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»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Söders moderne Atomreaktoren: Made in 1959

Die Grafik zeigt den Aufbau eines SMR
Aufbau eines SMR
Quelle: U.S. Government Accountability Office from Washington, DC, United States
Bayerns Ministerpräsident Söder (CSU) hat sich in den letzten Jahren immer wieder durch eine eher nicht so an Fakten orientierte Pro-Atom-Haltung ausgezeichnet. Während er die Wiederinbetriebnahme von längst abgeschalteten Atomreaktoren für möglich und sinnvoll hielt, hatten die Betreiber längst abgewunken. Zuletzt hatte er sich für die neuen „Mini-Atomreaktoren“ called Small Modular Reactors (SMR) aus dem Fenster gehängt. „Es geht nicht darum, dass wie früher große Meiler hochgezogen werden. Ich spreche von kleineren, smarten Reaktoren, wie es sie in Kanada bereits gibt.“ So Söder in der Welt. Ein Grüner in Bayern hat mal nachgefragt.

Zum Beitrag von Dirk Seifert

152 Castoren aus Jülich nach Ahaus?

Übersichtsgrafik zu den ca. 180 geplanten Castortransporten ins Zwischenlager Ahaus - das unsicherste Zwischenlager überhaupt
Übersichtsgrafik zu den ca. 180 geplanten Castortransporten ins Zwischenlager Ahaus - das unsicherste Zwischenlager überhaupt
(Anklicken zum Vergrößern)
In Nordrhein-Westfalen steht ein hochbrisantes Kapitel kurz bevor: Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat die Genehmigung erteilt, 152 CASTOR-Behälter mit rund 300.000 Brennelement-Kugeln vom Standort Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen Jülich (Rheinland) ins Zwischenlager Zwischenlager Ahaus (Münsterland) zu verbringen.

Die Route führt quer durchs dicht besiedelte NRW – etwa 170 Kilometer – und ist terminiert für das 4. Quartal 2025 (Starttermin noch offen).

Gleichzeitig wächst der Widerstand: Das Bündnis „Stop Westcastor“ ruft bereits zu umfassenden Protesten auf – Mahnwachen, Demos, Aktionen entlang der Streckenführung sind angekündigt.

Radio Nordpol interviewte drei Anti-Atomaktivist*innen von STOP Westcastor zu den Hintergründen der Castoren Transporte und den geplanten Protesten.

Weitere Informationen

„Völlig unerwartet“: Das Meereis in der Antarktis könnte wegen steigendem Salzgehalt im Südlichen Ozean endgültig verschwinden

Alessandro Silvano, University of Southampton

Breeding colony of Adelie penguins
lin padgham - originally posted to Flickr unter: Eine Kolonie von Adéliepinguinen
Der Ozean um die Antarktis wird immer salziger, während das Meereis in Rekordgeschwindigkeit schmilzt. Seit 2015 hat der gefrorene Kontinent Meereis in einer Größe verloren, die Grönland entspricht. Dieses Eis ist nicht zurückgekommen, was die größte globale Umweltveränderung der letzten zehn Jahre darstellt.

Diese Erkenntnis hat uns überrascht – denn normalerweise macht schmelzendes Eis das Meerwasser süßer. Neue Satellitendaten zeigen aber, dass das Gegenteil passiert, und das ist ein großes Problem. Salzigeres Wasser an der Meeresoberfläche verhält sich anders als süßeres Meerwasser, weil es Wärme aus der Tiefe aufnimmt und das Nachwachsen des Meereises erschwert.

Der Verlust des antarktischen Meereises hat globale Folgen. Weniger Meereis bedeutet weniger Lebensraum für Pinguine und andere eisbewohnende Arten. Wenn das Eis schmilzt, wird mehr der im Ozean gespeicherten Wärme an die Atmosphäre abgegeben, was die Anzahl und Intensität von Stürmen erhöht und die globale Erwärmung beschleunigt. Dies führt zu Hitzewellen an Land und schmilzt noch mehr von der antarktischen Eisdecke, was den Meeresspiegel weltweit ansteigen lässt.

Unsere neue Studie hat gezeigt, dass sich der Südliche Ozean verändert, aber anders als erwartet. Wir haben möglicherweise einen Wendepunkt überschritten und sind in einen neuen Zustand eingetreten, der durch einen anhaltenden Rückgang des Meereises gekennzeichnet ist und durch einen neu entdeckten Rückkopplungskreislauf aufrechterhalten wird.

