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»I'll be as dirty as I please, and I like to be dirty, and I will be dirty!« Emily Brontë

The Kids Are, As They Say, Alright. Oder: An die Absolventen des Jahrgangs 2025

Gestern habe ich zum ersten Mal bei einer Abschlussfeier gesprochen, der Lavender Graduation (für LGBT+-Studierende) am Warren Wilson College im Westen von North Carolina. Ich war noch nie eingeladen worden, bei einer Abschlussfeier zu sprechen, und ich war mir auch nicht sicher, ob ich jemals eingeladen werden würde. Ich bin ... nicht schüchtern, wenn es darum geht, zu sagen, wer ich bin.

Aber einige Studierende haben mich gebeten, die Festrede bei ihrer Abschlussfeier zu halten, also habe ich meinen Van gepackt und bin nach Asheville gefahren, wo ich seit dem Hurrikan im letzten Herbst zum ersten Mal wieder war. Rintrah (mein Hund) hat brav im Van auf dem Parkplatz gewartet (der Van ist klimatisiert und ich bekomme eine Benachrichtigung, wenn die Temperatur zu stark schwankt) und ich bin zum Pavillon gelaufen. Ich habe mich rundum willkommen gefühlt.

Es ist lange her, dass ich etwas erlebt habe, das mich so tief daran erinnert hat, dass wir alle im selben Boot sitzen. Dass Queers sich mittlerweile geoutet haben, dass es einfach zu viele von uns gibt und dass wir uns zu sehr umeinander kümmern, als dass die Faschisten uns brechen könnten.

Ich habe meine Rede in einer Raststätte auf dem Weg nach Asheville geschrieben, nachdem ich wochenlang über die Themen nachgedacht hatte, die ich ansprechen wollte. Früher habe ich keine Reden geschrieben, sondern nur Stichpunkte auf Papier gebracht. Aber dank meines Podcasts gewöhne ich mich immer mehr daran, von Skripten abzulesen und dann zu improvisieren, also habe ich diese Rede aufgeschrieben.

Ich war mir nicht sicher, wie die Leute meine Rede aufnehmen würden. Sie hatten einen anarchistischen Geschichtsnerd eingeladen, der während des Aufstiegs des Totalitarismus zu ihnen sprach, zu einer Menge, die nicht von Natur aus politisch ist. Es gibt keinen Grund, warum wir politisch radikal sein müssen, um queer zu sein.

Aber es schien gut zu laufen. Nicht alle waren begeistert davon, wie viel ich fluche, aber die Leute sind sich der Krise, in der wir alle leben, durchaus bewusst. Es ist momentan nicht besonders einnfach, den Kopf in den Sand zu stecken ... vielleicht ist das ein Silberstreif am Horizont.

Wie auch immer, hier ist, was ich ihnen gesagt habe.

An die Abschlussklasse von 2025


Hallo! Zuerst mal vielen Dank, dass ich hier sein darf. Es ist mir eine echte Ehre, hier zu stehen und zu euch zu sprechen, und ich fühle mich geehrt, dass ihr mich ausgewählt habt, um euch eine inspirierende Rede zu halten. Es wird ein Vortrag über schwere Zeiten werden. Wenn ihr eine rein positive Rede hören wolltet, hättet ihr nicht jemanden namens Killjoy engagieren sollen.

Die Sache ist die: Die Rede, die ich euch vor einem Jahr gehalten hätte, unterscheidet sich völlig von der Rede, die ich euch heute halten werde.

Die Rede, die ich euch gehalten hätte, hätte von dem Sturm am Horizont gehandelt, einem Sturm, der vielleicht kommen wird oder auch nicht, und davon, wie wir uns alle darauf vorbereiten, falls er kommt.

Stattdessen sage ich euch, dass der Sturm bereits da ist. Ich muss euch die Nachrichten nicht erzählen. Aber autoritäre Kräfte sind an der Macht und haben beschlossen, dass Transmenschen im Speziellen und queere Menschen im Allgemeinen neben Migranten das Gesicht des Bösen sind. Das sind wir natürlich nicht, und wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Feinde uns definieren. Wir müssen uns weiterhin selbst definieren.

Ihr seid also in eine Welt eingetreten, die völlig anders ist als die Welt, in der ihr aufgewachsen seid. Wir stecken alle in Schwierigkeiten. Wir müssen uns alle damit auseinandersetzen, dass wir in Schwierigkeiten stecken. Wir sind dazu in der Lage, und wir werden gewinnen, und es wird nicht einfach sein, aber es wird passieren. Auch weil wir „Gewinnen“ auf eine komplexe Art und Weise verstehen werden.

