"Der Film erzählt die Geschichte des europäischen Imperialismus und Kolonialismus in Afrika und seiner ungeheuren Verbrechen, deren Auswirkungen bis heute nachwirken. 1885 setzte die Kongo-Konferenz in Berlin den belgischen König Leopold II. als Herrscher des Kongo-Staates ein. Während der Monarch der Welt den selbstlosen Philanthropen vorgaukelte, verwandelte sich der Kongo in ein riesiges Arbeitslager. Leopolds Gier nach Kautschuk und Elfenbein blutete das Land aus. Als man ihm 1908 den Kongo wieder wegnahm, hatte der belgische König 1,1 Milliarden Dollar Gewinn aus seiner Kolonie gezogen. Schätzungsweise 10 Millionen Menschen mussten dafür mit ihrem Leben bezahlen."
Via
Fotoreportage: TTIP & CETA stoppen!
Beim Umbruch Bildarchiv ist eine Fotoreportage von heba erschienen.
- ttip-demo.de/ Bündnisseite zur ttip-Demo
- globaltradeday.org
- ttip-unfairhandelbar.de
- TTIP in den Medien
- Fotos: Internationaler Aktionstag gegen TTIP am 18. April 2015
- Transatlantisches Freihandelsabkommen (Wikipedia)
Revolution an der Tanzbar: Death - "Keep on Knocking"
Das AfroPunk Trio Death mit ihrem 1975er Titel "Keep on Knocking" live am 26. Juni 2013.
Was mir heute wichtig erscheint #393
Verachtung: "Die Bundesregierung hat am gestrigen Dienstag ein letztes Verhandlungsangebot aus Griechenland zur Verlängerung des EU-Hilfsprogramms zurückgewiesen. Vor dem griechischen Referendum, das am Sonntag stattfinden soll, sei Berlin nicht mehr zu Gesprächen mit Athen bereit, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Nachmittag mit. Entsprechend lehnte die Eurogruppe am Abend einen Kompromissvorschlag von Ministerpräsident Alexis Tsipras ab. Das Hilfsprogramm ist um Mitternacht endgültig abgelaufen, Athen erhält nun keine Gelder mehr.(...)" Weiterlesen bei German Forein Policy
Streitschrift: "Ein Arbeitskampf in einem kleinen Berliner Kino mit nicht einmal drei dutzend Beschäftigten schlug 2009/2010 ungewöhnlich hohe Wellen. In dem hochsubventionierten Vorzeige-Objekt der damals regierenden Linkspartei hatten es erstmals einige prekäre Teilzeitkräfte gewagt, die Frage nach einer adäquaten Interessenvertretung selbst zu beantworten, und brachten die politische und gewerkschaftliche Landschaft der Hauptstadt damit ordentlich in Wallung. Das Kino Babylon wurde zum Politikum. Nicht nur der Berliner Senat, die höheren Etagen der Linkspartei und der Gewerkschaft ver.di fühlten sich genötigt, zu intervenieren, letztlich wurde die Frage, was überhaupt eine Gewerkschaft ist, neu gestellt.
Der Konflikt zeigte, dass auch in Kleinbetrieben mit prekären Verhältnissen offensive Kämpfe und gewerkschaftliche Alternativen nicht nur nötig, sondern auch möglich sind, aber auch, mit welcher Vehemenz genau dies verhindert werden sollte. Um so wichtiger, aus dieser Erfahrung zu lernen." Einen Beitrag dazu will die Broschüre "Babylo(h)n" von H. Oostinga leisten, die bei Syndikat A zu beziehen ist.
Verhackstückt: Der "Gesetzentwurf zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung" soll am morgigen Donnerstag vom Bundestag verabschiedet werden. Weitere Informationen dazu gibt es beispielsweise bei der Kampagne Asylrechtsverschärfung Stoppen und der Kampagne gegen das neue Asylgesetz 2015. Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass viele nach Deutschland Flüchtenden sofort in den sogenannten "Ausreisegewahrsam" genommen werden können. Was dagegen tun? "Unter dem Motto „Wir hätten Willy abgeschoben“ ruft heute das Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht zu einer Jubel-Demonstration vom Kottbusser Tor zum Jahresfest der SPD bis zum „Willy Brandt Haus“ auf. Dabei soll auf bevorstehende Abstimmung über den Gesetzentwurf zur Neuregelung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung hingewiesen werden und auf die Tatsache, dass dieses Gesetz nur mit den Stimmen der SPD zustande kommen kann." Quelle (Danke an Adrian für die Hinweise)
Eindeutig: Wolf Wetzel hat sein Buch "Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund -“ wo hört der Staat auf?" aktualisiert und erweitert, so dass es nun in der 3. Auflage unter der ISBN 978-3-89771-589-9 erhältlich ist. Wir hatten das Buch hier schon öfters empfohlen, hier eine Rezension von Jan Jirát in der Schweizer WOZ: "Wetzel will nicht von einem sogenannten tiefen Staat sprechen, also vom gezielten Zusammenwirken von Sicherheitsbehörden und terroristischen Strukturen, gleichwohl steckt hinter den gezielten Aktenvernichtungen Kalkül: Mögliche Verstrickungen zwischen V-Leuten und dem NSU bleiben unaufgedeckt, der VS entgeht genaueren (parlamentarischen) Untersuchungen über seine umstrittenen Praktiken, die zwingend zur Frage führen müssten, ob es den VS in dieser Form braucht. Nach der Lektüre von "Der NSU-VS-Komplex" ist die Antwort eindeutig."