A satellite image of Antarctica with sea ice and Southern Ocean noted.

Der Südliche Ozean ist rund um die Antarktis und wird von Meereis umgeben.
Quelle: Nasa

Eine überraschende Entdeckung

Die Überwachung des Südlichen Ozeans ist keine leichte Aufgabe. Er ist einer der abgelegensten und stürmischsten Orte der Erde und mehrere Monate im Jahr von Dunkelheit bedeckt. Dank neuer Satelliten der Europäischen Weltraumorganisation und Unterwasserrobotern, die unter der Meeresoberfläche Temperatur und Salzgehalt messen, können wir jetzt in Echtzeit beobachten, was dort passiert.

Unser Team an der Universität Southampton hat zusammen mit Kollegen vom Barcelona Expert Centre und der Europäischen Weltraumorganisation neue Algorithmen entwickelt, um die Bedingungen an der Meeresoberfläche in den Polarregionen von Satelliten aus zu verfolgen. Durch die Kombination von Satellitenbeobachtungen mit Daten von Unterwasserrobotern haben wir ein 15-Jahres-Bild der Veränderungen des Salzgehalts, der Temperatur und des Meereises erstellt.

Was wir herausfanden, war erstaunlich. Um 2015 begann der Salzgehalt an der Oberfläche des Südlichen Ozeans stark anzusteigen – genau zu dem Zeitpunkt, als die Meereisausdehnung zu schrumpfen begann. Diese Umkehrung kam völlig unerwartet. Jahrzehntelang war die Oberfläche immer süßer und kälter geworden, was zur Ausdehnung des Meereises beigetragen hatte.


A line graph showing a steady and then sudden decline in sea ice extent.

Die jährliche minimale Ausdehnung des antarktischen Meereises ist 2015 stark zurückgegangen.
Quelle: NOAA Climate.gov/National Snow and Ice Data Center


Um zu verstehen, warum das wichtig ist, muss man sich den Südlichen Ozean als eine Reihe von Schichten vorstellen. Normalerweise liegt das kalte, frische Oberflächenwasser auf dem wärmeren, salzigeren Wasser in der Tiefe. Diese Schichtung (oder Stratifizierung, wie Wissenschaftler es nennen) hält die Wärme in den Tiefen des Ozeans zurück, sodass das Oberflächenwasser kühl bleibt und sich Meereis bilden kann.

Salzigeres Wasser ist dichter und daher schwerer. Wenn das Oberflächenwasser salziger wird, sinkt es also leichter ab, wodurch die Schichten des Ozeans durchmischt werden und Wärme aus der Tiefe aufsteigen kann. Dieser aufsteigende Wärmefluss kann das Meereis auch im Winter von unten schmelzen und so die Neubildung von Eis erschweren. Diese vertikale Zirkulation zieht auch mehr Salz aus tieferen Schichten nach oben und verstärkt so den Kreislauf.

Es entsteht ein starker Rückkopplungseffekt: Mehr Salzgehalt bringt mehr Wärme an die Oberfläche, wodurch mehr Eis schmilzt, wodurch wiederum mehr Wärme von der Sonne aufgenommen werden kann. Meine Kollegen und ich haben diese Prozesse 2016–2017 mit der Rückkehr der Maud Rise-Polynja hautnah miterlebt. Dabei handelt es sich um ein riesiges Loch im Meereis, das fast viermal so groß ist wie Wales und zuletzt in den 1970er Jahren aufgetreten ist.

Was in der Antarktis passiert, bleibt nicht darauf beschränkt

Der Verlust des antarktischen Meereises ist ein globales Problem. Meereis wirkt wie ein riesiger Spiegel, der das Sonnenlicht zurück ins All reflektiert. Ohne Meereis bleibt mehr Energie im Erdsystem, was die globale Erwärmung beschleunigt, Stürme verstärkt und den Meeresspiegelanstieg in Küstenstädten weltweit vorantreibt.

Auch die Tierwelt leidet darunter. Kaiserpinguine sind auf das Meereis angewiesen, um ihre Jungen zu brüten und aufzuziehen. Winzige Krilltiere – garnelenähnliche Krebstiere, die als Nahrung für Wale und Robben die Grundlage der antarktischen Nahrungskette bilden – ernähren sich von Algen, die unter dem Eis wachsen. Ohne dieses Eis beginnen ganze Ökosysteme zu zerfallen.

