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»Wenn jemand auf meinem Begräbnis weint, spreche ich nie wieder ein Wort mit ihm.« Stan Laurel

Stopp der Stellenvernichtung durch die Konzerne - ver.di Kundgebung am Mittwoch, 26. Juli, ab 16.30 Uhr auf dem Marktplatz in Stuttgart

Der ver.di Bezirk Stuttgart organisiert eine Kundgebung am Mittwoch, 26. Juli,
ab 16.30 Uhr auf dem Marktplatz in Stuttgart
. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen findet heutezutage branchenübergreifend statt. Daher sollten die Kollegen solidarisch unterstützt werden:

Stopp der Stellenvernichtung durch die Konzerne
Für Beschäftigungssicherung
Erhalt der Standorte
Perspektive für die Jugend

Kundgebung
am Mittwoch, 26. Juli, ab 16.30 Uhr
Marktplatz Stuttgart

Beschäftigte der Allianz Vers. und Leben sowie der Commerzbank treffen sich
um 16.00 Uhr am Betriebseingang und gehen gemeinsam zum Marktplatz.

Für die Region Stuttgart kommt es knüppeldick. In den letzten Wochen folgte
einer Schreckensmeldung die nächste. Allianz bundesweit über 9.000 Stellen,
in der Region bis zu einem Drittel der Stellen, W u W über 1.700. Bei der
Commerzbank soll die Kreditabteilung geschlossen werden (200 Beschäftigte)
und die Züricher Versicherung erwägt, gleich ihr gesamtes Servicezentrum in
Kornwestheim dicht zu machen. Als Folge der Gesundheitsreform sind bei den
Krankenkassen 30.000 Arbeitsplätze gefährdet, in Stuttgart über 1.500. Die
Dresdner Bank soll noch einmal bluten. Konzerne anderer Brachen ziehen am
gleichen Strang. DaimlerChrysler, Bosch, Telekom u.a. bauen zigtausend
Stellen ab. Der Finanzdienstleistungsplatz Stuttgart und Umgebung wird auf
einen Schlag mehrere tausend Arbeitsplätze verlieren.

Keiner dieser Konzerne schreibt rote Zahlen. Viele erwirtschaften hohe
Gewinne. Mittels Stellenabbau sollen die Kapitalrenditen erhöht und die
Position im Konkurrenzkampf verbessert werden. Dafür werden zehntausend
Beschäftigte und ihre Familien in existenzielle Unsicherheit gestürzt.

Noch schlimmer sieht es für die junge Generation aus. Wo soll die Jugend
noch Arbeit finden und eine Zukunftsperspektive haben? Es ist auch
unerträglich, dass sich die Mehrheit der Politiker und politischen Parteien
passiv verhält. Wir erwarten, dass sich die Landesregierung, der
Oberbürgermeister und die politischen Parteien auf die Seite der
Belegschaften stellen. Es darf auf dem politischen Parkett nicht akzeptiert
werden, dass Konzerne der Gesellschaft noch mehr Erwerbslose aufbürden.

Macht alle mit - kommt am 26. Juli auf den Stuttgarter Marktplatz.

Verantwortlich: Bernd Riexinger ver.di Bezirk Stuttgart, Willi-Bleicher-Str.
20, 70174 Stuttgart Tel.: 0711-1664-200, Fax -209


Zum Originalflugblatt

Panasonic: Solidaritätskreistreffen am 20.7.

Am 20.7. trifft sich der Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen um 17 Uhr in der Vereinsgaststätte des nahegelegenen Tierparks "Nymphaea".

Thema ist unter anderem:
Gemeinsame Kündigungsschutzklage mit dem Anwalt der Grohe - Kollegen - statt Beschäftigungsgesellschaft!

Bilderserie : Treffen des Solidaritätskreis Panasonic

Weitere Informationen auf der Seite des Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen

Zur Seite des Betriebsrates

Unsere Berichte und Fotoreportagen über den Kampf der Panasonic Kollegen.

Mehrheit der Panasonic Arbeiter lehnt Übertritt in Transfergesellschaft ab

Wie auch die Esslinger Zeitung in ihrem Artikel von heute feststellen muss, lehnt die Mehrheit der Panasonic Kollegen den Übertritt in die Transfergesellschaft Refugio ab.

