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»Vielleicht interessierst du dich nicht für den Krieg, aber der Krieg interessiert sich für dich.« Lew Dawidowitsch Bronstein aka Leo Trotzki

Stuttgart-Ost: 1. Mai Straßenfest 2025 im Stadtteilzentrum Gasparitsch

Ablauf


Der Einladungsflyer von 2025 mit den Programmpunkten, grafisch aufbereitet.
Mit einem vielfältigen und bunten Programm, zahlreichen Infoständen und natürlich leckerem Essen und Getränken lädt das Gasparitsch euch herzlich zu seinem Straßenfest am 1. Mai ein.
ab 14 Uhr: Festbeginn


  • Kaffee & Kuchen, Fingerfood
  • Quiz
  • Infostände
  • Kinderprogramm
  • Kurzvorstellungen der beteiligten Initiativen & Gruppen
  • Kasperletheater für jung und alt (von der Freien Arbeiter*innen Union)
  • Live-Musik

17 Uhr: Kundgebung am Ostendplatz (am REWE):
Gemeinsam gegen Sozialraub, Faschismus und Krieg

ab 18:30 Uhr: warmes leckeres Essen
bis 18:30 Uhr: Quizabgabe

19:15 Uhr: Quizauflösung

ab 20:0 Uhr: Live Musik mit


Mehr Informationen

Berlin: Tag der politischen Gefangenen - Free all Antifas!

Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Blick auch die Demo vor der JVA Moabit, das Fronttransparent "Freiheit und Glück für Nanuk - Free all Antifas". Dahinter das Hochtransparent der FAntifa sowie der Text  "Feministisch - Antipatriarchal - Antisexistisch" sowie weitere Seitentransparente und zahlreiche Menschen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Am 18. März 2025 fand die diesjährige Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen in Solidarität mit Nanuk an der JVA Moabit statt. Rund 250 Antifaschist*innen solidarisierten sich mit allen Antifas, die in Gefängnissen sitzen, im Untergrund leben oder Repressionen ausgesetzt sind. Sie forderten die Freilassung aller politischer Gefangenen und die Rückkehr von Maja, die illegal nach Ungarn ausgeliefert wurde und dort unter menschenrechtswidrigen Verhältnissen gefangen gehalten wird und keine Chance auf ein faires Verfahren hat.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

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18. März: Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Sharepic zum Tag der politischen Gefangenen 2025  in Stuttgart: Der Text: "Am 18. März und darüber hinaus: Freiheit für alle politischen Gefangenen! Dienstag, 18. März, 17:30 vor der JVA in Stammheim
Quelle:Rote Hilfe Stuttgart
Der 18. März als internationaler Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an eine lange Tradition der revolutionären ArbeiterInnenbewegung an.

Am 18.3.1848 stand das sich gerade entwickelnde Proletariat auf den Barrikaden, 23 Jahre später, am 18.3.1871, kam es zum ersten Mal zu einer breit in der verarmten Bevölkerung verankerten Zerschlagung parlamentarisch-monarchistischer Machtstrukturen durch die proletarische Klasse. An diesem Tag griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen und schufen für einen kurzen Zeitraum eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Versuch, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, brutal niedergeschlagen.

Die militärisch hochgerüstete Reaktion übte nach ihrem Sieg über die Kommunard_innen blutige Rache. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, über 13.000 Menschen zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Doch im kollektiven Gedächtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegungen blieb die Commune nicht in erster Linie als Niederlage haften, sondern als die Geschichte eines gemeinsamen Aufbruchs. Bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein galt der 18. März als „Tag der Commune“.

1923 erklärte die ein Jahr zuvor gegründete Internationale Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Der Faschismus jedoch sollte dieser Tradition ein Ende setzen.

1996 initiierte der „Förderverein Libertad! für internationale Kommunikation und Solidarität“ zusammen mit der Roten Hilfe e.V. zum ersten Mal wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem werden an diesem Tag vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt; die Rote Hilfe versucht mit der jährlichen Sonderausgabe zum 18. März, den politischen Gefangenen eine Stimme zu verleihen sowie den verschiedenen Solidaritäts- und Antirepressionsinitiativen eine Plattform zu bieten, um die Themen „Staatliche Repression“ und „Politische Gefangene“ ins Bewusstsein zu rufen.

