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»Die Tragödie meines Lebens begann an dem Tag, als ich geboren wurde, inmitten der Armut, in der meine Wiege stand.« Francisco "Pancho" Villa

Afd widersetzen in Jüterbog

Das Foto von © kinkalitzken zeigt einige  Menschen mit Einhornhütchen und anderem Kopf und Gesichtsschmuck  hinter dem pinken Transparent mit dem Text "FCK AFD"
Foto: © kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Hunderte Menschen protestierten mit Blockaden gegen einen Parteitag der Berliner AfD am 11. Oktober 2025 im brandenburgischen Jüterbog.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die ungehorsamen Proteste des bundesweit aktiven Aktionsbündnisses „widersetzen“ verzögerten den Parteitag um rund 30 Minuten, Autos und Busse konnten nicht vorfahren, der Fußweg wurde für AfDler tendenziell zum Spießrutenlauf. Mehrfach solidarisierten Passant*innen sich spontan mit den Protesten. Die Polizei ging teilweise mit Gewalt, aber geringem Erfolg gegen Blockaden vor und wirkte an mehreren Stellen überfordert. Der Parteitag fand erneut in Jüterbog statt, da die AfD in Berlin keine Räume fand.
„Faschismus braucht Räume – nicht nur Bühnen, sondern auch das Schweigen derer, die wegsehen oder meinen, „das geht mich nichts an“. Wer solche Räume gibt, macht sich mitschuldig. Wir waren hier, um das zu verhindern – mit Solidarität, Entschlossenheit und gemeinsamem Widerstand. Heute in Jüterbog, morgen in Gießen und überall, wo sie versuchen, sich breit zu machen – sind wir da, um uns ihnen zu widersetzen.“

 Berliner Ortsgruppe von „widersetzen“



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Blogkino: Escape from Sobibór (1987)

Heute vor 82 Jahren fand der Massenausbruch von 400 Gefangenen aus dem Vernichtungslager Sobibór statt. Sie haben ein paar Wachen umgebracht, bevor sie entdeckt wurden und unter Beschuss in die Freiheit rennen mussten. 150 sind entkommen, viele haben sich Partisanengruppen oder der Roten Armee angeschlossen. Aus diesem Anlaß zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den 1987 unter der Regie von Jack Gold nach dem Buch Escape von Sobibor von Richard Rashke und einem Drehbuch von Thomas Blatt, Reginald Rose und Stanisław Szmajzner gedrehten Fernsehfilm "Escape from Sobibór" mit Alan Arkin als Leon Feldhendler, Joanna Pacuła als Luka (Gertrude Poppert) und Rutger Hauer mit seiner Golden Globe Award als Best Actor in a Supporting Role (Television) Rolle als Alexander „Sascha“ Petscherski.

Der Film behandelt das Leben der so genannten Arbeitshäftlinge im Vernichtungslager und dort vor allem den historischen Aufstand von Sobibór, in dem jüdische Gefangene aus einem Vernichtungslager der SS erfolgreich fliehen konnten.


Nie wieder kriegstüchtig!

Das Foto von © Monika von Wegerer zeigt zwei Menschen von hinten, die sich zwei ergänzende Texttafeln umgehängt haben: Die links: "Krieg ist Drecksarbeit" die rechts: "von Drecksäcken für Drecksäcke"
Foto: © Monika von Wegerer via Umbruch Bildarchiv
Unter dem Motto „Nie wieder kriegstüchtig!“ haben am 3. Oktober 2025 in Berlin und Stuttgart tausende Menschen gegen die Aufrüstungspolitik der Bundesregierung, für die Beendigung der Kriege in der Ukraine und in Gaza, gegen Wehrpflicht, Mittelstreckenraketen und gegen die fortschreitende Militarisierung der Gesellschaft demonstriert.
Nach Angaben der Veranstalter demonstrierten auf dem Bebelplatz in Berlin 20.000 Menschen und 15.000 auf dem Schlossplatz in Stuttgart.

Aufgerufen hatte ein Bündnis von mehr als 400 Organisationen und Gruppen vor allem aus der Friedensbewegung, darunter DFG-VK, IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und Pax Christi. Bei den Kundgebungen sprachen auch Vertreter von Die Linke, BSW und SPD.

