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»Es ist besser stehend zu sterben als auf Knien zu leben.« Emiliano Zapata Salazar

Berlin: Revolutionäre 1. Mai-Demonstration 2025

Das Foto zeigt demonstrierende Menschen hinter dem Fronttransparent mit dem Text Es lebe der revolutionäre 1. Mai in verschiedenen Sprachen
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
30.000 Menschen nahmen an der diesjährigen revolutionären 1. Mai-Demo in Berlin teil. Zentrale Themen waren Solidarität mit Palästina, Krieg, Rassismus und die Repressionen gegen Antifas. Die Polizei hielt sich die meiste Zeit auffallend zurück und so war es eine bunte und laute Demo. Zum Schluss kam es dann doch noch zu Angriffen der Polizei auf einzelne Blöcke der Demo.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Hier die Presserklärung des revolutionären 1. Mai-Bündnisses Berlin.

Mit über 30.000 Teilnehmer:innen fand 2025 die größte 1. Mai-Demo statt, die es seit langem in Berlin gab. Der Demonstrationszug hatte zwischenzeitlich eine Länge von fast drei Kilometern.“Wir freuen uns sehr, mit so Vielen gemeinsam gegen Krieg, Faschismus und Kapital auf die Straßen gegangen zu sein! Mit sechs verschiedenen inhaltlichen Blöcken konnten wir unterschiedliche politische Schwerpunkte setzen“, erklärt die Aktivistin Rosa Hikmet, Mitglied beim Revolutionären 1. Mai-Bündnis Berlin. Die Inhalte konnten an die Anwohner*innen – bis ins Ausland vermittelt werden, deshalb sei das Demonstrationskonzept aufgegangen.

„Aufrüstung, Kürzung und Verarmung – Schluss damit!“ hieß es auf Transparenten und es gab Sprechchöre wie „Hoch mit den Löhnen – runter mit der Miete“ und zahlreiche feministische und antirassistische Parolen.

In einem verlesenen Redebeitrag grüßte auch die in Vechta inhaftierte Daniela Klette den Demonstrationszug. Sie betonte die Wichtigkeit des vereinten Protests gegen den Völkermord an den Palästinensern und richtete „solidarische Grüße an alle Unterdrückten und Ausgebeuteten und allen in der Legalität, der Illegalität oder in den Gefängnissen, deren Sehnsucht ein gutes Leben für alle ist“. Ihr Grußwort ist vollständig dokumentiert und hier nachzulesen:
https://freiheit-fuer-daniela.de/grusswort-von-daniela-klette-zum-revolutionaeren-1-mai-berlin/

Begonnen hat die Veranstaltung mit einem Konzert mit Acts wie Mads, STL-Crew, L-Sura, PTK und Sechser. An diesem nahmen bereits mehrere tausend Menschen teil. Als sich die Demo aufstellte, füllte sich der Platz immer mehr. Am Herrmannplatz schlossen sich weitere Demonstrationszüge der Revolutionären Demo an. Auch der Demozug gegen den von Bürgermeister Wegner geplanten Zaun um den Görlitzer Park.

Der 1. Mai, der internationale Kampftag der Arbeiter:innenklasse, lebt und immer weniger Menschen sind bereit den Regierungskurs von Kürzungen und Sozialabbau für immer mehr Aufrüstung mitzutragen. Die repressive Verschärfung nach Innen und die Verfolgung von Antifaschist:innen bleibt nicht unwidersprochen. Das haben wir heute eindrücklich bewiesen. Wir sind viele und wir werden mehr.

– Presseerklärung des Revolutionären 1. Mai Bündnis Berlin –

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Die Bewohner von Khirbet Khilet al-Dabe' sind heute Morgen mit Bulldozern aufgewacht. Bis Mittag war ihr Dorf komplett zerstört.

Innerhalb weniger Stunden haben israelische Truppen Häuser, Brunnen und sogar Höhlen in dem westjordanischen Weiler Khilet al-Dabe' abgerissen und Familien ohne Obdach zurückgelassen.