Gestern verstrich der letzte Termin für den Übergang ab 1. August. Die "Alternative" der Beschäftigungsgesellschaft - die keinen einzigen Arbeitsplatz schafft - kam nur für 240 der über 600 Kollegen, die von der Werksschließung betroffen sind, in Frage. Die Kollegen wollten in ihrer Mehrheit nicht die eigene Kündigung unterschreiben. Sie gehen erhobenen Hauptes aus dieser Auseinandersetzung. Auch wenn nun mehr als 300 Kollegen ab 31.7. 2006 die Kündigung erwartet, haben die Kollegen bei allen Schwächen einen beispielhaften Kampf geliefert und gezeigt, daß auch und gerade in der heutigen Zeit die Arbeiter gemeinsam für ihre Interessen kämpfen können. Die dabei bisher gemachten Erfahrungen sind für die ganze Arbeiterbewegung von Bedeutung.

Bilderserien : Panasonic

Zu weiteren Berichten und Fotoreportagen über den Kampf der Kollegen.

Solidaritätsfest mit Panasonic findet im ABZ Süd statt

Das Fest des Solidaritätskreises findet ab 12:00 Uhr beim Arbeiterbildungszentrum, Bruckwiesenweg 10 70327 Stuttgart-Untertürkheim Tel: 0711/33 60 703 statt.



Dieses Einladungsflugblatt für das Fest gibt es hier in Originalgröße zum Download (PDF Datei)

Eine Anfahrtsbeschreibung

Solidaritätsfest bei Panasonic wird vorbereitet - Panasonic verweigert Platz für das Fest

Beim heutigen Treffen des Solidaritätskreises mit 14 Teilnehmern standen neben dem Austausch von Informationen und Erfahrungen zum gestrigen Vorort Termin des Arbeitsamtes die Vorbereitung des Solidaritätsfestes am Sonntag den 16.7. im Mittelpunkt.


Bilderserie : Treffen des Solidaritätskreis Panasonic

Inzwischen haben Panasonic Kollegen zum Teil 4 Briefe bekommen, in denen wiederholt die Eintrittsfrist in die Transfergesellschaft "Refugio" verlängert wurde. Aktuell ist es so, daß diese Frist erneut (bis Montag 17.07.2006) verlängert wurde. Allerdings erhalten diejenigen Kollegen, die jetzt in die "Refugio" gehen, keine Kopfprämie von 1750 Euro mehr.

Kollegen die in der Transfergesellschaft sind, berichteten von ihren Erfahrungen: "Mir haben sie gesagt, “Du kannst 8 Wochen Urlaub machen, das ist uns völlig egal. Wir können Euch sowieso nur einen Deutschkurs anbieten”."

Keine Spur also von irgendeiner weitergehenden auch fachlichen Qualifikation! Das zeigt: Es geht hier nicht um irgendwelche minderqualifizierten Arbeiter, sondern der Zweck der Transfergesellschaft war es , den Kampf der Kollegen zu zersetzen.

Doch das ist auch jetzt nur zum Teil gelungen. Die Versuche eines Teils des Betriebsrates, darauf zu orientieren, Mehrheiten dafür zu bekommen, daß der Sozialplan gekippt werden kann, scheitert nicht nur an den aktuellen Kräfteverhältnissen der Befürworter, die mit 6:4 Stimmen in der Minderheit sind. Es gibt auch Kritik daran, daß dies wiederum einen Sozialplan zum Ziel des Kampfes machen würde statt neue Arbeitsplätze. Daß diese erkämpft werden können und daß die Forderung nach der 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich die Kernforderung dabei sein muss wurde von wurde mehrfach in die Diskussion eingebracht.

Ebenfalls wurde angeprochen, daß die Demonstrationen von DGB und der Montagsdemobewegung genutzt werden müssen, um die Erfahrungen der Kollegen zu verbreiten. Bereits im Gespräch ist dazu die Ausarbeitung einer Dokumentation des Kampfes der Kollegen.

Es entbrannte eine Diskussion über die Frage, ob es einen Anlaß zum Feiern gibt. Einige Kollegen verbinden mit Feiern einen greifbaren und unmittelbaren Erfolg für den Kampf der Kollegen. Da der Kampf um die Arbeitsplätze vorerst nicht zum Erfolg führte, sehen sie keinen Anlaß zum Feiern.

