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»Die Tragödie meines Lebens begann an dem Tag, als ich geboren wurde, inmitten der Armut, in der meine Wiege stand.« Francisco "Pancho" Villa

Über 600 Teilnehmer bei Panasonic Aktionstag - Spontane Demonstration blockiert Bundesstraßenausfahrt - Panasonic Verhandlungsführer bewegen sich keinen Millimeter

Am heutigen 107. Tag der Mahnwache, der von den Panasonic Kollegen gleichzeitig als Aktionstag anläßlich der heutigen Verhandlungen in der Einigungsstelle begangen wurde, nahmen über 600 Menschen teil. Kollegen von Panasonic mit ihren Familien, Vertreter der verschiedensten Betriebe aus der Region wie Daimler Chrysler, Bosch Feuerbach, BBT Junkers Wernau, Festo und andere sprachen den Kollegen ihre Solidarität aus und berichteten von ihren eigenen Erfahrungen in ihren Betrieben.

Es kam zu einer spontanen Demonstration auf die Dieter Roser Brücke, der Zu- bzw. Abfahrt zur Bundesstraße B10, die 2004 bekannt wurde durch die Besetzung durch die Daimler - Chrysler Kollegen.

Das letzte Hindernis?
Bilder vom Aktionstag der Kollegen bei Panasonic in Esslingen


Zu einem Marsch auf die Bundesstraße B10 konnte sich der Demonstrationszug trotz einer großen Mehrheit, die dafür stimmte, noch nicht entschließen. In der Diskussion im Anschluss an die Demonstration wurde von den Kollegen unterstrichen, daß sie sich eine solche weitere Verschärfung ihres Kampfes jedoch vorbehalten.

Dabei ist das Sprachproblem nicht zu unterschätzen. Es gab eine ganze Reihe Abstimmungsprobleme, die damit zusammenhingen, daß auch am "offenen Mikrofon" vieles nur auf türkisch gesprochen wurde. Die Belegschaft und die Teilnehmer des Aktionstages jedoch besteht aus Kollegen aus unterschiedlichster Herkunft und es gab auch eine ganze Reihe deutscher Kolleginnen und Kollegen.

Ein Trauerspiel ist das Verhalten aus Politik und Gewerkschafts"offiziellen": Aus dem eingeladenen Gemeinderat war lediglich Dilek Hüsniye Toy von FÜR Esslingen anwesend, vom Oberbürgermeister oder anderen Gemeinderäten war nichts zu sehen. Dilek Hüsniye Toy warf die interessante Frage auf, warum die Stadt Esslingen bereits Teile des Werksgeländes aufgekauft hätten.

Von Seiten der IG Metall oder des DGB konnte sich trotz Einladung kein Vertreter zur Teilnahme, einem Grußwort oder ähnlichem entschließen.

Als organisierende Kräfte waren der Solidaritätskreis für die Panasonic Kollegen und die Esslinger Montagsdemo, die MLPD und die WASG Kreisverband Esslingen anwesend und unterstützten die Panasonic Kollegen nach Kräften, ebenso wie Solidarität International, der Frauenverband Courage und der Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart: Stuttgart Dostluk ve Dayanışma Dernegi. Die türkische Arbeiterpartei (IP) hielt ebenfalls einen Redebeitrag.

Daneben waren Dr. Susanne Edel, Pfarrerin der evangelischen Kirche und Adalbert Kuhn vom katholischen Bildungswerks anwesend und Kollegen von Betriebsräten, Vertrauensleute, der Stuttgarter Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken anwesend.

Neben kultureller Umrahmung durch tamilische und türkische Volkstänze, aufgeführt von Tanzgruppen von Kindern der Panasonic gab es Verpflegung mit Spezialitäten, Getränken, Musik.

Bis 14 Uhr waren noch keine konkreten Ergebnisse bekannt, außer daß die die Panasonic Verhandlungsführer keinen Millimeter bewegt hätten.

