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»Le problème avec ce monde est que les personnes intelligentes sont pleines de doutes tandis que les personnes stupides sont pleines de confiance.« Charles Bukowski

Blogkino: Man - Steve Cutts (2012)

Heute in unserer Reihe Blogkino: Der Animationsstreifen MAN von Steve Cutts.

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Zuletzt bearbeitet am 11.09.2025 08:19

Was darf die Satire?

Kurt Tucholsky in Paris, 1928 (Foto: Sonja Thomassen / WikiMedia)

Heute vor 125 Jahren wurde der Schriftsteller, Journalist und Satiriker Kurt Tucholsky geboren. Aus diesem Anlass sein bis heute hochaktueller Text:

Was darf die Satire?

Wenn einer bei uns einen guten Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.

Satire scheint eine durchaus negative Sache. Sie sagt: "Nein!" Eine Satire, die zur Zeichnung einer Kriegsanleihe auffordert, ist keine. Die Satire beißt, lacht, pfeift und trommelt die große, bunte Landsknechtstrommel gegen alles, was stockt und träge ist.

Satire ist eine durchaus positive Sache. Nirgends verrät sich der Charakterlose schneller als hier, nirgends zeigt sich fixer, was ein gewissenloser Hanswurst ist, einer, der heute den angreift und morgen den.

Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.

Die Satire eines charaktervollen Künstlers, der um des Guten willen kämpft, verdient also nicht diese bürgerliche Nichtachtung und das empörte Fauchen, mit dem hierzulande diese Kunst abgetan wird.

Vor allem macht der Deutsche einen Fehler: er verwechselt das Dargestellte mit dem Darstellenden. Wenn ich die Folgen der Trunksucht aufzeigen will, also dieses Laster bekämpfe, so kann ich das nicht mit frommen Bibelsprüchen, sondern ich werde es am wirksamsten durch die packende Darstellung eines Mannes tun, der hoffnungslos betrunken ist. Ich hebe den Vorhang auf, der schonend über dieFäulnis gebreitet war, und sage: "Seht!" - In Deutschland nennt man dergleichen "Kraßheit". Aber Trunksucht ist ein böses Ding, sie schädigt das Volk, und nur schonungslose Wahrheit kann da helfen. Und so ist das damals mit dem Weberelend gewesen, und mit der Prostitution ist es noch heute so.

Der Einfluß Krähwinkels hat die deutsche Satire in ihren so dürftigen Grenzen gehalten. Große Themen scheiden nahezu völlig aus. Der einzige "Simplicissimus" hat damals, als er noch die große, rote Bulldogge rechtens imWappen führte, an all die deutschen Heiligtümer zu rühren gewagt: an den prügelnden Unteroffizier, an den stockfleckigen Bürokraten, an den Rohrstockpauker und an das Straßenmädchen, an den fettherzigen Unternehmer und an den näselnden Offizier. Nun kann man gewiß über all diese Themen denken wie man mag, und es ist jedem unbenommen, einen Angriff für ungerechtfertigt und einen anderen für übertrieben zu halten, aber die Berechtigung eines ehrlichen Mannes, die Zeit zu peitschen, darf nicht mit dicken Worten zunichte gemacht werden.

Übertreibt die Satire? Die Satire muß übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten.

Aber nun sitzt zutiefst im Deutschen die leidige angewohnheit, nicht in Individuen, sondern in Ständen, in Korporationen zu denken und aufzutreten, und wehe, wenn du einer dieser zu nahe trittst. Warum sind unsere Witzblätter, unsere Lustspiele, unsere Komödien und unsere Filme so mager? Weil keiner wagt, dem dicken Kraken an den Leib zu gehen, der das ganze Land bedrpückt und dahockt: fett, faul und lebenstötend.

Nicht einmal dem Landesfeind gegenüber hat sich die deutsche Satire herausgetraut. Wir sollten gewiß nicht den scheußlichen unter den französischen Kriegskarikaturen nacheifern, aber welche Kraft lag in denen, welche elementare Wut, welcher Wurf und welche Wirkung! Freilich: sie scheuten vor gar nichts zurück. Daneben hingen unsere bescheidenen Rechentafeln über U-Boot-Zahlen, taten niemandem etwas zuleide und wurden von keinem Menschen gelesen.