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77 Jahre und zwei Jahre oder: Über Palästina

Das Foto zeigt eine Frau von hinten, die aus einem zwerbombten Wohnhaus in Richtung der Grenzmauer blickt.
Foto: Global Sumud Flotilla
Ich bin um 3 Uhr morgens aufgewacht und hab mein Handy gecheckt, weil ich nicht immer die Person bin, die ich sein will, und nicht immer die Gewohnheiten hab, die ich haben will. Ich bin aufgewacht, hab mein Handy gecheckt und gesehen, dass ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für Palästina in internationalen Gewässern vom israelischen Militär abgefangen wurde. Ich sah, dass Menschen, die ich kenne und die ich kennen könnte, entführt worden waren und dass sie allem Anschein nach derzeit von israelischer Seite gefoltert werden.

Ich konnte nicht mehr einschlafen.

Ich gehe davon aus, dass ihr alle bereits auf die Hilfsflotten aufmerksam geworden seid, Schiffe voller mutiger Menschen aus aller Welt, aber falls nicht, dann tut dies bitte. Jedes Mal, wenn ein Aktivist entführt wird, gibt es konkrete Aufrufe zum Handeln.

Ich schreibe nicht viel über Palästina, obwohl ich in den letzten zwei Jahren fast jeden Tag darüber nachgedacht habe. Ich schreibe nicht darüber, weil ich nicht die Stimme bin, auf die die Leute in dieser Frage hören sollten. Ich mache mir Sorgen, vielleicht mehr als ich sollte, dass ich in der Diskussion zu viel Raum einnehme.

Aber ich weiß ein paar Dinge.

Ich weiß, dass es seit 77 Jahren (und länger) Völkermord und Widerstand in Palästina gibt und dass es jetzt seit zwei Jahren eine dramatische Eskalation in Gaza gibt. Es lohnt sich, diese ganze Geschichte und die Gegenwart zu verstehen, vor allem, wenn du Sympathie für den Zionismus hast oder in deinem Kopf Zionismus mit Judentum verwechselst.

Ich habe einen Teil dieser Geschichte bereits in meinem Podcast behandelt, darunter Diskussionen über die israelische und internationale Solidarität mit den Palästinensern und die lange Geschichte der Hungerstreiks. Der Zionismus war bewusst ein Siedlerkolonialprojekt (denn das waren keine Schimpfwörter für die Europäer zu der Zeit, als der Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm), und die ersten zionistischen Siedlungen in Palästina schufen eine Gesellschaft (und vor allem eine Wirtschaft), die völlig losgelöst von den bestehenden Menschen und der Kultur der Region war. Ich schreibe „die ersten zionistischen Siedlungen” und nicht „die ersten jüdischen Siedlungen”, weil Juden schon immer in Palästina gelebt haben, auch ziemlich aktiv im 19. Jahrhundert vor dem Zionismus.

Das Osmanische Reich hat religiösen Minderheiten zwar keine vollen und gleichen Rechte gewährt, aber es war wesentlich freundlicher zu Juden als Europa. Als die Juden 1492 von der Iberischen Halbinsel vertrieben wurden, waren es die Osmanen, die sie aufnahmen. Auch schwule Männer flohen aus Europa ins Osmanische Reich, weil die muslimische Gesellschaft Homosexualität wesentlich toleranter gegenüberstand als das christliche Europa. (Das Osmanische Reich verdient eine eigene Kritik, auf die ich in meinen Episoden über den Widerstand gegen den Völkermord an den Armeniern ausführlich eingegangen bin.

Ich glaube nicht, dass ich es so gut ausdrücken kann wie die jüdischen Antizionisten, und wahrscheinlich hast du in den letzten Jahren schon oft darüber gelesen, aber wir dürfen niemals, niemals zulassen, dass Judentum oder Jüdischsein mit Zionismus gleichgesetzt werden. Das ist genau das, was sowohl Zionisten als auch Antisemiten (und die gar nicht so seltenen antisemitischen rechten christlichen Zionisten) wollen.

Das beste Buch, das ich persönlich über die Geschichte des zionistischen Projekts gelesen habe, ist „The Hundred Years’ War on Palestine“ von Rashid Khalidi.

Ich nehme an diesem Memoirenkurs von Raechel Anne Jolie teil, weil ich abstrakt gesehen versuche, eine Art Memoiren zu schreiben, und Raechel weiß, was sie tut. Für das Schreiben dieser Memoiren habe ich alte Tagebücher und alte Texte durchgesehen und viel über das halbe Jahr gelesen, das ich in Amsterdam verbracht habe.