Was am Ende der Welt geschieht, breitet sich aus und verändert Wettersysteme, Meeresströmungen und das Leben an Land und im Meer.


An aerial view of sea ice.

Rückkopplungsschleifen beschleunigen den Verlust des antarktischen Meereises.
Quelle: University of Southampton


Die Antarktis ist nicht mehr der stabile, gefrorene Kontinent, für den wir sie einst gehalten haben. Sie verändert sich rasant und auf eine Weise, die aktuelle Klimamodelle nicht vorhergesehen haben. Bis vor kurzem gingen diese Modelle davon aus, dass eine Erwärmung der Erde zu mehr Niederschlägen und zum Abschmelzen des Eises führen würde, wodurch das Oberflächenwasser versüßt und das Meereis der Antarktis relativ stabil bleiben würde. Diese Annahme trifft nicht mehr zu.

Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Salzgehalt des Oberflächenwassers steigt, die Schichtung des Ozeans zusammenbricht und das Meereis schneller schmilzt als erwartet. Wenn wir unsere wissenschaftlichen Modelle nicht anpassen, laufen wir Gefahr, von Veränderungen überrascht zu werden, auf die wir uns hätten vorbereiten können. Tatsächlich ist der eigentliche Grund für den Anstieg des Salzgehalts im Jahr 2015 noch unklar, was zeigt, dass Wissenschaftler ihre Sicht auf das antarktische System überdenken müssen und dass weitere Forschung dringend nötig ist.

Wir müssen weiter beobachten, doch die laufenden Satelliten- und Ozeanüberwachungen sind durch Mittelkürzungen gefährdet. Diese Forschung bietet uns ein Frühwarnsystem, ein Thermometer für unseren Planeten und ein strategisches Instrument zur Verfolgung des sich rasch wandelnden Klimas. Ohne genaue, kontinuierliche Daten wird es unmöglich sein, sich an die bevorstehenden Veränderungen anzupassen.

Quelle: ‘Completely unexpected’: Antarctic sea ice may be in terminal decline due to rising Southern Ocean salinity von , NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton 30. Juni 2025, 21:03 Uhr MESZ

Übersetzung: Thomas Trueten [Mit freundlicher Genehmigung]


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Alessandro Silvano, NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton

This article is republished from The Conversation under a Creative Commons license. Read the original article.


‘Completely unexpected’: Antarctic sea ice may be in terminal decline due to rising Southern Ocean salinity

Alessandro Silvano, University of Southampton

Breeding colony of Adelie penguins
lin padgham - originally posted to Flickr as Adelie penguin colony
The ocean around Antarctica is rapidly getting saltier at the same time as sea ice is retreating at a record pace. Since 2015, the frozen continent has lost sea ice similar to the size of Greenland. That ice hasn’t returned, marking the largest global environmental change during the past decade.

This finding caught us off guard – melting ice typically makes the ocean fresher. But new satellite data shows the opposite is happening, and that’s a big problem. Saltier water at the ocean surface behaves differently than fresher seawater by drawing up heat from the deep ocean and making it harder for sea ice to regrow.

The loss of Antarctic sea ice has global consequences. Less sea ice means less habitat for penguins and other ice-dwelling species. More of the heat stored in the ocean is released into the atmosphere when ice melts, increasing the number and intensity of storms and accelerating global warming. This brings heatwaves on land and melts even more of the Antarctic ice sheet, which raises sea levels globally.

Our new study has revealed that the Southern Ocean is changing, but in a different way to what we expected. We may have passed a tipping point and entered a new state defined by persistent sea ice decline, sustained by a newly discovered feedback loop.

A satellite image of Antarctica with sea ice and Southern Ocean noted.

The Southern Ocean surrounds Antarctica, which is fringed by sea ice.
Nasa

A surprising discovery

Monitoring the Southern Ocean is no small task. It’s one of the most remote and stormy places on Earth, and is covered in darkness for several months a year. Thanks to new European Space Agency satellites and underwater robots which stay below the ocean surface measuring temperature and salinity, we can now observe what is happening in real time.

