Am 22. Juli 2011, vor zehn Jahren, tötete ein Rechtsterrorist in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen. Die meisten Opfer dieses Anschlags waren Jugendliche, die gerade an einem Zeltlager der linken Jugendorganisation AUF teilnahmen.
Vom Schwarzen Juli bis heute: Gedenken heißt handeln! Freiheit für Tamil Eelam!
Am 23. Juli jährt sich der Beginn der systematischen Angriffe gegen die tamilische Minderheit auf Sri Lanka, die als „Schwarzer Juli“ in die Geschichte eingegangen sind. Unmittelbarer Auslöser für die Ausschreitungen war die Tötung von 12 Soldaten durch tamilische Kämpfer der LTTE am 23. Juli 1983. Vorangegangen waren die dauerhafte Erklärung des Ausnahmezustands, eine verschärfte Anti-Terror-Gesetzgebung und die Aussetzung von 1982 fälligen Parlamentswahlen durch die Regierung des singhalesischen Politikers Junius Richard Jayewardene, die eine Häufung von Verschwindenlassen und Folter in Gefangenschaft zur Folge hatten.
Betroffen davon waren sowohl Tamilen als auch Singhalesen, denen Unterstützung von als terroristisch eingestuften Organisationen vorgeworfen wurde. Dadurch war das politische Klima sehr angespannt. Nachdem die Leichname der Soldaten nach Colombo überführt wurden, fing in den späten Abendstunden des 24. Juli 1983 das Pogrom in der Hauptstadt Colombo an und verbreitete sich innerhalb von nur wenigen Stunden über das ganze Land. Über sieben Tage lang attackierten, verbrannten, plünderten, vergewaltigten und töteten singhalesische Mobs tamilische Zivilisten. Dabei wurden mehr als 5.000 Tamilen getötet, sowie 18.000 Häuser und Geschäfte zerstört. Insgesamt verloren 150.000 Tamilen ihr Zuhause. Hierbei gelang ein großer Teil des tamilischen Eigentums in singhalesische Hände; dabei wurden die Täter teilweise von regierungsnahen Politikern angestachelt und Mitglieder von Polizei und Militär beteiligen sich an den Ausschreitungen. Die damalige Regierung Sri Lankas unterstützte dieses brutale Vorgehen durch die Weitergabe von Wählerlisten, die es ermöglichten, über einen Zeitraum von einer Woche die Wohnhäuser und Geschäfte von Tamil*innen zu identifizieren und anzugreifen. Der wirtschaftliche Schaden betrug rund 300 Millionen US-Dollar.
Daraufhin flüchteten mehr als 100.000 Sri-Lanka-Tamilen in andere Länder, welche heute als Tamilische Diaspora bekannt sind. Auch hat Indien mehrere Flotten nach Sri Lanka versandt, um die Tamilen im Süden und Zentrum zu evakuieren und in den von Tamilen dominierten Norden der Republik zu bringen.Der Bürgerkrieg dauerte über 30 Jahre an und endete mit einem Einmarsch der sri-lankischen Armee in die tamilischen Gebiete im Norden und Osten der Insel, die sich unabhängig erklärt hatten. Bis heute gelten rund 146.000 Tamil*innen offiziell als vermisst.
Wir erinnern an die Pogrome gegen die tamilische Bevölkerung vor 38 Jahren in Sri Lanka, wollen den Opfern gedenken und den Angehörigen Trost spenden.
Gleichzeitig fordern wir ein Ende der Straffreiheit für die Henker in Staat und Militär, die bis heute an der Macht sind. Die politischen Gefangenen müssen freigelassen werden und eine internationale unabhängige Kommission soll die Kriegsverbrechen untersuchen.
Wir kämpfen für das Ende der anhaltenden Unterdrückung und das Selbstbestimmungsrecht der tamilischen Bevölkerung!

Quelle: Wikipedia, Die Linke NRW, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg
Blogkino: Espana en Guerra. El nuevo Estado / Bajo las bombas (1987)
Heute setzen wir unsere Reihe Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus fort und zeigen den 21. und 22. Teil der spanischen Dokureihe "Espana en Guerra" aus dem Jahr 1987 mit den Folgen El nuevo Estado und Bajo las bombas.
20. Jahrestag des Mordes an Carlo Giuliani: Was geschah wirklich am Piazza Alimonda - Quale verita per Piazza Alimonda?
Am 20. Juli 2001 starteten die Carabinieri und weitere Ordnungskräfte während der Demonstrationen gegen den G8 Gipfel in Genua 2001 eine Reihe von Attacken, die mit dem Angriff auf den genehmigten Demonstrationszug in der Via Tolemaide endeten Die letztere Attacke schnitt den 15.000 DemonstrantInnen jeden Fluchtweg ab. Dies war der Beginn der Ereignisse auf der Piazza Alimonda, die zum Mord an Carlo Giuliani führten und zum Beispiel auch in der Dokumentation "Gipfelstürmer - die blutigen Tage von Genua" behandelt werden. Offen sind immer noch folgende Fragen:
• Ist es möglich, dass ausgebildete Soldaten, auch wenn sie in Panik geraten sind, in das Gesicht eines Jungen zielen, der sich in 4 Metern Entfernung befindet, ihn danach zweimal überfahren und dann innerhalb von nur 7 Sekunden verschwinden?
• Kann ein Müllcontainer einen Defender blockieren?
• Warum greifen die Kollegen, die sich in einer Entfernung von etwa 20 Metern befinden, erst ein, nachdem sich die Tragödie bereits ereignet hat?
• Der Feuerlöscher: Waffe oder Schutzschild?
• Warum bleibt die Waffe auch als die Gefahr bereits vorbei war, auf die DemonstrantInnen gerichtet?
• Weshalb wurde der erste Schuss nicht in die Luft abgegeben?
• Warum tauchen erst nach 6 Monaten vorher verschwundene Patronenhülsen und Pistolen auf?
Giuliano Giuliani ist der Vater von Carlo. Er rekonstruiert in der Dokumentation die letzten Minuten des Geschehens und widerlegt die offizielle Darstellung der Staatsanwaltschaft anhand von Fotos und Videosequenzen, die in dem Ermittlungsverfahren gegen den vermeintlichen Schützen verwendet wurden. Das Verfahren wurde inzwischen eingestellt, der angebliche Todesschütze wegen Notwehr freigesprochen.
Der Film ist aber nicht nur der Versuch einer detaillierten Rekonstruktion der Todesumstände seines Sohnes. Er ist gleichzeitig eine Anklage gegen Polizei und Justiz, die mit allen Mitteln versucht haben, die Sicherheitskräfte von jeder Verantwortung für Carlos Tod freizusprechen.
Deutschsprachige Version:
Vor 85 Jahren: Soziale Revolution in Spanien
Vor 85 Jahren, am 17. Juli 1936, begann der sogenannte spanische Bürgerkrieg, der nach einem Aufruf der CNT am 18. Juli zum landesweiten Generalstreik dann zum 19. Juli hin in eine soziale Revolution überging. Nach blutigen Auseinandersetzungen wurden die aufständischen Militärs am 19. Juli in Barcelona durch organisierte Arbeitergruppen und republiktreuen Einheiten der Guardia de Asalto und der Guardia Civil besiegt. Am folgenden Tag endeten die Kämpfe in Madrid mit dem gleichen Ergebnis. Der Militärputsch war ebenso wenig in Valencia erfolgreich. In anderen Landesteilen siegte jedoch das Militär. Die Strukturen der CNT und anderer antifaschistischer Organisationen wurden in diesen Regionen unmittelbar zerschlagen, die aktiven Mitglieder der antifaschistischen Organisationen zu Tausenden hingerichtet...

Zystem - Kapitalismuskryptik
pfsense: pihole mit pfBlocker NG (fast) arbeitslos machen.
Nur ein kurzer Bookmark für eine ausführliche Anleitung, wie mittels dem pfBlocker NG Plugin Werbung usw. direkt an der Firewall blockiert werden kann. Noch etwas weiter geht dieser Beitrag, der auch beschreibt, wie mittels Zugriffslisten Angriffe oder Scans auf die Firewall blockiert werden können. Zusammen mit Browserplugins wie ublockorigin ergeben sich dann endlich Werbefreie Seiten.
Für kleinere Netze wäre ein derart komplexes Konstrukt Overkill, hier empfiehlt sich piHole, gerade auch in Verbindung mit einem VPN.
Filmtipp: "Tage wie Nächte ..." / "La noche de doce años"
Die deutsche Fassung des Film "La noche de doce años" von Alvaro Brechner über die Geiselhaft von drei Tupamaros in Uruguay, unter ihnen auch der spätere Präsident des Landes ist bis 12. August bei arte zu sehen.
Der Film basiert auf dem Buch "Memorias del Calabozo" (Kerkerjahre), das in einer Neuauflage bei Assoziation A in deutscher Übersetzung erschienen ist.
Als die Militärs im Jahr 1973 in dem kleinen Land am RÃo de la Plata putschten, war Uruguay der Staat mit der prozentual höchsten Zahl politischer Gefangener weltweit. Um jeden Widerstand zu ersticken, entführten die Militärs neun führende Mitglieder der geschlagenen Stadtguerilla Tupamaros aus den Gefängnissen und drohten für den Fall weiterer Aktionen mit ihrer Erschießung. Als Geiseln der Diktatur wurden sie in Dreiergruppen in Verliesen der Kasernen zwölf Jahre lang buchstäblich lebendig begraben, bis eine wieder erstarkende soziale Bewegung sie mit dem Ende der Diktatur befreite. Der autobiografische Bericht der beiden Autoren stellt ein herausragendes Dokument der Gefängnisliteratur dar.
Mauricio Rosencof / Eleuterio Fernández Huidobro
Kerkerjahre. Als Geiseln der uruguayischen Militärdiktatur
Aus dem Spanischen von Lydia Hantke
ISBN 978-3-86241-466-6, 384 Seiten, 19,80 € (auch als E-Book)
Zapatistas in Europa: Info- und Soliveranstaltung
1973: Selbständige Streiks und Betriebsbesetzung bei Ford in Köln
Zu den Streiks und der Betriebsbesetzung bei Ford in Köln gibt es eine Broschüre in deutsch und türkisch bei den GewerkschafterInnen und Antifa gemeinsam gegen Dummheit und Reaktion. Dazu noch eine Dokumentation aus dem Jahr 2013 von Hayat TV, leider nur in türkisch.

