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»Das Gleiche lässt uns in Ruhe, aber der Widerspruch ist es, der uns produktiv macht.« Goethe

Das dämliche Hufeisen-Theorem

Wir bringen aus Gründen der Neutralität nur sehr wenig Parteipolitik. Heute machen wir aber mal eine Ausnahme und lassen den Bundesvorsitztenden der Partei, Martin Sonneborn zu Wort kommen.

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Fotorückblick: Kampf um Freiräume - Die Prakma-Fabrik in Kreuzberg

Foto: © Monika Schaible via Umbruch Bildarchiv Berlin
Schon vor der Hochphase der Besetzerbewegung Anfang der 80er Jahre in Berlin gab es in der alternativen Bewegung diverse Anläufe, sich gemeinsam Freiräume zu organisieren. Ein Objekt der Begierde war die seit Jahren leerstehende PRAKMA Maschinenbaufabrik in der Waldemarstraße in Kreuzberg.
Von einem früheren Aktivisten erhielten wir diesen Bericht. Die Bilder sind von Monika Schaible. Vielen Dank dafür! Hier geht es zu den Bildern.

Diese Fotos sind am 2. und 9. Juni 1979 entstanden. Am 2. Juni wollten wir zur Demo und eventuellen Besetzung der PRAKMA Maschinenbaufabrik in der Waldemarstraße in Kreuzberg eine Woche später mobilisieren. Leider war das Wetter komplett anders als eine Woche zuvor (strahlender Sonnenschein) Am 9. Juni regnete es heftig. Außerdem waren die Leute von der Fabrik für Kultur, Sport und Handwerk aus der Kurfürstenstraße 14 nicht da. Mit denen hatten wir uns zusammengetan, da sie neue größere Räume brauchten. Nachdem wir dann unsere Demo zu Ende hatten, die aufgrund mangelnder Beteiligung doch nicht zum (wenn auch nur symbolischen) Besetzungversuch geführt hatte, tauchten ein paar Leute von der Fabrik auf und erzählten uns freudestrahlend von ihrer erfolgreichen Besetzung des Viktoriageländes in Tempelhof. Zuvor hatten sie uns kein Wort über ihren Plan erzählt. So wurden wir eben als Ablenkungsmanöver benutzt. Nun gut, ist 40 Jahre her, trotzdem wäre es super gewesen wenn wir das Gebäude der PRAKMA Fabrik hätten retten können. Es wurde dann am 22. Juni 1979 komplett abgerissen. Viele hatten trotzdem Spaß auf den Demos, wie ja auch gut zu sehen ist.

nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick

LATEINAMERIKA
Demonstrative Unterstützung: Russischer Außenminister Lawrow stellt sich in Kuba, Mexiko und Venezuela hinter Regierungen. Moskaus Chefdiplomat warnt USA

BOLIVIEN
Drei Monate nach dem Sturz von Präsident Evo Morales am 10. November sind immer mehr der elf Millionen Einwohner Boliviens ohne medizinische Versorgung. Kuba hatte 750 Spezialisten zu deren Sicherheit nach Hause geholt, als vier Tage nach dem Staatsstreich unter der selbsternannten "Übergangspräsidentin" Jeanine Áñez sechs Mitglieder seiner Ärztemission inhaftiert und mehrere medizinische Helfer von Schlägern des Putschistenregimes angegriffen und misshandelt worden waren.

BRASILIEN
Tote reden nicht: Bandenchef aus Rio de Janeiro mit Verbindungen zu Präsidentenfamilie von Polizei erschossen

Von Missionierung bedroht: Ein evangelikaler Missionar bekommt den wichtigsten Posten in der Indigenenbehörde. Für die Indigenen ist das keine gute Nachricht.

Krieg den Hütten: Die Staatsgewalt in Brasilien bekämpft die Armen in den Favelas systematisch und mit brutalen Mitteln. Tausende sterben jährlich durch Polizeikugeln

HAITI
Immun gegen Widerstand: Politische und humanitäre Krise in Haiti spitzt sich zu. Präsident weiter unbeeindruckt

KUBA
Dem Generaldirektor und Vizepräsidenten von Meliá Hotels International S.A., Gabriel Escarrer, wird die Einreise in die USA verwehrt. Mélia ist die größte spanische Hotelkette und betreibt auf der Basis von Joint Ventures seit 30 Jahren zahlreiche Anlagen in Kuba.

MEXIKO
Das blutigste Jahr: Präsident López Obrador bleibt den versprochenen inneren Frieden vorerst schuldig

Präsident Andres Manuel López Obrador (Amlo) hat sich in einer Pressemitteilung zu den landesweiten Protesten gegen das Megaprojekt Tren Maya geäußert. Darin bezeichnet er die Gegner als uninformiert und lächerlich und geht nicht auf die Prüfung von Menschenrechtsverletzungen ein.

