Wir setzen unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos fort mit dem 1920 unter der Regie von Robert Wiene entstandenen expressionistischen Stummfilm "Das Kabinett des Dr. Caligari" der als einer der Meilensteine der Filmgeschichte gilt. Der Film erzählt die Geschichte eines Schlafwandlers, der tagsüber auf dem Jahrmarkt den Besuchern deren Zukunft vorhersagt und nachts zum Mörder wird - unter der Führung des wahnsinnigen Dr. Caligari...
Anm.: Der Film lief hier bereits 2008, die Wiederholung bitten wir zu entschuldigen.
Antifa-Café: Vortrag zur Neustrukturierung türkischer Nationalisten und Faschisten
Am 3. Juli 2016 findet ab 18:30 Uhr das nächste Antifa-Café im KOMMA (Maille 5, 73728 Esslingen am Neckar) statt.
Wir werden einen Vortrag der Initiative Kurdistan-Solidarität-Stuttgart hören.
Diese Initiative beschäftigt sich mit lokalen Aktivitäten in Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung und allen Linken Kräften in der Türkei & Kurdistan.
In ihrem Vortrag werden sie über den Krieg in Kurdistan und dessen Auswirkungen auf Deutschland berichten. Zudem geht es um die Neustrukturierung türkischer Nationalisten und Faschisten und die Reaktionen aus und in Deutschland.
Wie immer gibt es Kaffee, Kaltgetränke und Kuchen zur Verpflegung.
Wir freuen uns auf euch!
Via Antifa Esslingen
Vor 140 Jahren: Battle of the Gresay Grass / Schlacht am Little Big Horn
Heute vor 140 Jahren endete die zweitägige Schlacht am Little Big Horn. Die vereinigten Stämme der Lakota, der Nördlichen Cheyenne und der Arapaho kämpften gegen die durch Lt. General George Armstrong Custer angeführte 7. US-Kavallerieregiment und besiegten diese vernichtend.
Entsprechend der weißen Wahrnehmung wurde die Schlacht als "Custer's letztes Gefecht" bezeichnet und als "Vorfall", während sie im Gedenken der amerikanischen Indianer als Schlacht am Little Big Horn verewigt ist.
Die Lakota bezeichnen sie als Battle of the Gresay Grass. Sie begann am 25. Juni und endete am nächsten Tag. Angeführt wurde sie auf Seiten der vereinigten Stämme von deren Häuptlingen Two Moons, Crazy Horse und Chief Gall unter der Führung von Sitting Bull.
Die U.S. Kavalerie verlor 268 Männer am Lillte Big Horn.

Villa Galgenberg: Wasserbombenparade 2016

"Im Juni 14 flogen zwei Wassenrbomben auf das Nürtinger Polizeirevier. Die BeamtInnen hetzten "die AngreiferInnen" samt Hubschrauber durch die Stadt, mehrere Personen wurden verhaftet.
Doch damit wollte sich die aufgehetzte Polizei nicht begnügen, es folgte ein Angriff auf das aktuell räumungsbedrohte Wohnprojetkt Villa Galgenberg. Ca. 20 BeamtInnen versuchten mit Hilfe von Tritten, Schlagstöcken und Pfefferspray, das Gelände zu stürmen.
Dieser Polizeieinsatz ist nur einer in einer endlosen Liste von Repressionen seitens Staat / Polizei gegen fortschrittliche Bewegungen oder Einzelpersonen. Noch immer gibt es in Baden-Württemberg keine Kennzeichnungspflicht von PolizeibeamtInnen.
Polizeigewalt bleibt meistens strafrechtlich folgenlos, Anklagen werden fallengelassen, oder die TäterInnen werden freigesprochen.
Mit der Wasserbombenparade möchten wir ein nasses Zeichen gegen diese Zustände setzen."
Treffpunkt wie jedes Jahr 18:00 ZOB Nürtingen
Motto dieses Jahr: Gegen Repression weltweit, Villa bleibt!