Morgen findet ab 10:00 bei der Mahnwache, eine Betriebsversammlung statt, wo mehr über die Ergebnisse der Sitzung der Einigungsstelle zu erfahren sein wird. Nächster Einigungsstellentermin ist der 22.6.

Keine Ersatzarbeitsplätze und Kompromiss mit Panasonic?

Im Gegensatz zum heute veröffentlichten Artikel der "Esslinger Zeitung" vom
14.06.2006 haben laut Auskunft des Betriebrats alle Kollegen den Hungerstreik
unterbrochen
. Im Artikel ist kein Wort zu den Forderungen der Kollegen, wohl
aber zu einer "Kompromissbereitschaft". Ist hier der Wunsch der Vater des
Gedankens?

PANASONIC AKTIONSPLAN / EYLEM PLANI

Eine Information der Aktionsleitung, die als Rundbrief an alle möglichen Organisationen ging:

Das gestrige Treffen der Kollegen von verschiedenen Betrieben hat die folgenden Termine bis zum 15.06.06 zur Verteilung der Einladung für den Tag der Einigungsstelle an diesem Tag festgelegt:

Am Samstag 10.06.`06 im "ES" - Stadt Esslingen / Treffen 10.00 Uhr bei Mahnwache
Am Sa. 10.06.`06 in Reichenbach beim IGM Jugendfußball - Tournee / 10.00
Uhr
Am Sonntag 11.06. bei Mahnwache / AÇLIK GREVI ÇADIRI TREFFEN 18.00 bis
19.30 Uhr Aktionsleitung (Eylem Komitesi)
Am Mo. 12.06. 17.30 Uhr MONTAGS DEMO in Kirchheim und in Esslingen
Am Di. 13.06. bei Fa. Eberspächer / Treffen 5.15 Uhr (früh morgen)
Am Di. 13.06. beim STADION/ WM-Fußball 16.00 Uhr
Am Mi. 14.06. Besuch OB, Rathaus Esslingen

Es ist Wunsch der Aktionsleitung, dass sich soviel wie mögliche Menschen am 15.06.´06 (obwohl Feiertag ist) an der Aktion beteiligen.
Wir hoffen, dass nicht nur viele Gewerkschaftsmitglieder zur Aktion kommen werden.

Der Kampf geht weiter! Panasonic ist überall!
Einer für alle, alle für alle!



Den Kampf der Kollegen haben wir in unserem Onlinealbum in mehreren Fotoserien dokumentiert. Zum Beispiel:

Demo in Stuttgart am 17.02.06 vor dem Wirtschaftsministerium. Diese Fotos wurden dort von Kollegen gemacht.

Delegation von Panasonic Kollegen beim regionalen Aktionstaggegen die Streichung der Akkordpausen bei Festo in Esslingen am 6.3.2006

15. Tag der Mahnwache mit anschließendem Besuch der Veranstaltung der IG Metall Esslingen mit Mathias Platzeck, dem damaligen SPD Vorsitzenden.

Gemeinsame Demo der Panasonic Kollegen und der Montagsdemo in Esslingen 20.3.2006 zur SPD Veranstaltung im Esslinger Forum.

Die Kinder der Kollegen überreichten Franz Müntefering, Arbeitsminister der Regierung Unterschriften für den Erhalt der Arbeitsplätze ihrer Eltern

22. Tag der Mahnwache bei Panasonic am 23.3.2006:

Heute waren die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen (MdB, Linksfraktion), Doris Heer (WASG Esslingen) und Thomas Mitsch (WASG Nürtingen) vor Ort und diskutierten über Möglichkeiten und Perspektiven für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Panasonic.

Bei regionalen Aktionstag der IG Metall am 5.4. traten die Kollegen ebenfalls auf.

50. Tag der Mahnwache am 19.4.

54. Tag der Mahnwache. Die Kollegen machten ein Fest, da gleichzeitig das Neckarwiesenfest stattfand, konnten sich viele Esslinger Bürger über den Kampf der Kollegen aus erster Hand informieren.