"Ich bin 46 Jahre alt, wer soll mich noch einstellen, ich bleibe den Rest meines Lebens arbeitslos. Ich kann nicht feiern, wir haben verloren." Mit dieser Ansicht war ein türkischer Kollege nicht alleine.

Bilderserie : Treffen des Solidaritätskreis Panasonic

Es gibt hierzu aber auch die Meinung, daß die Kollegen stolz auf den geleisteten Kampf sein können, sie haben gezeigt, daß man mehr als 3 unter einen Hut bringt. Es ist jetzt auch wichtig, diese Erfahrungen zu verbreiten, was in der Verantwortung der Kollegen liegt. Dazu gehört auch, die schmerzlichen Schwächen des Kampfes zu verarbeiten, wie das einseitige Verlassen auf den Betriebsrat. Es wurde dazu angemerkt, daß in Deutschland aufgrund des Betriebsverfassungsgesetzes Betriebsräte einen selbständigen Kampf überhaupt nicht organisieren und führen können. Selbst wenn sie das wollen, stehen sie doch mit einem Bein im Gefängis. Daraus folgte bekanntlich das Fehlen einer selbständigen betrieblichen und einer gewerkschaftlichen Organisation, es gab zum Zeitpunkt des Kampfes bei Panasonic keinen gewerkschaftlichen Vertrauenskörper, was auch immer wieder Chancen vergab, die gewerkschaftliche Einheit zu fördern.

Vorhanden war zwar eine relativ breite überbetriebliche Solidarität, die aber noch nicht unmittelbar zu Solidaritätsaktionen innerhalb des Konzernes, aber auch anderen Betrieben usw. geführt hat. Besonders in der Türkei war der Kampf ein Medienereignis. In Deutschland, ja der Region Esslingen / Stuttgart - einem Zentrum der Automobilindustrie - begann und endete die Aufmerksamkeit der bürgerlichen Medien mit dem Beginn und dem Ende des Hungerstreiks.

Darüber hinaus zeigt sich einmal mehr die Notwendigkeit, das in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft unlösbare Problem der Massenarbeitslosigkeit in einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung zu lösen. Dafür warben auch die mit den Panasonic Kollegen solidarischen Vertreter der MLPD.

"Wir wollen den Kontakt nicht verlieren" ist ein weiterer Grund, die Kollegen, ihre Familien und Unterstützer nach dem Ende der Mahnwache nochmals zusammenzubringen.

Bilderserie: Zum Bericht zur am 8. Juli geräumten Mahnwache

Das Treffen des Solidaritäskreises kam darüber überein, auf der morgigen Betriebsversammlung eine Abstimmung und Unterstützung für das Solidaritätsfest zu organisieren. Es soll dabei auch ein Protestbrief veranschiedet werden, der an die Geschäftsleitung gerichtet ist, mit der Aufforderung, den Platz für das seit Wochen geplante Fest freizugeben:

Noch heute hatte sich Ewald Dürr, Personalchef des Bildröhrenwerks, mit dem Verweis "Privatgrundstück" geweigert, das Fest auf dem Parkplatz vor Tor 1, wo schon der Aktionstag vom 15.6. durchgeführt wurde, stattfinden zu lassen. Das zeigt die tiefsitzende Angst vor den Kollegen, denn: Was wäre dabei, die Kollegen ihr voraussichtlich letztes Fest feiern zu lassen?

Gleichzeitig wird neben diesem Antrag auf Genehmigung des Platzes dies ebenfalls bei der Stadt Esslingen beantragt. Im Verweigerungsfall werden rechtliche Schritte erwägt.

Entscheidend ist aber auch gerade bei dieser Aktion, ob es gelingt, möglichst viele Kollegen für die Unterstützung und aktive Teilnahme am Fest zu gewinnen. Dazu wollen einige Kollegen aus dem Solikreis auch morgen beim Fest der Stuttgarter Kickers im GAZİ Stadion (auf der Waldau, Guts-Muths Weg 4, 70597 Stuttgart) Einladungen an die Teilnehmer dieser regionalen Großveranstaltung verteilen.