Auch 2025 gibt es bundesweit gibt es viele Aktionen, an denen ihr euch beteiligen könnt. Eine Übersicht gibt es beim Bundesvorstand der Roten Hilfe.


Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 9: Johann-Dietrich Weiland vs. Kaiser Wilhelm II.

Das schwarz-weiß Foto zeigt Kaiser Wilhelm II. in Uniform mit Pickelhaube
Wilhelm II. in Armeeuniform, um 1915
Am 6. März 1901 wurde ein "Attentat" auf Kaiser Wilhelm II. verübt. Der Werftarbeiter Johann-Dietrich Weiland warf in Bremen infolge eines epileptischen Anfalls einen Gegenstand aus Eisen auf den Kaiser und verletzte ihn dabei.

Am 24. Juni 1901 erklärt ihn das Reichsgericht Leipzig für unzurechnungsfähig und überweist ihn in eine Heilanstalt für psychisch Kranke. Also den Attentäter, leider nicht den Kaiser. "Zunächst kommt Weiland ins St.-Jürgen-Asyl an der St.-Jürgen-Straße. 1904 wird er in Bremens neu errichtete "Irrenanstalt" in Ellen verlegt, das heutige Klinikum-Ost. 40 Jahre verbringt er dort – bis zu seinem Tod 1939."

Quellen: Weser-Kurier, Jay Loomings


Berlin: Der Görli bleibt auf!

Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Menschen, der mit einer Flex einem Absperrzaun zu Leibe rückt. Im Hintergrund sind zahlreiche Menschen zu sehen, denen das ganz offensichtlich Freude bereitet. Im weiteren Hintergrund sieht man die U-Bahn und eine Häuserzeile
Foto © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Hunderte Menschen demonstrierten am 1. März 2025 erneut gegen eine Umzäunung und nächtliche Schließung des Görlitzer Parks durch Kreuzberg. Sie forderten soziale Lösungen für soziale Probleme und keine Symbolpolitik.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die schwarz-rote Regierung unter Kai Wegner plant im Sommer den Bau eines Zaunes, um den Park nachts zu schließen. Trotz angespannter Haushaltslage sollen für Zaun und Beleuchtung fast zwei Millionen Euro ausgegeben werden. Die Durchsetzung und Bewachung wird ca. weitere 800.000€ pro Jahr kosten. Viele Menschen haben Widerstand angekündigt, wenn der Zaun gebaut werden soll. So wurde auf der Demo symbolisch ein Zaun zersägt und der Park wurde mit einer Pappmauer und menschlichen Drehkreuzen versperrt.

"Das war heute erst der Auftakt für einen heißen Protest-Sommer, wenn die Bauarbeiten im Juni wirklich starten sollten!"

(Görli zaunfrei)


Weitere Ereignisse zu diesem Thema

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Vor 50 Jahren: "So ein Tag, so wunderschön wie heute!"

Peter Lorenz in der Gefangenschaft der Bewegung 2. Juni
Peter Lorenz in der Gefangenschaft der Bewegung 2. Juni
Foto: Bewegung 2. Juni via Wikimedia
Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0 International
Am Donnerstag, den 27. Februar 1975 entführt ein Kommando der Bewegung 2. Juni mitten im Westberliner Wahlkampf, den Spitzenkandidaten der CDU, Peter Lorenz, der die folgenden fünfeinhalb Tage im „Volksgefängnis“ verbringt. Im Austausch mit Lorenz gelingt es, fünf Inhaftierte verschiedener westdeutscher Guerilla-Gruppen, sowie zwei nach dem Tod von Holger Meins inhaftierte Demonstranten, zu befreien. Die erste und einzige erfolgreiche Entführung eines Politikers in der BRD, die die Freilassung von gefangenen Genoss:innen ermöglichte.
Die Entführer verlangten die Freilassung und Ausreise der sechs inhaftierten Gesinnungsgenossen Horst Mahler (der einen Austausch ablehnte) Ingrid Siepmann, Rolf Heißler, Rolf Pohle, Gabriele Kröcher-Tiedemann und Verena Becker.