Ich möchte mit einer Geschichte beginnen, weil ich einen Geschichtspodcast mache und die Geschichten, die ich dabei lerne, in mir weiterleben und viel zu oft in zwanglosen Gesprächen auftauchen. Aber ich bin im Grunde auch ein Geschichtenerzähler, daher erinnere ich mich eher an die Geschichte als an die Details und werde euch heute nicht alles genau erzählen können.

Es ist eine Geschichte über schwule Künstler in Amsterdam während der Nazi-Besatzung. Der niederländische Widerstand war nicht der leidenschaftlichste Widerstand gegen den Faschismus, aber soweit ich das beurteilen kann, war er von allen von den Nazis besetzten Gebieten derjenige mit dem höchsten Anteil an der Gesamtbevölkerung. Ich glaube nicht, dass unsere aktuelle Situation eins zu eins mit der der Nazis vergleichbar ist (eher mit Putins Russland), aber ich denke, dass wir trotzdem einiges daraus lernen können. Vor allem, weil Westeuropa in den 1920er- und 1930er-Jahren einer der ersten Orte in der westlichen Welt war, an dem schwule Menschen wirklich begannen, sich zu outen.

Was diese Lehren angeht – da war zum Beispiel dieser Redakteur einer schwulen Zeitung. Ich weiß seinen Namen nicht mehr, aber ich weiß noch, was er gemacht hat. Als die deutschen Truppen an die Grenze rückten, hat er die Namen seiner Abonnenten auswendig gelernt, Hunderte von Namen, und dann hat er die Liste gegessen. Nach dem Sturz des Nazi-Regimes hat er alles wieder aufgeschrieben, und so konnten sich die Überlebenden wiederfinden.

Die Lektion daraus ist meiner Meinung nach, dass es jetzt nicht der richtige Moment ist, sich auf Listen setzen zu lassen. Jetzt ist ein Moment für Sicherheitskultur. Wir dürfen uns nicht aus den Augen verlieren, aber wir müssen uns vielleicht an die Umstände anpassen.

Okay, die andere Lektion ... Da war diese Gruppe schwuler Künstler. Theaterleute, Bildhauer, Modedesigner und so weiter. Und sie haben erkannt, dass dies der Moment war, ihre Fähigkeiten außerhalb ihres gewohnten Umfelds einzusetzen. Mit ihren Fähigkeiten als Drucker und Künstler fingen sie an, Ausweispapiere für Juden und andere Menschen zu fälschen, die von den Faschisten bedroht waren. Mit ihren Fähigkeiten als Schauspieler und Modedesigner haben sie ... nun ja, ein paar von ihnen haben Nazi-Uniformen genäht, sind dann zu einem Nazi-Plattenlager gegangen und haben gesagt: „Wie geht's, Nazi-Kollegen?“ Dann sind sie reingegangen und haben den Laden in Brand gesteckt und Tausende von Platten verbrannt.

Willem Johan Cornelis Arondéus
Willem Johan Cornelis Arondéus
Schließlich wurden einige von ihnen gefasst und hingerichtet. Ein Mann, Willem Arondeus, hinterließ seiner Anwältin, die selbst lesbisch war, während er auf seine Erschießung wartete, eine letzte Botschaft. Er sagte ihr: „Lasst es alle wissen, dass Homosexuelle keine Feiglinge sind.“

Ich denke fast jeden Tag an diese Scheiße, wenn ich ehrlich bin.

Wir sind keine Feiglinge. Wir stammen nicht von ängstlichen Menschen ab. Unsere queeren Vorfahren haben gegen unglaubliche Widrigkeiten gekämpft und allein durch ihren Kampf gesiegt. Denn Faschisten wollen uns nicht nur töten, sondern uns unterwerfen. Stattdessen haben wir ihren Scheiß verbrannt. Wir haben im ganzen Land und auf der ganzen Welt randaliert, überall dort, wo es für uns illegal war, einander zu lieben.

Die Schwulenrechtler in den 60er und 70er Jahren hatten einen Slogan, der sich auf die schwulen Stoßtruppens der alten Griechen vor Tausenden von Jahren bezog: Eine Armee von Liebenden kann nicht verlieren. Wir werden Seite an Seite kämpfen und wir lieben uns verdammt noch mal, also werden wir gemeinsam kämpfen. Und wir sind keine Feiglinge.

Um es klar zu sagen: Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist Widerstandsfähigkeit angesichts der Angst. Man muss buchstäblich Angst haben, um mutig zu sein.

Die lesbische Anwältin und andere schafften es schließlich, über die Berge in die Schweiz zu fliehen, und nahmen die Erinnerungen an Menschen wie Willem Arondeus mit sich.