Als ich in Amsterdam lebte (2005 und 2006), war ich mit vielen Israelis befreundet, weil viele israelische Anarchisten in Amsterdam lebten, weil sie sich weigerten, in der IDF/IOF zu dienen. Denn die Unterdrückung der Palästinenser hat nicht erst vor zwei Jahren begonnen.

Ich mache mir Gedanken darüber, mich auf die Erfahrungen dieser Israelis zu konzentrieren, weil sie in der Diskussion nicht mehr im Mittelpunkt stehen sollten als weiße Amerikaner in Diskussionen über die Dekolonisierung, die hier in Nordamerika genauso wichtig ist. Aber man kann sich nicht aussuchen, wo man geboren wird, und für mich war es durch die Bekanntschaft mit diesen Israelis in Amsterdam ziemlich einfach zu verstehen, dass Judentum und Zionismus zwei völlig verschiedene Dinge sind.

Ich kann dir von zwei jungen Männern erzählen, die beide Yoni hießen. Der eine Yoni war ein leidenschaftlicher anarchistischer Aktivist, prinzipientreu und organisiert. Als er zum Dienst in der IDF einberufen wurde, marschierte er in das Büro und sagte ihnen, dass er auf keinen Fall ein Gewehr in die Hand nehmen würde, um die Palästinenser zu unterdrücken. Er verbrachte einige Zeit im Gefängnis wegen seiner Dienstverweigerung und verließ dann das Land.

Der andere Yoni war der Typ, der mich auf Blind Guardian gebracht hat. Er liebte Chaos und Magie und erzählte mir, er sei der Schlagzeuger jeder Anarcho-Punk-Band in Israel, obwohl er Metal viel lieber mochte. Als er zum Militärdienst einberufen wurde, ging er zur IDF und sagte: „Klar, gebt mir eine Waffe. Ich will Menschen töten. Ich weiß nicht, wen ich töten werde. Vielleicht mich, vielleicht dich, aber gib mir eine Waffe.“ Die IDF entschied, dass sie den Chaosmagier Yoni nicht haben wollten.

Es wird dich nicht überraschen, dass ich mich mit Chaos Yoni besser angefreundet habe, obwohl die wichtigste Geschichte, die ich über ihn zu erzählen habe, die ist, dass ich ihm versehentlich mit einem Schlagstock auf das Ohr geschlagen habe, als wir mit der Schutzausrüstung herumspielten, die unsere Freunde von der Polizei geklaut hatten. Sein ganzes Ohr war etwa eine Woche lang lila und blau.

Ich kann dir auch von Tal erzählen. Ruhe in Frieden, Tal. Tal war eine israelische Anarchistin, die in Amsterdam lebte und jung an Krebs starb. Sie war ziemlich klein. Sie war mit einem Niederländer namens Sjoerd (ausgesprochen ungefähr „short“) zusammen, der sehr groß war. Ich fand das super witzig. Niemand sonst fand das lustig. Tal lebte in Amsterdam, weil sie nichts mit der israelischen Besetzung Palästinas zu tun haben wollte, aber sie fuhr fast jeden Monat mit Sjoerd zurück, um an den Protesten im Westjordanland teilzunehmen. Dort arbeiteten die beiden solidarisch – und als freiwillige menschliche Schutzschilde – für die Palästinenser im Westjordanland, die an einer der größten zivilen Ungehorsamskampagnen teilnahmen, die die Welt je gesehen hat, und bei jeder Gelegenheit mit Schüssen konfrontiert wurden.

Denn was man auch wissen und nicht vergessen sollte, wenn wir nun zwei Jahre dieses „Krieges“ hinter uns haben, ist, dass die Palästinenser verdammt noch mal alles versucht haben. Sie haben internationale Appelle versucht, sie haben massive gewaltfreie Kampagnen versucht, sie haben Hungerstreiks versucht, sie haben versucht, innerhalb des Systems zu arbeiten. In den 1990er Jahren, nach einem halben Jahrhundert des Kampfes, waren sie bereit, sehr, sehr erhebliche Kompromisse einzugehen, um eine Zwei-Staaten-Lösung zu akzeptieren. Aber das Angebot, das sie erhielten (ausgehandelt von Bill Clinton), war keine Zwei-Staaten-Lösung, sondern reine und unverhüllte Unterdrückung und Unterwerfung, und ihr Kampf ging weiter.

