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»La politique est la science de la liberté: le gouvernement de l'homme par l'homme, sous quelque nom qu' il se déguise, est oppression; la plus haute perfection de la société se trouve dans l'union de l'ordre et de l' anarchie.« Pierre Joseph Proudhon

Revolution an der Tanzbar: Irène Schweizer zum 75. - Schaffhauser Jazzfestival 2011

Die Pianistin Irène Schweizer wird zwar erst in ein paar Tagen 75 Jahre jung, der Schweizer WOZ gab sie aber schon mal vorab ein Interview: "Mit Volksmusik begann sie, bei der radikalen Improvisation ist sie gelandet. Zu ihrem 75. Geburtstag erzählt die Pianistin Irène Schweizer, wie das erste Freejazzkonzert sie umgehauen hat, wie sie Frauenpolitik in die Musik getragen und sich ihr Verhältnis zur Musik entspannt hat. (...)"

Zum Reinhören: Irène Schweizer und Pierre Favre - Schaffhauser Jazzfestival 2011



Revolution an der Tanzbar: Charles Mingus - Blues & Roots (1960)

Gestern versehentlich in das sog. -ª"Schlagerfest-¬" der -ªARD-¬ gezappt. Wie paralysiert 5 Minuten Andrea -ªBerg-¬ zugehört. Ton ausgemacht. War gleich noch viel gruseliger. Um etwaige Spätfolgen zu verhindern gleich mal ein paar Klassiker rausgesucht. Z.B.: Charles Mingus - Blues & Roots aus dem Jahr 1960. Eines der schönsten -ªHardbop-¬ Alben überhaupt und Beweis genug dafür, dass es schon immer gute Musik gab, aber keinen Grund, sich -ªMusic4Zombies-¬ reinzuziehen.

Anspieltipp: Moanin', und das nicht nur wegen Pepper Adams am Bariton Saxophon. Von dem es übrigens eine 2 Stunden (!) lange Fassung einiger Bandmitglieder - mit Ronnie Cuber am Bari - aus dem Jahr 1993 gibt.

Zuletzt bearbeitet am 17.04.2016 11:33

Revolution an der Tanzbar: Emerson, Lake & Palmer - Pictures at an exhibition

Keith Emerson, Magier an den Tasten des Progrock Trios Emerson, Lake & Palmer ist tot. In den 70ern gehörten deren revolutionäre Interpretation von Modest Petrowitsch Mussorgski 1874 komponierten Klavierzyklus "Bilder einer Ausstellung" zur Pflicht eines jeden Progrock Fans, bis dahin, es im Musikuntericht zu behandeln. Auch in den späteren Jahren machte die Band bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1998 aufsehen erregende Mucke und traten vereinzelt noch gemeinsam auf, zum Beispiel am 25. Juli 2010. Das Konzert zeigen wir unten, im Anschluss an das Konzert vom 9. Dezember 1970 im Londoner Lyceum Theatre.

Für heutige Hörgewohnheiten vielleicht ungewohnt, trotzdem nicht nur bemerkenswert, weil ursprünglich Jimi Hendrix als Mitglied für die Band eingeplant war. Vielleicht rocken er und Keith Emerson nun irgendwo zusammen...



Revolution an der Tanzbar: Hawkwind - Silver Machine

Heute vor 2 Monaten ist Lemmy Kilmister gestorben. Anlass genug für einen kurzen Gedenktag. Dass er mal bei Hawkwind mitgespielt hat ist ja allgemein bekannt. Deren bekanntesten Titel - Silver Machine - zeigen wir in einem Livemitschnitt samt den Highlights Lemmy am Bass und Vocals und Stacia Blake beim Tanzen. Keine Spur von Drogen, wegen deren exzessiven Gebrauchs Lemmy schließlich gefeuert wurde und schließlich Motörhead gründete. Aber das ist eine andere Geschichte...

Von den heute noch tourenden Hawkwind würde ich unbedingt auch die Doppel Live LP Space Ritual empfehlen, die am 22. Dezember 1972 im Stadion Liverpool und am 30. Dezember 1972 im Brixton Sundown, London entstanden und aktuell auch wieder als Reissue zu erhalten ist ist.