Our team at the University of Southampton worked with colleagues at the Barcelona Expert Centre and the European Space Agency to develop new algorithms to track ocean surface conditions in polar regions from satellites. By combining satellite observations with data from underwater robots, we built a 15-year picture of changes in ocean salinity, temperature and sea ice.

What we found was astonishing. Around 2015, surface salinity in the Southern Ocean began rising sharply – just as sea ice extent started to crash. This reversal was completely unexpected. For decades, the surface had been getting fresher and colder, helping sea ice expand.

A line graph showing a steady and then sudden decline in sea ice extent.

The annual summer minimum extent of Antarctic sea ice dropped precipitously in 2015.
NOAA Climate.gov/National Snow and Ice Data Center


To understand why this matters, it helps to think of the Southern Ocean as a series of layers. Normally, the cold, fresh surface water sits on top of warmer, saltier water deep below. This layering (or stratification, as scientists call it) traps heat in the ocean depths, keeping surface waters cool and helping sea ice to form.

Saltier water is denser and therefore heavier. So, when surface waters become saltier, they sink more readily, stirring the ocean’s layers and allowing heat from the deep to rise. This upward heat flux can melt sea ice from below, even during winter, making it harder for ice to reform. This vertical circulation also draws up more salt from deeper layers, reinforcing the cycle.

A powerful feedback loop is created: more salinity brings more heat to the surface, which melts more ice, which then allows more heat to be absorbed from the Sun. My colleagues and I saw these processes first hand in 2016-2017 with the return of the Maud Rise polynya, which is a gaping hole in the sea ice that is nearly four times the size of Wales and last appeared in the 1970s.

What happens in Antarctica doesn’t stay there

Losing Antarctic sea ice is a planetary problem. Sea ice acts like a giant mirror reflecting sunlight back into space. Without it, more energy stays in the Earth system, speeding up global warming, intensifying storms and driving sea level rise in coastal cities worldwide.

Wildlife also suffers. Emperor penguins rely on sea ice to breed and raise their chicks. Tiny krill – shrimp-like crustaceans which form the foundation of the Antarctic food chain as food for whales and seals – feed on algae that grow beneath the ice. Without that ice, entire ecosystems start to unravel.

What’s happening at the bottom of the world is rippling outward, reshaping weather systems, ocean currents and life on land and sea.

An aerial view of sea ice.

Feedback loops are accelerating the loss of Antarctic sea ice.
University of Southampton


Antarctica is no longer the stable, frozen continent we once believed it to be. It is changing rapidly, and in ways that current climate models didn’t foresee. Until recently, those models assumed a warming world would increase precipitation and ice-melting, freshening surface waters and helping keep Antarctic sea ice relatively stable. That assumption no longer holds.

Our findings show that the salinity of surface water is rising, the ocean’s layered structure is breaking down and sea ice is declining faster than expected. If we don’t update our scientific models, we risk being caught off guard by changes we could have prepared for. Indeed, the ultimate driver of the 2015 salinity increase remains uncertain, underscoring the need for scientists to revise their perspective on the Antarctic system and highlighting the urgency of further research.

We need to keep watching, yet ongoing satellite and ocean monitoring is threatened by funding cuts. This research offers us an early warning signal, a planetary thermometer and a strategic tool for tracking a rapidly shifting climate. Without accurate, continuous data, it will be impossible to adapt to the changes in store.


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Alessandro Silvano, NERC Independent Research Fellow in Oceanography, University of Southampton

This article is republished from The Conversation under a Creative Commons license. Read the original article.


Neuausgabe des Klassikers: ›Eine Geschichte des amerikanischen Volkes‹

Howard Zinn 2009 Foto: Jim from Stevens Point, WI, USA
Howard Zinn 2009
Foto: Jim from Stevens Point, WI, USA
Gerade lese ich, daß der März Verlag Berlin dieser Tage das absolut empfehlenswerte, zwischenzeitlich vergriffene Werk "Eine Geschichte des amerikanischen Volkes" von Howard ZInn neu herausbringt. Kauf- und Lesetipp!

"In schlechten Zeiten hoffnungsvoll zu sein, beruht auf der Tatsache, dass die menschliche Geschichte nicht nur von Grausamkeit, sondern auch von Mitgefühl, Aufopferung, Mut und Freundlichkeit geprägt ist.