In dem Sinne sind aber auch alle FreundInnen und KollegInnen der Panasonic Arbeiter aufgefordert, praktisch zum Gelingen des Festes beizutragen, mit Essens-, Getränke- Geld oder Zeitspenden für das Fest oder kulturelle Beiträge. Diese können bei Heike Knauer vom Solidaritätskreis, Hellerweg 23, 73728 Esslingen, Tel.: 0711 3508250 gemeldet werden.

Weitere Informationen auf der Seite des Betriebsrates und beim Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen


Dieser Bericht erschien ebenfalls bei:
Stattweb - Zeitung für Südbaden
IndyMedia NewsWire - soziale Kämpfe

Panasonic: Mahnwache nach 130 Tagen von Panasonic geräumt!

10.07.2006 Berichtigung: Uhrzeiten der Arbeitsamtstermine und die Anzahl der Tage der Dauer der Mahnwache.
10.07.2006 Ergänzung: Verlinkung zur Berichterstattung in anderen Medien

Ausgehend vom 1. März fand die Mahnwache an 130 Tagen statt. (Unterschiedliche Meinungen über Beginn der Mahnwache.)

Heute vormittag wurde die Mahnwache durch die Geschäftsleitung geräumt. Der Solidaritätskreis kam gegen 15 Uhr vor Ort zusammen. Es wurde ein neues Treffen für Donnerstag den 13.7. um 17 Uhr in der Vereinsgaststätte des nahegelegenen Tierparks "Nymphaea" ausgemacht, dort sollen weitere Schritte besprochen werden. Am Solidaritätsfest wird bislang festgehalten, auch wenn es innerhalb der Belegschaft Stimmen gibt, die die Ergebnisse des Kampfes nicht als Erfolg sehen und damit auch keinen Grund zu feiern.

Dagegen steht die Meinung, daß die Kollegen auf den bisherigen Kampf stolz sein können! Daß eine Belegschaft so lange im Vetrauen auf die eigene Kraft kämpft, ist eine Seltenheit in diesem Land. Es bedeutet aber auch, sich über auch über die Schwächen des Kampfes klar werden müssen. Die Entscheidung, diesen Weg weiterzugehen können nur die Kollegen selber treffen. Die Solidarität kann sie darin bestärken, die richtige Entscheidung zu treffen.

Bilderserien zu Panasonic in Esslingen: Aktionen, die wie diese im Vertrauen auf die eigene Kraft durchgeführt wurden, waren erfolgversprechend - Spontandemo beim Aktionstag am 15.6.2006

Es gibt also genügend Gründe, sich zu beraten und zu entscheiden, wie der Kampf um die Arbeitsplätze weiter geführt werden kann und soll.

Weitere Möglichkeiten, sich zu beraten:

•bei der Montagsdemonstration am 10.07.2006 in Esslingen ab 17:30 mit dem offenen Mikrofon
•bei den Terminen bei Panasonic, zu denen die Arbeitsamtvertreter kommen (12. Juli, 17. Juli, 24.Juli.2006
jeweils 13:00 und 15:00 Uhr)


Berichterstattung:
Am 8.7. erschien dieser Bericht auf IndyMedia

Bericht am 10.07. in LabourNet

Am 10.07. erschien ein Artikel auf rf-news.de

Die Lokalpresse schweigt...

564 Treffer zur Mahnwache bei google

Informationen über Artikel in anderen Medien bitte über das Kontaktformular


Weitere Informationen auf der Seite des Betriebsrates und beim Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen

Panasonic Mahnwache Tag 131

Heute fand ab 10 Uhr die regelmäßige Betriebsversammlung bei Panasonic in Esslingen statt. Bereits vor Beginn der Betriebsversammlung wurden die Toiletten der Mahnwache abtransportiert. Über die Urheber dieser Aktion gibt es Meinungsverschiedenheiten, die zu klären sind. Gestellt wurden die Toiletten durch die örtliche IG Metall.

Bilderserie :Abtransport der Toiletten. Der Anfang vom Ende?

Laut Murat Bozkurt vom Betriebsrat erwartet die Geschäftsleitung, daß die Mahnwache beendet wird, weil sie auf dem Werksgelände stattfindet! Das ist ja nichts neues, denn sie findet seit 131 Tagen auf dem Werksgelände statt. Offenbar soll versucht werden, die Verunsicherung auszunutzen und auch die bevorstehende Urlaubszeit vieler Kollegen, um den Widerstand zu desorganisieren.