Wir sollten nicht so kleinlich sein. Wir alle - Volksschullehrer und Kaufleute und Professoren und Redakteure und Musiker und Ärzte und Beamte und Frauen und Volksbeauftragte - wir alle haben Fehler und komische Seiten und kleine und große Schwächen. Und wir müssen nun nicht immer gleich aufbegehren ("Schlächtermeister, wahret eure heiligsten Güter!"), wenn einer wirklich einmal einen guten Witz über uns reißt. Boshaft kann er sein, aber ehrlich soll er sein. Das ist kein rechter Mann und kein rechter Stand, der nicht einen ordentlichen Puff vertragen kann. Er mag sich mit denselben Mitteln dagegen wehren, er mag widerschlagen - aber er wende nicht verletzt, empört, gekränkt das Haupt. Es wehte bei uns im öffentlichen Leben ein reinerer Wind, wenn nicht alle übel nähmen.

So aber schwillt ständiger Dünkel zum Größenwahn an. Der deutsch Satiriker tanzt zwischen Berufsständen, Klassen, Konfessionen und Lokaleinrichtungen einen ständigen Eiertanz. Das ist gewiß recht graziös, aber auf Dauer etwas ermüdend. Die echte Satire ist blutreinigend: und wer gesundes Blut hat, der hat auch einen reinen Teint.

Was darf die Satire?

Alles.

Ignaz Wrobel, Berliner Tageblatt 36, 27.1.19

Rouladen mit Rotkraut an Kartoffelknödeln in Rotweinsauce

Nomnomnom! Ausgesprochen leckere Rouladen mit Rotkraut an Kartoffelknödeln in Rotweinsauce. Natürlich vegan. Angelehnt an ein Rezept von Jérôme Eckmeier, auf das ich hier schon einmal verwiesen hatte - Danke für die Inspiration!

Rouladen für 4 Personen:

4 Soja Big Steaks
4 Cornichons oder kleine Gurken
1 Liter pflanzliche Brühe
2 mittelgroße Zwiebeln
100g Räuchertofu , ich empfehle Denree
Senf und etwas Bratöl, Hafersahne
50 ml Gurkenwasser von den eingelegten Gurken
100 ml trockener veganer Rotwein
3 EL Sojasauce, Salz, Pfeffer schwarz, Majoran, Paprika edelsüß, Knoblauch frisch (fein gewürfelt), Kümmel, Curry, Petersilie, Muskat, 2 Nelken, Lorbeerblatt
3 TL Tomatenmark.

Die Zubereitung:

Die Sojasteaks in der Brühe aufkochen und 15 Minuten ziehen lassen und danach sehr gut ausdrücken, zum Beispiel mit einer Kartoffelpresse.

In der Zwischenzeit die Zwiebel in kleine Streifen schneiden und die Gurken halbieren. Den Räuchertofu mit einem Sparschäler feine Scheiben schneiden und im heißem Fett anbraten.

Die Sojasteaks auf eine Arbeitsfläche legen und mit einem sehr scharfen Messer vorsichtig (!!) einmal filetieren. Dann mit Senf von beiden Seiten bestreichen. Je zwei Steakhälften ergeben eine Roulade. Dazu eine Häfte der Länge nach vor sich hinlegen, die andere Hälfte am entgegengesetzten Ende ein paar Zentimeter überlappend an die erste Hälfte ansetzen. Dann jeweils ein Stück Zwiebel, Gurke und eine gebratene Scheibe Räuchertofu hineinlegen, zusammenrollen und mit Bratenbinder oder Zahnstochern fixieren.

Den Brattopf anheizen und die Rouladen von allen Seiten gut anbraten. Die Rouladen hinausnehmen.

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln und in dem Öl anbraten.

Das Tomatenmark hinzugeben und solange anbraten, bis es bräunlich geworden ist, dann mit Mehl bestäuben und mit dem Rotwein, Gurkenwasser und etwas Brühe ablöschen und glattrühren.

Danach die Sojasauce, Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, Kümmel, Curry, Petersilie, Muskat, 2 Nelken, Lorbeerblatt hinzugeben und abschmecken. Die angebratenen Rouladen hineinsetzen. Deckel drauf. Bevor wir das das ganze bei 180°C Temperatur und geschlossenem Deckel 30 Minuten im Backofen (Umluft) garen, wenden wir uns dem Rotkohl zu, denn der braucht etwas länger.

Zwar gibt es hier auch brauchbaren Rotkohl aus der Dose, aber wenn man schonmal dabei ist...
Veganer Rotkohl (4 Personen)

1 kg Rotkohl
50 g veganes Schmalz oder so.
1 Zwiebel
2 Äpfel
1 EL Zucker
2 EL Essig
1/4 Liter Wasser
Salz
1 Lorbeerblatt
2 Nelken
2 TL Mehl, zum Binden
125 ml trockener veganer Rotwein

Den Kohl putzen, waschen, Kopf vierteln, Strunk entfernen. Blaukraut durch den im Krauthobel schicken, die Küchenmaschine benutzen oder fein schneiden.