aus: Die Bewegung 2.Juni Gespräche über Haschrebellen, Lorenz-Entführung und Knast



Neben der Freilassung der RAF-Genossen hatten die Entführer die Forderung erhoben, dass sie alle miteinander unter Begleitung des ehemaligen Bürgermeisters von Berlin, Pfarrer Heinrich Albertz, in ein Land ihrer Wahl ausgeflogen werden. Erst nach dem Start der Maschine am 3. März 1975 gaben sie den Zielort bekannt: Aden, Hauptstadt der Volksrepublik Südjemen. Nach seiner Rückkehr verlas Albertz eine vom 2. Juni verfasste Erklärung, in der das Codewort "So ein Tag, so wunderschön wie heute" enthalten war. Peter Lorenz wurde daraufhin im Volkspark Wilmersdorf freigelassen.

Vielen Dank an H. für die Zusammenstellung

Leonard Peltiers Rede anlässlich seiner Heimkehr nach Belcourt, North Dakota

Nach fast 50 Jahren hinter Gittern kehrte der indigene politische Gefangene Leonard Peltier heute nach Hause zurück. Indigene Aktivisten von ‪NDN Collective, einer von Indigenen geführte Organisation, die sich dem Aufbau indigener Macht verschrieben hat und Bewohner:Innen von Belcourt, North Dakota, versammelten sich, um seine Freiheit zu feiern, nachdem er jahrzehntelang Ungerechtigkeit ertragen hatte.


NDN Collective veranstaltet Willkommensveranstaltung für Leonard Peltier

Das SharePic zur Feier zeigt Leonard Peltier
Leonard Peltier
Belcourt, ND – Um Leonard Peltier nach 49 Jahren unrechtmäßiger Inhaftierung wieder in seiner Heimat willkommen zu heißen, veranstaltet NDN Collective am Mittwoch, dem 19. Februar 2025, um 12 Uhr CST eine feierliche Veranstaltung und ein Community-Event im Sky Dancer Event Center in Belcourt, North Dakota. Die Veranstaltung wird auch live auf den Facebook-, YouTube- und LinkedIn-Konten von NDN Collective übertragen.

Peltier wurde eine Begnadigung gewährt und der Rest seiner Strafe wurde am 20. Januar dieses Jahres von Präsident Biden umgewandelt. Er wird am Tag vor der Veranstaltung aus dem Gefängnis entlassen.

NDN Collective und seine Partner bauten auf fünf Jahrzehnten des Engagements auf und spielten eine bedeutende Rolle bei der Sicherstellung von Peltiers Freilassung. Die Organisation und die Gemeindevorsteher haben den Prozess, Peltier in die Turtle-Mountain-Gemeinde zurückzubringen, überwacht. Diese Willkommensveranstaltung bietet Peltier die Möglichkeit, wieder mit seiner Heimatgemeinde in Kontakt zu treten und sich wieder in das Leben unter seinen Mitmenschen einzugliedern.

„Wir haben uns verpflichtet, Leonard Peltier freizulassen und ihn in seine Heimat zurückzubringen – und jetzt erfüllen wir diese Verpflichtung„, sagte Nick Tilsen, Gründer und CEO von NDN Collective. “Wir heißen Leonard auf eine schöne Art und Weise in seiner Heimat willkommen, um ihm für sein Vermächtnis zu danken, indem wir die Menschen mit Essen versorgen, allen danken, die jahrelang für ihn gekämpft haben, und diejenigen ehren, die für seine Freiheit gekämpft haben, aber nicht mehr unter uns sind.“

„Wir wissen, dass es auf Turtle Island und auf der ganzen Welt so viele Menschen gibt, die gerne persönlich die Heimkehr unseres Ältesten gefeiert hätten“, sagte Janene Yazzie, NDN-Kollektivdirektorin für Politik und Interessenvertretung. „Es wurde so viel Liebe und Mühe darauf verwendet, sicherzustellen, dass Leonards Heimkehr gebührend gefeiert wird, um die harte Arbeit und die Gebete all derer zu würdigen, die von diesem Tag geträumt haben, und um Leonard mit der Liebe und Dankbarkeit zu umgeben, die er verdient, damit er von nun an Frieden und Heilung finden kann.“

Quelle: NDN Collective