66. Tag der Mahnwache und erste Sitzung der Einigungsstelle

Der 68. Tag der Mahnwache bei Panasonic

Der 100. Tag der Mahnwache und dem 3. Tag des Hungerstreiks bei Panasonic in Esslingen

Die Panasonic Kollegen beim 1. Mai in Esslingen

Viele weitere Fotos, unter anderem von der Straßenblockade, Infomaterial, Kontaktmöglichkeiten gibt es auf den folgenden Seiten:

Die Seite des Betriebsrats Panasonic

Die Seite des Solikreis. Dieser trifft sich jeden Donnerstag um 17 Uhr bei der Mahnwache

HUNGERSTREIK MATSUSHITA TOSHIBA PICTURE DISPLAY GERMANY

Presseerklärung der Panasonic Kollegen:

HUNGERSTREIK MATSUSHITA TOSHIBA PICTURE DISPLAY GERMANY

Die Menschen in Deutschland werden immer unsozialer und ungerechter behandelt.
Seit Jahren werden Tag für Tag tausende von Arbeitsplätzen vernichtet, obwohl
die Unternehmen satte Gewinne einfahren.
Zur Gewinnmaximierung bei MTPDG haben wir Mitarbeiter mit unserer
Arbeitskraft. Unserem unermüdlichen Einsatz, kreativen Vorschlägen und vielen
überstunden erheblich beigetragen.
Weltkonzerne wie Matsushita und Toshiba haben jahrelang staatliche
Fördermittel kassiert und alles Erdenkliche unternommen um keine steuern
zahlen zu müssen. Trotzdem wurde das Unternehmen MTPDG geschlossen. Die
Belegschaft einfach entsorgt auf Kosten der Gesellschaft.

Dies kann nicht hingenommen werden.
Wir wollen, dass die Firma MTPDG (PANASONIC) sich nicht einfach aus der
Verantwortung verdrückt. Die Mitarbeiter erwarten eine Sozial-Gerechte
Behandlung, die Zukunft der Familien über einen längeren Zeitraum
gewährleistet.

Von der Regierung fordern wir eine gesetzliche Regelung, die die Verlagerung
von Arbeitsplätzen ins Ausland so teuer macht das die unattraktiv wird.
Von der Unterstützung der IG Metall sind wir enttäuscht. Es wird sehr wenig
Solidarität demonstriert und an Verhandlungen in der Einigungsstelle wollte
man sich von Anfang an nicht beteiligen.

Nachdem die monatelange Mahnwache, die Demonstrationen, und die Verhandlungen
mit der MTPDG Geschäftsleitung in der Einigungsstelle keine zufrieden
stellende Lösung herbeigeführt haben, Die Geschäftleitung war von Anfang an
darauf bedacht die ganze Sache in die Einigungsstelle zu bringen um dort
einen Spruch nach seinen Vorstellungen zu erzwingen schon in der Ersten
Sitzung mit dem Betriebsrat hat die GL die Verhandlungen gescheitert erklärt
ohne ernsthaft verhandelt zu haben. Dies werden der Betriebsrat und
Belegschaft nicht so einfach hinnehmen. Wir sind nun fest entschlossen
in den HUNGERSTREIK ab.06.06.2006 einzutreten

Wir wollen damit ein Signal setzen und unsere Verzweifelung dokumentieren. Wir
werden unsere Leben aufs Spiel setzen, nicht nur für MTPDG Mitarbeiter,
sondern für alle Arbeitnehmer in Deutschland, die zukünftig von
Arbeitslosigkeit durch Firmenschließung betroffen sein werden.

