Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus mal wieder einen Spielfilm: 'Pimpernel' Smith. Zum Plot: "Frühjahr 1939, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs. Der stets ein wenig zerstreut wirkende Professor Horatio Smith lehrt an der Universität von Cambridge Archäologie. Als er eine Ausgrabungsreise nach Deutschland -“ Smith hat die Regierenden in Berlin damit geködert, dass er mit seinen Ausgrabungen die Zugehörigkeit der Deutschen zur „arischen Rasse“ belegen wolle -“ plant, lädt er mehrere seiner aus England und den USA stammende Studenten ein, ihn dabei zu begleiten. Dort angekommen, übernachten sie in einer Jugendherberge an der deutsch-schweizerischen Grenze. Man vernimmt einen Schuss, und ein Mann begibt sich zur Herberge, wo ein Pfeifton ihm die Anwesenheit eines zweiten Mannes verrät, der ihm hereinhilft. Soldaten tauchen auf, aber der Mann, den sie suchen, ist wie vom Erdboden verschluckt. Der Verfolgte ist inzwischen sicher über die Grenze in die Eidgenossenschaft entkommen. Wieder einmal hat “The Shadow- zugeschlagen, ein ständiges Ärgernis des Dritten Reichs -“ ein namentlich nicht bekanntes Phantom, das vom NS-Regime bedrängten Personen zur Flucht in die Freiheit verhilft. (...)" (WikiPedia)
Gehen lernen...
Foto © Mariela De Marchi Moyano from Vicenza, Italy - Eduardo Galeano, CC BY-SA 2.0, Link
Ich gehe zwei Schritte auf sie zu
und sie entfernt sich zwei Schritte.
Ich gehe weitere zehn Schritte auf sie zu,
und sie entfernt sich um zehn Schritte.
So weit ich auch gehe,
ich erreiche sie nie.
Wofür ist sie also da, die Utopie?
Dafür ist sie da:
um zu gehen!“
Eduardo Galeano
Eine Nacht für Cato Bontjes van Beek
"Sie war nicht mal 23 Jahre alt, als sie am 5. August 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet wurde: Ihr Kampf gegen die Nazis kostete Cato Bontjes van Beek das Leben. Die junge Frau, Mitglied des antifaschistischen Netzwerks, das von den Faschisten "Rote Kapelle" genannt wurde, hatte Flugblätter gegen die Nazis verfasst und in Berlin verteilt. Zu ihrem 100. Geburtstag an diesem Samstag (14. November) erinnern eine Radiosendung und ein Film an das Leben von Cato Bontjes van Beek, wie die Initiatoren mitteilten.
In dem 80 Minuten langen Musikfilm "Cato", der ab 19 Uhr auf Youtube zu sehen ist, hat der Komponist Helge Burggrabe Musikstücke unterschiedlicher Epochen und Neuvertonungen von Texten zusammengestellt, die Cato viel bedeuteten. Die Schauspielerin Julia Jentsch liest aus Briefen von Bontjes van Beek vor. Am selben Abend (23 Uhr) strahlt der Deutschlandfunk in der Reihe "Lange Nacht" die dreistündige Sendung "Leben will ich, leben, leben" des ÂCato-Biographen Hermann Vinke aus.
Aufgewachsen war Bontjes van Beek in der Künstlerkolonie Fischerhude. Über ihren Vater lernte sie 1941 Libertas Schulze-Boysen und deren Mann Harro, einen Luftwaffenoffizier, kennen, die der "Roten Kapelle" angehörten. Im Herbst 1942 wurden mehr als 120 Mitglieder verhaftet. In den Abendstunden des 5. August 1943 wurde Cato Bontjes van Beek gemeinsam mit 13 weiteren Frauen und drei Männern hingerichtet."
Quelle: junge Welt, 13. November 2020
Sieh auch die ausführliche Würdigung beim Deutschlandfunk Kultur.