Das Foto zeigt 2 Paare beim Tanzen, darunter Willem Arondeus.
Willem Arondeus (links) in Aerdenhout, 1931
Weitere Lehren, die ich aus dem Widerstand der Schwulen in Amsterdam ziehe, sind: Ja, lasst euch verdammt noch mal keine Akten über uns anlegen. Wir alle geben seit Jahren und Jahrzehnten Daten über unser Leben an Unternehmen weiter, was in Friedenszeiten fast harmlos ist (zielgerichtete Werbung ist ein bisschen nervig), aber jetzt bedeutet, dass der repressive Staat Zugang zu unglaublichen Mengen an Informationen über uns hat. Wir müssen anfangen, ihre Aufzeichnungen zu vereiteln, ohne aus dem öffentlichen Leben zu verschwinden.

Eine weitere Lektion, die ich aus ihrem Kampf gelernt habe, ist, dass es unabhängig von den eigenen Fähigkeiten immer Möglichkeiten gibt, diese für die Zerstörung des Totalitarismus einzusetzen.

Die letzte Lektion, die ich aus dieser Geschichte ziehe? Wir werden uns an Willem Arondeus erinnern, aber wir werden uns an ihn wegen einer Lesbe erinnern, die zu Fuß die Alpen überquert hat. Wir sind einander verpflichtet, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um diese Bastarde zu überleben. Wir dürfen uns nicht selbst zerstören, denn wir können nicht die Arbeit der Faschisten für sie erledigen.

Ich erzähle euch diesen Scheiß, weil es gerade wieder schlecht läuft, aber es war schon einmal schlecht. Es gibt immer Höhen und Tiefen, und der Trick besteht darin, diese Höhen und Tiefen zu schätzen. Es gibt keine Siegessicherheit, wirklich nicht. Es gibt keinen statischen Zustand namens Utopie, in dem nie wieder etwas Schlimmes passiert. Um es klar zu sagen: Die Lage kann viel besser sein, und wir können sie viel besser machen. Ich möchte in meinem Bett sterben, 97 Jahre alt, nachdem ich den größten Teil meines Lebens in einer Gesellschaft ohne Gefängnisse, Polizei, Kapitalismus, Patriarchat oder anderen verdammten Mist verbracht habe. Dafür kämpfe ich. Ich werde es wahrscheinlich nicht schaffen.

Aber genauso wie es keinen automatischen Sieg gibt, gibt es auch keine Niederlage. Sie können uns einfach nicht auslöschen. Es gab schon immer queere Menschen und es wird immer queere Menschen geben. Wir sind verdammt noch mal unsterblich.

Wir können also nicht gewinnen und wir können nicht verlieren, aber wir können verdammt noch mal kämpfen und wir können die Schönheit in diesem Kampf finden, und das müssen wir auch, denn Romantisierung ist ein mächtiges Werkzeug, um komplizierte Situationen zu akzeptieren. Wir müssen verstehen, dass sowohl der Anwalt, der den Krieg überlebt hat, als auch der schwule Brandstifter, der es nicht geschafft hat, ein erfülltes Leben voller Schönheit und Sinn geführt haben.

Ich habe meinem Partner vorhin erzählt, dass ich den ganzen Slogan „Eine Armee von Liebenden kann nicht verlieren“ zitieren wollte, und er hat mir erzählt, dass er in einem lesbischen Archiv einen Anstecker gefunden hat, die lesbische Antwort auf diesen Slogan. „Eine Armee von Ex-Liebenden kann nicht verlieren.“

Wenn wir wollen, dass dieser Slogan wahr wird, wenn wir eine unaufhaltsame Kraft werden wollen, dann müssen wir uns gegenseitig den Rücken stärken. Wir müssen freundlicher zueinander werden. Wir müssen unseren Feinden gegenüber entschlossen auftreten und allen anderen gegenüber freundlicher sein. Wir müssen lernen, Konflikte zu deeskalieren. Es gibt Menschen, die unsere Feinde sind – Menschen, die versuchen, uns zu zerstören. Wir müssen vermeiden, uns in der Zwischenzeit gegenseitig zu Feinden zu machen.

Wir müssen nicht miteinander auskommen, uns nicht einig sein oder uns mögen, aber wir müssen lernen, unsere Probleme zu besprechen – oder einfach nur lernen, wie wir miteinander umgehen können. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir alle Fehler haben, große Fehler, und dass wir alle Versager sind.

Es ist eine gute Idee, zu versuchen, kein Versager zu sein, aber... erwartet nicht, dass ihr Erfolg habt. Noch einmal: Es gibt keinen sicheren Sieg. Es gibt kein „perfekt werden“. Wir versuchen einfach, unser Bestes zu geben und andere zu ermutigen, ihr Bestes zu geben, aber wir lernen, einander zu vergeben, während wir uns als fehlerhafte Menschen in dieser fehlerhaften Welt zurechtfinden.