In den frühen Morgenstunden des Montags rasten zwei riesige Hyundai-Bagger und zwei Caterpillar-Bulldozer aus den Toren der Siedlung Ma'on in den südlichen Hebron-Hügeln – illegal gebaut auf palästinensischem Land, das zum Dorf At-Tuwani gehört. Für die Bewohner der Gegend ist der Anblick dieser „gelben Monster“, wie sie sie nennen, ein Vorzeichen: Der Tag wird voller Zerstörung sein, und Familien werden ihre Häuser verlieren, in denen sie noch wenige Stunden zuvor aufgewacht sind.

Etwa 90 Minuten später wurde das ganze Ausmaß der Operation deutlich. Militärjeeps, Soldaten der israelischen Armee, Grenzsicherungseinheiten, Beamte der Zivilverwaltung und eine Gruppe von Arbeitern versammelten sich und rückten dann gemeinsam in Richtung Khirbet Khilet al-Dabe' vor, einem kleinen, aber widerständigen Dorf, das zwischen den höheren Lagen von Shafa Yatta und den niedrigeren Hügeln von Masafer Yatta liegt. Ich eilte mit anderen lokalen Aktivisten dorthin, um zu dokumentieren, was wir befürchteten.

Etwa 80 Meter vor den Häusern des Dorfes wurden wir von einer Gruppe maskierter Soldaten aufgehalten. „Ihr dürft nicht weitergehen“, bellte ein Soldat, warf einen rostigen alten Eimer auf den Boden und erklärte: „Dies ist die Grenze einer gesperrten Militärzone: Wer sie überschreitet, wird verhaftet.“

Wir fragten, ob es einen offiziellen Militärbefehl gebe, der das Gebiet als Sperrzone ausweise. Ein Soldat antwortete: „Der kommt in ein paar Minuten.“ Aber die Zerstörung zog sich über Stunden hin, und ein solcher Befehl kam nie. Das war keine Durchsetzung einer rechtlichen Entscheidung, sondern die Ausübung purer militärischer Macht. In Wahrheit gaben die Soldaten nicht einmal vor, Israels eigene diskriminierende Gesetze aufrechtzuerhalten. Sie bedrohten uns einfach mit Waffen und Verhaftungen.

Während Soldaten uns zurückhielten, riss ein Bagger zwei Wasserbrunnen ein, während andere in die Gemeinde stürmten. Familien wurden gewaltsam aus ihren Häusern vertrieben. Unter ihnen waren die 80-jährige Amna Dababseh und ihr 87-jähriger Ehemann Ali.

„Meine Tochter brachte uns Frühstück, und wir wollten gerade essen, als sie sagte, die Armee sei ins Dorf gekommen“, erzählte Amna. ‚Plötzlich standen Soldaten vor unserer Tür. Einer zeigte auf unser Haus und sagte: ‘Raus hier. Wir werden dieses Haus abreißen.‚ Ich sagte ihm: ‘Mein Mann hatte einen Schlaganfall und kann kaum laufen. Ich habe Diabetes. Wo sollen wir denn hin?‚ Er sagte nur: ‘Geht in die Berge. Bewegt euch!'“

Amnas Stimme brach, als sie das Chaos beschrieb. Grenzpolizisten gingen von Haus zu Haus und vertrieben eine Familie nach der anderen. Männer, Frauen und Kinder wurden einen Hügel hinaufgetrieben, von wo aus sie die Zerstörung ihrer Gemeinde beobachten mussten. „Dieses Dorf wird seit 20 Jahren zerstört“, sagte Amna, „aber noch nie so.“

Sie stand weinend zwischen Dutzenden anderen Menschen und sah zu, wie ihr Lebenswerk in Schutt und Asche gelegt wurde. Trotz des Traumas und des Schocks wiederholte sie immer wieder: „Ich werde dieses Dorf niemals verlassen – nicht bis zu meinem letzten Tag.“ Ihr Mann und andere schlossen sich ihr an, entschlossen, sich einem System zu widersetzen, das darauf aus war, sie auszulöschen.