Wenn wir nur das Schlimmste sehen, zerstört das unsere Fähigkeit, etwas zu tun. Wenn wir uns an die Zeiten und Orte erinnern, an denen sich Menschen großartig verhalten haben, gibt uns das die Kraft zu handeln. Und wenn wir handeln, und sei es auch nur im Kleinen, müssen wir nicht auf eine große utopische Zukunft warten.

Die Zukunft ist eine unendliche Folge von Geschenken, und jetzt so zu leben, wie wir denken, dass Menschen leben sollten, trotz allem Schlechten um uns herum, ist selbst ein wunderbarer Sieg."

Howard Zinn

Für einen gerechten Frieden in Palästina

Mit Entsetzen und Empörung schauen auch die Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal nach Palästina – Israel!

Die Gruppe Students for Palestine Wuppertal an der Bergischen Universität

Von Sebastian Schröder

Veranstaltungsflyer mit den im Text erwähnten Vorträgen und FilmenIm Frühjahr 2024 haben sich Studierende in Wuppertal zusammengeschlossen, mit der Forderung nach Gerechtigkeit!
Gegen das Schweigen und die Doppelmoral beim Großteil der Studierenden und Lehrenden in Wuppertal erheben sie mutig ihre Stimme in der Öffentlichkeit, bereits im dritten Semester.

Als Teil der internationalen Welle studentischer Proteste sind sie verbunden mit unzähligen Menschen überall auf der Welt.

Sie kritisieren die Kriegsverbrechen und die Besatzung, und die Zusammenarbeit der BUW mit der Ben-Gurion-Universität des Negev (BGU) in Beer Sheva:

„Die BUW pflegt eine Kooperation mit der BGU, die Hand in Hand mit der israelischen Armee (IDF) arbeitet. Die IDF baut beispielsweise ein Forschungs- und Enwicklungszentrum direkt am Campus und gemeinsam Programme wie „Lightening“ und „Thunder“ sollen zukünftigen Rekruten beste akademische Voraussetzungen in Bereichen wie z. B. Maschinenbau und Elektrotechnik bieten. Studierende, die sich für diese von der IDF und BGU finanzierten Programme bewerben müssen sich vorher einer IDF Musterun unterziehen und von der israelischen Armee akzeptiert werden.“

Dagegen haben Students for Palestine Wuppertal eine Petition initiert: Forderung der Beendigung der Kooperation der BUW mit der Ben-Gurion-Universität des Negev

Für das Sommersemester 2025 sind viele Veranstaltungen geplant:

Filmvorführung von No other land am 24. April, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

Bereits im November hat die Gruppe zum gemeinsamen Kinobesuch von No other land im Cinema Wuppertal aufgerufen als Teil des Programms im Wintersemester.

Vortrag: Die Nakba und ihre Auswirkung, 15. Mai, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

Gastvortrag: The journey of unlearning zionism vión YuvalGal Cohen (Jüdisch-Israelischer Dissens), 28. Mai, 18 Uhr, Hörsaal 13, Gebäude L, (L.09.21)

Vortrag und Doku: Jenin – eine Stadt im Widerstand, 5. Juni, 18 Uhr, Hörsaal 11, Gebäude L, (L.09.31)

weitere Veranstaltungen in Vorbereitung

Bisher gab fünf Kundgebungen im zentralen Bereich des Campus, das mehrtägige Palästina-Protest Camp, öffentliche Vorführungen der Filme Tantura, Die Siedler der Westbank, Israelism, Vom Giessen des Zitronenbaums, eine Buchvorstellung „Israels Irrweg“ von Rolf Verleger, den Themenabend Hebron

Die bewegendste Veranstaltung war der Abend mit den Berichten von Nuha und Abdallatif. Die Gäste konnten teilhaben Kindheit und Jugend in Gaza und Libanon, an den Geschichten der Familien. Vertreibung, Gewalt, Exil über Generationen bis heute wurden ganz konkret, auch über Fotos der Vorfahren und der Orte.

Studierende, geht weiter auf dem Weg von Wahrhaftigkeit und Menschlichkeit!