Es liegt in unserer Verantwortung, die Welt besser zu machen, aber es ist nicht unsere Schuld, dass die Welt im Arsch ist. Vielleicht sollten Schuld und Verantwortung Hand in Hand gehen, aber das tun sie nicht. Es ist nicht unsere Schuld, dass wir gerade im Zentrum eines Kulturkrieges stehen. Es ist nicht unsere Schuld, dass unsere Rechte angegriffen werden. Aber es liegt in unserer Verantwortung, damit umzugehen. Denn es ist unser Problem. Wir können nicht auf andere warten, die uns retten. Uns selbst zu retten ist eine Aufgabe, die wir schon einmal bewältigt haben und die wir wieder bewältigen werden. Und ich sage hier „wir“ und nicht „ihr“, denn wenn Leute, die älter sind als ihr, euch sagen wollen, dass „es an eurer Generation liegt, diese Probleme zu lösen“, dann ist das nur eine weitere Abgabe von Verantwortung. Es liegt an uns allen, gemeinsam als Gleichberechtigte zu arbeiten, um den Faschismus zu stoppen, den Klimawandel aufzuhalten und eine Welt zu schaffen, die auf Solidarität und gegenseitiger Hilfe basiert.

Als ich ein kleines Kind war, herrschte noch der Kalte Krieg, ein Kalter Krieg zwischen dem oligarchischen Kapitalismus hier im Westen und dem autoritären Sozialismus im Sowjetblock. Dieser Kalte Krieg hat alles kaputt gemacht – am direktesten natürlich alle Menschen, die dabei ums Leben kamen, aber er hat uns auch philosophisch kaputt gemacht. Er hat die Menschen davon überzeugt, dass es eine riesige Kluft zwischen dem Individuum und der Gemeinschaft gibt. Man muss sich für das eine oder das andere entscheiden ... entweder ist man ein Individuum und liebt den Kapitalismus, oder man liebt die Gemeinschaft und muss Totalitarismus und den Verzicht auf individuelle Freiheit akzeptieren.

Das ist Quatsch. Das ist einer der gefährlichsten Quatsch, den wir je geschluckt haben. Anstatt zu suchen, wo der Einzelne und die Gemeinschaft im Widerspruch stehen, sollten wir suchen, wo sie sich überschneiden. Wir sollten uns auf die vielen, vielen Dinge konzentrieren, die beiden helfen. Als Einzelner bin ich freier, wenn ich in einer Gesellschaft mit einem starken sozialen Netz lebe. Ich kann meinen individuellen Willen in einer Gesellschaft besser ausüben als allein im Wald. Gemeinschaften wiederum sind am stärksten, wenn sie heterogen sind und viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Ideen beherbergen, die frei sind, ihren Leidenschaften nachzugehen und diese Leidenschaften dann für das Wohl der Gemeinschaft einzusetzen.

Das ist die Aufgabe, die vor uns liegt, wenn man einen großen Schritt zurücktritt und das Ganze betrachtet. Es ist unsere Aufgabe, herauszufinden, wofür wir uns begeistern können, und zu lernen, wie wir diese Begeisterung einsetzen können, um allen zu helfen, auch uns selbst. Auf diese Weise können wir Beziehungen der Freiheit aufbauen (denn um es klar zu sagen: Freiheit ist eine Beziehung zwischen Menschen, kein statischer Zustand). Auf diese Weise können wir ein erfülltes Leben führen, egal ob dieses Leben kurz oder lang ist – möge es lang sein.

Wenn man jedoch etwas näher heranzoomt, wird die Aufgabe, die vor uns liegt, etwas konkreter: Wir müssen den Totalitarismus zerstören, bevor er sich festsetzt und uns alle vernichtet. Wir müssen überleben, wenn möglich, und wenn nötig, kämpfen bis zum bitteren Ende. Wir müssen dafür sorgen, dass für immer festgeschrieben wird, dass Homosexuelle keine Feiglinge sind – ein Grundsatz, an dem niemand mehr zweifeln wird.

Quelle: Margaret Killjoy, in Birds Before the Storm: The Kids Are, As They Say, Alright or: to the graduating class of 2025,  08. Mai 2025
Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, sollten Sie ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.

Übersetzung [Autorisiert]: Thomas Trueten

Alles raus zum 1. Mai!

Als Motiv von Il Quarto Stato wird eine aus der Dunkelheit ins Licht hervorschreitende Masse von Landarbeitern abgebildet; ein Demonstrationszug von Menschen beiderlei Geschlechts und fast jeden Lebensalters, der dem Betrachter frontal (auch konfrontativ), fordernd und selbstbewusst entgegenzumarschieren scheint (sinnbildlich „aus dem Schatten der Vergangenheit und der Geschichte in die erleuchtete Gegenwart“). Dessen vorderste Linien nehmen die gesamte Breite des Gemäldes ein. Ein Ende des Menschenstroms, der sich bis zum in der Dunkelheit angedeuteten Horizont zu erstrecken scheint, ist nicht auszumachen.  Im Zentrum und Vordergrund sind drei auf dem Originalgemälde lebensgroß dargestellte Personen (zwei entschlossen wirkende Männer und eine in klagender Mimik seitlich herbeitretende, vom Hochrenaissance-Maler Raffael inspirierte madonnenhaft erscheinende Frau mit männlichem Kleinkind auf dem Arm) als hervorstechende bzw. anführende Einzelpersonen mit individuellen Zügen zu erkennen; wohingegen die einzelnen Menschen der unmittelbar dahinter folgenden Menge oft nur schemenhaft erscheinen – sozusagen noch in der Anonymität der Masse verborgen und mit ihr verschmelzend.
„Der vierte Stand“ (1901) von Giuseppe Pellizza da Volpedo zählt zu den bekanntesten Darstellungen des modernen Proletariats.

Für einen gerechten Frieden in Palästina

Mit Entsetzen und Empörung schauen auch die Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal nach Palästina – Israel!

Die Gruppe Students for Palestine Wuppertal an der Bergischen Universität

Von Sebastian Schröder

Veranstaltungsflyer mit den im Text erwähnten Vorträgen und FilmenIm Frühjahr 2024 haben sich Studierende in Wuppertal zusammengeschlossen, mit der Forderung nach Gerechtigkeit!
Gegen das Schweigen und die Doppelmoral beim Großteil der Studierenden und Lehrenden in Wuppertal erheben sie mutig ihre Stimme in der Öffentlichkeit, bereits im dritten Semester.

Als Teil der internationalen Welle studentischer Proteste sind sie verbunden mit unzähligen Menschen überall auf der Welt.

Sie kritisieren die Kriegsverbrechen und die Besatzung, und die Zusammenarbeit der BUW mit der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) in Beer Sheva:

„Die BUW pflegt eine Kooperation mit der BGU, die Hand in Hand mit der israelischen Armee (IDF) arbeitet. Die IDF baut beispielsweise ein Forschungs- und Enwicklungszentrum direkt am Campus und gemeinsam Programme wie „Lightening“ und „Thunder“ sollen zukünftigen Rekruten beste akademische Voraussetzungen in Bereichen wie z. B. Maschinenbau und Elektrotechnik bieten. Studierende, die sich für diese von der IDF und BGU finanzierten Programme bewerben müssen sich vorher einer IDF Musterun unterziehen und von der israelischen Armee akzeptiert werden.“

Dagegen haben Students for Palestine Wuppertal eine Petition initiert: Forderung der Beendigung der Kooperation der BUW mit der Ben-Gurion-Universität des Negev

Für das Sommersemester 2025 sind viele Veranstaltungen geplant:

Filmvorführung von No other land am 24. April, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

Bereits im November hat die Gruppe zum gemeinsamen Kinobesuch von No other land im Cinema Wuppertal aufgerufen als Teil des Programms im Wintersemester.

Vortrag: Die Nakba und ihre Auswirkung, 15. Mai, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

Gastvortrag: The journey of unlearning zionism vión YuvalGal Cohen (Jüdisch-Israelischer Dissens), 28. Mai, 18 Uhr, Hörsaal 13, Gebäude L, (L.09.21)

Vortrag und Doku: Jenin – eine Stadt im Widerstand, 5. Juni, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

weitere Veranstaltungen in Vorbereitung

Bisher gab fünf Kundgebungen im zentralen Bereich des Campus, das mehrtägige Palästina-Protest Camp, öffentliche Vorführungen der Filme Tantura, Die Siedler der Westbank, Israelism, Vom Giessen des Zitronenbaums, eine Buchvorstellung „Israels Irrweg“ von Rolf Verleger, den Themenabend Hebron

Die bewegendste Veranstaltung war der Abend mit den Berichten von Nuha und Abdallatif. Die Gäste konnten teilhaben Kindheit und Jugend in Gaza und Libanon, an den Geschichten der Familien. Vertreibung, Gewalt, Exil über Generationen bis heute wurden ganz konkret, auch über Fotos der Vorfahren und der Orte.

Studierende, geht weiter auf dem Weg von Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit!

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Stuttgart-Ost: 1. Mai Straßenfest 2025 im Stadtteilzentrum Gasparitsch

Ablauf


Der Einladungsflyer von 2025 mit den Programmpunkten, grafisch aufbereitet.
Mit einem vielfältigen und bunten Programm, zahlreichen Infoständen und natürlich leckerem Essen und Getränken lädt das Gasparitsch euch herzlich zu seinem Straßenfest am 1. Mai ein.
ab 14 Uhr: Festbeginn


  • Kaffee & Kuchen, Fingerfood
  • Quiz
  • Infostände
  • Kinderprogramm
  • Kurzvorstellungen der beteiligten Initiativen & Gruppen
  • Kasperletheater für jung und alt (von der Freien Arbeiter*innen Union)
  • Live-Musik

17 Uhr: Kundgebung am Ostendplatz (am REWE):
Gemeinsam gegen Sozialraub, Faschismus und Krieg

ab 18:30 Uhr: warmes leckeres Essen
bis 18:30 Uhr: Quizabgabe

19:15 Uhr: Quizauflösung

ab 20:0 Uhr: Live Musik mit


Mehr Informationen

Einladung des Zukunftsforums und des Metallertreffs zur Veranstaltung zur Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie 2024

Die erste Runde der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie fand statt. Allein in München demonstrierten zum Verhandlungsauftakt am 11. September 5000 Metallerinnen und Metaller, die größte Tarifaktion während der Friedenspflicht, die es in Bayern je gab. Erwartungsgemäß gab es keine Annäherung und kein Angebot seitens der Metallarbeitgeber-verbände.

Verhandlungsführer und stellvertretender Vorsitzender von Südwestmetall Harald Marquardt hat bereits Anfang Juni klar und deutlich die Richtung für die Tarifrunde vorgegeben: „Zu verteilen gibt es überhaupt nichts; die richtige Zahl wäre eine Null – und selbst die wäre noch zu hoch.“ Und er droht ganz unverhohlen mit Arbeitsplatzabbau, wenn die Löhne steigen: „Jedes Plus bei den Arbeitskosten erhöht den Druck auf die Arbeitsplätze“. Auch sonstige Reaktionen der Kapitalseite auf die Forderung der IG Metall von 7 % zeigen, dass es eine harte Tarifrunde werden wird: „überzogen“, „nicht situationsgerecht“, „völlig unrealistisch“. Unerwähnt blieb in allen Äußerungen, dass es seit 2018 Reallohnverluste von über 10 % gab, dass der Lohnkosten-anteil inzwischen auf rund 15 % gesunken ist, also die Erhöhung gerademal mit 1 % zu Buche schlagen würde und dass die Unternehmen, die jetzt über schwierige Zeiten klagen, dieses Jahr Milliarden an Dividenden an ihre Aktionäre ausgeschüttet und die Autobosse in den vergangenen zwei Jahren rund 130 Milliarden € Gewinn gemacht haben. Dank der Mehrwertproduktion der Beschäftigten, wohlgemerkt. Und jetzt sollen die Beschäftigten wieder einmal für die Krise bezahlen.

Die Kapitalseite schürt Angst vor De-Industrialisierung und Arbeitsplatzabbau. Damit wollen sie die Kampfkraft der IG Metall untergraben und gemeinsames Handeln schwächen.

Wir wollen mit euch diskutieren, wie in dieser schwierigen Situation mit massiven Ankündigungen von Arbeitsplatzabbau eine gute Tarifausein-andersetzung geführt werden kann.

• Wie können wir eine gute Mobilisierung auf die Beine stellen?

• Können wir die berechtigte Forderung, die eigentlich zu niedrig ist, voll durchsetzen, und zwar sowohl in der Höhe als auch bei der Laufzeit?

• Wie kann verhindert werden, dass die IG Metall unter dem großen Druck der Kapitalseite einknickt?

Mittwoch, 23. Oktober um 18 Uhr in Bad Cannstatt, Marktstraße 61 A in den Räumen von DidF


IMI-Kongress 2024: „Zeitenwende“ in Bildung und Hochschulen

Die Grafik zeigt das Plakat mit dem vorläufigen Programm des IMI Kongresses am 16. und 17. November 2024 im Schlatterhaus in Tübingen. Es zeigt verschieden  geformte Pfeile, die von hinten auf ein aus bunten Kreisen hinterlegtes Profil eines Gesichtes weisen. Vor dem Gesicht flieft eine Friedenstaube. Darunter das Logo der IMI, rechts davon das vorläufige  Programm. Mehr dazu im verlinkten Beitrag.Fast unmittelbar nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine verkündete der deutsche Bundeskanzler Scholz die „Zeitenwende“, seit dem versucht die Politik, die Gesellschaft „kriegstüchtig“ zu machen. Während im Parlament hierzu große Mehrheiten bestehen, das Sondervermögen samt Grundgesetzänderung ungehindert verabschiedet werden konnten, ist bei weiteren Initiativen zur „Kriegstüchtigkeit“ mit größeren Widerständen zu rechnen – auch weil die Gesellschaft als Ganzes oder in einzelnen Bereichen mitspielen muss.

