Wir setzen in unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos fort mit dem 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau nach der gleichnamigen Erzählung von Gerhart Hauptmann gedrehten Stummfilm Phantom. Der Film über eine obsessive Liebe "spiegelt auch die Situation des deutschen Kleinbürgers unmittelbar nach Krieg und Novemberrevolution -“ sein gestörtes Realitätsverhältnis, sein Schwanken, seine Ratlosigkeit" wider, so Fred Gehler.
Man muss den rollenden Schneeball zertreten...

Wie aktuell der Bezug des heute leider allzuoft auf seine Kinder- und Jugendliteratur reduzierten Erich Kästner zur Gegenwart ist, hatte ich ja schon hier vermerkt: "Wie die Faust aufs Auge von Pegida & Co." sowie sein Gedicht "Warnung vor Selbstschüssen". Heute der Schlußteil seiner Rede "Über das Verbrennen von Büchern":
„(...) Die Ereignisse von 1938 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muß den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr an! Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat. Das ist die Lehre, das ist das Fazit dessen, was uns 1933 widerfuhr-š Das ist der Schluß, den wir aus unseren Erfahrungen ziehen müssen, und es ist der Schluß meiner Rede. Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben. Es ist eine Angelegenheit des Terminkalenders. Nicht des Heroismus.“
Selbstorganisiert wohnen, solidarisch wirtschaften - das Mietshäuser Syndikat
In der vierten Veranstaltung der Esslinger Sommerakademie am kommenden Dienstag, dem 6. September, berichtet Timon Haidlinger vom Tübinger Mietshäuser Syndikat über diese Form des selbstorganisierten Wohnens und solidarischen Wirtschaftens.
Dazu lädt die Esslinger Sommerakademie ein in die Gaststätte Hendlburg, direkt am Esslinger Marktplatz, Beginn ist um 20 Uhr.
Die Veranstaltung ist öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.
Bitte nicht auf die deutsche Art klatschen!
Heute mal wieder ein hier leider viel zu lange vernachlässigtes Thema: Warum es uncool ist, auf die deutsche Art zu klatschen (Links, zwo, drei, vier!) und so praktisch jedes Stück zur Marschmusik werden zu lassen (Bierzelteffekt). Das erläutert Klaus Kauker in seinem 2010 gedrehten Video. Woher das kommt? Von dem Beitrag "Was ist eigentlich so schlimm daran, auf die deutsche Art zu klatschen?" bei den Blogrebellen, die auch beleuchten, warum das mit dem Quintenzirkel so wichtig für DJs und MusikerInnen ist. Was man unter anderem bei Norah Jones, Sammy Davis Jr. (Der das nochmal ganz genau erläutert, ab Minute 9:20), Phil Collins, Aretha Franklin und hups, der Kelly Family nachschauen kann, die es im Gegensatz zum Publikum drauf haben, ebenso selbiges bei Tobias Mann - Deutschuntericht
Jeden Tag was neues
Eine Fotoserie von hehe und Monika v. Wegerer beim Umbruch Bildarchiv.
Revolution an der Tanzbar: Light in Babylon - Hanashim shel Teheran - ×”× ×©×™× ×©×œ טהרן - The women of Teheran - Die Frauen aus Teheran
Heute mal wieder die sehr verehrten Light in Babylon mit dem Titel "Hanashim shel Teheran" zur aktuellen Diskussion:"Bikini or Burkini, this is not the question! because in the end of the day we are all just humans, lets not forget that, we are wishing you all, our dear friends, the freedom to express yourself every day with the song "The women of Teheran" - who are still forced to be covered from age 7 and not allowed to sing in public ..."
Die Frauen aus Teheran
Die Frauen aus Teheran
sie verdecken ihr Gesicht nicht
sie verbergen ihr Lächeln nicht
sie geben ihre innere Schönheit preis
und das alles auf eine solch familiäre liebevolle Art,
dass es in mir Gefühle weckt, die ich einst vergessen hatte
und wenn du hörst wie sie singen
und wenn du lauschst wie sie singen
meine Mutter könnte eine von ihnen sein
sie pflegte es, mir Geschichten zu erzählen
trotz ihres traurigen Anblicks
konnte ich immer ein Lächeln auf ihren Lippen ablesen
und das alles auf eine solch familiäre liebevolle Art,
dass es in mir Gefühle weckt, die ich einst vergessen hatte
und wenn du hört wie sie singen
und wenn du lauschst wie sie singen
la la la.la..