Ekelhaft: Vergangenen Montag beschäftigte sich der Bundestags-Ausschuss für Arbeit und Soziales mit den Sanktionsregelungen im Bereich der Grundsicherung für Arbeitssuchende nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II), besser bekannt als Hartz-IV. Geändert wird natürlich nichts, im Gegenteil, trotz zahlreicher Kritiken von Einzelsachverständigen fällt die "kritische Bilanz und eine grundlegende politische Neuausrichtung“ vernichtend aus. Besonders beschämend: obwohl das Repressionssystem Hartz IV ganz offenbar darauf abzielt, den Druck auf die Erwerbstätigen zu erhöhen lieber schlechte Arbeitsbedingungen in Kauf zu nehmen, als in Jobcentern als „Kunde“ vorstellig zu werden, fällt dem DGB Vertreter im Ausschuss den KollgeInnen auch noch in den Rücken. "(...) Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang die Position des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Der DGB-Vertreter sprach sich zwar für eine Entschärfung der Sanktionen aus, nicht aber für deren Abschaffung. Leistungskürzungen sollten auf maximal dreißig Prozent beschränkt werden. Eine Abschaffung der Sanktionen sei ungerecht gegenüber den Hartz-IV-Empfängern, die „mitziehen“. Zudem trügen Sanktionen zur „Akzeptanz“ der steuerfinanzierten Grundsicherung in der Gesellschaft bei. Mit ihrer Position, die Erwerbslosen untereinander und gegen die Erwerbstätigen auszuspielen, hat sich die Gewerkschaft endgültig von dem Standpunkt verabschiedet, die gemeinsamen Interessen derjenigen zu vertreten, die gezwungen sind, vom Verkauf ihrer Arbeitskraft zu leben." hintergrund.de
Desinteressiert: "(...) Es folgte die Vernehmung der Ehefrau des hessischen Verfassungsschutzmitarbeiters Andreas Temme. Sie sagte, dass ihr Mann ihr erzählt hätte, dass er von einem Schuss oder von einer verletzen oder toten Person nichts mitbekommen habe. Ob er eine Plastiktüte dabei gehabt habe, wisse Sie angeblich nicht. Ihr wurde dann ein Telefonat von ihr mit ihrer Schwester vorgehalten. Sie sprach darin davon, dass sie sich frage, was ihr Mann in Kassel Nord in so einer „Assibude“ von so einem „Dreckstürken“ gesucht habe. „Interessiert-™s mich, wen der heute wieder niedergemetzelt hat?“, fragt sie ihre Schwester. Beide lachen. Ihr Mann habe ihr auch erzählt, dass er vor dem Tattag bereits in dem Internetcafé von Halit Yozgat gewesen sei. Zu Hause habe er auch einen Laptop mit Internetanschluss besessen und genutzt. Ins Internetcafé sei er -“ so die Zeugin -“ nach seinen Angaben dienstlich gegangen. Sie sei immer davon überzeugt gewesen, dass ihr Mann den Mord nicht begangen hat. Tatsächlich gefragt, ob er etwas damit zu tun hat, habe sie ihn nicht. (...)" Aus der Erklärung der Nebenklagevertreter Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vom 30.06.2015, via Prof. Hajo Funke
Verstoß: Die Deutsche Post AG lässt bei befristet Beschäftigten aus Baden-Württemberg die Arbeitsverträge zum 30. Juni 2015 auslaufen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Kräfte, die an den Streikmaßnahmen von ver.di teilgenommen haben. Damit will die Post AG „offenkundig ein Exempel statuieren“. Mehr dazu bei ver.di Baden Württemberg
Revolution an der Tanzbar: Joy Division
Gestern twitterte Andreas Schepers den Hinweis auf ein Gespräch mit Peter Saville, dem Grafikdesigner des Joy Division Albums "Unknown Pleasures" beim Scientifc American. Demnach ist es inzwischen klar, woher die Inspiration für die Gestaltung des Covers kam: Es handelt sich um eine grafische Darstellung der Radiosignale eines Pulsars, die von dem Astronom Harold D. Craft Jr. via Arecibo Radio Observatorium empfangen und in seiner Arbeit “Radio Observations of the Pulse Profiles and Dispersion Measures of Twelve Pulsars veröffentlicht wurde...
