veranstalter:*Innen

This Saturday: All Out for No Kings Day 3!

Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Masked secret police are terrorizing our communities. An illegal, catastrophic war is putting us in danger and driving up our costs of living. Attacks on our freedom of speech, our civil rights, and our freedom to vote are happening on a daily basis. Costs are pushing families to the brink. #Trump is acting like a tyrant. But this is America, and power belongs to the people - not to wannabe kings or their billionaire cronies.

This Saturday, March 28th, we will show up together to demand, No Kings!


Please plan to join what promises to be the largest democracy, human rights, and peace demonstration in U.S. history. More than 3,000 events are planned.

FIND A NO KINGS EVENT NEAR YOU!

As President Trump escalates his attempts to control us, it is on us, the people, to show that we will fight to protect one another and our country. If he believes we will roll over and allow him to take our freedoms, he is mistaken. We are coming together on March 28 across issues, ages, races, and religions, because we know we can overcome this repression when we unite.



(In #Germany also in #Munich / #München #Nuremberg / #Nürnberg #Frankfurt #Wiesbaden #Düsseldorf #Bremen & #Hamburg)

#NoKings! #NoWars! #NoNukes! #NoICE


Buchtipp: Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks - 3. Auflage

Das Buchcover zeigt eine Hydra, die auf Kronen sitzt und diese frisst Dazu Angaben zum Buch
Buchcover
Eine absolute Leseempfehlung und nach einiger Zeit jetzt endlich wieder in der 3. Neuauflage erschienen: Die amerikanischen Historiker Peter Linebaugh und Marcus Rediker beleuchten in ihrem international gefeierten Standardwerk die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen Kapitalismus im Gebiet des englisch dominierten Atlantiks vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht zu verstehen ist.

Im Gegensatz zur gängigen Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Perspektive der multi-ethnischen Proletarier, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Es ist dies die Geschichte der verarmten Massen, der Seeleute und Sklaven, der Schuldknechte, der einfachen Frauen, der marginalisierten Arbeiter und Bauern. Sie treten hier als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werden, die den Gang der Geschichte durch plan- und hoffnungslose Revolten vorübergehend aufhielt.

Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren die Autoren Aufstände, Streiks und Meutereien gegen das gewaltige Kolonialisierungs- und Siedlungsprojekt des Empire. Landlose, Sklaven und Entrechtete entwickelten Formen kooperativer Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen von nationaler Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht eine bestimmende Rolle spielten. Die Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines besseren Lebens. In den Augen der Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren amorphen Unterschicht um eine »vielköpfige Hydra«, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen.

Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires nach und rückt die revoltierenden Heerscharen afrikanischer Sklaven, städtischer Proletarier, der Piraten und Indigenen der Karibik in den Mittelpunkt. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.

Peter Linebaugh & Marcus Rediker
Die vielköpfige Hydra
Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks
Aus dem Englischen von Sabine Bartel
ISBN 978-3-86241-489-5, 480 Seiten, Paperback, 24 Euro

Verlagsinformation


Wehrpflicht? Wehr dich! – Raus zum Schulstreik am 5. März

Aktionsschild aus stabilem Offsetkarton, beidseitig bedruckt. Aufschrift: "Wir wollen nicht in euren Kriegen sterben / Power to the Peaceful"
Dieses Aktionschild und andere Materialien können bei der Friedenskooperative bestellt werden. Klicke auf die Grafik, um zur Aktionsseite zu kommen.
In zwei Wochen steht am Donnerstag*, 5. März, der nächste große Schulstreik an. Viele Schüler*innen werden an diesem Tag bundesweit ein starkes Zeichen gegen die Wehrpflicht setzen. Das Netzwerk Friedenskooperative lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht entschieden ab und sieht im neuen Wehrdienst einen weiteren Schritt hin zur Militarisierung der deutschen Gesellschaft. Auf dieser Sonderseite wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Debatte und Beratungsmöglichkeiten angeboten.

Trotz Gymnasium nichts gelernt...

Das Sharepic zeigt den Text "Trotz Gymnasium nichts gelernt - erneu AfD bei Podiumsdiskussion eingeladen. Unsere Antwort: Gegenprotest 26.02.2026 18:00 Dietrich-Bonhoffer Gymnasium in Siemingen" Dazu eine von einer Hand getragene Texttafel: "Keine Bühne der AfD" und das Logo der Antifaschistischen Filder - zwei Spitzkohlköpfe in Rot und Schwarz
SharePic zum Gegenprotest
Am 26.02.2026 findet in Filderstadt-Sielmingen eine Podiumsdiskussion im Dietrich-Bonhoeffer(!)-Gymnasium mit dem AfD Kandidaten Felix Schneider statt. Besonders brisant ist das Ganze, da nach unserem letztmaligen Protest die SMV der Schule bereits eine Podiumsdiskussion außerhalb der Schule geplant hat um die AfD nicht einladen zu müssen. Der Rektor und das Lehrer:innen-Kollegium bestehen aber auf einer Veranstaltung in der Schule und so "muss aus Neutralitätsgründen" die AfD mit aufs Podium.
Wir finden das eine ziemliche Schweinerei, trotz klugem Verhalten der SMV eine auswärtige Podiumsdiskussion zu veranstalten, die Schüler:innen zu zwingen Rechtsradikale und Rassisten in die Schule zu lassen!

Also unterstützt unseren Gegenprotest vor Ort an der Schule!

26.02.2026 18:00 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Sielmingen.

Quelle: Antifaschistische Filder

Flyer zum Protest