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»Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient.« Michail Bakunin

It Always Rains On Sunday

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller "It Always Rains on Sunday", der hierzulande unter dem Titel "Whitechapel" lief. Zur Handlung weiß WikiPedia: "Die nachfolgenden Ereignisse finden am 23. März 1947 statt, an einem Sonntag im tristen, einst von dem während der Luftschlacht um England schwer getroffenen Londoner East End. Es fällt mal wieder Regen, und alles in diesem britischen Slum ist grau in grau. Die Nachwehen des Krieges prägt diese Gegend mit seinen verarmten Unterschichtsbewohnern sehr. Überall sieht man noch Spuren deutscher Bombenabwürfe, und Lebensmittel sind noch immer rationiert. In Coronet Grove sieht der in beengten Wohnverhältnissen mit seiner Familie lebende George Sandigate, ein biederer Mann mit Allerweltsgesicht, wie seine junge Tochter Vi in den frühen Morgenstunden aus einem Auto stürzt. In einem nahe gelegenen Kaffeestand bereiten sich drei abgerissene Typen, die Halunken Whitey, Dicey und Freddie, auf einen nicht unbedingt legalen Job vor. Als der Morgen erwacht, weckt die mit dem deutlich älteren George verheiratete, ehemalige Barfrau Rose Sandigate, eine ziemlich schrille Person und das ganze Gegenteil von Sugardaddy George, ihre ältere Tochter Doris auf, damit sie Tee aufbereitet und die Morgenzeitung holt. Die zentrale Nachricht dieses Sonntagmorgens ist, dass der Sträfling Tommy Swann aus dem Zuchthaus von Dartmoor ausgebrochen ist, wo er eine vierjährige Haftstrafe wegen bewaffneten Überfalls absitzen musste. Tommy war einst Roses Verlobter, den sie während der Arbeit in der Kneipe vor Ort kennengelernt hatte. Rose erinnert sich an ihre Zeit mit Tommy und an den Ring, den er ihr kurz vor seiner Verhaftung gab."

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Blogkino: Brute Force (1947)

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller "Brute Force", hierzulande als "Zelle R 17" gelaufen, ein amerikanischer Kriminalfilm noir aus dem Jahr 1947 unter der Regie von Jules Dassin, nach einem Drehbuch von Richard Brooks und mit der Kameraführung von William H. Daniels. In den Hauptrollen spielen Burt Lancaster, Hume Cronyn und Charles Bickford: "An einem regnerischen Morgen schauen vier Zelleninsassen aus einem Fenster des Westmore-Gefängnisses und sehen, dass ihr Zellengenosse Joe Collins aus der Isolationshaft kommt. Joe ist wütend und spricht von Ausbruch. Während die Wärter, befehligt von dem sadistischen Oberaufseher Munsey, versuchen, die Disziplin aufrechtzuerhalten, warnt der Gefängnisarzt, die Haftanstalt sei ein Pulverfass, das explodieren würde, wenn man nicht vorsichtig sei.

Joes Anwalt erzählt ihm bei einem Besuch, Joes Frau Ruth werde sich erst einer notwendigen Operation unterziehen, wenn Joe dabei sei, obwohl sie in Lebensgefahr schwebe. In der Gefängniswerkstatt töten die Häftlinge ihren Mithäftling Wilson, der mit Munsey kollaboriert und Joes Isolationshaft verschuldet hat, indem sie ihn in eine Presse abdrängen. Joe hat durch eine Visite beim Gefängnisarzt ein Alibi.

Joe ersucht den Mithäftling Gallagher um Hilfe für einen Ausbruch, doch der hat Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung, die er nicht aufs Spiel setzen will. Erst als ein Häftling durch Munsey in den Selbstmord getrieben wird und die Gefängnisleitung alle Privilegien widerruft, ist Gallagher bereit, mit Joe einen Plan auszuhecken. Durch die Erstürmung eines Wachturms wollen sie die Kontrolle der Zugbrücke, der einzigen Zufahrt zum Gefängnis, an sich reißen. Doch das Vorhaben wird verraten, die Insassen beginnen eine Revolte, die brutal und blutig niedergeschlagen wird. (...)" (Wikipedia)


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3D Printing: IKEA PS Endcaps

The photo shows 2 IKEA PS chests of drawers, stacked on top of each other, with the top one's feet removed.
IKEA PS, stacked
I put 2 of my IKEA PS cabinets on top of each other. To do this, I sawed off the legs of the top cabinet. Because I had done another project with the cabinet some time ago, I had of course wasted the end caps and needed new ones quickly. So I just designed a few replacement caps. Maybe someone else can use them, they fit all square tubes with an inner diameter of 17.5 mm and an outer diameter of 20 mm.

The endcaps at thingiverse.

Printed with Overture PETG on a PRUSA I3MKs.


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Der LAIKA Verlag stellt den Buchverkauf ein

Liebe Freunde und Freundinnen des guten Buches:
Seit unserem ersten Hilferuf ist etwas mehr als ein Jahr vergangen, und Dank Eurer großartigen Unterstützung konnte der LAIKA Verlag diesen Zeitraum finanziell überstehen.

Jetzt bin ich jedoch an einem Punkt angelangt, wo es für den Verlag finanziell einfach nicht mehr weitergeht. Alle bisherigen Einnahmen seit unserem Aufruf vom März 2023 sind für Lagermiete, die Buchhaltung, den Steuerberater, das Finanzamt und das Bundesamt für Justiz, das immer wieder mit absurd hohen Strafzahlungen droht, draufgegangen. Uns selber haben wir für alle geleistete Arbeit nichts ausgezahlt - im Gegenteil: Dadurch, das ich hauptberuflich in Vollzeit als Angestellter beschäftigt war, konnte ich Fehlbeträge immer wieder aus meinen Privateinnahmen decken. Das geht jetzt nicht mehr, da ich seit April 2024 in Rente und, wie viele andere Betroffene in dieser Situation, mit einer prekären finanziellen Lage konfrontiert bin, die keinen finanziellen Spielraum mehr zulässt. Zusätzlich plane ich, Hamburg zu verlassen und werde mich nicht mehr um den Versand der Bücher kümmern können.

Wir, ich als Geschäftsführer sowie der ursprüngliche Verlagsgründer Karl-Heinz Dellwo, mussten deshalb die traurige Entscheidung treffen, den restlichen noch vorhandenen Buchbestand, immer noch über 30.000 Bücher, bis auf jeweils wenige Exemplare zu entsorgen. Die Einnahmen aus dem Buchhandel sowie über den Webshop sind bei Weitem nicht ausreichend und zu unbeständig, um die Lagerkosten und den Verkauf über den Buchhandel zu finanzieren. Der LAIKA Verlag wird aus den genannten Gründen den Buchverkauf zum 30. Juni 2024 einstellen. Bis zu diesem Datum können noch vorhandene Titel über den Webshop bestellt werden, danach wird es nur noch einen Vertrieb von digitalen Medien geben, d.h. eBooks im PDF Format zum Download oder auf USB Stick.

Wer also noch Bücher in gedrucktem Format bestellen möchte sollte die letzte Gelegenheit bis Ende Juni nutzen. Ich werde mich bemühen, alle Bestellungen so schnell wie möglich zu versenden. Bitte habt Verständnis, wenn es jedoch mal etwas länger dauern sollte. Die Verschenkaktion wird ebenfalls noch bis Ende Juni weitergehen, d.h., das zu jedem bestellten Buch ihr euch ein Weiteres als Geschenk aussuchen könnt, selbstverständlich nur soweit die Titel noch vorhanden sind. Das gilt nicht für Buchpakete und die Reihe Marxist Pocket Books.

Nochmals vielen Dank an euch alle für eure Unterstützung und die Weiterverbreitung dieses Aufrufs!

Martin Bergt
LAIKA Verlag
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Oelkersallee 66
22769 Hamburg
Germany
info@laika-verlag.de
https://laika-verlag.de
https://shop.laika-verlag.de

Die Grafik zeigt das Logo - eine stilisierte Zeichnung von Laika, der ersten Hündin  im Weltraum - und des Schriftzuges des Verlages

Blogkino: Gun Crazy (1950)

Heute zeigen wir im Blogkino "Gun crazy", der hierzulande als "Gefährliche Leidenschaft" lief. "Bart Tare entwickelt schon in frühen Jahren eine Faszination für Schusswaffen. Mit 14 Jahren wird er für den Diebstahl eines Revolvers in die Besserungsanstalt eingewiesen, obwohl seine Schwester Ruby und seine Freunde Dave und Clyde, der Sohn des Sheriffs, sich für ihn einsetzen.