„Sie wollen uns auslöschen“

Was in Khilet al-Dabe' passierte, war nicht nur eine Zerstörung – es war eine vollständige Auslöschung. Insgesamt wurden neun Häuser zerstört, dazu sechs Höhlen, sieben Brunnen, vier Viehunterstände, zehn Wassertanks und die einzige Solaranlage und Internetinfrastruktur des Dorfes.

Khirbet Khilet al-Dabe' ist eine der Hauptgemeinden, die in unserem Dokumentarfilm „No Other Land“ vorgestellt werden. Das Dorf ist bekannt für seine grüne Natur und sein landwirtschaftliches Leben. Anders als viele andere in Masafer Yatta konzentrieren sich die Bewohner weniger auf Viehzucht und mehr auf den Anbau von Mandeln, Trauben und Oliven. Sie pflegen traditionelle Steinterrassen und bewirtschaften das Land das ganze Jahr über. Die erhöhte Lage und die üppige Vegetation machen das Dorf zu einem der schönsten der Gegend.


Aber die Lage schützt nicht. In den letzten 18 Monaten wurden östlich und westlich von Khilet al-Dabe' vier neue Siedlungsaußenposten errichtet. Vor weniger als drei Monaten, am 10. Februar, sind israelische Truppen in Khilet al-Dabe' eingedrungen und haben sieben Häuser und zwei Höhlen zerstört. Amer Dababseh, der Sohn von Amna und Ali, hat an diesem Tag sein Haus und seine Höhle verloren. Seit 2018 wurde sein Eigentum mindestens sieben Mal zerstört. Nach dem Angriff im Februar suchten er und seine Familie Zuflucht bei seinen alten Eltern; nun ist auch dieses Haus zerstört.

Diesmal ließen die israelischen Streitkräfte Amer und viele andere buchstäblich mit nichts zurück. Sogar die Höhlen, die historisch als Notunterkünfte für vertriebene Familien dienten, wurden zerstört. Jetzt haben viele Dorfbewohner, darunter auch Kinder, keine andere Wahl, als im Freien zu schlafen.

Nachdem sich die Armee zurückgezogen hatte, kehrten die Dorfbewohner zurück und durchsuchten die Trümmer nach allem, was noch zu retten war: Kleidung, Küchenutensilien, persönliche Gegenstände. Die Szene glich einer Naturkatastrophe, als hätte ein Erdbeben ihre Häuser, Brunnen und ihr Leben zerstört.

Die Dorfbewohner glauben, dass die Zerstörung am Montag Teil eines größeren Plans ist: die palästinensischen Bewohner von ihrem Land zu vertreiben und den Weg für weitere illegale Siedlungsausweitungen freizumachen. „Sie wollen uns auslöschen – nicht nur unsere Häuser, sondern unsere Existenz, unsere Geschichte und unsere Zukunft“, sagte Amer. Für die Familien von Khilet al-Dabe' sind die Trümmer nicht nur Schutt – sie erinnern sie daran, dass sie einer sich ausbreitenden Besatzung im Weg stehen. Und trotz allem weigern sie sich, zu gehen.

Auf Anfrage von +972 erklärte der israelische Koordinator für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT), dass seine Mitarbeiter „Durchsetzungsmaßnahmen gegen mehrere illegale Bauten durchgeführt haben, die ohne Genehmigung in der Schusszone 918 errichtet wurden und sowohl gegen Planungsvorschriften als auch gegen militärische Zugangsbeschränkungen verstoßen“, und dass „die Operation in voller Übereinstimmung mit den gesetzlichen Verfahren und den genehmigten Durchsetzungsprioritäten durchgeführt wurde“.

Ein Sprecher der israelischen Armee sagte, dass „die Durchsetzungsmaßnahmen nach Abschluss aller erforderlichen Verwaltungsverfahren und in Übereinstimmung mit dem zuvor dem Obersten Gerichtshof vorgelegten Rahmen für Durchsetzungsprioritäten durchgeführt wurden“. Er behauptete weiter, dass „eine Sperrverfügung für das angrenzende Gebiet erlassen wurde und die allgemeine Anordnung, die für den betreffenden Ort galt, den Bewohnern ebenfalls bekannt war. Die erlassene vorübergehende Anordnung wurde auf Anfrage vorgelegt“.