Wie auch immer, freies Palästina.

Quelle: Margaret Killjoy, 77 years and two years or: On Palestine, 08. Oktober 2025

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Übersetzung: Thomas Trueten [authorisiert]


All eyes on Gaza

Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Ausschnitt aus der Demo. Sichtbar sind eine Fahne der "Antikolonialen Aktion" eine Papptafel mit dem Text "Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" sowie eine Tafel mit "Jüdische Mitbüger:innen wegen Israelkritik unter Extremismusverdacht?!? Wann hört die Freak-Show endlich auf?". Halb verdeckt ist ein Transparent mit dem Text: "Die Würde des Menschen ist antastbar" zu sehen.
Foto © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Unter dem Titel „All Eyes on Gaza – Stoppt den Genozid!“ demonstrierten am 27. September 100.000 Menschen in Berlin für ein Ende des Krieges in Gaza, für den Stopp deutscher Waffenlieferungen nach Israel und für einen ungehinderten Zugang humanitärer Hilfe für die Menschen im Gazastreifen. Ein Bündnis aus mehr als 50 Organisationen, Verbänden und Einzelpersonen hatten die Versammlung organisiert, darunter propalästinensische Gruppen, jüdische Aktivist*innen, Medico International, Amnesty International und die Partei Die Linke.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

„In Gaza werden nach wie vor ganze Familien durch Bomben ausgelöscht und tagtäglich wahllos Zivilist:innen umgebracht, unter ihnen viele Kinder. Hungernde Menschen suchen an den wenigen israelisch kontrollierten Ausgabestellen nach Hilfe und finden dort stattdessen den Tod. Unabhängige humanitäre Hilfe und Versorgung wird durch Israel blockiert und verhindert. Fast die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens befindet sich auf der Flucht.

Das Vorgehen der israelischen Regierung wird von Expert:innen und internationalen Organisationen seit Langem als Genozid beschrieben und vom Internationalen Gerichtshof als solcher untersucht. Während jede:r sehen kann, wie die israelische Armee Massengräuel in Gaza verübt, leugnet die Bundesregierung die systematische Gewalt.

Wir wollen die deutsche Komplizenschaft beenden und gegen die sogenannte Staatsräson auf die Straße gehen! Wir fordern von der Bundesregierung und dem Deutschen Bundestag:
  • Beenden Sie jegliche militärische Kooperation mit Israel. Dazu gehören Import, Export und Transit von Waffen, Munition und anderen Rüstungsgütern.
  • Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Mittel, um den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe nach den anerkannten humanitären Prinzipien sowie einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand für Gaza zu erreichen.
  • Setzen Sie sich für ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Vertreibung und der illegalen Besatzung des palästinensischen Gebiets ein.
  • Unterstützen Sie die internationale Gerichtsbarkeit ohne Einschränkungen und setzen Sie ihre Entscheidungen vollständig um.
  • Setzen Sie sich für die Freilassung aller Opfer von Kriegsverbrechen ein, die sich als illegal Inhaftierte zu Tausenden in israelischen Gefängnissen und zu Dutzenden in Geiselhaft in Gaza befinden.
  • Setzen sie sich für die Verwirklichung des Rechts auf individuelle und kollektive Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Palästinenser:innen ein.
  • Schützen Sie die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Wissenschaftsfreiheit in Deutschland. Beenden Sie die Unterdrückung legitimer Proteste und freier Meinungsäußerung der Palästina-solidarischen Bewegung.

Wir verurteilen alle Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, unabhängig davon, ob sie von israelischen oder palästinensischen Akteur:innen begangen werden. Für uns gelten das Völkerrecht und die Menschenrechte immer und für alle. Angesichts der Massentötungen in Gaza und der systematischen Zerstörung richten wir unsere Hauptkritik aber an die israelische Regierung und ihre Unterstützer:innen.“
(Aufruf zur Veranstaltung)

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)

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Das laute Schweigen

Der Dokumentarfilm untersucht die deutsche Politik gegenüber Israel und Palästina und zeigt, wie palästinasolidarische Stimmen in Öffentlichkeit und Kultur zunehmend unter Druck geraten. Durch Interviews, Fallbeispiele und Analysen macht der Film sichtbar, wie Debatten eingeschränkt, Kritik delegitimiert und Meinungsäußerungen sanktioniert werden. DAS LAUTE SCHWEIGEN eröffnet damit eine Auseinandersetzung mit einem Thema, das in Deutschland von Spannungen, Tabuisierungen und Machtasymmetrien geprägt ist.

