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»Ich meine dass wir keine andern Herren brauchen, sondern keine!« Bertolt Brecht

Blogkino: The Mummy's Curse (1944)

Mumien sind in diesem Blog völlig unterrepräsentiert. Zu Unrecht, wie wir meinen. Daher zeigen wir heute in unserer Reihe Blogkino "The Mummy's Tomb". Ein Hohepriester reist zusammen mit der lebendigen Mumie Kharis (Lon Chaney Jr.) nach Amerika, um alle umzubringen die 30 Jahre zuvor das Grab der ägyptischen Prinzessin Ananka öffneten.... NBC hat sich leider entschlossen, den Film bei Youtube aus urheberrechtlichen Gründe zu sperren. Ok. Es gibt auch andere Klassiker, die heute unter einer Public Domain Lizenz gezeigt werden: "The Mummy's Curse ". Ein Bewässerungsprojekt in den ländlichen Bayous von Louisiana legt Kharis die lebendige Mumie (Lon Chaney Jr.), der 25 Jahre zuvor im Treibsand begraben wurde. Der Mullbindenheini ist natürlich stinksauer...

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kritisch-lesen.de Nr. 20: Sommerausgabe

Foto: Luc Viatour / www.Lucnix.be
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Wir begegnen den sommerlichen Urlaubsflüchten in dieser Ausgabe nicht mit einem inhaltlichen Schwerpunkt, dafür aber mit einigen Literaturempfehlungen für laue Sommerabende und – wer's klassisch mag und es sich leisten kann – für den Strand. Zu Beginn schreibt Martin Brandt in „Zu bunt fürs Grau" über die biographischen Auseinandersetzungen Ronald Schernikaus mit der zwar kritisierten, aber auch verteidigten Wahlheimat DDR und dem kapitalistischen Nachbarn. Sebastian Kalicha empfiehlt eine Auseinandersetzung mit der progressiven Rap-Lyrik der Linzer Hip-Hop-Combo TEXTA, deren Texte nun in den„TEXTA-Chroniken“ veröffentlicht wurden, denen der Rezensent nicht nur sozialkritische und politische, sondern auch literarische Qualität bescheinigt. Zu wenig an Reflexion bescheinigt Paul Gensler der deutschen Linken und sieht daher in „Die Finkler-Frage“ von Howard Jacobson eine Möglichkeit, den auf Juden und Jüdinnen projizierten Bildern immer kritisch, aber manchmal auch ironisch beziehungsweise sarkastisch zu begegnen und einen Blick auf jüdisches Leben in der Postmoderne zu richten. Einen Blick zurück wirft Tompa Láska in seiner Rezension „Die Entdeckung der Biographie" und beleuchtet dabei verschiedene Lebensabschnitte von Harry Mulisch. Innere Zerissenheit, Angst vor dem was kommt und die Einsicht, dass Menschen sich doch immer auch weiter entwickeln können, sind dabei nur einige Eindrücke die das Buch hinterlässt. Franziska Plau sieht in dem Buch „Begegnungen auf der Trans*fläche“ eine gute Gelegenheit, sich mit dem Alltagsleben von Trans*menschen auseinanderzusetzen, ohne, dass bei den Geschichten des Buches der Humor außen vor gelassen würde. Gerlinde Kirma hat sich dem bereits vor einigen Jahren erschienen autobiographischen Roman„Die kalten Nächte der Kindheit" von Tezer Kiral gewidmet und Jorane Anders hinterfragt mit „Jungfrau“ von Thomas Meinecke religiös fundierte Keuschheit.

Welche unerwarteten Wendungen ein Leben bereithält, zeigt Sebastian Kalicha am Beispiel von Hans und Hedi Schneider. In seiner Rezension „NS-Terrorjustiz as usual" beschreibt er den Weg dieses österreichischen Ehepaares, das wegen einer Lappalie in die Mühlen der NS-Unrechtsjustiz geriet. Philippe Kellermann weist in seiner Besprechung von „Nie wieder Kommunismus?“ darauf hin, dass trotz des sympathischen Anliegens des Buches es dennoch einen ambivalenten Eindruck hinterlässt. Exemplarisch dafür untersucht er insbesondere einen Artikel des Sammelbandes näher. Ismail Küpeli geht mit „Vom Scheitern der Gleichung Europäisierung = Frieden" auf die Suche nach dem Umgang mit dem „Kurdenkonflikt“ vor dem Hintergrund der EU-Annäherung durch die Türkei. Heinz-Jürgen Voß widmet sich mit „Wenn jungen Menschen Hoffnungen genommen werden" der Untersuchung Stefan Wellgrafs der Institution Hauptschule und der „Wertlosigkeit“, die den Schüler_innen in Gesellschaft und Schule immer wieder eingetrichtert wird. Schließlich widmet sich Sebastian Friedrich der „Sprache des Neoliberalismus" anhand des Sammelbands „Imagine Economy“.