Quelle: Basel Adra, in +972magazine: "Palestinians awoke to bulldozers. Their village was destroyed by noon", 6. Mai 2025.  Basel Adraa ist Aktivist, Journalist und Fotograf aus dem Dorf a-Tuwani in den südlichen Hebron-Hügeln.

Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

„Take back the night“: Walpurgisnacht in Berlin

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo mit dem Fronttranspi "In Solidarity we fight - take back the Night" und den dahinter laufenden schwarzen Block, gefolgt von vielen anderen Menschen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Über 3.500 FLINTA* zogen unter dem Motto „Take back the night“ am Vorabend des 1. Mai 2025 von Berlin-Kreuzberg nach Friedrichshain, um gegen Patriarchat, Staat und Kapital zu protestieren. Mit einem schwarzen Block an der Spitze nahmen sich die Teilnehmenden lautstark und begleitet von Pyrotechnik die Nacht zurück. Polizei trat martialisch auf. Teilweise versuchten Streamer und Außenstehende zu provozieren. Die Demonstration löste sich am Boxhagener Platz selbstbestimmt auf und zerstreute sich im Kiez.

„Weltweit kämpfen Frauen, Lesben, Inter, Nichtbinäre, Trans* & Agender (FLINTA*) Menschen für ihre Freiheit. Von Sudan, Iran, Palästina über Kongo bis nach Kurdistan und darüber hinaus. Kämpfe müssen in ihrer Verbundenheit gesehen und intersektional gedacht werden. Denn die Verwobenheit von Kapitalismus, Kolonialismus & Patriarchat schafft die Bedingungen, um FLINTAS* weltweit zu unterdrücken, zu domestizieren und zu ermorden. Wir stehen in Solidarität mit allen Unterdrückten überall“. (aus dem Aufruf)
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.


Weitere Ereignisse zu diesem Thema
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500 Jahre: "So soll nun die Obrigkeit hie getrost fortdringen und mit gutem Gewissen drein schlahen, weil sie eine Ader regen kann."

Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren Titelblatt von 1525
Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren
Titelblatt von 1925
"Drumb sol hie zuschmeyssen, wurgen und stechen heymlich odder offentlich, wer da kan, und gedencken, das nicht gifftigers, schedlichers, teuffelischers seyn kan, denn eyn auffrurischer mensch, gleich als wenn man eynen tollen hund todschlahen mus ..."

Martin Luther am 5. Mai 1525 zu den aufrührerischen Bauern damals & zu allen, die heute "bösen Gewissens" gegen ihre Regierungen revolutionieren. Luther schlägt sich in seiner Schrift -¹Wider die Mordischen und Reubischen Rotten der Bawren-º noch deutlicher auf die Seite der Fürsten, gegen die aufrührerischen Bauern, gegen Bundschuh, Baltringer, Allgäuer, See- und andere Haufen, gegen Thomas Müntzers Fürstenpredigt.


Matinee: 500 Jahre Bauernkrieg

500 Jahre Bauernkrieg
Sonntag, 11. Mai, 11 Uhr, Waldheim Gaisburg

mit Günter Randecker, Pfleger der Wilhelm Zimmermann Gedenkstätte in Dettingen/Erms

Die Schlacht bei Böblingen und der Böblinger Herren Verrat


Über den Ausgang der Schlacht bei Böblingen und u.a. das Schicksal von Melchior Nonnenmacher, Jäcklein Rohrbach und Jerg Ratgeb schrieb Wilhelm Zimmermann (Der Große Deutsche Bauernkrieg):

„… so dauerte die Schlacht für die Bauern günstig schon in die dritte Stunde … unter den Bauern sprach der Pfarrer von Digisheim den Fechtenden Mut, den Gefallenen Trost ein … Aber Verrat kam dem Truchseß zu Hilfe, Verrat der
Böblinger. Der Vogt dieser Stadt, Leonhardt von Breitschwerdt, war ein treuer Anhänger der österreichischen Regierung … Am Tage der Schlacht war er in aller Frühe Herrn Georg Truchseß entgegengeritten, mit Wissen allein der Ratsherren der Stadt, um ihn um Schonung und Gnade für die Stadt zu bitten, mit dem Versprechen, ihm die Tore zu öffnen …