Melodie & Rhythmus: Migration und Flucht

"Die Forderung des Ausbaus der Festung Europa und der Einführung von "Obergrenzen" für die Aufnahme von Flüchtlingen wird zunehmend aggressiv formuliert. Fremdenfeindliche Hetze grassiert; darunter das perfide Gerücht über muslimische Migranten, die angeblich die "offene Gesellschaft" mit "islamistischem Terror" infiltrieren. Einige, denen das nicht reicht, schreiten zur Tat. Sie attackieren Schutzsuchende und zünden Flüchtlingsunterkünfte an. Die Eskalation auf allen politischen Ebenen macht deutlich: Hier steht weitaus mehr auf der Tagesordnung als ein Streit um Zahlen und unterschiedlichen Vorstellungen über "Willkommenskultur" -“ hier äußert sich auch das Bedürfnis nach Wahrung des räuberisch erworbenen Besitzstandes der "zivilisierten Welt". Die Menschen, die derzeit über das Mittelmeer oder die Balkanroute zu uns kommen, halten uns den Spiegel vor: Ihre Not und ihr Elend bezeugen die Verbrechen des westlichen Imperialismus, dessen Bombenterror in den vergangenen Jahrzehnten Hunderttausende getötet und die Lebenswelten von Millionen in Trümmerwüsten verwandelt hat."

Was hat das mit Musik zu tun?

Jede Menge!!

Weiter im Editorial der aktuellen M&R und vor allem in ihren aktuellen Artikeln, Interviews etc. ....

Dreizehn Jahre ohne Joe Strummer: "The Future is unwritten"

Heute vor dreizehn Jahren starb Joe Strummer, Mitbegründer, Sänger und Gitarrist der britischen Punk-Band The Clash nach einem Nachmittagsspaziergang an einem angeborenen Herzfehler. Strummer, der nur 50 Jahre alt wurde war alles andere als ein auf drei Akkorde beschränkter Gitarrenschrammler und setzte auch mit seinen politischen Texten Maßstäbe. Aus Anlass seines heutigen Todestages zeigen wir den 2013 bei arte ausgestrahlten Film "Joe Strummer: The Future Is Unwritten" von Julien Temple in der französischen Fassung.


"Der Film "Joe Strummer: The Future Is Unwritten" zeigt das Leben der Punk-Legende von Kindheitstagen an beleuchtet und viele neue Bilder, Aufnahmen und Konzertausschnitte aus dem Leben des CLASH-Frontmanns. Der Regisseur ist JULIEN TEMPLE, der u.a. für musikalische Werke wie "The Great RocknRoll Swindle" oder auch "Absolute Beginners" verantwortlich war.

Vier Jahre nach Strummers Tod hat Temple, der die Punkbewegung schon 1976 gefilmt hat, seine eigenen Aufnahmen aus dieser Zeit mit Archivmaterial von Strummers Kindheit bis hin zu seiner Zeit mit den Mescaleros kombiniert. Schulfreunde erzählen von der Verwandlung des kleinen charismatischen John Mellor in den Punkleader Joe Strummer. Die Clash-Mitglieder Nicky "Topper" Headon, Mick Jones und Terry Chimes, der Manager Bernie Rhodes und der Sex Pistol Steve Jones treten als Zeugen der ersten Stunde auf, während Bono von U2, Johnny Depp, John Cusack und Jim Jarmusch über Strummers Einfluss auf ihr musikalisches Schaffen sprechen. Der politisch engagierte Leader ist immer noch ein Idol für viele Bands unterschiedlichster Musikstile, die sich noch heute von seiner Persönlichkeit und seinem Engagement beeinflussen lassen. Diese Beziehungen werden mit bislang teilweise unveröffentlichtem Archivmaterial der Hippie- und Punkbewegung gemischt, deren Musik, Kultur und Kämpfe Strummers Persönlichkeit gebildet haben." (Filmbeschreibung)