Nach der Entlassung aus der Besserungsanstalt und Ableistung seines Armeedienstes kehrt der erwachsene Bart in seinen Heimatort zurück. Zusammen mit Dave und Clyde, der selbst inzwischen Sheriff des Ortes ist, besucht er die Vorstellung eines Wanderzirkus, zu dessen Attraktionen die Schießkünste der Scharfschützin Annie Laurie Starr gehören. Bart gewinnt ein Wettschießen gegen Laurie und wird von Zirkusdirektor Packett angeheuert. Bart und Laurie verfallen schnell einander. Der eifersüchtige Packett, der Laurie nicht freigeben will, erpresst sie mit dem von ihr verschuldeten Tod eines Mannes in St. Louis. Es kommt zu einer Auseinandersetzung, und Bart und Laurie flüchten gemeinsam. Die beiden heiraten und verbringen glückliche Flitterwochen, bis ihnen das Geld ausgeht. Bart will eine Arbeit suchen, aber Laurie überredet ihn, sich Geld mit Raubüberfällen zu verschaffen. Nach einer Serie erfolgreicher Überfälle will Bart aussteigen. Laurie besteht darauf, noch einen Coup zu wagen, den Raub der Lohngelder eines Fleischerzeugers. Wegen eines ausgelösten Alarms tötet Laurie eine Angestellte und einen Wachmann. Sie gesteht dem schockierten Bart, bereits in St. Louis einen Mann bei einem Raub erschossen zu haben.


Bart und Laurie verstecken sich auf der Flucht vor der Polizei bei seiner Schwester Ruby. Dave und Clyde erscheinen vor dem Haus, und Bart und Laurie fliehen in die nahe gelegenen Sümpfe, wo sie von der Polizei umzingelt werden. (...)" (Wikipedia)

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Farbfilter für Thypoch Objektive

Leica M11M mit Thypoch 28mm/f1.4 Linse sowie Tiffen Rotfilter.
Leica M11M mit Thypoch 28mm/f1.4 Linse sowie Tiffen Rotfilter.

Bild anklicken für größere Ansicht.

Auch heutezutage ist die Verwendung von Filtern beim Fotografieren nicht in jedem Fall durch die digitale Bildbearbeitung zu ersetzen. Aber abgesehen von unterschiedlichen Durchmessern, die den Erwerb von mehreren Filtern oder Distanzringen zur Folge haben, sind oft die Sonnenblenden bei aufgeschraubten Filtern nicht mehr zu verwenden, da der Filter meist größer ist als der Anschluß der Sonnenblende. Besonders ärgerlich ist das bei UV Filtern, die viele Fotograf:*Innen zum Schutz der Frontlinse ständig montiert haben.

Ein Verzicht auf die Sonnenblende kommt oft ebenfalls nicht in Frage, so daß sich die Herausforderung stellt, passende Filter zu finden. In meinem Fall fotografiere ich abseits der Summiluxe auch gerne mit modernen Chinese:*Innen, die zum Teil eine tolle Qualität zu einem Bruchteil der von den Wetzlarer Gläsern aufgerufenen Preisen abliefern, in dem Fall mit den Thypoch Simera 28mm/f1.4 und dem 35/f1.4. Zumindest für diese beiden Objektive, die Filter im Durchmesser von 49mm benötigen, bin ich bei den Optikern der U.S. Firma Tiffen fündig geworden. Diese bietet für einen halbwegs akzeptablen Preis Rotfilter in Grad 25 sowie Orangefilter in Grad 21 und Gelbfilter in Grad 15 an. Die Filter ermöglichen den gleichzeitigen Einsatz der Sonnenblende. Selbiges gilt für den UV Filter, der in einfacher Qualität günstig oder in professioneller Qualität etwas teurer zu bekommen ist. Zu guter Letzt darf natürlich ein zirkularer Polfilter nicht fehlen, der ebenfalls für den einsatz mit der Sonnenblende passend verfübar ist.


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Blogkino: Spellbound (1945)

Heute zeigen wir im Blogkino den Hitchcock Reißer "Spellbound", der hierzulande unter dem Titel "Ich kämpfe um Dich" lief. In dem US-amerikanischen Psychothriller von Alfred Hitchcock nach dem Roman The House of Dr. Edwardes von Francis Beeding (Pseudonym von Hilary Aidan St. George Saunders und John Palmer) spielen Ingrid Bergman und Gregory Peck die Hauptrollen.