Thematik
Deutschland unterstützt Israel und dessen Interessen seit Jahrzehnten, nicht erst seit dem tödlichen Angriff der Hamas auf Israel am 7.Oktober 2023, aber seitdem ungebrochen - diplomatisch, materiell und moralisch*. Diese Unterstützung wurde auch fortgesetzt, als der Internationale Gerichtshof (IGH) die Plausibilität eines Völkermords durch die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen feststellte. Staatliche Behörden und große Teile der deutschen Medienlandschaft haben versucht, kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen, die die Verwicklung Deutschlands an einem möglichen Völkermord** in Gaza infrage stellen.

Zu dieser repressiven Dynamik zählen die Kriminalisierung von pro-palästinensischem Aktivismus, Verleumdungskampagnen gegen Einzelpersonen und Gruppen, gesetzliche Einschränkungen, Polizeigewalt und Bürgerrechtsverletzungen – wie u.A. von Amnesty International dokumentiert.

*Die Deutsche Regierung hat im August 2025 offiziell angekündigt, keine weiteren Waffenexporte an Israel zu genehmigen, die potentiell gegen zivile Ziele in Gaza verwendet werden können.

**Israels Krieg auf Gaza wird u. A. von Amnesty Interational, HRW, MSF, UN-Sonderkomitee, Genocide Watch und B’Tselem als Völkermord eingestuft.

Mehr Informationen sowie zum Crowdfunding für den Film.



27. September: Rechtes Göppingen?! Es langt! 2.0

Das Foto zeigt einen Verteilerkasten mit einem Plakat auf dem der Text aus dem Beitrag steht mit grafischen Elementen und einer Faust, die ein Hakenkreuz zerschlägt illustriert.
Foto:

10 Jahre Selbstorganisation, 10 Jahre Unabhängigkeit, 10 Jahre für die Menschen in Stuttgart-Ost: Stadtteilzentrum Gasparitsch

Der Flyer zeigt grafisch aufbereitet die Eckdaten zum Fest
Einladungsflyer (Vorderseite)
Das selbstverwaltete Stuttgarter Stadtteilzentrum Gasparitsch feiert mit einem Straßenfest nicht nur das eigene Jubiläum, sondern vor allem all diejenigen, die das Gasparitsch überhaupt erst möglich machen: die Nachbarschaft und ganz Stuttgart-Ost.

Kommt vorbei und feiern wir gemeinsam die vergangenen und kommenden großartigen Jahre im Stuttgarter Osten!

Samstag, 19. Oktober, 14-22 Uhr (+ Aftershow Party)
Stadtteilzentrum Gasparitsch
Rotenbergstr. 125, U4 Ostendplatz, U9 Raitelsberg (gegenüber der Gaststätte Friedenau)

Hier findet ihr den geplanten groben Ablauf für unser Fest… Es kann aber auch immer zu kleinen und größeren Verschiebungen kommen.

Ablauf

ab 14 Uhr:

  • Kinderprogramm
  • Kaffee & Kuchen
  • kaltes Buffet
  • Quiz
16:00 Uhr: Live-Musik mit Dave Collide (Singer/Songwriter)

ab 18:30 Uhr:
  • warmes leckeres Essen
  • bis 18:30 Uhr: Quizabgabe
ab 19:30 Uhr
  • Quizauflösung
ab 20:15 Uhr
  • Live Musik mit bellalebwohl (kantig, roh & tanzbar)
Mehr Informationen rund um das Stadtteilzentrum.

‘Don’t Mention the Children’. A poem for the children of Gaza

‘Israel bans radio advert listing names of children killed in Gaza.’ Guardian, 24 Juli 2014

Don’t mention the children.
Don’t name the dead children.
The people must not know the names
of the dead children.
The names of the children must be hidden.
The children must be nameless.
The children must leave this world
having no names.
No one must know the names of
the dead children.
No one must say the names of
the dead children.
No one must even think that the children
have names.
People must understand that it would be dangerous
to know the names of the children.
The people must be protected from
knowing the names of the children.
The names of the children could spread
like wildfire.
The people would not be safe if they knew
the names of the children.
Don’t name the dead children.
Don’t remember the dead children.
Don’t think of the dead children.
Don’t say: ‘dead children’.


A poem for the children of Gaza, by Michael Rosen