Zeitgenössische Darstellung der Verbrennung des Melchior Nonnenmacher,
Zeitgenössische Darstellung der Verbrennung des Melchior Nonnenmacher,
Die Zahl der auf der Walstatt und der Flucht Getöteten läßt sich nicht bestimmen, sie schwankt zwischen 1500 und 9000 … Der Truchseß lagerte sich neben der Walstatt bei Sindelfingen und Maichingen. Er erfuhr, daß sich … Melchior Nonnenmacher, der Pfeifer von Ilsfeld, in Sindelfingen verborgen hatte, mit anderen Flüchtlingen. Herr Georg, der ihn wohl kannte, ließ ihn im Lager mit einer eisernen Kette an einen Apfelbaum binden, unweit Maichingen, daß er zwei Schritte weit um denselben laufen konnte; befahl, gut Holz herbeizubringen, das ließ er anderthalb Klafter vom Baum herumlegen. Dann wurde es angezündet …

Vor den Bürgern und Bauern aber war der Vogt Leonhardt Breitschwerdt seines Lebens nicht sicher. Sie, denen viele Verwandte erschlagen waren, nannten ihn laut einen Verräter und drohten ihm, seinem Weib und seinen Kindern, mit dem Tode; er entfloh nach Pforzheim …“


k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Zeiten des Zorns“ - Zur Geschichte und Politik der "Revolutionären Zellen" und "Die Rote Zora"

Der Flyer zum Filmabend zeigt neben den Angaben zum Film in Kurzfassung die Symbole der Revolutionären Zellen- die Buchstaben RZ in einem fünfzackigen Stern und der Roten Zora: den fünfzackigen Stern in einem Zeichen für weiblich..Ausschnitte aus dem Film und Veranstaltung am 22. März 2001 im SO386, Berlin mit Klaus Viehmann -Bewegung 2. Juni- von 1978 bis 1993 im Knast + Stefan Wisniewski -RAF- von 1978 - 1999 im Knast.

Der Film vermittelt die langjährige Geschichte der Theorie und Praxis der Revolutionären Zellen / Rote Zora. Wieso entstanden die RZ zum Anfang der 70er Jahre? Mit welcher Konzeption traten sie an? Welche Sozialrevolutionären und antiimperialistischen Ansätze versuchten sie zu verwirklichen? Wie kam es zur Aktion gegen die OPEC- Konferenz 1975. Was waren die Aktionen der Roten Zora, was geschah wirklich bei der Entführung des Verkehrsflugzeugs nach Entebbe 1976?Wie veränderten sich die RZ in den 80er Jahren? Warum wurde die „Flüchtlingskampagne“ gestartet? wieso haben die RZ ihre Aktionen eingestellt? Bewußtes nachdenken über legal und illegalität u.a. mehr.

Die RZ und die Rote Zora waren für mehrere Hundert Sprengstoff- und Brandanschläge und sonstige Aktionen verantwortlich. Dabei erfreuten sie sich in großen Teilen der linksradikalen Szene und darüber hinaus großer Beliebtheit, da es zumeist gelang, ihre Aktionen so zu vermitteln, dass sie nachvollziehbar u. verstanden werden konnten.

In ihren Aktionen knüpften die RZ/Rote Zora meist an bestehende Bewegungen an und versuchten, sich stets (militant) zu sozialen Bewegungen in Beziehungen zu setzen.

Film am 18. Mai 2025 19 Uhr - Stefan Wisniewski ist anwesend.

combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen

kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee


Alles raus zum 1. Mai!

Als Motiv von Il Quarto Stato wird eine aus der Dunkelheit ins Licht hervorschreitende Masse von Landarbeitern abgebildet; ein Demonstrationszug von Menschen beiderlei Geschlechts und fast jeden Lebensalters, der dem Betrachter frontal (auch konfrontativ), fordernd und selbstbewusst entgegenzumarschieren scheint (sinnbildlich „aus dem Schatten der Vergangenheit und der Geschichte in die erleuchtete Gegenwart“). Dessen vorderste Linien nehmen die gesamte Breite des Gemäldes ein. Ein Ende des Menschenstroms, der sich bis zum in der Dunkelheit angedeuteten Horizont zu erstrecken scheint, ist nicht auszumachen.  Im Zentrum und Vordergrund sind drei auf dem Originalgemälde lebensgroß dargestellte Personen (zwei entschlossen wirkende Männer und eine in klagender Mimik seitlich herbeitretende, vom Hochrenaissance-Maler Raffael inspirierte madonnenhaft erscheinende Frau mit männlichem Kleinkind auf dem Arm) als hervorstechende bzw. anführende Einzelpersonen mit individuellen Zügen zu erkennen; wohingegen die einzelnen Menschen der unmittelbar dahinter folgenden Menge oft nur schemenhaft erscheinen – sozusagen noch in der Anonymität der Masse verborgen und mit ihr verschmelzend.
„Der vierte Stand“ (1901) von Giuseppe Pellizza da Volpedo zählt zu den bekanntesten Darstellungen des modernen Proletariats.

Berlin: Que(e)rstellen gegen rechten Aufmarsch

Das Foto von © Björn Obmann zeigt 2 behelmte Polizeibeamte die auf protestierende Menschen schauen. Diese halten ein Transparent mit dem Text: "80 Jahre Befreiung - Antifa bleibt ..."
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
In einem neuen Bündnis „Gemeinsam für Deutschland“ gingen am 26. April 2025 bundesweit Querdenker mit gewaltbereiten Neonazis auf die Straße. In Berlin war die Demo mit ca. 300 Teilnehmer*innen dominiert von jungen Neonazis. Eine Distanzierung durch die Querdenker und „Friedensdemonstrant*innen“ fand nicht statt. Unter dem Motto „Que(e)rstellen“ protestierten rund 500 Menschen gegen den Aufmarsch.

Trotz weiträumiger Absperrungen mit Gittern gelang es Antifaschist*innen, die Strecke an mehreren Stellen zu blockieren. Die Polizei räumte die Sitzblockaden mit Gewalt und setzte dabei auch Pfefferspray und Hunde ein. Dennoch wurde der Naziaufmarsch die gesamte Zeit lautstark von Antifaschist*innen begleitet. Am Potsdamer Platz löste sich die Nazidemo auf, ohne wie geplant wieder zum Startpunkt zurück zu laufen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.


Theatertipp: Thomas Müntzer - der Mann mit der Regenbogenfahne. Ein Schauspiel von Friedrich Wolf

Stilisiertes Plakat, das einen Bauern mit einer Mistgabel zeigt, dazu der Text: "Der Bauer stund auf im Land: Dran, dran, dran!" sowie "Theaterstück Thomas Müntzer" 500 Jahre Bauernkrieg
Plakat zum Theaterstück nach Friedrich Wolf
Im Deutschland des frühen 16. Jahrhunderts brodelt es: Steigende Abgaben und harte Strafen treiben die Bauern in die Revolte. Inspiriert von Luthers Botschaft der Freiheit eines Christenmenschen und seiner Bibelübersetzung, die dem gemeinen Mann die Erkenntnis vermittelt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, fordern sie Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit für alle. Damit rufen sie aber die Fürsten und Feudalherren auf den Plan, die die Reformation auf den geistlichen Bereich beschränken wollen. Während Luther einknickt, fordert der Pfarrer Thomas Müntzer die Fürsten heraus. Er unterstützt die Sache der Bauern, fordert eine grundlegende gesellschaftliche Erneuerung und führt neben der Bundschuhfahne die Regenbogenfahne ein als Symbol der Vielfalt und Hoffnung.

Das Ensemble der Produktion „Thomas Müntzer – der Mann mit der Regenbogenfahne“ setzt sich zusammen aus Schauspielerinnen und Schauspielern des Kleinen Bühnenbodens Münster und einer freien Theatergruppe. Die Akteure kommen aus Münster, dem Münsterland und aus Stuttgart.

Bearbeitung: Gerhard Schepper Regie: Konrad Haller

Quelle, mehr Informationen und Onlinebuchungen.