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»La politique est la science de la liberté: le gouvernement de l'homme par l'homme, sous quelque nom qu' il se déguise, est oppression; la plus haute perfection de la société se trouve dans l'union de l'ordre et de l' anarchie.« Pierre Joseph Proudhon

Rembember Conny Wessmann

Heute vor 35 Jahren: Die Antifaschistin Conny Wessmann ist in Göttingen nach einer Auseinandersetzung mit Neonazis von der Polizei in den fließenden Straßenverkehr gejagt. Dabei wurde sie von einem Auto erfasst, durch die Luft geschleudert und war sofort tot.

Das war ein politischer Mord!

Hintergrund dieser Eskalation waren regelmäßig stattfindene Übergriffe von Neofaschisten gegen Linke, alternative Jugendliche und MigrantInnen in der Göttinger Innenstadt. Hiergegen organisierten autonome Antifas antifaschistische Selbsthilfe. Wurden Neofaschisten aus Göttingen und dem Umland in der Stadt gesichtet, wurden diese unmittelbar von antifaschistischen Kräften militant vertrieben. Zu solch einer Auseinandersetzung kam es auch am 17. November 1989, an der die Antifaschistin Conny involviert war. Wie häufig zuvor auch geleitete die Polizei die Faschisten sicher aus der Innenstadt und eröffnete im Anschluss eine Verfolgungsjagd gegen die AntifaschistInnen.

Eine besondere Rolle nahm dabei das Zivile Streifenkommando (ZSK) ein; eine politische Polizeieinheit in zivil, die sich seit Jahren einen Kleinkrieg mit der autonomen Szene der Universitätsstadt lieferte. Dass sie Conny dabei auf der Weender Landstraße in Höhe des Indunazentrums in den fahrenden Verkehr trieben war kein Zufall, sondern sie folgten damit aktiv ihrer Gesinnung. Dies zeigt der entsprechende Spruch im Polizeifunk am 17.11.1989 um ca. 21.10 Uhr: "Ich würde sagen, wenn wir genug Leute sind, sollten wir sie ruhig mal plattmachen".

Quelle

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Eine Kartografie des Völkermords. Israels Vorgehen in Gaza seit Oktober 2023.

Die Plattform „Cartography of Genocide“ dokumentiert in beispielloser Detailtiefe das Ausmaß und die Art des israelischen Angriffs auf den Gazastreifen seit Oktober 2023.

Der Screenshot aus dem Präsentationsvideo zeigt eine Karte des Gaza Streifens sowie den Text "A Cartography of Genocide. Israel's Conduct in Gaza since October 2023"
Grafik: Screenshot aus dem Präsentationsvideo
Die Plattform sammelt Beweise für Tausende von Gewalttaten, Zerstörungen oder Behinderungen, die das israelische Militär gegen alle Aspekte des zivilen Lebens in Gaza verübt hat, darunter Angriffe auf Schutzräume, Krankenhäuser, Universitäten, Schulen, Friedhöfe, archäologische Stätten, Moscheen und Kirchen, Felder und Obstgärten, Gewächshäuser, Wasserbrunnen, Acker und Hilfsgüterverteilung. Sie dokumentiert auch den Missbrauch humanitärer Maßnahmen durch Israel, wie Evakuierungsbefehle und „Sicherheitszonen“, als Instrumente der Vertreibung der Bevölkerung.

Einzelne Militäraktionen müssen jedoch als miteinander verbunden verstanden werden; aufeinanderfolgende oder gleichzeitige Akte der Zerstörung oder Vertreibung können einen kumulativen Effekt erzeugen, wobei jede Aktion die Auswirkungen einer anderen verstärkt. Diese Plattform lädt Sie auf einzigartige Weise ein, diese komplexen Auswirkungen zu erforschen, indem sie mehrere Datensätze kombiniert und überlagert, darunter die kumulative Zerstörung der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Gaza, den täglichen Fortschritten der Bodeninvasion Israels, den Angriffen auf die Verteilung von Hilfsgütern und einem neuen System der „räumlichen Kontrolle“ in der gesamten Region.

Zusammen ergeben diese Datensätze ein umfassendes Bild von mehr als einem Jahr militärischer Angriffe auf das Gefüge des zivilen Lebens im Gazastreifen.

Quelle

Farewell, Sepultura...