In heißem Schmalz (Vorsicht, nicht überhitzen oder rauchig werden lassen!) gewürfelte Zwiebel, Zucker und fein geschnittene Äpfel andünsten, Blaukraut zugeben und sofort Essig darüber gießen, damit es eine schöne Farbe erhält. 10 Minuten zugedeckt dünsten. 1/4 - 3/8 Liter Wasser aufgießen, Salz und Gewürze dazugeben.

Zugedeckt ca. 30 - 45 Minuten weich dünsten. Nach einer Viertelstunde die Rouladen in den Ofen geben.

Bei Bedarf den Rotkohl etwas mit heißem Wasser aufgießen. Nach Ende der Garzeit nach Belieben mit angerührtem Mehl binden, mit Rotwein abschmecken.

Nun sind hoffentlich auch die Rouladen fertig - wenn nicht: Keine Panik, die halten es auch noch ein paar Minuten länger im Herd aus, dann aber Temperatur vorischtig reduzieren.

Wir geben am Schluss etwas Hafersahne zur Rotweinsoße hinzu. Falls Euch die Soße noch zu flüssig ist, die Sauce weiter einkochen lassen oder mit etwas Kartoffel- oder Maisstärke abbinden.

Während die Rouladen garen machen wir kein Päusle sondern, können die Kartoffelknödel angesetzen werden. Ich nehme aus Faulheit immer fertigen Kartoffelteig aus der Kühltheke, wobei es auch hier tolle vegane Rezepte gibt.



Sinnvollerweise serviert man den beim Kochen verwendeten Rotwein auch zum Essen. Falls der Rotwein beim Kochen unerklärlicherweise "verdunstet" ist nimmt man halt Bier dazu. Spätestens jetzt sollte man übrigens auch die Fäden entfernen, die stören nämlich beim Kauen...
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Zuletzt bearbeitet am 09.01.2015 16:45

Blogkino: Jungle Book (1942)

Heute in unserer Reihe Blogkino: Rudyard Kipling-™s "Jungle Book".

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Unbearbeitet

Revolution an der Tanzbar: The Clash - New Year's Day '77

Drüben bei spreeblick entdeckt: Die an Neujahr von der BBC gezeigte und von Julien Temple gefilmte Dokumentation des Auftritts von The Clash im Londoner Roxy am Neujahrstag 1977. Sehr sehenswert!

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Blogkino Spezial: Ein Herz und eine Seele - Silvesterpunsch

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino in Anbetracht der morgen zu erwartenden Jahresübergangsfeierlichkeiten einen besonderen Leckerbissen: "Ein Herz und eine Seele - Silvesterpunsch".

Familie Tetzlaff -- Else, Rita, Michael und der treu sorgende Familienvater Alfred -- bei ihren Vorbereitungen zum „fröhlichen Familienfest": Mit der ihnen eigenen Herzlichkeit im Umgang miteinander tun sie alles, um den Silvesterabend 1973 zu einem Erfolg werden zu lassen. Zu einem „vollen" Erfolg notabene, denn der Punsch zeigt sehr schnell seine anregende Wirkung...

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Blogkino: The Night Before Christmas (1905)

In unserer Reihe Blogkino zeigen wir heute - obwhohl Weihnachten erst übermorgen ist - "The Night Before Christmas". Wir sind unserer Zeit eben voraus.

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Die Entwicklung der Menschheit

Externer Inhalt von YouTube Beim Laden wird eine Verbindung zu YouTube (Google) hergestellt. Dabei können personenbezogene Daten, insbesondere Ihre IP-Adresse, übertragen werden. Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
behaart und mit böser Visage.
Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
bis zur dreißigsten Etage.

Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
in zentralgeheizten Räumen.
Da sitzen sie nun am Telefon.
Und es herrscht noch genau derselbe Ton
wie seinerzeit auf den Bäumen.

Sie hören weit. Sie sehen fern.
Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
Die Erde ist ein gebildeter Stern
mit sehr viel Wasserspülung.

Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
Sie jagen und züchten Mikroben.
Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
Sie fliegen steil in den Himmel empor
und bleiben zwei Wochen oben.

Was ihre Verdauung übrigläßt,
das verarbeiten sie zu Watte.
Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
daß Cäsar Plattfüße hatte.

So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
Doch davon mal abgesehen und
bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
noch immer die alten Affen.