Anmerkung: Ihre Mutter prozessierte zwölf Jahre lang gegen das Land #Niedersachsen und erstritt 1999 (!!!) die juristische Rehabilitierung. Siehe Helmut Schmidt: Nur eins sein -“ ein Mensch. Hermann Vinkes bewegendes Buch über das Leben und Sterben der Widerstandskämpferin Cato Bontjes van Beek. In: Die Zeit. Nr. 23, 28. Mai 2003, S. 47 (Zeit Online, Bezahlschranke)
Mini HowTo: OpenDKIM für Postfix installieren
Foto: Lourdes Cardenal, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Da es einige Stolperfallen bei der Einrichtung gibt, die das korrekte Funktionieren verhindern können, habe ich mir ein kurzes und rudimentäres HowTo verfasst:
Das Szenario: Alle Mails der Doman domainname.de sollen signiert werden. Alle eingehenden Mails sollen verifiziert werden. Wir haben Zugriff auf Nameservereinträge der Domain und ein Postfix Server sowie Amavis und Spamassassin verrichten ihren Dienst auf einem debian System. Den DKIM Dienst soll openDKIM übernehmen, das wir gleich mal in einem Terminal zusammen mit ein paar Tools installieren:
sudo apt install opendkim opendkim-tools
Dann legen wir ein Schlüsselverzeichnis an und generieren den Schlüssel. Wichtig ist die korrekte Rechtevergabe in den Schlüsselverzeichnissen! Zudem sollte der Dienst nicht als root laufen sondern unter dem User opendkim. Dieser darf in keiner anderen Gruppe Mitglied sein, ansonsten quittiert der Dienst den selbigen mit einer Fehlermeldung.
mkdir /etc/opendkim/keys/domainname.de /usr/bin/opendkim-genkey -D /etc/opendkim/keys/domainname.de/ -d domainname.de -s 2020 chown -R root:opendkim /etc/opendkim/keys/domainname.de chmod 640 /etc/opendkim/keys/domainname.de/2020.private chmod 644 /etc/opendkim/keys/domainname.de/2020.txt
Im Anschluss bearbeiten wir die /etc/opendkim.conf:
Domain domainname.de Selector 2020 # Das ist der im vorigen Schritt angegebene Selector. Interessant für diejenigen, die den DKIM Key regelmäßig aktualisieren. KeyFile /etc/opendkim/domainname.de/2020.private Socket inet:8891@localhost Canonicalization relaxed/simple # Auf Headermodifikationen nicht gleich allergisch reagieren Mode sv # Mails [s]ignieren und [v]erifizieren
Wir starten den Dienst: sudo systemctl restart opendkim und regeln, daß der Dienst beim Systemstart gleich gestartet wird: systemctl enable opendkim. Dann befassen wir uns mit der Integration von openDKIM in Postfix. Dazu editieren wir die /etc/postfix/main.cf:
smtpd_milters = inet:localhost:8891 non_smtpd_milters = $smtpd_milters
Danach muss Postfix diese Änderung bekannt gegeben werden: sudo systemctl reload postfix.
Das war es im Grunde dann auch schon. Bis auf eine Kleinigkeit: Die Integration des Schlüssels als TXT Record im Nameservereintrag von domainname.de. Diese Einstellung unterscheidet sich von Provider zu Provider, daher an der Stelle auch nur der allgemeine Hinweis:
| Record Name | Record Type | Text |
| mail._domainkey | TXT | v=DKIM1; k=rsa; p=MI.. (Hier Inhalt von /etc/opendkim/keys/domainname.de/2020.txt einfügen, dabei alle >"< entfernen und alle Zeilen nach p= in einen Schlüssel ohne Leerzeichen verbinden.) |
Das korrekte Eintragen des Schlüssels kann kompliziert sein, vor allem der Teil nach "p=" darf weder um- noch unterbrochen sein. Ansonsten wird der Schlüssel nicht erkannt!