Heute Abend hatten wir die Gelegenheit, in Ludwigsburg auf einen Konzertabend zu gehen: Sepultura gehen nach 40 Jahren in die wohlverdiente Rente und touren zum Abschied 18 Monate um die Welt. Im Rahmen der European Farewell Tour hat es sie in die Weltstadt Ludwigsburg verschlagen. Begonnen hat der Abend pünktlich, wie es sich für Konzerte in der Schwabenmetropole gehört, um 18:20. Die recht frische Metalcorea Band Jesus Piece aus Philadelphia, Pennsylvania machten den Aufschlag, gefolgt von den wunderbaren Obituary. Im Anschluß heizte das ukrainische Djent Metalcore Trio Jinjer um Tatjana Shmailyuk phänomenal ein und bereitete damit der brasilianischen Metal Combo Sepultura um Andreas Kisser, Paulo Xisto Pinto Jr., Derrick Green und dem neuen Schlagzeuger Greyson Nekrutman die Bühne vor.

Was soll ich sagen, es gibt keinen Grund, schlechte Musik zu hören. Die angenehme Überraschung des Abends war für mich Obituary, die ich live noch nicht gesehen hatte. Und das nach all den Jahren...

Sepultura in der MHP Arena
Sepultura in der MHP Arena


Jinjer in der MHP Arena
Jinjer in der MHP Arena


Obituary in der MHP Arena
Obituary in der MHP Arena


Jesus Piece in der MHP Arena
Jesus Piece in der MHP Arena

Stuttgart: Mobilität für Alle - Konferenz 22.11.-24.11.2024

Kesselbambule und Ende Gelände Süd hosten die erste Mobilität für Alle – Konferenz in Stuttgart! Wir kommen für ein Wochenende zusammen, um über eine Mobilität zu sprechen, die uns alle mitnimmt und klimagerecht ist. Dabei wird es zwei Stränge geben:

Klimaprotest vor dem Stuttgarter Rathaus
Klimaprotest vor dem Stuttgarter Rathaus
Der Kesselbambule-Strang ist für Menschen und Gruppen aus Stuttgart und Region. In Workshops und Vernetzungsslots wollen wir über lokale Themen und von unserer jeweiligen Expertise lernen und uns für zukünftige Zusammenarbeit vernetzen.
Im Ende Gelände-Strang wird es besonders um das Thema Vergesellschaftung gehen. Auch hier sind Workshops, Vorträge und Vernetzung geplant.
Natürlich wird auch gemeinsames Rahmenprogramm, leckeres Essen, Feiern und nettes Beisammensein nicht fehlen. – Also markier dir den Termin im Kalender und sei dabei!

Alle Wichtigen Infos


Ort: Prisma (ehem. Schwabenbräu Passage), Bahnhofstr. 14-18, Stuttgart Bad Cannstatt
Zeit: Freitag 22.11. 18:00 – Sonntag 24.11. 18:00

Mehr Infos zum Konferenzort, dem Programm und zur Anmeldung bei Kesselbambule.


Blogkino: Machine-Gun Kelly (1958)

Heute zeigen wir im Blogkino den Thriller  Machine Gun Kelly. Der Plot des Roger Corman Streifens mit Charles Bronson in der Titelrolle: Machine-Gun Kelly, der berühmte Bankräuber, selten ohne sein Thompson-Maschinengewehr. Die Geschichte beginnt mit großartiger Jazz-Musik und einem Mord, der nur schemenhaft gezeigt wird. Seine Geliebte ist die treibende Kraft hinter seinen Taten. Er hat eine übertriebene Angst vor dem Tod und Todessymbolen. Der Anblick eines Sarges lässt ihn bei einem Banküberfall erstarren, wodurch sein Chefkomplize seinen Arm verliert. Gemeinsam mit seiner noch grausameren und skrupelloseren Freundin Flo und ihrer Gang entführen sie ein Mädchen. Anschließend fordern sie Lösegeld. Flo hofft, dadurch endlich berühmt zu werden. Doch Kelly ahnt nicht, dass dieser Plan der Anfang von seinem Untergang ist...

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Bildungsstand westdeutscher Schüler in den 50er Jahren (Dokumentation, 1959)

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Revolution an der Tanzbar: Miles Davis - Birth of the Cool

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50. Todestag: Holger Meins - Starbuck

Heute ist der 50. Todestag von Holger Meins. Um der Verdrängung der Erinnerung an diesen Teil linker Geschichte - nicht nur von Staats wegen, sondern gerade auch in Teilen der Linken selbst - entgegenzuwirken, sie vielmehr zu bewahren und die richtigen Lehren zu ziehen zeigen wir den Film "Starbuck - Holger Meins" von Gerd Conradt und fügen weitere Links und Informationen bei. Der Film wird auch am Montag, 11.11.24, 19:30 im Regenbogenkino, Berlin Kreuzberg gezeigt, im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Regisseur. Siehe dazu seinen aktuellen Beitrag.

Heute Abend gibt es eine Infoveranstaltung und Diskussion zum 50. Todestag von Holger Meins mit Karl-Heinz Dellwo und Gabrielle Rollnik in der Politbibliothek in Bern (Holligerhof 8) um 19.30 Uhr.

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  • Bilder von Holger Meins, gemalt Mitte der 60er, als Student an der Filmakademie Berlin sowie Fotos.

  • Rekonstruktion eines Films von Holger Meins "Wie baue ich einen Molotow-Cocktail?".

  • Oskar Langenfeld - Film von Holger Meins über einen TB-kranken obdachlosen Lumpensammler aus Berlin-Kreuzberg. Holger Meins lebte einige Wochen mit diesem Mann und durchlief mit ihm seine taeglichen Stationen bis hin zum Männerwohnheim, wo Oskar Langenfeld, kurz nachdem der Film fertig war, starb. Während der Arbeit an dem Film und im Film selbst ist jene Konsequenz und Kompromisslosigkeit spübar, die sich durch Holgers ganzes Leben bis hin zu seinem Tod zog. Das Portrait dieses alten Mannes ist eindringlich und genau. Er kann sich durch Sprache fast nicht mehr verständigen. Jedes Wort wird von einem trockenen, nicht enden wollenden Husten unterdrückt. Der Husten wird zur Sprache, in ihm erschöpft sich die ganze Lebenskraft des alten Mannes." Siehe auch Deutsche Film-  und Fernsehakademie Berlin (DFFB) zum Film.

  • Holger Meins auf der Website der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)

  • Holger Meins Gespräche mit seinem Vater und Biographisches sowie kurze Impressionen aus der RAF.

  • Margrit Schiller über Holger Meins.

  • Gespräch mit Harun Farocki über den Filmstudenten Holger Meins und seinen Weg in die RAF.

  • Haftstatut von Holger Meins

  • Am 10. November 1974, einen Tag nach dem Tod von Holger Meins wurde Kammergerichtspräsident Günter von Drenkmann (Der höchste Richter Westberlins)  bei einem Entführungsversuch durch die Bewegung 2. Juni erschossen. Dazu deren 2. Flugblatt. Am darauf folgenden 11. November beteiligen sich an einer Großdemonstration zur Unterstützung der Hungerstreikenden und aus Protest gegen die Ermordung von Holger Meins in Westberlin über 15 000 Menschen.

  • „Wir werden in den Durststreik treten“ "SPIEGEL" - Fragen an Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin, und Jan-Carl Raspe.

  • Rudi Dutschke am Grab von Holger Meins: "Holger, der Kampf geht weiter". Deswegen angegriffen, schrieb er bald darauf in einem Leserbrief im Spiegel (PDF), er habe sich damit keineswegs mit den Aktionen von RAF und Bewegung 2. Juni solidarisieren wollen. Den einen Tag nach dem Tod von Holger Meins von der Bewegung 2. Juni verübten Mord am Präsidenten des Berliner Kammergerichts, Günter von Drenkmann, bezeichnete Dutschke als „in der reaktionären deutschen Tradition“ stehend. Es sei ihm vielmehr um den Kampf für menschenwürdige Haftbedingungen gegangen: "das heißt für mich, dass der Kampf der Ausgebeuteten und Beleidigten um ihre soziale Befreiung die alleinige Grundlage unseres politischen Handelns als revolutionäre Sozialisten und Kommunisten ausmacht."

  • Brief von Renato Curcio – Gefangener der Brigate Rosse zum Mord an Holger Meins, Drenkmann und zur RAF.

  • Kommando Holger Meins: Besetzung der Westdeutschen Botschaft in Stockholm. Erklärung der RAF vom 24. April 1975.

  • Materialien im Archiv Schwarzer Stern.

Vielen Dank an H. für die Hinweise.


20. Todestag von Sébastien Briat

Sébastien Briat
Heute vor 20 Jahren kam Sébastien Briat beim Castortransport ums Leben. Der französischen Umweltschutzaktiviste war bei einer Blockade des Atommüllzuges von der Lokomotive erfaßt worden. Ausführliche Berichte und Stellungnahmen finden sich in der Gorleben Rundschau November 2004

Die Film-Collage "Erinnerung an Sébastien Briat" zeigt verschiedene Reaktionen auf die Todesnachricht 2004 und eine Erinnerungs-Mahnwache vor dem Berliner Hauptbahnhof am 07.11.2006:

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(Hinweis auf die Collage via IndyMedia)