Es handelt sich um einen der ersten Hollywood-Filme, die sich mit Sigmund Freuds Psychoanalyse beschäftigten. Bemerkenswert für das Jahr 1945 ist zudem die Darstellung der Frauenrolle: Die Psychologin Dr. Constance Petersen durchschaut mit ihrem psychoanalytischen Scharfsinn das Rollenspiel der Männer um sich herum. Die sie umgebenden Männer entpuppen sich als peinliche Figuren, denen sie intellektuell und als Persönlichkeit überlegen ist.

Der Plot: "Dr. Murchison, der langjährige Leiter von Green Manors, einem Heim für Geisteskranke in Vermont, soll nach einem Nervenzusammenbruch in den Ruhestand gehen. Er wird in seiner Funktion von Dr. Anthony Edwardes abgelöst, einem renommierten Psychiater und Autor. Kaum ist der für seine berufliche Position überraschend junge Edwardes angekommen, fühlt er sich von der schönen, aber distanzierten Psychologin Dr. Constance Petersen angezogen. Doch schon bald fällt Edwardes durch sein sonderbares Verhalten in bestimmten Situationen auf. Es häufen sich die Anzeichen, dass der vorgebliche Dr. Edwardes in Wirklichkeit ein paranoider, an Gedächtnisverlust leidender Betrüger ist. Dr. Petersen durchschaut dies als Erste, dennoch verliebt sie sich in ihn. Der falsche Edwardes gesteht ihr, dass er glaubt, den echten Edwardes umgebracht und zur Bewältigung des Schuldtraumas dessen Identität übernommen zu haben. Aufgrund seiner Amnesie kann er sich aber an seine wahre Identität nicht erinnern.

Als die anderen Ärzte den falschen Edwardes entlarven können, setzt er sich nach New York ab. Er hinterlässt jedoch einen Brief mit seiner Adresse an Constance, die immer noch zu ihm hält. Sie reist nach New York, um dem falschen Edwardes zu helfen. Auch will sie feststellen, was mit dem wirklichen Dr. Edwardes geschehen ist, der seit seinem Aufbruch zu einer Skireise verschwunden ist. Inzwischen wird der vermeintliche Hochstapler von der Polizei gesucht. Constance und der falsche Edwardes - unter dem Decknamen John Brown - reisen zusammen nach Rochester zu dem angesehenen Psychiater Dr. Brulov, Constances altem Lehrer und Mentor. Bei der Psychoanalyse eines Traumes von „Brown“ stellt sich heraus, dass dieser zusammen mit Edwardes beim Skilaufen war. Aufgrund von Hinweisen im Traum des falschen Edwardes können die Psychoanalytiker das Skigebiet identifizieren.

Dr. Petersen und „Brown“ reisen ins Skigebiet in der Hoffnung, dass durch eine Wiederholung der Geschehnisse die blockierten Erinnerungen des Patienten zurückkehren könnten. Tatsächlich kehrt bei einer Skiabfahrt das Gedächtnis des falschen Edwardes zurück. Er erinnert sich an den Absturz von Dr. Edwardes und daran, dass sein wirklicher Name John Ballantyne ist. Weil er als Kind einst seinen Bruder versehentlich getötet hatte, litt er seitdem an einem Schuldkomplex. Außerdem hatte er einen traumatisierenden Einsatz als Militärarzt im Zweiten Weltkrieg. Deshalb war er Patient des echten Edwardes und hatte aufgrund seines Schuldkomplexes nach Edwardes’ Tod, für den er sich verantwortlich fühlte, die Identität des Psychiaters angenommen.