Erich Kästner 1932

Blogkino: "Wir Wunderkinder" (1958)

Heute in unserer Reihe Blogkino mit Wolfgang Neuss: Wir Wunderkinder von 1958. Dazu schreibt archive.org:

"Der 1958 uraufgefuehrte Streifen "Wir Wunderkinder" ist einer der wenigen Filme, deren Macher in der damaligen, streng konservativen Adenauer-Aera das Wagnis unternahmen, erstmals die Haltung der Deutschen sowohl im Dritten Reich als auch in der Epoche danach zu kritisieren. Es wird ein demaskierendes, amuesantes Zeitbild geboten, das in satirischer Weise ueber Opportunisten in der deutschen Bundesrepublik der 1950-iger Jahre erzaehlt:

Im Handlungs-Zentrum steht der gerissene, ruecksichtslose Mitlaeufer Bruno Tiches, der nur seinen persoenlichen Vorteil im Blickfeld hat, und dem es gelingt, allen Widrigkeiten zum Trotz immer wieder auf die Fuesse zu fallen. Und da ist noch der brave, schoengeistige, fleissige Feuilletonredakteur Hans Boeckel, den seine Aufrichtigkeit mehrmals in Schwierigkeiten bringt. Weil er für die Nazipartei weder Gesinnung noch Sympathie hegt, muss er seine journalistische Tätigkeit aufgeben. Dagegen pfeift Bruno auf die Moral und pflegt als massgebendes Parteimitglied einen gehobenen Lebensstil.

Nachdem das "Dritte Reich" zusammengebrochen ist, wandelt sich Bruno vom Parteibonzen zum erfolgreichen Geschaeftsmann, waehrend der strebsame, anstaendige Hans, auch noch Brunos Jugendfreund, zunaechst berufliche Nachteile in Kauf nehmen muss. Erst Jahre nach Kriegsende kann er seine Beschaeftigung als Journalist wieder wahrnehmen. Eines Tages schreibt er dann einen bemerkenswerten Artikel über die seltsamen Veraenderungen des Aufsteigers Bruno Tisches und die Dinge beginnen ihren Lauf zu nehmen..."

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Germania: Im Schleppgang nach unten

Angela Merkel
Bildquelle:
Armin Linnartz
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Der CDU-Parteitag floss vorbei. Am spannendsten muss der zehnminütige Applaus gewesen sein, der Frau Merkels langerwartete Rede belohnte. Es war, wie zu erwarten, der Abklatsch der Rede vom letzten Jahr.

Auffällig allenfalls, dass die SPD etwas schärfer rangenommen wurde. Wegen verfehlter Bündnispolitik. In Thüringen. Wo doch die SPD sich nicht kleiner machen konnte als sie als Bündnispartner der CDU schon war.

Darin lag nichts Erschreckendes. Auffällig nur, dass die von Merkel fast gelobten GRÜNEN eine Woche vorher im Grunde genau denselben Choral ausstießen. Mit viel Getöse machte die Partei sich klar, dass sie nun völlig frei geblieben sei - und sich jedermann anschließen dürfe. Dass diese Freiheit allerdings notwendig und zwangsläufig dazu führen musste, dem Stärksten zuwillen zu sein, wurde verschwiegen. Wie schön wäre es doch, wenn ein paar Minister sich um Merkel gruppieren dürften. Und mit ihr den großen Bottich auslecken - der ja, nach allen Voraussagen,noch lange, lange,bis zum Überlaufen gefüllt sein würde.

Die einzigen, die sich dem Sog noch widersetzen, dürften die LINKEN sein. Wenigstens diejenigen, die sich nicht im Erfolgsbett räkeln, weil es in Thüringen so toll geklappt hat.

Blieb alles an der Rede hängen, die Wagenknecht feurig geäußert hat - als Merkel ihre Triumphgefährte vorholte und wieder einmal beschrieb, wie alles so toll geworden ist. Und dass der Verzicht auf neue Schulden alle anderen Länder Europas in eine Mischung aus Verzweiflung und Bewunderung versetze. Natürlich ist klar, dass zumindest unser Finanzminister wenigstens Keynes verstanden hat. Und deshalb weiß, dass es beim vernünftigen Haushalten am wenigsten auf die gehorteten Pfennige ankommt. Sondern auf das Gesamtvermögen. Gerade die jetzige Technik, Straßen, Schulen usw. verfallen zu lassen, wird nach nicht sehr langer Wartezeit dazu führen,dass alle Verluste ersetzt werden müssen. Mit umso größerem Aufwand, je länger die Verfallszeit dauerte.

Wird die Rede einer einzigen Frau aber ausreichen,um die Chance einer Umkehr zu erblicken? Es sollte nicht in gräßlicher Wiederkehr des Gleichen erneut ein Todesopfer geben. Damit Jahrzehnte später alle verstehen, wie recht die Unglückspredigerin gehabt hatte.