Bilderserie: Murat Bozkurt vom Betriebsrat

Mehrere Redner auf der heutigen Betriebsversammlung unterstrichen, daß die Beendigung der Mahnwache nur die Entscheidung der Kollegen selber sein kann und forderten eine Abstimmung. Dazu kam es allerdings nicht, da sich unmittelbar nach dem letzten Beitrag die Kollegen in mehr oder weniger kleine Diskussionsgruppen auflösten und darüber berieten, wie es weitergehen soll. Klar ist, daß die Kollegen vor neuen Herausforderungen stehen. 311 Kollegen sind nach wie vor nicht in die Transfergesellschaft eingetreten, weil sie für Arbeitsplätze und nicht für einen verzögerten Eintritt in Hartz IV gekämpft haben. Die Verunsicherung der Kollegen ist deutlich spürbar. In dieser Situation die Mahnwache als letzten Trumpf aus den Händen zu geben wäre fatal für den weiteren Zusammenhalt der Belegschaft und auch für die weitere Vorbereitung des Solidaritätsfestes. Es gibt sonst keinen anerkannten Treffpunkt der Solidarität.

Bilderserie: Große Beteiligung bei der heutigen Betriebsversammlung

So waren heute erstmals auch wieder Kollegen da, die bereits in der Transfergesellschaft sind oder die sich noch nie haben blicken lassen.


Bilderserie: Eine der zahlreichen Diskussionsgruppen


Die Geschäftsleitung hat dem Betriebsrat inzwischen eine Liste der Kollegen überreicht, die gekündigt werden sollen. Der Betriebsrat widerspricht diesen Kündigungen fristgerecht.


Nachmittags trafen sich die Kollegen wieder und verteilten Einladungen für das Solidaritätsfest beim Schwörtag, dem offiziellen Auftakt des 3-tägigen Esslinger Bürgerfestes und der “symbolischen Verpflichtung des Gemeinderates auf Recht und Gesetz sowie das Wohl der Stadt und ihrer Einwohnerinnen und Einwohner”.

Bilderserie: Einladungsverteilung beim Schwörtag.

Zum Bericht der "Esslinger Zeitung zu dieser Veranstaltung.

Weitere Informationen auf der Seite des Betriebsrates und beim Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen

Solidaritätsfest bei Panasonic und weitere Neuigkeiten

Beim heutigen Treffen des Solidaritätskreises für die Panasonic Kollegen ging es unter anderem um die Vorbereitung des für Sonntag den 16.07.2006 ab 12:00 bei der Mahnwache geplanten Solidaritätsfestes mit den Panasonic Kollegen.



Dieses Einladungsflugblatt für das Fest gibt es hier in Originalgröße zum Download

Man merkt: Die Mahnwache bei Panasonic lebt! Die Kollegen haben viel zu beraten:

Zur Zeit wird immer noch die Frage einer anderen Beschäftigungsgesellschaft beraten. Kritiker dieser Beschäftigungsgesellschaften sehen das eher als Methode, den Kampf um Ersatzarbeitsplätze auf dem Werksgelände zu schwächen bzw. davon abzulenken.

Die Frage des damaligen Betriebsübergangs von Nokia an Panasonic ist ein Thema der Betriebsratssitzungen, weil dies nach Ansicht einiger Betriebsräte Auswirkungen auf das Volumen eventueller Nachforderungen in den Sozialplan haben könnte.

Bilderserien zu Panasonic in Esslingen: Mahnwache am 130. Tag kurz vor dem heutigen Unwetter

Anstatt sich in derlei Einzelfragen zu verlieren, die für sich betrachtet sicherlich einen Sinn haben, sollte der Wunsch vieler Kollegen, sich über Ersatzarbeitsplätze auseinanderzusetzen, doch einen wesentlich breiteren Raum einnehmen. Denn das gesellschaftliche Problem von fehlenden Arbeitsplätzen läßt sich nicht mit Abfindungen oder einer Transfergesellschaft lösen! Laut Betriebsrat sind nach wie vor 311 Kollegen (darüber hinaus auch noch 14 Kollegen mit Behinderungen) nicht in die Transfergesellschaft gegangen. Das zeigt, was sich diese Kollegen von einer Transfergesellschaft erwarten und ist meiner Ansicht nach gleichzeitig eine Herausforderung, an alle Gewerkschafter, diese Kollegen aktiv zu unterstützen - allen Widersprüchen zum Trotz.