Testen des Keys:
# opendkim-testkey -d domainname.de -s mail -vvv opendkim-testkey: using default configfile /etc/opendkim.conf opendkim-testkey: checking key 'mail._domainkey.domainname.de' opendkim-testkey: key not secure opendkim-testkey: key OK
Sofern keine Fehlermeldungen auftreten, kann man sich nun darum kümmern, eingehenden Spam weiter zu filtern. In Amavis ist der DKIM Filter in einigen Debian Derivaten deaktiviert, lässt sich aber einfach aktivieren. Dazu muss in der Konfigurationsdatei /etc/amavis/conf.d/20-debian-defaults folgender Parameter gesetzt werden:
$enable_dkim_verification = 1;
In der Datei /etc/amavis/conf.d/50-user muss für eine erweitere Anzeige der Überprüfungsergebnisse dann als letztes noch folgender Parameter gesetzt werden:
$allowed_added_header_fields{lc('Authentication-Results')} = 1;
Im täglichen Mailverkehr empfiehlt sich darüber hinaus ein Addon für den freien Mailclient Thunderbird zur Kontrolle der empfangenen Mails: Den DKIM Verifier. Dieses Addon überprüft beim Öffnen einer Mail die Gültigkeit der Signatur. Somit kann man sich (halbwegs) sicher sein, daß die Mail vom signierenden Mailserver stammt. Natürlich nutzen auch einzelne Spammer DKIM. "Es ist wichtig zu beachten, dass eine E-Mail durch eine beliebige Domain signiert seinen kann. Eine gültige Signatur alleine ist daher kein Hinweis auf eine vertrauenswürdige E-Mail. Um zu entscheiden ob eine E-Mail vertrauenswürdig ist sollte immer überprüft werden wer der Signierende ist! In einigen Fällen kann die Abwesenheit einer DKIM Signatur nützlich sein um betrügerische E-Mails zu erkennen. Falls bekannt ist, dass eine Domain alle ihre E-Mails mittels DKIM signiert, ist das Nichtvorhandensein einer DKIM Signatur ein starker Hinweis auf eine gefälschte E-Mail." (Aus der Addon Beschreibung)
Quellen:
debianwiki, Steven Jenkins, Michael Kofler, WikiPedia, Philippe Lieser, Patrick Koetter
Blogkino: Schillerrede 2020
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus anlässlich des 215. Todestages von Friedrich Schiller die Auseinandersetzung von Prof. Dr. Christian Drosten mit dem Begriff der Freiheit in seiner Rede anlässlich des Todestages des Arztes, Dichters, Philosophen und Historikers.
9. November: Kein Vergeben - kein Vergessen!
Stuttgart: Gedenken zur Pogromnacht am 9. November 1938
November 2020 um 18.00 Uhr auf dem Cannstatter Marktplatz.
Anschließend Demonstration zum Platz der ehemaligen Synagoge zur Kranzniederlegung um 19 Uhr (König-Karl-Straße 45/47 -“ Nähe Wilhelmsplatz)
Mit Reden von:
• Ingrid Bauz, Mauthausenkomitee Stuttgart
• Ulrich Schneider (Historiker, Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer)
• VertreterIn des AABS (Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart und Region)
musikalische Begleitung:
Freier Chor Stuttgart und Marie Louise (Sängerin und Songschreiberin), begleitet von Zura Dzagnidze (Gitarre)
Bitte Maske tragen und genügend Abstand halten!
Aufruf
In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten die Synagogen im gesamten Deutschen Reich sowie in Österreich und in der Tschechoslowakei.Angezündet von SA und SS, organisiert, vorbereitet und angeleitet von Partei, Regierung und Behörden des faschistischen Staates. Am nächsten Tag wurden mehr als 7.000 jüdische Geschäfte geplündert, zehntausende jüdische Menschen verhaftet und über 100 ermordet. Die Polizei verschleppte 26.000 jüdische Männer aus ganz Deutschland vor allem in die Konzentrationslager Dachau, Sachsenhausen und Buchenwald. Die SS pferchte im KZ Buchenwald 9.845 Verhaftete in einem Sonderlager zusammen. In den hundert Tagen der Existenz dieses Sonderlagers auf dem Ettersberg wurden 250 Menschen umgebracht, Dutzende innerhalb der ersten 24 Stunden von der SS ermordet.