VENEZUELA
Eine Untersuchung der diplomatischen Beziehungen Venezuelas hat ergeben, dass die Anerkennung des Oppositionspolitikers und selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó durch mehr als 50 Staaten in der Regel über eine symbolische Ebene nicht hinausgeht.

Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 14. Februar 2020.

#Seebrücke: Wir haben Platz - Aufnahme jetzt ermöglichen!

Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv Berlin
Mehrere tausend Menschen in rund 20 Städten beteiligten sich am 8. Februar an einem bundesweiten Aktionstag des Bündnis Seebrücke für die sofortige Evakuierung und Aufnahme aller unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter aus den Lagern auf den griechischen Inseln nach Deutschland. In Berlin gab es eine Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt sowie eine Demonstration zum Bundestag.

„Es ist Zeit für Druck auf der Straße! Jetzt ist die Zeit gekommen, den Widerstand des Bundesinnenministeriums zu brechen und tatsächlich Menschen aus den Lagern nach Deutschland zu evakuieren!“ Aufruf zum Aktionstag

Schon viel zu lange sitzen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ganze Familien in überfüllten Lagern auf griechischen Inseln fest. Die Lebensbedingungen in diesen Lagern sind unmenschlich: Es gibt kaum (sanitäre) Infrastruktur, ungenügende Essensversorgung und Menschen müssen in bitterer Kälte ohne jeglichen Schutz draußen schlafen. Mehr als 40.000 Menschen werden in diesen überfüllten Lagern zum Teil seit Jahren festgehalten, darunter über 4.000 unbegleitete minderjährige Menschen. Und das mitten in Europa! Dutzende Kommunen und Bundesländer in ganz Deutschland stellen sich dieser Unmenschlichkeit entgegen und sagen: Wir haben Platz -“ Aufnahme jetzt ermöglichen! Sie wollen Kinder und Jugendliche aus griechischen Lagern aufnehmen. Doch Innenminister Seehofer blockiert -“ und die Kinder können nicht nach Deutschland kommen. Entgegen dem Willen der solidarischen Zivilgesellschaft!

Kurz nach Beginn der Kundgebung solidarisierte sich die Demo „Kein Schritt nach rechts“, die gegen die Zusammenarbeit der FDP und CDU mit der AfD in Thüringen bereits am Mittag demonstriert hatte. Gemeinsam zogen die Teilnehmer*innen beider Demonstrationen zum Bundestag.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv
Weitere Ereignisse zu diesem Thema


Blogkino: Salvatore Giuliano (1962)

Heute in unserer Reihe Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus: "Wer erschoss Salvatore G.?" von Francesco Rosi, gedreht 1961 auf Sizilien. Der dokumentarische Spielfilm behandelt den Mord an dem sizilianischen Banditen Salvatore Giuliano, die Suche nach den Tätern und den folgenden Gerichtsprozess. Salvatore Giuliano alias Turiddu Giuliano (* 16. November 1922 in Montelepre; -  5. Juli 1950 in Castelvetrano) war ein sizilianischer Bandit und Separatist, der zu Lebzeiten als Robin Hood Siziliens bekannt und als Volksheld verehrt wurde. Als nach seinem Tod seine Kontakte zur Mafia aufgedeckt wurden, verblasste der politische Mythos vom Volkshelden. (WikiPedia)

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Proteste gegen den AfD Landesparteitag am 15. / 16. Februar in Böblingen

Die VVN-BdA Baden-Württemberg unterstützt die Kundgebung gegen den AfD Landesparteitag am 15. / 16. Februar in Böblingen.

Das Bündnis „Böblingen bleibt bunt“ ruft für den 15. Februar, zusammen mit anderen Gruppen, zu Prostesten an der Kongresshalle in Böblingen auf. Unter dem Motto: „Buntes Böblingen -“ Für Vielfalt, Tolerant und Offenheit“ findet eine Kundegbung statt. Beginn ist um 9 Uhr.

15.2. Kundgebung vor der Kongresshalle

Beginn um 9 Uhr

Quelle: VVN-BdA Kreisvereinigung Esslingen


Beginn um 9 Uhr



Quelle: VVN-BdA Kreisvereinigung Esslingen

Zwischendrin mal was antiquarisches...

Für einen knappen € erstanden...
Neulich hatten wir im Blogkino die Dokumentation zur Entführung von Patty Hearst durch die Symbionese Liberation Army und in dem Zusammenhang den Hinweis auf den Buchtipp von @autonomiemag: Peter M. Michels: Aufstand in den Ghettos - Zur Organisation des Lumpenproletariats in den USA. Nun, inzwischen ist mein Exemplar eingetrudelt, das Porto war höher als der Preis, was jedoch kein Hinweis auf die Qualität des Lesestoffes sein sollte. Auch ist die Analyse aus dem Zeitraum Ende der 60er / Anfang 70er Jahre nicht mehr ganz taufrisch. Aber wie man gerade aktuell sieht: Geschichte wiederholt sich und die Frage, wie der verelendete Teil der Bevölkerung und seine atomisierten Elemente organisiert werden können, damit dies nicht der Gegner übernimmt, ist seit jeher bedeutend und bewegt nicht nur Salon- oder Partei"linke", sondern jeden, der daran arbeitet, daß der Turm einstürzt.

Auf den richtigen Pin muss man erst mal kommen...

Schnell zusammen getackert: CNC Shield 3.51
Als Controller in kleineren CNC Maschinen / Drucker Projekten wird oftmals ein Arduino mit CNC-Shield, auf dem drei A4988-Schrittmotor-Treiber verbaut sind, verwendet. Das bekommt man im Bundle bei Amazon oder eBay für um die 20€ mehr oder weniger hinterher geworfen.

Das CNC-Shield leitet die Anschlüsse des UNO etwas günstiger auf dei Schrittmotorentreiber usw. um und ist vor allem hinsichtlich GRBL zum Ansteuern der Maschine notwendig und eigentlich wegen der gut dokumentierten Pins selbsterklärend. Zumindest, bis man auf die verwegene Idee kommt, Endschalter zu verbauen und an denen für die Z-Achse scheitert. Nachdem auch der 2. CNC Shield keinerlei Anstalten machte, einen ausgelösten Endschalter an den Arduino weiterzuleiten bin ich auf die Idee gekommen, die Pins zu vermessen. Im Ergebnis habe ich festgestellt, daß kein Signal anliegt. Man findet dann recht schnell ziemlich versteckt in der weiten Welt des Internets den Hinweis, daß die Version 3.0 noch auf der Pin-Belegung von GRBL v0.8 basiert. Heutezutage ist jedoch mindestens die Version 0.9, besser jedoch 1.1 aktuell. Daher muss der Endstop für die Z-Achse auf die Pin-Header mit der Beschriftung „SpnEn“ gesteckt werden! Der CNC Shield ist erst in der Version 3.51 auch Pin-kompatibel zu GRBL 1.1. Bei Amazon oder den üblichen China-Shops bin ich bis auf die auch bei protoneer empfohlenen Fertigbausteine bei elecrow nicht fündig geworden. Man kann die aktuelle Version 3.51 jedoch problemlos via ebay bei protoneer in Neuseeland als Bausatz bestellen oder als Fertigbaustein.

Der Preisunterschied ist minimal und lohnt sich kaum, ich habe das Experiment jedoch gewagt: Nach nicht einmal 5 Tagen war die Lieferung aus Neuseeland im Briefkasten, die Platine ist in einer halben Stunde fertig gelötet.

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FDP. Gelb ist das neue Braun.

Foto: © Oliver Feldhaus / Umbruch Bildarchiv Berlin
Nur wenige Stunden nach der von CDU und AfD unterstützten Wahl des FDP-Politikers Kemmerich zum Thüringer Ministerpräsidenten protestierten spontan tausende Menschen in zahlreichen deutschen Städten. In Berlin zogen rund 1000 Demonstrant*innen vor die Berliner FDP-Zentrale in der Reinhardstraße. Immer wieder gab es wütende Sprechchöre: „FDP. Scheißverein. Lässt sich mit den Nazis ein.“ „Wer hat uns verraten? Freie Demokraten. Wer stimmt zu? Die CDU“, „Ganz Berlin hasst die FDP“ und „Alle zusammen gegen den Faschismus“. Zahlreiche Menschen trugen Plakate mit Aufschriften wie „Gelb ist das neue Braun“ oder „Stoppt die AfD“.

Nach nur 25 Stunden im Amt zeigt die landesweite Empörung Wirkung und der frisch gewählte Thüringer Ministerpräsident erklärt seinen Rücktritt. Das dürfte die kürzeste Amtszeit gewesen sein, die je ein Ministerpräsident absolviert hat. Die Nachwirkungen dieses politischen Dammbruchs sind noch lange nicht vorbei. Und auch die Proteste nicht. Für den 15. Februar z.B. ruft ein breites antifaschistisches Bündnis um 13 Uhr auf dem Domplatz in Erfurt zu einer gemeinsamen Demonstration unter dem Motto „#nichtmituns: Kein Pakt mit Faschist*innen -“ niemals und nirgendwo!“ auf.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.