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Das Verschwinden der Opfer von COVID

Patienten mit Long COVID leiden unter denselben gesellschaftlichen Einstellungen, die viele Menschen mit unsichtbaren und schwankenden Behinderungen betreffen

Siehe Bildunterschrift
Long-Covid Aktivist:*Innen halten während der LCDC-Demonstration am 15. März, dem Long-Covid-Awareness-Tag, Schilder vor dem Lincoln Memorial in Washington D.C. hoch. Die Organisatoren der Veranstaltung fordern mit „HEAL“, d. h. drei Long-Covid-Gesetzesvorschlägen, die auf parteiübergreifenden Gesetzesentwürfen basieren und die virale Persistenz wirksam bekämpfen. Sie haben eine Long-Covid-Biomarker-Kampagne gestartet, um die Forschung zur Validierung der ersten Biomarker zu finanzieren, mit denen Long Covid identifiziert und die Viruslast und Immunveränderungen gemessen werden können.
Quelle: © Joshua Boaz Pribanic for Public Herald
Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0
Die „Augen-zu-und-durch“-Einstellung der Regierung in Bezug auf COVID-19 führte zum vermeidbaren Tod einer großen Anzahl von Menschen, vor allem schutzbedürftiger älterer Menschen in Pflegeheimen. Der fehlende Schutz für gefährdete Menschen, die unzureichende Bereitstellung von Schutzausrüstung und die erzwungene Arbeit unter gefährlichen Bedingungen setzten viele Menschen unnötig dem Virus aus. Dies hat auch dazu geführt, dass eine große Anzahl von Menschen jetzt an Long COVID leidet.

Long COVID kann eine Vielzahl von Symptomen verursachen, die häufigsten sind jedoch Müdigkeit, Gehirnnebel, Muskelschmerzen und Atemnot. Müdigkeit ist nicht nur ein Gefühl der Erschöpfung, sondern ein sehr lähmender Zustand, der dazu führen kann, dass Menschen nicht mehr in der Lage sind, ohne Hilfe zu gehen oder zu duschen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und am häufigsten tritt es in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen auf.

Wenn die Zeitungen überhaupt über Long COVID berichten, dann berichten sie jetzt, dass es den Patienten größtenteils besser geht (was nicht der Fall ist) und dass die aktuellen Stämme nicht so gefährlich sind. Aktuelle Auffrischungsimpfungen bieten einen gewissen Schutz (es ist also ein Skandal, dass die Regierung der Bevölkerung keine kostenlosen Auffrischungsimpfungen zur Verfügung stellt), und die besonders virulenten frühen Stämme führen eher zu Long Covid als die späteren Varianten. Allerdings ist niemand immun und jede COVID-Infektion birgt nach wie vor ein Risiko. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sind besonders gefährdet, dass sich ihr Zustand durch eine erneute Infektion verschlechtert, was es für die Menschen sehr schwierig macht, sich an die aktuellen Annahmen „COVID ist vorbei“ zu halten.

Menschen, die an Long COVID leiden, und andere Menschen, die besonders anfällig für eine COVID-Infektion sind, müssen derzeit mit einer Situation zurechtkommen, in der es in Gebäuden keine Luftreiniger gibt, Menschen selbst in Krankenhäusern nirgendwo Masken tragen, Arbeitgeber die Menschen auffordern, mit COVID zur Arbeit zu kommen, und im Grunde genommen werden gefährdete Menschen abgeschrieben und aufgefordert, mit dem Risiko selbst fertig zu werden.

Einige Menschen, die Masken tragen, werden in Bussen beschimpft. Andere haben berichtet, dass sie als schwierige Patienten abgestempelt werden, weil sie das Personal bei Krankenhausbesuchen gebeten haben, Masken zu tragen. Ärzte neigen zu sehr dazu, Long COVID als „nur eine psychische Erkrankung“ abzutun. Der Druck, die Schulen zu besuchen, einschließlich der Aufforderung an die Kinder, auch dann zu kommen, wenn sie krank sind, setzt sowohl Kinder als auch Personal, die anfällig sind, einem Infektionsrisiko aus und setzt Schüler mit chronischen Krankheiten unter Druck, zum Nachteil ihrer Gesundheit zur Schule zu gehen.

Ärzte bevorzugen es, wenn Patienten mit einer Erkrankung kommen, die sich mit einem einfachen Test diagnostizieren lässt und für die es einen anerkannten Behandlungsplan gibt. Patienten mit Erkrankungen, die nicht in dieses Modell passen, werden oft falsch behandelt und vernachlässigt.