Bilderserien zu Panasonic in Esslingen: Beratung heute beim Solikreis

Dann beraten sich die Kollegen darüber, wie mit den Kündigungen umgegangen wird, die meisten werden dagegen klagen, diejenigen, Kollegen, die keinen privaten Rechtschutz haben, sehen jetzt natürlich auch die Tragweite der falschen Entscheidung, der IG Metall den Rücken zu kehren. Ich hoffe daß mein Vorschlag, einen Sozialfonds aus den seitherigen Spenden und Einnahmen aus den verschiedenen Aktivitäten für die Kollegen zu gründen, auf offene Ohren stößt. Die Opel Kollegen haben damit gute Erfahrungen gemacht.

Diese Fragen werden morgen ab 10 Uhr auf der Betriebsversammlung sicherlich die Diskussion bestimmen.

In der Diskussion im Solikreis standen unter anderem die folgenden Fragen und Vorschläge:


(...)
Unser Kampf ist noch nicht zu Ende und unsere Möglichkeiten als Belegschaft zu kämpfen sind noch nicht ausgeschöpft:

1. Wir legen Widerspruch gegen die Kündigung ein ( voraussichtlich Ende Juli)
2. Wir lehnen weitere Verhandlungen über Transfergesellschaften ab. Sie sind eine Methode Betriebsschließungen durchzusetzen. Daran beteiligen wir uns nicht.
3. Wir fordern Ersatzarbeitsplätze auf dem Werksgelände. Wir besuchen die Gemeinderatssitzung in der letzten Juli- Woche und fordern Offenlegung aller bisherigen Pläne und Unterstützung für den Kampf um Ersatzarbeitsplätze
(...)
5. Wir lehnen eine Bezahlung von Absperrungen und irgendwelchen anderen polizeilichen Maßnahmen ab.
6. Wir bereiten ein großes Solidaritätsfest am 16. Juli vor.

Zur Vorbereitung wählen wir eine Leitung und bilden Arbeitsgruppen:
- Platzgestaltung
- Essen und Trinken
- Tische und Bänke
- Musik und Kultur
- Dia- Vortrag über ein halbes Jahr Kampf um jeden Arbeitsplatz
- Verbreitung der Einladung (Plakate, Flugblätter, e-mail,...)

7. Wir beschließen einen Plan zur weiteren Durchführung der Mahnwache (...)
8. Wir führen im Juli jeden Freitag eine Belegschaftsversammlung durch, legen im August eine Sommerpause ein und nehmen diese im September wieder auf. Wir wollen wissen was uns das Gutachten von Matsushita bringt.
9. Wir verurteilen die Zensurversuche gegen die Montagsdemo, der es verboten werden sollte das Thema Panasonic und andere brennende Fragen zu behandeln. Wir demonstrieren gemeinsam auf der Montagsdemo für Arbeitsplätze und gegen Hartz IV.
10. Wir beteiligen uns an der zentralen Demonstration gegen die unsoziale Politik der Bundesregierung am 16.9. in Berlin.


Das sind zum Teil Vorschläge des Solikreises an die Kollegen auf der Betriebsversammlung. Eine ganze Reihe Fragen konnten nur kurz angesprochen werden und bedürfen weiterer Klärung, z.B. der Punkt der Behinderung der Montagsdemo:
In Esslingen maßte sich die Polizei letzten Montag an, darüber zu befinden, was auf der Montagsdemo gesprochen werden darf! So wurde von den Beamten behauptet, daß nur nur Hartz IV als Thema angemeldet sei und über mehr dürfe nicht gesprochen werden, die Genehmigung könne sonst versagt werden. Insbesondere das Thema Panasonic passe nicht. Es wurden von einigen Kollegen, so auch den Ordnern die Personalien festgestellt, allerdings ohne daß sich die Beamten ihrerseits ausgewiesen hätten.

Das wurde in der Presseerklärung der Montagsdemo Esslingen bekannt gemacht:
Am 3. Juli 2006 fand die 90. Montagskundgebung in Esslingen gegen den Sozialabbau im Zeichen der Gesetze „Hartz-IV“ statt. Diese Veranstaltung war aus unserer Sicht eine gute Vorbereitung auf die hundertste Montagsdemonstration und auf das Fest „Zwei Jahre Montagsdemonstration in Esslingen“. Hierzu laden wir alle Interessenten herzlich ein.