Die Politiker unserer Regierung müssen endlich per Gesetz verfügen, dass
Arbeitsplatzabbau in Deutschland für den Arbeitgeber sehr teuer wird.
Nach dem Motto "Wer Arbeitsplätze abholzt muss sich zumindest an der
Auffrostung Beteiligen"

Für weitere info- wenden Sie sich Betriebsrat
Tel: 0711 / 3104 239
Fax: 0711 / 3104 453
Homepage

Betriebsrat und die Belegschaft
MTPDG Esslingen am Neckar

1. Mai in Esslingen

Seit dem 1. März kämpft in Esslingen die Panasonic Belegschaft schon rund um die Uhr gegen die Vernichtung ihrer Arbeitsplätze. Es ist der wohl bedeutendste gewerkschaftliche Kampf seit Jahren in Esslingen und sollte am 1. Mai auch im Mittelpunkt stehen.

Die Esslinger Montagsdemo und die Kollegen der Mahnwache rufen auf zu einem Treffen um 10 Uhr am 1. Mai bei der Mahnwache. Von dort wollen wir auf den Marktplatz demonstrieren. Es wäre schön, wenn sich
möglichst viele Menschen dem anschließen würden.

Der 1. Mai ist der internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterbewegung. Deshalb wollen wir auch diesmal einen Bewegungstag machen. Nach dem Rückweg zum DGB-Haus soll den ganzen Nachmittag ein
Familientag an der Mahnwache stattfinden, bei dem auch die anstehenden Aktionen der Panasonic-Kollegen nächste Woche besprochen werden.

Sofortige Rücknahme der Kündigung von Joachim Struzyna!

Am 24.02.06 hat Joachim Struzyna die Kündigung von RBA (privatisierter Nachfolger der Bahn) erhalten. Begründung: Keine.

Joachim beim Ostermarsch in Ulm

Joachim Struzyna ist 50 Jahre, Busfahrer bei RBA, 1 Tochter.
Er ist einer der Moderatoren bei der Ulmer Montagsdemonstration.

Er war Bundestagskandidat letztes Jahr bei der MLPD/Offene Liste.
Er ist öffentlicher Sprecher der MLPD in Ulm.

Die Beschäftigten von RBA fordern einen Standortbetriebsrat für den Betriebsteil in Neu-Ulm. Joachim Struzyna will für den Betriebsrat kandidieren. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die RBA
- die Gründung eines Betriebsrats in Neu-Ulm verhindern will
- sich einen herausgreift, ihn kündigt und damit die Beschäftigten massiv einschüchtern will

Damit dürfen sie nicht durchkommen!

Die Bildung eines Betriebsrats ist ein demokratisches Recht. Weshalb reagiert die Geschäftsleitung der RBA darauf so aggressiv mit Kündigung und bedroht so einen Kollegen in seiner Existenzgrundlage?

Weiterlesen auf den Seiten der MLPD Ulm

Informationen aus dem
LabourNet zu dem Fall

Arbeitgeber stellen Bedingungen für Kündigungsschutz

Bei Meldungen wie diesen stellt sich die Frage wann es hier in Deutschland zu den gleichen Protesten kommt wie in Frankreich gegen CPE:

Arbeitgeber stellen Bedingungen für Kündigungsschutz

Die Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) hat sich für dafür ausgesprochen, die von der Koalition geplanten Veränderungen beim Thema Kündigungsschutz nur unter bestimmten Bedingungen umzusetzen. "Ob die Umsetzung der Koalitionsvereinbarung sinnvoll ist, hängt sehr von der Ausgestaltung ab. Solange es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt, kann kein Gesetzgebungsverfahren gestartet werden", sagte BDA-Hauptgeschäftsführer Reinhard Göhner dem Berliner "Tagesspiegel".

Drei Bedingungen der Arbeitgeber

Göhner, der auch CDU-Bundestagsabgeordneter ist, sprach von drei Bedingungen. Erstens müsse ausdrücklich klargestellt werden, dass innerhalb der Wartezeit von 24 Monaten der Arbeitgeber unter Einhaltung der Kündigungsfristen ohne Nachweis eines Kündigungsgrundes das Arbeitsverhältnis beendigen kann. Zweitens müsse es möglich sein, die Wartezeit durch Tarifvertrag auf über 24 Monate hinaus zu verlängern. Und schließlich dürfe es innerhalb der Wartezeit keinen Sonderkündigungsschutz geben - zum Beispiel für Betriebsratskandidaten und Schwerbehinderte.

Nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" steht Göhner in der Koalition derzeit im Kreuzfeuer der Kritik. So habe ein Kabinettsmitglied dem Blatt gesagt: "Ich lasse mich von dem nicht mehr an der Nase herum führen. Erst drückt der das in den Koalitionsvertrag rein und dann sagen seine Leute, das passt uns dann doch nicht."

Merkels Machtwort verpufft

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch trotz eines Machtwortes den schwelenden Steit über eine weitere Lockerung des Kündigungsschutzes nicht beenden können. Die Regierungschefin hatte klargestellt, dass der Koalitionsvertrag die Grundlage für die gemeinsame Arbeit sei.

Vize-Kanzler und Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) will wegen der andauernden Unstimmigkeiten das Thema auch nach Merkels Klarstellung am kommenden Mittwoch in den Koalitionsausschuss bringen.

Die Sprecherin der SPD-Linken, Andrea Nahles, warf Merkel vor, sich nicht eindeutig zu den Koalitionsvereinbarungen zum Kündigungsschutz bekannt zu haben. "Die Kanzlerin hat den Konflikt nicht befriedet", sagte Nahles der "Berliner Zeitung". Merkels Aussagen in der Haushaltsdebatte des Bundestags seien nicht klar genug gewesen. Auch im wirtschaftsfreundlichen Seeheimer Kreis der SPD regte sich Missmut über den Koalitionspartner. "Die Union muss sich klar werden, was sie eigentlich will", sagte Seeheimer-Sprecher Klaas Hübner.
(...)

Es wird erwartet, dass sich Müntefering heute in der Bundestagsdebatte über seinen Etat erneut zu dem Streit äußert. Müntefering ist erster Redner in der Aussprache. Zudem dürfte er sich zum Arbeitslosengeld II sowie zu Mindestlohn und Kombilohn äußern.


Zitiert von: tagesschau.de

Festo: Wieder Warnstreik für Akkordpause

Zitiert aus dem Bericht der IG Metall Esslingen zum Warnstreik bei Festo
"Am gestrigen Freitag (17.3.) haben die knapp 100 Beschäftigten der Spätschicht bei Festo erneut fast komplett die Arbeit niedergelegt und 3,5 Stunden früher Feierabend gemacht.

Bilderserie
Nachdem bereits in der Woche zuvor die Spätschicht bis auf drei Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall gefolgt war, war die Beteiligung auch gestern wieder sehr hoch. Bis auf eine Handvoll Beschäftigte, insbesondere von Leiharbeitsfirmen, waren die Hallen leer.

Bei einer kurzen Kundgebung vor dem Werkstor machten die Warnstreikenden ihren Unmut über die von Festo seit Anfang Januar bereits praktizierte Streichung der "Steinkühler-Pause" deutlich. Festo spielt hier den Vorreiter für den Arbeitgeberverband SÜDWESTMETALL.

Besonderen Unmut hatte der Auftritt des Festo-Vorstandsprechers,
Dr. Veit auf der Betriebsversammlung zu Beginn der Woche hervorgerufen. Er hatte den Beschäftigten vorgeworfen, sie seien von der IG Metall fremdgesteuert. Betriebsratsmitglied Hubert Bauer: "Festo macht den Rambo für SÜDWESTMETALL, und wenn sich die Betroffenen wehren, dann versucht man, sie als fremdgesteuert zu diffamieren."

Unter großem Beifall der Kundgebung wurde der gestrige Warnstreik deshalb zum "Dr. Veit-Gedächtnis-Warnstreik" erklärt."