Patienten mit Long COVID leiden unter vielen der gleichen gesellschaftlichen Einstellungen, die viele Menschen mit unsichtbaren und schwankenden Behinderungen betreffen. Viele Menschen nehmen „echte“ Behinderungen nur dann als solche wahr, wenn eine Person überhaupt nichts tun kann und ihr Zustand immer derselbe ist. Ein klassisches Beispiel ist, dass ein Rollstuhlfahrer seine Beine nicht bewegen können sollte – es gab viel Aufhebens, als eine Figur in der Serie Doctor Who im Rollstuhl saß und die Beine übereinanderschlug. Diese Schauspielerin sitzt im echten Leben im Rollstuhl und kann ihre Beine übereinanderschlagen. Viele Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können kurze Strecken zu Fuß zurücklegen, und viele Menschen trauen sich aufgrund feindseliger Reaktionen nicht, in der Öffentlichkeit aus ihrem Rollstuhl aufzustehen. Das einzige Kriterium dafür, ob jemand das „Recht“ hat, einen Rollstuhl zu benutzen, ist, ob diese Person von der Nutzung eines Rollstuhls profitiert und sich die Umstehenden um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern können.

Long COVID ist eine postvirale Erkrankung, die weder neu noch unbekannt ist. Nach der SARS-Epidemie waren zahlreiche Patienten langfristig daran erkrankt. Die Regierung wurde von Wissenschaftlern zu Beginn der COVID-Pandemie davor gewarnt, hat dies aber offenbar ignoriert. Viele Patienten, die angaben, sich nach der akuten Infektion krank zu fühlen, wurden von Hausärzten aufgefordert, Sport zu treiben, was sich nun als schädlich herausgestellt hat.

Die Prävalenz von Long COVID wird aus verschiedenen Gründen unterschätzt. Viele Menschen mit Long COVID wissen nicht, dass sie daran erkrankt sind, da sie die vor Monaten durchgemachte COVID-Infektion nicht mit dem scheinbar separaten Gesundheitsproblem in Verbindung bringen, das nun aufgetreten ist. Es gibt keinen einfachen Long-COVID-Test, zumindest keinen, den Hausärzte routinemäßig verwenden. Menschen, denen es nicht gut genug geht, um zu arbeiten und an sozialen Aktivitäten teilzunehmen, fallen für alle außer denjenigen, die sich die Mühe machen, mit ihnen in Kontakt zu bleiben, aus dem Blickfeld.

Die Behandlung von Patienten mit ME oder chronischer Müdigkeit ist für Long-COVID-Patienten sehr relevant. ME wurde in den 1950er Jahren in einem Londoner Krankenhaus identifiziert und von Anfang an als eine echte Erkrankung mit einer körperlichen Ursache angesehen. Sie wurde als postvirale Erkrankung untersucht und erforscht. Die weit verbreitete Ansicht, dass ME eine vorgetäuschte Krankheit, im Grunde eine Hysterie, sei, stammt von einer kleinen Anzahl von Wissenschaftlern, die von der Regierung viel Legitimität erhalten haben und es vorzogen, andere Wissenschaftler abzutun, weil sie so ME-Patienten einfach ignorieren und missachten konnten. Die schockierende Misshandlung von ME-Patienten ist eine sehr schwere Ungerechtigkeit, und Long-COVID-Patienten müssen sich mit ihnen solidarisieren, die für Forschung und mitfühlende medizinische Behandlung kämpfen.

Die immer schärferen Ankündigungen der Regierung, dass zu viele Menschen „wirtschaftlich inaktiv“ seien und Langzeitkranke an ihren Arbeitsplatz zurückkehren müssten, lösen bei kranken und behinderten Menschen aller Art Angst und Furcht aus. Wenn Menschen dazu gedrängt werden, einer Arbeit nachzugehen, die sie nicht ausüben können, kann dies ihrer Gesundheit schweren Schaden zufügen. Berichte über Long-COVID, die den Schweregrad der Erkrankung herunterspielen, sind in diesem Zusammenhang sehr beunruhigend. Viele Long-COVID-Patienten haben ihren Arbeitsplatz verloren, weil ihre Arbeitgeber sich weigern, Vorkehrungen zu treffen, und viele andere sind selbst mit Vorkehrungen zu krank, um zu arbeiten.

Die Regierung kündigt gerne weitere Razzien gegen Antragsteller an, Razzien, die die Feindseligkeit erhöhen, einschließlich gewalttätiger Angriffe auf behinderte Menschen, aber nicht gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz, unzugängliche Verkehrsmittel und fehlende Vorkehrungen vorgehen.