Wir wünschen Euch einen schönen Sommer und viel Spaß beim kritischen Lesen in der 20. Ausgabe vom 7. August 2012

Blogkino: Von der modernen Sklaverei

"Von der modernen Sklaverei" ist ein Buch und ein Dokumentarfilm von 52 Minuten, die völlig unabhängig produziert wurden. Die zentrale Bestrebung dieses Filmes ist den Zustand der modernen Versklavten im Rahmen des totalitären Warensystems aufzudecken und die Formen der Täuschung, die diesen sklavischen Zustand verschleiern, sichtbar zu machen. Der Film wurde aus dem einen Grund gemacht, die herrschende Organisation der Welt direkt zu attackieren.

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Zuletzt bearbeitet am 28.10.2026 13:38

Blogkino: The Mole People (1956)

In unserer Reihe Blogkino präsentieren wir einmal mehr die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Entwicklung frühester Zivilisationen, wie im gezeigten Beispiel das der Sumerer. Selbige leben heute noch unter der Erde, halten Albino Maulwürfe als Sklaven. Ernährungsmäßig sieht es unter der Erde düster aus, es gibt mangels Sonnenlicht nur Pilze. Von diesen haben offenbar sowohl der Drebuchautor als auch Regisseur und alle anderen Beteiligten reichlich genossen...

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Blogkino: Frankenstein's Daughter (1958)

In unserer Rubrik Blogkino zeigen wir den 1958 entstandenen Streifen "Frankenstein's Daughter". Auch wenn der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat ist seine Thematik hochaktuell, wie der Beitrag "Leichendiebe, Serienkiller und Chirurgen" bei telepolis von Thomas Schmid zeigt.

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R.I.P. Jon Lord

Am Montag starb der legendäre Deep Purple Keyboarder Jon Lord im Alter von 71 Jahren an Krebs. Im Gedenken einer der stärksten Deep Purple Titel, bei dem Jon Lord im Battle mit Ritchie Blackmores Gittare brillierte - "Child in Time".

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Blogkino: Sherlock Holmes - The Case of Lady Beryl (1954)

In unserer Reihe Blogkino zeigen wir heute mal wieder einen Krimi. Wie immer nicht ganz taufrisch aber trotzdem spannend. Diesmal mit einem der berühmtesten Detektivduos aller Zeiten: Sherlock Holmes & Dr. Watsond in: "The Case of Lady Beryl". Besagte Lady gesteht ein Verbrechen, das sie nicht begangen hat. Holmes offenbart nicht nur den wahren Mörder sondern auch Lady Beryls Motive...

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Blogkino: Sharing Work At Home (1949)

In der heutigen Folge von Blogkino zeigen wir einen Ratgeber zum Thema "Hausarbeit".

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Zuletzt bearbeitet am 09.07.2012 16:17

Blogkino: Frida Kahlo and Tina Modotti

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Frida Kahlo and Tina Modotti
Film by Laura Mulvey and Peter Wollen, 1983, 29 Minuten

via

Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit

Bertold Brecht, 1954
Quelle:
Bundesarchiv, Bild 183-W0409-300 / Kolbe, Jörg / CC-BY-SA
"Es erscheint selbstverständlich, dass der Schreibende die Wahrheit schreiben soll in dem Sinn, dass er sie nicht unterdrücken oder verschweigen und dass er nichts Unwahres schreiben soll. Er soll sich nicht den Mächtigen beugen, er soll die Schwachen nicht betrügen. Natürlich ist es sehr schwer, sich den Mächtigen nicht zu beugen und sehr vorteilhaft, die Schwachen zu betrügen. Den Besitzenden missfallen, heißt dem Besitz entsagen. Auf die Bezahlung für geleistete Arbeit verzichten, heißt unter Umständen, auf das Arbeiten verzichten und den Ruhm bei den Mächtigen ausschlagen, heißt oft, überhaupt Ruhm ausschlagen. Dazu ist Mut nötig. Die Zeiten der äußersten Unterdrückung sind meist Zeiten, wo viel von großen und hohen Dingen die Rede ist.

(...) Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden.

- Er muss den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird;

- die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird;

- die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe;

- das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird;

- die List sie unter diesen zu verbreiten."

Diese Schrift verfasste Bertold Brecht 1938 in Paris zur Verbreitung im faschistischen Hitler-Deutschland.