Anschließend wird zur Afterdemoparty mit VoKü und Musik geladen. Bisher feststehende Bands:
• Sons of Explosivos
• WKZ
• Bauernbrot
• OhJesses
Weitere Infos auf der Webseite der Villa Galgenberg und auf deren Facebook Seite sowie im Beitrag der Landesschau Baden-Württemberg
"Eine Wohngemeinschaft will nicht raus" vom 8.3.2016
Solidarität mit der marokkanischen politischen Gefangenen Myriam Amani!
Myriam Amani, politische Gefangene im Gefängnis von Marrakesch, hat vom 23. Juni bis zum 25. Juni 2016 einen 48-stündigen Hungerstreik begonnen, um ihre gerechten und legitimen Forderungen durchzusetzen. Myriam Amani wurde am 19. Juni 2016 nach der Demonstration der Stipendiaten, die die ihnen zustehenden Fördergelder einforderten, mit 12 ihrer Kampfgefährten verhaftet.
Seitdem sind diese politischen Gefangenen unter unmenschlichen und entwürdigenden Bedingungen in zwei Gefängnissen von Marrakesch eingesperrt, in BOULMHERZ und OUDAYA. Sie sind täglichen Demütigungen, Ausschreitungen, physischer und moralischer Gewalt der Gefängniswärter und -direktoren ausgesetzt.
Die elementarsten Rechte werden ihnen verweigert, wie das Recht, ihr Studium weiter zu führen, Zugang zu Büchern der Bibliothek zu bekommen, auf korrekte Grundernährung, Gesundheit und anständige Hygiene und das Recht auf Familienbesuche. Aus all diesen Gründen führt die Genossin diesen 48-Stunden-Hungerstreik durch, der verlängert und in einen unbegrenzten Hungerstreik ausgedehnt werden kann, falls auf ihre Forderungen keine positive Antwort und Wiederherstellung ihrer Rechte erfolgen.
• Verstärkung des Widerstands in den Kerkern der marokkanischen Reaktion!
• Sofortige bedingungslose Befreiung für die Gruppe von Myriam Amani!
• Freiheit für alle politischen Gefangenen in Marokko!
Übersetzt vom Aktionskomitée zur Unterstützung für die Kämpfe des marokkanischen Volkes, 23 Juni 2016.
Tag X: "Kadterschmiede" in der Rigaer 94 geräumt

Die geräumten Räume in der Rigaer Straße 94 sollen nach Angaben der Hausverwaltung angeblich an Flüchtlinge mit regulären Mietverträgen vermietet werden. In einer Presseerklärung kritisieren die Vereine "Moabit hilft" und "Friedrichshain hilft" die Räumung als eine zynische Aktion, da in dem "zu Tode gentrifizierten Bezirk" wegen der hohen Mieten längst keine Wohnungen mehr für Flüchtlinge finanziert werden. Die Rigaer 94 habe Geflüchteten bisher ohnehin kostenlosen Wohnraum zur Verfügung gestellt und ihnen als Begegnung- und Rückzugsort gedient.
Eine Fotoserie beim Umbruch Bildarchiv, Berlin.
Mehr Informationen: https://rigaer94.squat.net/
Samstag, 25. Juni, 14 Uhr Hermannplatz, Kiezdemonstration: Solidarität mit der Rigaer94
Stuttgart: Demosanitäter Soli-Vokü und 90er Soli-Party
Die Demosanitäter von der Sanitätsgruppe Südwest bieten professionelle notfallmedizinische Betreuung auf Versammlungen und nicht kommerziellen Veranstaltungen. Nun sollen durch eine Soli VoKü die finanziellen Verhältnisse der Gruppe verbessert werden und es soll abseits vom Trubel bei Demos auch die Möglichkeit zur Information über die Arbeit der Gruppe geben. Und das Feiern soll natürlich auch nicht zu kurz kommen, wozu gut abgehangene Musik aus den 90ern laufen wird. Aus zuverlässiger Quelle haben wir zudem erfahren, dass es am Samstag (25.06.) ab 20:00 Uhr Pfannkuchen mit Pilzsoße geben wird ;-). Und 1000 Knicklichter!