Eines der wichtigsten Themen ist der Kampf um Arbeitsplätze für die ehemaligen Mitarbeiter von Panasonic. Diese Mitarbeiter haben mehrere Monate lang für Arbeitsplätze gekämpft. Mit dem Spruch der Einigungsstelle zerschlugen sich die Hoffnungen auf einen baldigen Sieg in diesem Kampf. Dieser Kampf galt nicht einem Sozialplan, dieser Kampf galt den Arbeitsplätzen. Weil diese Arbeitsplätze jedoch nicht geschaffen oder in Aussicht gestellt wurden, geht dieser Kampf weiter! Die Mahnwache geht weiter! Für den 16. Juli ab 12 Uhr laden die Mitarbeiter zu einem Fest bei der Mahnwache in der Nachbarschaft der Sirnauer Brücke ein.

Gesprochen wurde über die neuesten Pläne der Koalition über die Gesundheitsreform, über die Bedeutung der Hartz-Gesetze für die Betroffenen. Insbesondere Rechte und Freiheiten aus dem Grundgesetz werden massiv beschnitten. Dagegen erheben wir unseren Protest.

Die Bundesweite Montagsdemo lädt für den 16. September zu einer Großkundgebung nach Berlin ein. Die Esslinger Montagsdemo wird für Interessenten die Fahrt nach Berlin organisieren.

Die heutige Veranstaltung wurde über ihre gesamte Dauer von der Polizei beaufsichtigt. Das waren wir seit fast zwei Jahren nicht mehr gewöhnt. Viele Teilnehmer der Diskussion am Offenen Mikrofon zeigten ihr Unverständnis für das teils überzogene und stark restriktive Verhalten dieser Beamten. Wir behalten uns eigene Schritte vor, sollte sich solches Verhalten wiederholen.


Kritik gab es unter anderem an der Medienarbeit und der Vernetzung der beteiligten Unterstützer. Daß die Mahnwache weitestgehend aus den Mainstreammedien verschwunden ist, darf nicht zur Fehleinschätzung verleiten, daß es bei der Bevölkerung oder anderen Belegschaften kein Interesse gibt. Die sehr mangelhafte Weitergabe von Informationen an Außenstehende - was mit zum Teil geringen Aufwand über das Internet möglich wäre - führt zu der absurden Situation, daß nur derjenige, der selber zur Mahnwache kommt, sich ein gewisses Bild von der Lage machen kann. Das ist im Sinne des Kampfes der Panasonic Kollegen eher hinderlich.

Auch das Feedback anderer Belegschaften von Panasonic ist vorhanden, ob das für die notwendige Weiterführung des Kampfes allerdings ausreicht?

Weitere Informationen auf der Seite des Betriebsrates und beim Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen

DGB plant Großdemos gegen die unsozialen "Reformen" der Bundesregierung

Der DGB will mit Großdemonstrationen gegen die unsozialen "Reformen" der Bundesregierung vorgehen. Das äußerte der Stuttgarter ver.di-Geschäftsführer Bernd Riexinger gegenüber der Tageszeitung "Junge Welt" in einem Artikel am Mittwoch.

Der Gewerkschaftsbund plane, für den 21. Oktober zu Demonstrationen in sechs Großstädten aufzurufen. Linksfraktion und attac begrüßten die DGB-Initiative.

Die Regionaldemonstrationen sollen in sechs Städten - die Rede ist von Berlin, Stuttgart, München, Frankfurt/Main, Hamburg und Düsseldorf - stattfinden.

Wir sind gespannt, wie sich die Gewerkschaftsspitzen gegenüber den geplanten Protestaktionen der Montagsdemo- und anderen sozialen Bewegungen gegenüber verhält. Der DGB und die meisten Einzelgewerkschaften hatten - bis auf ver.di- der von Erwerbsloseninitiativen und sozialen Gruppen auf die Beine gestellten Demonstration am 3. Juni in Berlin die Unterstützung weitgehend verweigert.

Entscheidend für einen erfolgreichen Kampf gegen die unsozialen Gesetze der Berliner Regierung wird jedoch die Einheit der Masse der Gewerschaftsmitglieder mit der sonstigen sozialen Bewegung sein.