Der angebliche Unfalltod im Skigebiet scheint aufgeklärt, doch als die Leiche von Dr. Edwardes geborgen wird, stellt sich heraus, dass dieser von hinten erschossen wurde. Daraufhin wird Ballantyne unter Mordverdacht verhaftet. Dr. Constance Petersen versucht sich für ihn einzusetzen, kehrt dann aber nach Green Manor zurück. (...)" (WikiPedia)
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Judiths Krise: Jubiläums-Konzert

"Das Foto von © heba zeigt den Frauenchor beim Gemüsegipfel mit Gemüsekostümen"
Foto: © heba / umbruch Bildarchiv
Seit unfassbaren 31 Jahren singt der gemischte Frauenchor politisch, bunt, schräg & schrill in Kreuzberg, Berlin, Germany, Welt, Erde, Kosmos… Das ist der Gipfel! Die Welt steckt in einer Krise. Luft-, Wasser- und Bodenqualität lassen zu wünschen übrig, vom Wetter oder gar selbstbestimmtem Leben ganz zu schweigen. Gemüse aus aller Welt trafen sich in Berlin zu einem Weltgemüsegipfel, um ihre Probleme zu erörtern und nach Lösungen zu suchen…“

Zu den Fotos bei Umbruch Bildarchiv.

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)
Links

Blogkino: Moontide (1942)

Heute zeigen wir im Blogkino das zu Anfang von Fritz Lang später dann von Archie Mayo unter anderem mit  Jean Gabin, Ida Lupino und Thomas Mitchell gedrehte Melodram "Moontide", das hierzulande unter dem Titel "Nacht im Hafen" lief. "Der in Frankreich geborene Hafenarbeiter Bobo reist durch die ganze Welt und nimmt Gelegenheitsjobs an, wo sie sich ihm bieten. Trinkgelage gehören zu seinem Leben. In San Pablo in Kalifornien trifft er in der Hafenschenke „Roter Punkt“ auf seinen irischen Kollegen Tiny, der weiß, dass in San Francisco Leute für gutes Geld gesucht werden. Die Männer beschließen, sich dort vorzustellen. Den Großteil der Nacht verbringt Bobo mit viel Alkohol und einem Mädchen namens Mildred. Als er am nächsten Morgen erwacht, befindet er sich auf dem Kahn von Henry Hirota und seinem Sohn Takeo, die mit Köderfischen handeln. Henry erklärt Bobo, dass er ihn sturzbetrunken aufs Schiff geschleppt habe, weil er ihm versprochen habe, für ihn Köder zu verkaufen. Vage erinnert sich Bobo, dass er neben Pop Kelly, einem alten mürrischen Seemann, an der Theke stand, kann sich aber nicht erklären, wieso er dessen weiße Schirmmütze trägt. Als er mitbekommt, wie George, ein Polizist, Takeo vom Tode Pop Kellys erzählt, ist er entsetzt und hofft inständig nichts damit zu tun zu haben. Den Nachmittag verbringt Bobo mit seinem Freund Nutsy, einem Nachtwächter mit philosophischen Anwandlungen und ihm treu ergeben. Als die Männer am Strand entlangstreifen, werden sie durch Schreie auf eine Frau aufmerksam, über der die Wellen zusammenschlagen. Bobo rennt ins Wasser und kann die ohnmächtige Frau gerade noch erwischen und bergen. Der Strandwächter erzählt ihm was von Selbstmord aus Liebeskummer, Bobo hört jedoch nur mit einem halben Ohr zu. Damit die Polizei sich nicht einmischt, behauptet er, dass es sich um seine Braut handele, die sich nur zu weit ins Meer hinausgewagt habe. Anna jedoch, so heißt die junge Frau, eine Kellnerin, ist alles andere als begeistert von seiner Einmischung. Sie wollte ihr hartes Leben endlich hinter sich lassen. Bobo nimmt sie erst einmal mit auf die Barke, wo er ihr sein Bett überlässt, um selbst auf dem Fußboden zu schlafen. (...)

Für die Alptraum-Sequenz im Film erstellte der surrealistische Maler Salvador Dalí fünf Skizzen und drei Gemälde, die in der entsprechenden Szene verwendet wurden. RKO Pictures interessierten sich bereits vor Twentieth Century Fox für die Filmrechte an Willard Robertsons Roman, man riet dem Studio jedoch ab, da man meinte, wegen der teils sexuellen Beziehungen zwischen unverheirateten Personen und anderer Freizügigkeiten, würde der Film wegen des in den USA seit Mitte der 1930er Jahre herrschenden Hays Code nicht genehmigt werden." (WikiPedia)

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Die "Proletenpassion" reloaded? Leider weit gefehlt...