Saubere Luft in Gebäuden, insbesondere in Krankenhäusern und Schulen, würde viel dazu beitragen, die Ausbreitung von COVID zu verhindern. Das Tragen von Masken an wichtigen Orten wie Krankenhäusern würde dazu beitragen, die Schwächsten zu schützen. Diese Gesellschaft ist kein Ort, an dem Menschen mit chronischen Erkrankungen Fürsorge und Unterstützung erfahren. Unsere Bewegung sollte es sein, ist es aber in der Praxis nicht immer viel besser. Menschen, die durch ein Virus behindert wurden, brauchen Unterstützung bei der Erholung und Genesung, nicht die Beurteilung, ob sie sich wirklich genug anstrengen.

An die Sicherheit vor Covid zu denken, fällt Menschen, die sich nach Jahren der Pandemie ausgebrannt fühlen, schwer, aber immungeschwächte Menschen können nicht als austauschbar behandelt werden. Wenn man an Menschen mit Long-COVID denkt und sie einbezieht, sind Maßnahmen erforderlich, die auch für viele andere Menschen hilfreich sind. Luftreiniger helfen Menschen mit Allergien, das Mitbringen eines Stuhls für Streikposten hilft Menschen mit Knieproblemen oder Schwangeren.

Krankheit ist kein moralisches Versagen oder eine Belästigung, die Verletzlichkeit des Körpers ist Teil des Menschseins.

Dieser Artikel erschien zuerst in der Winterausgabe 2024/25 des Freedom Anarchist Journal

Weitere Informationen zu den Ansätzen des Anarchismus und der gegenseitigen Hilfe während der Pandemie finden Sie unter „Fight For a New Normal?“

Quelle: Analyse Disappearing COVID’s victims von Fingers Malone, 2. März 2025

Übersetzung [Nicht authorisiert]: Thomas Trueten

Anmerkung: Mir fehlt die Zeit und das Fachwissen, die Unterschiede der ursprünglich im Artikel verlinkten englischsprachigen und dem von mir verwendeten deutschen Wikipedia Eintrag zu Long Covid qualifiziert zu vergleichen.

Der Blob: Schleimiger Superorganismus

Es ist weder Tier noch Pflanze, sondern – ein Blob. Dieser schleimige Superorganismus stellt alles in Frage, was der Mensch über intelligentes Leben zu wissen glaubt. Der faszinierende Einzeller ist quasi unsterblich, hat einen unstillbaren Appetit, kann komplexe Probleme lösen und zeigt erstaunliche Lern- und Kommunikationsfähigkeiten.


Berlin: Marsch für das Leben 2024

Das Foto zeigt ein Transparent, durch das die Sonne scheint. Dahinter stehen 3 Personen, die es als Seitentransparent halten. Der Text auf dem Transpi: "Weg mit §218, still loving feminism sowie whatthefuck.noblogs.org 21.09.24 HBF 11 Uhr"
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Mehrere hundert Menschen protestierten gegen die zwanzigste Ausgabe des christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ am 21. September 2024 in Berlin-Mitte. An letzterem beteiligten sich knapp 2.700 Menschen. Kurz nach Beginn des Marsches versuchten rund hundert Menschen, den Marsch zu blockieren. Die Polizei wirkte überrascht, hielt lediglich Gehwege frei und ließ die Blockierer*innen im Anschluss gehen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Gegenprotest begleitete den Aufzug kontinuierlich. Von Störaktionen auf der Bühne und am Rand bis hin zu einer Umleitung aufgrund von „stinkender Flüssigkeit“ (mutmaßlich Buttersäure) auf der Route: Queer-Feminist*innen vermiesten den christlichen Fundamentalisten den Tag.

Am sog. „Marsch für das Leben“ beteiligte sich als erster Redner der Holocaustleugner Pablo Munoz Iturrieta mit einem Aufruf zum „Kulturkampf“. Auch Beatrix von Storch war nach langer Abwesenheit ebenso wieder dabei, wie weitere AfD-Mitglieder.
„Wir kämpfen auch weiterhin für die Abschaffung von §218, für die Freiheit aller Geschlechter so zu leben und lieben wie sie wollen, für Solidarität und gegen faschistische Ideologien“, erklärte das „What the fuck“-Bündnis.

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