Die Pogromnacht in Stuttgart
In Stuttgart legte der Branddirektor, in Zivil und ausgestattet mit einem Eimer Waschbenzin, selbst den Brand; in Cannstatt war es der Leiter der Feuerwache. Fast alle männlichen Stuttgarter Juden zwischen 18 und 65 Jahren wurden verhaftet, auch Kranke und Jugendliche unter 18 Jahren.Die Jüdin Ida Carlebach aus der Dürrheimer Straße 5 wurde Augenzeugin des Brandes der Cannstatter Synagoge. Ihre damals elfjährige Nachbarin Margarete Carle berichtete, dass ihr Vater mit dem Ruf „Kinder es brennt“ ins Kinderzimmer kam, von wo der Brand in der König-Karl-Straße gut zu beobachten war. Weil es die Synagoge war, holte der Vater Frau Carlebach aus dem ersten Stock hinzu. „Wie versteinert stand sie da“, erinnert sich Frau Carle tief bewegt. Die Funken seien fast bis ans Haus geflogen. Mit dem Synagogenbrand erlosch der letzte Lebensmut von Ida Carlebach, die sich am 27.11.1938 aus Verzweiflung das Leben nahm. (Text der Cannstatter Stolpersteininitiative, Autor: Rainer Redies)
Nicht alle waren einverstanden
Trotz des unglaublichen Terrors haben die Pogrome nicht alle gutgeheißen. So wurden in Stuttgart Passant*innen in „Schutzhaft“ genommen, die die Ereignisse auf der Straße mit Abscheu kommentierten.Der Pfarrer Julius von Jan hielt kurz nach der Pogromnacht in Oberlenningen eine mutige Predigt, in der er die Verbrechen an den Juden und Jüdinnen und ihren Einrichtungen scharf ablehnte. Er wusste, was ihm drohte, wurde anschließend von den Nazis misshandelt und von einem Sondergericht zu 16 Monaten Haft verurteilt. Aus dem Untergrund verbreitete die KPD ihre Erklärung „Gegen die Schmach der Judenpogrome...“ als Aufruf zu menschlicher Hilfe.
Der Jahrestag der Pogromnacht ist für uns Anlass zu gedenken
Die Pogromnacht war der Zivilisationsbruch, der in dem Versuch mündete, alle Jüdinnen und Juden Europas zu vernichten; bis 1945 wurden 6 Millionen Jüdinnen und Juden administrativ und industriell ermordet. Die Faschisten kamen mit der Pogromnacht der Formierung einer reaktionären Volksgemeinschaft einen Schritt näher, Entmenschlichung und Entsolidarisierung wurden vorangetrieben. Keine zehn Monate später begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg, der über 60 Millionen Tote forderte.Schon vor 1933 hatte die NSDAP eine breite Massenbasis, an die Macht wurde sie aber erst am 30. Januar 1933 durch Reichspräsident von Hindenburg gehievt, auf Drängen der reaktionärsten politischen Kreise, der Reichswehr und namhafter Repräsentanten des Finanzkapitals und der Großkonzerne. Die waren dann auch die Hauptprofiteure von Aufrüstung und anschließendem Eroberungskrieg.
Widerstand war möglich
Nachdem den jüdischen Untergrundorganisationen die systematische Ermordung durch die Nazis bewusst wurde, entschlossen sich viele Juden und Jüdinnen zum aktiven Widerstand. Der Aufstand im Warschauer Ghetto am 19. April 1943 wurde für weitere Aktionen zum Vorbild. Der jüdische Widerstand fand auf drei Ebenen statt: Bewaffnete Aufstände in Ghettos und Lagern; Flucht und Schmuggel von Jüdinnen und Juden aus den Städten und Ghettos in die Wälder zum dortigen Partisanenkampf; das Verstecken Einzelner, kollektive Rettungsaktionen sowie die Rettung von Kindern.