Die Montagsdemobewegung plant einen weiteren Sternmarsch am 16. September in Berlin. Dazu heißt es in deren vor kurzem veröffentlichten Aufruf:



Aufruf zur bundesweiten Großdemonstration

am 16. September in Berlin


Am 16. September gemeinsam nach Berlin: bundesweite Herbstdemonstration gegen die Regierung
Seit November 2005 ist die „Große Koalition“ von Merkel und Müntefering jetzt im Amt. Wir ziehen Bilanz: Aufruf zur bundesweiten Großdemonstration

Am 16.September in Berlin



Hartz IV hat die Massenarbeitslosigkeit noch gesteigert und zwingt Arbeitslose in die Armut! Tarifrechte werden durch 1-Euro-Jobs ausgehöhlt und durch Lohndumping unterlaufen, der Kündigungsschutz wird ausgehöhlt! Die Jugend wird mit Lehrstellenmangel, Studiengebühren und dem Zwang, ohne Arbeit bei den Eltern zu wohnen um ihre Zukunft gebracht! Die Nullrunden bei den Rentnern und die Heraufsetzung des Rentenalters auf 67 Jahre bedeuten massive Rentenkürzungen!Eine menschenwürdige Gesundheitsversorgung gibt es zunehmend nur noch für die Reichen!Mit der Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke und dem Ausbau der Verbrennung von fossilen Energieträgern wird die Umwelt rücksichtslos und unwiederbringlich zerstört! Migranten werden schikaniert und diskriminiert. Demokratische Rechte und Freiheiten werden immer weiter abgebaut, die Bevölkerung bespitzelt, kämpferische Aktionen und Kollegen diszipliniert und unterdrückt. Zugleich geben die staatlichen Behörden neofaschistischen Organisationen Spielraum für ihren Terror! Die Kriegsgefahr wächst. Die Montagsdemonstrationen, die Verdi.-Kollegen, Metaller, Ärzte, Schüler, Studenten: sie alle sind mit Streiks und Demonstrationen für ihre Interessen aktiv geworden. Sie blicken über Ländergrenzen hinaus: „Kämpfen wie in Frankreich“ ist zum geflügelten Wort geworden.

Die Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative wächst. Wenn sich etwas ändern soll, dann müssen wir uns verändern und für unsere Rechte und unsere Zukunft auf die Straße gehen!
Die Stärke der Arbeiter und Arbeitslosen, der Jugendlichen, der Frauen-, Umwelt- und Friedensbewegung liegt in ihrem Zusammenschluss und ihrer Einheit! Ergreift in den Betrieben, den Schulen, den Büros und Praxen, in Nachbarschaft und Vereinen die Initiative!
Setzen wir mit dem 3. Sternmarsch gegen die Regierung ein unübersehbares Zeichen des gemeinsamen Kampfes gegen die volksfeindliche Politik der großen Koalition!
Am 16. September nach Berlin!
Gegen die große Koalition der Sozialräuber -“ Weg mit Hartz IV!
Für Arbeitsplätze, soziale und politische Rechte, Frieden, Schutz der natürlichen Umwelt und ein menschenwürdiges Leben!
Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

Heraus auf die Straße !
Am 16.September nach Berlin !

Panasonic: Tag 125 der Mahnwache

Heute haben wir zusammen mit einem Panasonic Kollegen die Mahnwache besucht. Die Mahnwache ist nicht ständig besetzt, vor allem nachmittags sind aber oft Kollegen anwesend und nutzen die Mahnwache auch als Treffpunkt zur Austausch.

Am kommenden Donnerstag, den 06.07.2006 endet die Erklärungsfrist zum ausgehandelten Sozialplan. Dieser ist - sofern es von keiner Seite zu Einsprüchen kommt - dann gültig.

Ab 17:00 findet an diesem Tag das Treffen des Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen an der Mahnwache statt. Dieser bereitet für Samstag den 15.07.2006 ein Solidaritätsfest mit dem Kampf der Panasonic Kollegen vor. Das Fest soll ab 12 Uhr anfangen.

Bilderserien zu Panasonic in Esslingen: Mahnwache am 125. Tag


Weitere Informationen auf der Seite des Betriebsrates und beim Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen