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»Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.« Erich Kästner

31 Jahre Schamgefühl gegenüber Außerirdischen

Foto: NASA
Am 5. Dezember 1977 startete mit der Voyager 1 der berühmtesten interstellaren Missionen der Raumfahrtgeschichte. Bis heute ist die Sonde mehr oder weniger aktiv. Nachdem sie das Planetensystem inzwischen verlassen wird sie, wenn alles gut geht, in rund 40.000 Jahren den M-Klasse Stern AC+79 3888 erreichen.

Für den Fall, daß die Sonde dort oder unterwegs irgendwelchen Außerirdischen in die Hände fällt (womit ich stark rechne) wurde ihr eine vom Astrophysiker Carl Sagan entwickelte unmissverständliche universelle Nachricht mitgegeben. Diese besteht aus einer mit Gold überzogenen Kupferplatte, die unter anderem Grüße in 55 Sprachen, verschiedene irdische Geräusche und (am wichtigsten) eine Botschaft des damaligen obersten Imperialistenchefs US-Präsidenten, Darth Vader Jimmy Carter enthält.

Hoffentlich verstehen die Aliens Spaß...

Die NASA entschied sich auf den Druck einiger von religiösem Wahn getriebenen Moralapostel auf Druck der Öffentlichkeit hin, die noch auf ähnlichen Plaketten auf den Pioneer-Sonden vorhandenen Darstellungen eines nackten Mannes und einer nackten Frau durch Umrisszeichnungen zu ersetzen. Um das Schamgefühl der Bewohner um AC+79 3888 müssen wir uns also wohl keine Sorgen machen. Wohl aber darum, was sich aus der ganzen Sache entwickeln kann ;-)

Veranstaltung zur Verschärfung des Versammlungsrechts in Baden - Württemberg

Noch in diesem Jahr will die CDU/FDP -“ Koalition in Baden -“ Württemberg das bislang gültige und bereits mit vielen Hürden versehene Versammlungsrecht immens verschärfen. Die geplante Verschärfung des Versammlungsrechts betrifft all jene, die in sozialen Bewegungen, ökonomischen und politischen Auseinandersetzungen aktiv sind genauso wie jene, die an Demonstrationen und -“ das ist völlig neu -“ öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Die Stoßrichtung des Gesetzes ist eindeutig: soziale Bewegungen und sich formierender Protest soll noch stärker behördlicher Kontrolle und Lenkung unterworfen werden, die Interventionsmöglichkeiten für die Polizei bei Versammlungen werden massiv erweitert und es werden rechtliche Rahmen fixiert, die einer ausufernden Datensammlung über politisch aktive Menschen Tür und Tor öffnen. Die hier stattfindenden Einschränkungen und Verschärfungen sind kein isoliertes Ereignis. Vielmehr sind wir seit Jahren mit einer massiven inneren Aufrüstung der Sicherheitsapparate konfrontiert. Diese innere Aufrüstung geht einher mit sich deutlich zuspitzenden Krisenphänomenen des Kapitalismus und ist folglich auch unter diesem Aspekt zu berücksichtigen. Die Veranstaltung soll deshalb zunächst die konkreten Verschärfungen des Versammlungsrechts anhand von Beispielen vorstellen. Danach soll versucht werden die allgemeine Repressionsentwicklung und der Zusammenhang mit den kapitalistischen Krisentendenzen herauszuarbeiten. Im Anschluss soll es Raum zur Diskussion der gegenwärtigen Entwicklungen geben.

Heute, 4.12. ab 20.00 Uhr im Subversiv Stuttgart -“ Heslach, Burgstallstr. 54. U -“ Bahnlinien U1 und U14, Haltestelle Bihlplatz

Veranstalter: ISP (Initiative Sozialproteste)