Ver.di: Solidarische Mittagspause in Esslingen 15.3.2006

Knapp 200 Kolleginnen und Kollegen der städtischen Betriebe und Klinken in Esslingen folgten heute dem ver.di Aufruf und nahmen im Rahmen des Streiktages an einer Kundgebung auf dem Rathausplatz teil. Die Redner betonten, sich auch in der Schlichtung nicht auf faule Kompromisse einlassen zu wollen und erklärten: "entweder ist Montag eine Tag zum Feiern oder wir kämpfen weiter!"

Solidarisch zeigte sich Sieghardt Bender, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Esslingen, der in seinem Redebeitrag die Angriffe auf die Metallbeschäftigten betonte und deren Kampf dagegen und eine Kundgebung mit Jürgen Peters, dem IGM Vorsitzenden am 5. April ankündigte.

Adalbert Kuhn, vom katholischen Bildungswerk sprach den Streikenden seine Solidarität und Unterstützung aus.

Eine Abordnung der IG Metall Vertrauensleute von Festo zeigte sich mit ihrem eigens mitgebrachten Transparen solidarisch.



Weitere Fotos von der Aktion und der Demonstration der KollegInnen aus den Klinken.

Dokumentiert: Der ver.di Aufruf:

"Tarifbereich Kommunen (KAV)

Stopp, es reicht!
Gegen weitere Arbeitsplatzvernichtung!


Ver.di Fils-Neckar-Alb ruft alle Beschäftigten und Auszubildenden der
kommunalen Betriebe und Dienststellen zum
Streik am Mittwoch, 15. März 2006 von 11.00 bis 13.30 Uhr auf.

Die Arbeitgeber reden von 18 Minuten,
wir reden von Arbeitsplatzvernichtung.
Die Arbeitgeber reden von leeren Kassen,
wir reden von der Zukunft unserer Kinder.

Kommt alle zur Kundgebung am Mittwoch ab 11.30 Uhr auf dem Rathausplatz in
Esslingen.

Wir streiken weiter für die 38,5 Stundenwoche und den Erhalt unserer
Arbeitsplätze, damit die Jugend eine Zukunft hat!
Besser Müllsäcke stehen auf der Straße als noch mehr Arbeitslose.


V.i.S.d.P.: ver.di Fils-Neckar-Alb, Fachbereich Gemeinden, Harry Pokk,
Siemensstr. 3, 72766 Reutlingen, Tel. 07121 94797-60"

IGM: Regionaler Aktionstag bei Festo

Regionaler Aktionstag bei Festo in Esslingen gegen die Streichung der Akkordpausen. Über 900 Kollegen von Porsche, Bosch, Eberspächer und von Verdi kamen zu dieser Kundgebung, die von den Festo Kollegen auch als Warnstreik durchgeführt wurde.


Mit 2 verschiedenen Zügen hunderter KollegInnen unter anderem durch Produktion, Montage und das "Technologie Center" wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Bei Festo wurde von der Geschäftsleitung der Lohnrahmentarifvertrag II ohne Nachwirkung zum 31.12.2005 gekündigt. Die Festo KollegInnen befürchten neben der allgemeinen Verschärfung des Arbeitsdrucks auch den Verlust von Arbeitsplätzen.
Bei der Kundgebung sprachen sich unter anderem
- Uwe Hück (BR Vorsitzender Porsche)
- Sieghard Bender (1. Bevollmächtigter IG Metall Esslingen)
- Hubert Bauer (Betriebsrat bei Festo)
- Hans-Jürgen Drung (Betriebsratsvorsitzender bei Festo)
für die Fortführung der Bestimmungen des LRTV II aus. (Siehe genaueren Bericht auf der Seite der IGM Esslingen) Dafür erhielten sie von den anwesenden KollegInnen viel Beifall. Viele selbergemachte Transparente prägten die Kundgebung.

Fotostrecke

Bericht auf der Seite der IGM Esslingen

Bericht der Esslinger Zeitung

IndyMedia Bericht
Report auf arbeiterfotografie.de