Über sich selbst schreibt die Gruppe: "Wir sind ein Zusammenschluss von DemosanitäterInnen aus dem Süd-Westen der Republik. Wir halten den Aufbau einer medizinischen Versorgungsstruktur auf Demonstrationen und anderen politischen Aktionen für unumgänglich. Überall dort, wo viele Menschen aufeinander treffen, steigt die Notwendigkeit einer medizinischen Betreuung. Versammlungen stellen besonders im Hinblick auf ein Zusammentreffen mit Polizei und politischen Gegnern Hochrisikobereiche dar. Wir sehen uns als Fachdienst, der sich auf diese besonderen Situationen spezialisiert hat. Wo für andere der Eigenschutz beginnt, fängt unsere Arbeit oft erst an. Dabei versuchen wir auch während Auseinandersetzungen medizinische Hilfe zu leisten und durch fachkompetentes Intervenieren gesundheitsgefährdendes Verhalten abzuwenden und die Situation nachhaltig zu verbessern. Wir sind dabei der Polizei gegenüber stehts um Deeskalation und professionelles Auftreten bemüht. Zum Schutz der Identität unserer PatientInnen fertigen wir regelmäßig keine Dokumente über personenbezogene Daten an. Mit unserem Engagement möchten wir zur gefahrlosen Ausübung der verfassungsmäßig garantierten Versammlungsfreiheit beitragen. Rassistische, faschistische oder in anderer Weise diskriminierende Veranstaltungen widersprechen jedoch unserer Vision von einer tolleranten und weltoffenen Gesellschaft."
Wann: Samstag 25.06. ab 20:00
Wo: Im Linken Zentrum Lilo Herrmann, Böblinger Str. 105 Stuttgart
Blogkino: Nerven (1919)
Wir setzen in unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos mit dem von Robert Reinert gedrehten Stummfilmdrama Nerven fort. Zur Handlung des von der Zensur schwer gezeichneten Films schreibt WikiPedia: "Geschildert werden die Schicksale verschiedener Personen aus unterschiedlichen sozialen Schichten: der Fabrikant Roloff, der seinen Glauben an den technischen Fortschritt verloren hat, der Lehrer Johannes, der in Volksversammlungen soziale Reformen fordert, und Marja, die -“ sich zur Revolutionärin wandelnd -“ zum bewaffneten Kampf gegen die Herrschenden aufruft."
Antirassistische Flugblattaktion nach Angriff auf Geflüchtetenunterkunft in Wolfschlugen
Das Antifaschistische Bündnis Kreis Esslingen (ABKE) erklärt in seiner Pressemittleilung vom 20. Juni 2016:
Am Sonntag, den 19.06.2016 hat das Antifaschistische Bündnis Kreis Esslingen (ABKE) in Wolfschlugen bei Nürtingen antirassistische Flyer verteilt.
Anlass für die Flyeraktion war ein rassistisch motivierter Anschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft. In der Nacht vom Mittwoch, den 08.06. auf Donnerstag, den 09.06. wurde der abgetrennte Kopf eines Wildschweins an der Zeltstadt in Wolfschlugen angebracht, in die ca. 100 Geflüchtete Ende Juni einziehen werden.
Bereits im Februar diesen Jahres fand ein ähnlicher Anschlag auf eine Zeltunterkunft für Geflüchtete in Ebersbach bei Göppingen statt, bei dem Schlachtabfälle auf ein Zelt gekippt wurden.
Mareike Schmidt, Sprecherin des Bündnisses, sagte zu der Verteilaktion: „Es ist enorm wichtig, dass solche rassistischen Übergriffe nicht unbeantwortet bleiben. 2015 hat sich die Zahl der Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte vervierfacht. Umso wichtiger ist es, sich den Rechten dort, wo sie auftreten und agieren, entschlossen in den Weg zu stellen!“
Mosa von den Pipa Aha Makav
Hierzulande erlangte das Foto größere Bekanntheit, als die Band Cochise es für das Cover ihrer ersten LP "Rauchzeichen" verwendete.