Aus dem heute noch hörenswerten Album gibt es hier die beiden Tracks "Disorder" und "Shadowplay" zu hören, im Anschluss die Doku "Joy Division":
Blogkino: Fellinis "La Strada - das Lied der Straße" (1954)
Anlässlich des heutigen 95. Geburtstages von Federico Fellini zeigen wir in unserer Reihe Blogkino "La Strada - das Lied der Straße" mit
"Mit dem im Jahre 1954 uraufgefuehrten, mehrfach ausgezeichneten Melodram "DAS LIED DER STRASSE" (La strada) bewirkte Federico Fellini seinen weltweiten Ruf als Star-Regisseur und durfte 1957 den ersten Auslands-Oscar für den besten fremdsprachigen Streifen entgegennehmen. Es war einer der letzte Filme Fellinis, welcher noch dem italienischen Neorealismus, einer besonderen Epoche der Filmgeschichte, zuzuordnen ist. Gleichzeitig machte er seine Ehefrau, die Schauspielerin Giuletta Masina, bekannt, die die tragende Rolle des Mädchens Gelsomina spielte. Deren sinnliche Ausdruckskraft, die inhaltstraechtige Mimik und Gestik, das weiss geschminkte Gesicht, auf dem sich sowohl Trauer als auch Schalk und manchmal beides zugleich widerspiegelte, ist eine schauspielerische Meisterleistung und trug wesentlich zum internationalen Erfolg von "La strada" bei:
Es geht um den ruecksichtslosen, grobschlaechtigen Gaukler Zampano (Anthony Quinn), der sich fuer wenig Geld eine neue Helferin, die unbedarfte Gelsomina (Giuletta Masina), kauft. Obwohl diese von Zampano verachtet, gar misshandelt wird, fuehlt sie sich an ihn gebunden und haelt unerschuetterlich zu ihm. Doch eines Tages bringt er den geistesgestoerten Seiltaenzer Matto um, der für Gelsomina ein echter Freund war. Diese Gewalttat bedeutet eine entscheidende Wende in ihrer beiden Leben..."
Revolution und die gesamtgesellschaftliche Bewußtlosigkeit
Gestern vor 35 Jahren verstarb der Aktivist der westdeutschen und -Berliner Studentenbewegung, Rudi Dutschke, an den Spätfolgen eines Attentates, bei dem er 1968 schwere Hirnverletzungen davongetragen hatte. Dem Attentat, das der Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem SDS-Büro am West-Berliner Kurfürstendamm auf ihn verübte, war eine beispiellose monatelange Hetzkampagne, angeführt von der Springer Presse, vorangegangen. "Die Boulevardzeitung Bild etwa schrieb am 7. Februar 1968: „Man darf auch nicht die ganze Dreckarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ Sie rief Tage vor dem Attentat zum „Ergreifen“ der „Rädelsführer“ auf.[26]" (WikiPedia)
Aus den zahlreichen Videodokumenten über Rudi Dutschke haben wir ein sehr kurzes Video über Revolution und die gesamtgesellschaftliche Bewußtlosigkeit, die überwunden werden muss, damit sich endlich etwas zum Positiven verändern kann, herausgesucht.
Merry Christmas everybody!
Revolution an der Tanzbar - Jimi Hendrix - Little Wing
Happy Birthday, Jimi Hendrix!
Remember Durruti!
Buenaventura Durruti Dumange (* 14. Juli 1896 in León; - 20. November 1936 in Madrid) war ein spanischer Anarchist, Syndikalist und Revolutionär. Als gewählter Führer einer republikanischen Elitekolonne war er eine der zentralen Figuren im Spanischen Bürgerkrieg."Wir sind es, die wir die Städte und Paläste - hier in Spanien und in Amerika und überall - gebaut haben. Wir Arbeiter können andere Städte und Paläste an ihrer Stelle aufrichten und soger bessere. Wir haben nicht die geringste Angst vor Trümmern. Wir werden die Erben dieser Erde sein... Hier, in unserem Herzen, tragen wir eine neue Welt. Jetzt, in diesem Augenblick, wächst diese Welt."
Buenaventura Durruti