Das Foto zeigt das Plakat der WLB zum Stück unter einem Wegweiser, im Hintergrund das alte Esslinger Rathaus, dazwischen sitzen Menschen in einem Straßencafe
Richtungsweisend? Leider nur unter den Wegweisern am Esslinger Marktplatz.
Foto: © Thomas Trueten
Gestern sind wir mit Freunden im Theater gewesen: „Die Proletenpassion“ in Esslingen in der Neuauflage basierend auf der 2015er Fassung angeschaut. Meine Kritik: Oje. Extremismusquatsch und Hufeisentheorie gaben sich die Hände, Zitat von Dimitroff zum Thema unterschätzter Faschismus von 1935, der bei der Premiere noch genannt wurde, auf Druck von Medien anonymisiert. Fazit der Fassung des Stücks: „Wir wollen mehr Demokratie!“. Seinerzeit als Demokratielied eher im mittleren Teil des Epilogs der Passion, als eine Schlußfolgerung im jahrhundertelangen Reigen im Kampf gegen die Machtergreifung immer neuer Klassen, während das Proletariat immer das Nachsehen hatte, angesiedelt, nun als entscheidende Konsequenz, die mehr Fragen schuldig bleibt, präsentiert.

Denn das war eigentlich nicht die Schlußfolgerung, die die Schmetterlinge in den 70ern aus der Geschichte des Proletariats zogen. Gezeigt wird eher eine entpolitisierte Hülle des Originals: Sozialismus, der fällt nicht vom Himmel und Wir lernen im Vorwärtsgehn waren im Original die im Epilog zu lösenden Herausforderungen, die aus den Klassenkämpfen zu ziehen war und ist. Und die Frage, wie die "Machtfrage" zu lösen ist. In dem Moment fällt das neue Stück leider weit hinter die Pariser Commune (1) zurück, die zwar als frühes Projekt der Diktatur des Proletariats präsentiert wird, das vor allem aufgrund fehlender revolutionärer Konsequenz und der militärischen Übermacht Preußens scheiterte, jedoch nicht wirklich weiter verfolgt wird. Schaler Beigeschmack entstand für mich bei der Aufaddierung und  letztlichen Gleichstellung der Opfer des Faschismus (55 Millionen Tote) und derer Stalins (60 Millionen Tote) (Kommentar aus der Sitzreihe hinter mir: "Nicht zu vergessen die Millionen, die Mao auf dem Gewissen hatte!") , auch inhaltlich: "Man kann auch so links sein, daß man rechts wieder raus kommt" (Gelächter im Publikum) und kommentarlose Nennung des "RAF Terrorismus" - der im Original nicht erwähnt wurde. Aus diesen Irrungen und Wirrungen, die sich aus einer immer mehr auf die Spitze getriebenen Machtelite, letztlich in Form einer Partei oder einer militarisierten und marginalisierten Stadtguerilla ausdrückten wird nicht die Frage gestellt, wie eine solche Entwicklung im Kampf um die Befreiung des Proletariats verhindert werden kann.

So gerade den im Stück herausgearbeiteten Erfahrungen widersprechend und dadurch um seinen revolutionären Kern beraubt, verkommt das Stück letztlich zu einem Vehikel für die bürgerliche Demokratie und kann so auch problemlos an einem gutbürgerlichen Theater aufgeführt werden.

An diese Mängel schließt dann auch die recht unterschiedliche Darstellung durch die Schaspieler:*Innen an, die teils holprig mit Versprechern „Es geht ein Gespenst um in Europa, das Gespenst des Kapitalismus!“ zum Ausdruck brachten, daß sie im Grunde mit dem Inhalt des Stückes nicht viel anzufangen wissen und sich nicht "drangeben". Teils waren die gesungenen Texte nur schwer zu verstehen, vor allem für Menschen, die das Stück das erste Mal sehen.

So sehr ich es gut finde, daß sich des Werkes angenommen wird und es wertschätze, daß die Württembergische Landesbühne es auf ihren Spielplan gesetzt hat: Ich bezweifle, daß den Machern und Darsteller:*Innen die Bedeutung einer „Passion“ klar ist. So blieb das Stück vor allem ab der Pariser Commune blass und ohne Antwort auf die Fragen unserer Zeit, die sich aus der Geschichte des Kämpfe zwischen den Klassen ergeben. Oder ohne die Frage nach der Antwort auf unsere Zeit zu stellen, wodurch sich das Original ja auszeichnete.

Schade eigentlich, aber vermutlich auch zuviel verlangt für ein Landestheater.


1 Sechsteiliges Video der Schmetterlinge im Original zur Pariser Commune