Die Selbstbefreiung von Buchenwald
Im Konzentrationslager Buchenwald haben politische Häftlinge ein illegales internationales Lagerkomitee gegründet, dem es u.a. zu verdanken war, dass die Rüstungsproduktion dort in den letzten Kriegsjahren durch Sabotage erheblich geschwächt wurde. Vor 75 Jahren, am 11. April 1945, konnten die teilweise bewaffneten Häftlinge das Lager selbst befreien, durch Verzögerungstaktik wurde verhindert, dass die letzten 21.000 Häftlinge auf die Todesmärsche mussten. Zu den Überlebenden gehörten auch 900, davon viele jüdische, Kinder, die vor der Gaskammer gerettet wurden. Am bekanntesten ist das Buchenwaldkind Juschu, dessen Schicksal im Roman „Nackt unter Wölfen“ von Bruno Apitz als Vorlage diente. Zur Rettung maßgeblich beigetragen hat der spätere baden-württembergische IG-Metall-Vorsitzende Willi Bleicher.
Faschistische Kontinuitäten wirken weiter
In der Bundesrepublik gab es keine umfassende Entnazifizierung: vom Aufbau des Geheimdienstes BND durch Nazis bis zum Schreddern der NSU-Akten zeigt sich bis heute die Kontinuität in der Zusammenarbeit von staatlichen Strukturen mit Faschisten. Im Oktober 2019 verübte der Rechtsterrorist Stephan Balliet einen Anschlag auf die Synagoge in Halle mit dem selbsterklärten Ziel, möglichst viele Juden und Jüdinnen zu töten. Im Februar 2020 erschoss der Rassist Tobias Rathjen in Hanau 9 Menschen.Dies alles geschieht nicht im luftleeren Raum, Rassismus und Antisemitismus sind bis tief in die Mitte der Gesellschaft verwurzelt. Bei den maßgeblich von den Stuttgarter „Querdenkern“ organisierten Protesten gegen die Corona-Politik marschieren Tausende gemeinsam mit Reichsbürgern, Rassisten, Antisemiten und Faschisten. Antisemitismus findet sich auch in Verschwörungserzählungen wieder, die mehr und mehr Anklang finden. Verschwörungserzählungen basieren oft auf Antisemitismus, der immer offener zu Tage tritt, sichtbar z.B. an Schmierereien in Stuttgart „Merkel ist Jüdin“.
Militarisierung nach innen...
Trotz der Skandale erhalten Polizei und Geheimdienste immer mehr Befugnisse, um in der zunehmenden Krise des Kapitalismus kritische und antifaschistische Proteste und Bewegungen durch Bespitzelung und kriegswaffenähnliche Bewaffnung einzudämmen.Der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) wurde vom Finanzamt Berlin aufgrund der Bezeichnung als „linksextremistisch beeinflusste“ Organisation im bayrischen Verfassungsschutzbericht die Gemeinnützigkeit entzogen, womit die Existenz einer Organisation der KZ-Überlebenden massiv bedroht ist.
...und außen
Zur Durchsetzung deutscher Wirtschaftsinteressen wird auch die Aggression nach außen verstärkt. Auf der einen Seite verschärft sich der Ton gegenüber allen Staaten, die sich der NATO und der EU nicht fügen. Auf der anderen Seite wird die Bundeswehr für weltweite Einsätze aufgerüstet. Rüstungsausgaben steigen, um das militärische Drohpotenzial zu erhöhen.
Kommt zur Gedenkkundgebung am 9. November!Der Gedenktag an die Pogromnacht 1938 ist für uns Anlass und Auftrag zu verhindern, dass die Zivilgesellschaft in ihrer Mehrheit bei antisemitischen Vorkommnissen wiederholt verstummt oder zustimmt. Um den zunehmenden Antisemitismus und Rassismus, sowie Sozialabbau und Rechtsentwicklung zu stoppen, bedarf es der entschlossenen Zusammenarbeit und Gegenwehr aller.
Für uns gilt getreu dem Schwur von Buchenwald:
Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung.Der Aufbau einer neuenWelt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.
Dieser Aufruf wird unterstützt von: Antifaschistisches Aktionsbündnis Stuttgart (AABS) / Antifaschistische Aktion (Aufbau) Stuttgart / „Arbeit Zukunft“ Stuttgart / DIDF, Freundschafts- und Solidaritätsverein Stuttgart e.V. / DIDF -“ Jugend Stuttgart / DIE LINKE OV Bad Cannstatt, Münster, Mühlhausen / DGB Stadtverband Stuttgart / DGB-Jugend Region Nordwürttemberg / DIE LINKE Stuttgart / DKP (Deutsche Kommunistische Partei) Stuttgart / Fraktionsgemeinschaft SÖS LINKE-PluS im Bezirksbeirat Cannstatt / Freier Chor Stuttgart / Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba Regionalgruppe Stuttgart / Friedenstreff Cannstatt / Friedenstreff Stuttgart Nord / Groll, Renate und Manfred, Gerlingen / Grüne Jugend Stuttgart / Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e.V. / Jusos Stuttgart / Linksjugend [-™solid] Stuttgart / Mauthausen Komitee Stuttgart e.V. / Ostendobenbleiber Stuttgart / SÖS -“ Stuttgart Ökologisch Sozial / SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend) Stuttgart / Stadtjugendring Stuttgart / Stuttgart gegen Rechts / ver.di Bezirk Stuttgart / ver.di-Jugend Stuttgart / VVN-BdA, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes -“ Bund der Antifaschisten / Verein Zukunftswerkstatt e.V., Zuffenhausen / VÖS (Vaihingen Ökologisch Sozial) / Waldheim Stuttgart e.V., Clara Zetkin Haus / Waldheim Gaisburg e.V. / Zukunftsforum Stuttgarter Gewerkschaften / Zusammen Kämpfen [Stuttgart]
k9 - combatiente zeigt: Rotation!
Wolfgang Staudte, Schwarz-Weiß-Spielfilm 1948 -1949, 87 Min.
Der Film ist eine realistisch-kritische Analyse des unpolitischen, kleinbürgerlichen Opportunisten und Mitläufers, ohne den der NS-Faschismus in Deutschland keine Chance gehabt hätte. Ein eindrucksvolles, engagiertes Zeitbild. Berlin von 1932 bis 1946: Der Maschinenmeister Hans Behnke ist tüchtig, und Politik interessiert ihn nicht. Bis er eines Tages von seinem Schwager gebeten wird, eine Druckmaschine zu reparieren, auf der antifaschistische Flugblätter hergestellt werden. Von seinem eigenen Sohn Helmuth verraten, der in der Hitlerjugend zu einem fanatischen Nazi erzogen wurde, kommt Behnke ins Zuchthaus.
Nach Kriegsende stehen sich der befreite Vater u. der aus Gefangenschaft heimkehrende Sohn gegenüber. Helmuth hat kaum Hoffnung, daß ihn der Vater aufnehmen wird, doch der schließt ihn in seine Arme. Gemeinsam wollen sie ein neues Leben aufbauen.
kinzigstraße 9 + 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter alle
Batman forever
Auch - und erst recht 2020: An guten Traditionen festhalten!
Beispielsweise den heutigen Guy Fawkes Day, in dem in Britannien des einzigen Mannes gedacht wird, der je mit ehrlichen Absichten ins Parlament gegangen ist.
"Remember, remember, the 5th of November
The Gunpowder Treason and plot ;
I know of no reason why Gunpowder Treason
Should ever be forgot."