Besondere Umbrüche stehen u.a. im Bereich Bildung und Wissenschaft bevor. So bestehen verschiedene Initiativen, sog. „Zivilklauseln“ abzuschaffen oder gar zu verbieten und die Hochschulen enger mit Rüstung und Militär zu verzahnen. Hiergegen regt sich Widerstand. Auch Schulen sollen künftig ihren Beitrag zur Wehrfähigkeit leisten und der Bundeswehr als Rekrutierungspool dienen. Mittelfristig wird sich die Frage stellen, was für Folgen die aktuell in der Außenpolitik vertretene Maxime – Gewalt als Mittel der Konfliktbearbeitung – für das (Selbst-)Verständnis von Schulen, Lehrkräften und der Pädagogik im Allgemeinen bedeuten werden. Zum Ende des Kongresses wollen wir Wege aus der Eskalationsspirale ausloten und auch der Frage nachgehen, welchen Antworten die aktuell insbesondere von jungen Menschen getragene Bewegungen bieten.

Mehr Informationen und vorläufiges Programm

Qualifizierter Musikunterricht muss umsatzsteuerfrei bleiben!

Das Bild zeigt das erste Blatt / Anfang des sechsstimmigen Ricercars aus dem Musikalischen Opfer (Bachs Autograph), Handschrift von Johann Sebastian Bach
Anfang des sechsstimmigen Ricercars aus dem Musikalischen Opfer (Bachs Autograph), Handschrift von Johann Sebastian Bach
Ich hab's ja eher nicht so mit Petitionen. Eigentlich gar nicht. Zum einen sind sie geradezu inflationär und zum anderen oft nicht mit real exisiterenden sozialen oder politischen Bewegungen verbunden. Weil das Thema Musikuntericht jedoch bei mir unter dem Schirm geblieben ist geht das evtl. anderen Menschen auch so. Und vielleicht ist das ja für den einen oder die andere* ein Grund, gegen diese und andere Grausamkeit​en der Bundesregierung aktiv zu werden. Es betrifft nicht nur die in dem Bereich Tätigen, sondern vor allem auch Familien mit geringem Einkommen, Bürgergeldempfänger* und so weiter.

Qualifizierter Musikunterricht muss umsatzsteuerfrei bleiben!


Vielen Dank an Franziska W. für den Hinweis!

Eine Perle des Arbeiterkinos: Der Jobkiller

Frank, 22 Jahre und Student an einer großen Pariser Handelsschule, wird als Praktikant im Vorstand des Unternehmens eingestellt, in dem sein Vater als kleiner Arbeiter seit dreißig Jahren an der Maschine steht. Seine Aufgabe: die Einführung der 35-Stunden-Woche. Schnell gerät Frank zwischen die Fronten ...

Revolutionäre 1. Mai-Demonstration 2024

Das Foto zeigt ein Fronttransparent mit dem Text: "Es lebe der evolutionäre 1. Mai! - Konzerne enteignen - Kriegstreiber entwaffnen - Kapitalismus zerschlagen" Dahinter ein Hochtransparen mit dem Text "Krieg dem Krieg - Sozialismus oder Barbarei" dazwischen lauffen teils vermummte Personen mit roten Fahnen
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Rund 15.000 Menschen beteiligten sich an der revolutionären 1. Mai-Demonstration durch Berlin-Neukölln, die zum ersten Mal seit Jahren ohne größere Zwischenfälle bis zum Ende durchgeführt werden konnte.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die diesjährige 1. Mai-Demonstration wirkte wie eine Anti-Kriegs-Demonstration. In fast allen Blöcken, die vom Südstern aus durch Berlin-Neukölln führte, wurde speziell Freiheit für Palästina und ein Ende des Krieges in Nahost gefordert. Ausdruck der Solidarität angesichts zehntausender ziviler Opfer, hunderttausender Menschen, die derzeit ohne ausreichende Nahrung und Versorgung in Gaza vom Hungertod bedroht sind und einer - trotz weltweiter Warnungen - drohenden militärischen Intervention der israelischen Armee in Rafah.