La la la la
die Frauen aus Teheran
sie verdecken ihr Gesicht nicht
sie verbergen ihr Lächeln nicht
sie geben ihre innere Schönheit preis
und das alles auf eine solch familiäre liebevolle Art,
dass es in mir Gefühle weckt, die ich einst vergessen hatte
und wenn du hört wie sie singen
und wenn du lauschst wie sie singen
meine Mutter könnte eine von ihnen sein
sie pflegte es, mir Geschichten zu erzählen
trotz ihres traurigen Anblicks
konnte ich immer ein Lächeln auf ihren Lippen ablesen
und eines Tages werde ich dort sein
ich werde wie ein ausländischer Vogel im Himmel über dem Iran fliegen
ich werde meinen Hals ausstrecken
meine Flügel weiten
und für dich Teheran singen
Hanashim shel Teheran
Hanashim shel Teheran
Lo mastirot et hapanim
Lo mastirot et hachiyuch
Masgir hachen she mibifnim
Ubemivta kaze mukar
Shemaale bi nishkachot
Ve im takshiv eich hen sharot
Ve im tishma, eich she hen sharot
Ulai imi achat mehen
Ve hi sipra li sipurim
Ubemabat kimat atzuv
Roim chiyuch gam lifamim
Ubemivta kaze mukar
Shemaale bi nishkachot
Ve im takshiv eich hen sharot
Ve im tishma, eich she hen sha...
La la la la la
La la la la la
Hanashim shel Teheran
Lo mastirot et hapanim
Lo mastirot et hachiyuch
Masgir hachen she mibifnim
Ubemivta kaze mukar
Shemaale bi nishkachot
Ve im takshiv eich hen sharot
Ve im tishma, eich she hen sharot
Ulai imi achat mehen
Ve hi sipra li sipurim
Ubemabat kimat atzuv
Roim chiyuch gam lifamim
Im yom echan, amri mikan
Tzipor zara bishmei Iran
Emtach groin, efros knafai
Ashir lachen beteheran
The women of Teheran
the women of Teheran
they don-™t cover their face
they don-™t cover their smile
giving the glory from their inside
and in such a familiar accent
that brings in me the thing I already forgot
and if you listen how they sing
and if you hear how- they- sing
my mother might be one of them
she use to tell me stories
and in a almost sad face
you can see a smile sometimes.
and in such a familiar accent
that brings in me the thing I already forgot
and if you listen how they sing
and if you hear how- they- sing
La la la la
La la la la......
the women of Tehran
they don-™t cover their face
they don-™t cover their smile
giving the glory from their inside
and in such a familiar accent
that brings in me the thing I already forgot
and if you listen how they sing
and if you hear how- they- sing
my mother might be one of them
she use to tell me stories
and in a almost sad face
you can see a smile sometimes.
If one day I will rise up there
I foreign bird in the sky of Iran
I will stretch my throat
I will open my wings
To sing for you in Teheran
Unterschreibt für ein kulturell vielfältiges Esslingen!
An den Bürger
so du selbst nur Sonne hast;
daß für dich sie Lasten heben,
neben ihrer eignen Last;
daß du frei durch ihre Ketten,
Tag erlangst durch ihre Nacht:
was wird von der Schuld dich retten,
daß du daran nie gedacht!
Karl Kraus
Blogkino: Nosferatu - Eine Sinfonie des Grauens (1922)
Wir setzen in unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos fort mit dem 1922 von Friedrich Wilhelm Murnau gedrehten Nosferatu, eine Symphonie des Grauens. Wikipedia vermerkt zu dem allseits bekannten Gruselstreifen: "Der Stummfilm ist eine -“ nicht autorisierte -“ Adaption von Bram Stokers Roman Dracula und erzählt die Geschichte des Grafen Orlok, eines Vampirs aus den Karpaten, der in Liebe zur schönen Ellen entbrennt und Schrecken über ihre Heimatstadt Wisborg bringt. Nosferatu gilt als einer der ersten Vertreter des Horrorfilms und übte mit seiner visuellen Gestaltung einen großen Einfluss auf das Genre aus. Zugleich gilt das Werk mit seiner dämonischen Hauptfigur und seiner traumartigen, gequälte Seelenzustände spiegelnden Inszenierung als eines der wichtigsten Werke des Kinos der Weimarer Republik. Der Film sollte nach einem verlorenen Urheberrechtsstreit 1925 vernichtet werden, überlebte aber in unzähligen Schnittversionen und ist heute in mehreren restaurierten Fassungen verfügbar."
1. September - Antikriegstag 2016: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
"Unsere Geschichte verpflichtet uns zum Widerstand und zur Mahnung. Auch in diesem Jahr wird wieder eine Kundgebung zum Antikriegstag in Stuttgart organisiert. Die Kundgebung am 1. September startet um 17 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Faschismus und es werden sich mehrere Organisationen mit Beiträge beteiligen. Wie in den Vorjahren wird es auch wieder eine Kranzniederlegung geben, um den Opfern von Krieg und Faschismus zu gedenken und darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig auch heute ist gegen Krieg und Aufrüstung Widerstand zu leisten."
Mit Beiträgen von:
- Paul Russmann (Ohne Rüstung Leben)
- Ilse Kestin (Landessprecherin VVN-BdA Baden-Württemberg)
- OTKM (Offenes Treffen gegen Krieg und Militarisierung)
- Eine Rednerin zum Thema " Frauen, Krieg und Flucht"
Stuttgart, 01. September 2016 um 17:00 Uhr am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus, Stauffenbergplatz (zwischen Karlsplatz und Altem Schloss)
Via OTKM Stuttgart