Unübersehbar war jedoch auch die einseitige Ausrichtung der diesjährigen Demonstration: Mietenkämpfe, Klimapolitik, Rechtsruck, Abbau des Sozialstaats oder soziale Spaltung  kamen so gut wie nicht vor. Viele linke, autonome und linksradikale Gruppen, Mieter*initiativen und Stadtteilgruppen, die bei früheren 1. Mai-Demos das Bild bestimmten, haben sich aus der Demonstration herausgehalten - Ausdruck der derzeitigen Spaltung innerhalb der Linken angesichts einer zumindest undeutlichen Abgrenzung vieler bisheriger Pro-Palästina-Demos zu den Gewalttaten und Politik der Hamas.
Banner wie: „Weder Hamas noch Netanjahu - Freiheit für Palästina und Israel!“, die z.B. auf der Pro-Palästina-Demonstration am 4. November 2023 gezeigt wurden, waren dieses Mal nicht zu sehen.

Weitere Ereignisse zu diesem Thema
Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)Links

1. Mai: Versammlungsfreiheit abgeschafft? Polizei greift 1. Mai Demonstration in Stuttgart an, 97 Verletzte

Das Foto zeigt das Fronttransparent mitbedenkende Text: „Gegen Krieg, Faschismus und "Ausbeutung: Sozialismus und Revolution“
Foto: Demosanitäter
Stuttgart, den 1. Mai 2024: Auch in diesem Jahr sicherten wir die Demonstrationen zum Kampftag der Arbeiterklasse bzw. Tag der Arbeit in Stuttgart und Karlsruhe ab.

In Stuttgart begleiteten wir zunächst die Demonstration der Vereinigten Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di mit einer vierstelligen Anzahl Teilnehmer*innen durch die Innenstadt. Bei der bunten Demonstration kam es zu keinen Zwischenfällen.

Im Anschluss sicherten wir die dieses Jahr ungewöhnlich große revolutionäre 1. Mai Demonstration ab, die von der Innenstadt zum Marienplatz laufen sollte. Nach einer Auftaktkundgebung auf dem Karlsplatz liefen über 1000 Teilnehmer*innen die Hauptstättenstraße Richtung Süden und bogen über die Eberhardstraße in die Tübingerstraße ein. Dort griff ein Großaufgebot der Polizei die Demonstration ohne Vorwarnung von vorne mit Pfefferspray und Schlagstöcken an. Auch Polizeipferde wurden eingesetzt. Es kam unmittelbar zu einer größeren Zahl verletzter Demonstrant*innen. Im Verlauf kesselte die Polizei ca. 100 Personen an der Demonstrationsspitze ein und drängte die restliche Demonstration unter Anwendung weiterer Gewalt ab.

Zu den Hintergründen:
Vor Ort begründete die Polizei ihre massive Gewaltanwendung mit dem Entrollen von Seitentransparenten. Seit geraumer Zeit werden Seitentransparente in Auflagen in Stuttgart stark beschränkt. Dabei sind nur noch kleine Seitentransparente von weniger als 1,5 Metern Länge erlaubt, die mindestens 2 Meter auseinander getragen werden müssen. Nach uns vorliegenden Informationen war erst vor Kurzem gegen diese Auflagen bei einer anderer Demonstration erfolgreich geklagt worden. Seitentransparente sind Teil des inhaltlichen Ausdrucks einer Demonstration und tragen die Forderungen der Demonstration sichtbar nach Außen. Trotz des eindeutigen Gerichtsurteils halten die Stuttgarter Behörden an der rechtswidrigen Praxis fest.

Wir kritisieren die massive und unverhältnismäßige Gewaltanwendung der Polizei, die auch durch leichte Auflagenverstöße nicht zu rechtfertigen ist - schon gar nicht, wenn sie aufgrund rechtswidriger Auflagen erfolgt. Die Polizei ist rechtlich verpflichtet das mildeste geeignete Mittel anzuwenden und verhältnismäßig zu handeln. Stattdessen erfolgte ohne Vorwarnung direkt ein gewaltsamer Angriff auf friedliche Demonstrierenden.

Mit dieser Pressemitteilung möchten wir unsere Besorgnis über diesen Vorfall zum Ausdruck bringen. Im Sinne einer Prävention hoher Verletztenzahlen möchte wir daher zu einer öffentlichen Diskussion anregen.

Verletztenstatistik:
1.) 0 Versorgungen auf der Ver.di-Demonstation in Stuttgart
2.) 97 Versorgungen auf der revolutionären 1. Mai Demonstration in Stuttgart, davon
- 74 Pfefferspray
- 9 chirurgisch
- 14 psychisch
(Glücklicherweise mussten wir für niemanden den öffentlichen Rettungsdienst hinzuziehen.)

Quelle