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»Au point de vue barbare, liberté est synonyme d’isolement: [...]« Pierre Joseph Proudhon

Notebook Funktionstasten unter Ubuntu / Mint aktivieren

Als ich neulich im Freien mit meinem Toshiba Satellite R830-11C unterwegs war und in einem netten Straßencafè etwas damit arbeiten wollte wurde mein Gesicht immer länger und länger: Der ansonsten schön helle Bildschirm war ganz schön dunkel - klar: Energie sparen - aber: Die Funktionstasten zum Regulieren der Helligkeit (Fn6 / Fn7) reagierten nicht. Ich hatte da aus Faulheit engegen meiner sonstigen Gewohnheit Linux Mint 17.3 LTS "ROSA" installliert. Eine Suche nach dem Problem ergab alle möglichen Möglichkeiten, lösten nur mein Problem nicht - bis auf eine: Der Kollege von kushellig hat eine Lösung gefunden, die ich bei mir erfolgreich einsetzen konnte:

Im Terminal per

sudo gedit /etc/default/grub

die Zeile (im Screenshot Zeile 11)

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash"

um folgendes erweitern:

acpi_osi=Linux acpi_backlight=vendor

Man kann auch einen anderen Editor verwenden, ich nehme hier den Notepad++ Klon NotepadQQ. Das ganze sollte dann so aussehen:



Wie in der Datei schon erwähnt, sollte man im Anschluss grub im Terminal per

sudo update-grub

updaten und rebooten. Danach sollten die Tasten wie gewünscht funktionieren. In der Kommentarspalte bei kushellig wird noch auf ein paar Fragen zum Thema eingegangen, der Blick dorthin lohnt sich auf jeden Fall.

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Zuletzt bearbeitet am 04.06.2017 10:54

Blogkino: Chinesisches Roulette (1976)

Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino einen weiteren Film von Rainer Werner Fassbinder, den heute kaum noch gezeigten Streifen "Chinesisches Roulette". "Der Film zeigt die kühle Rache eines an Kinderlähmung erkrankten Mädchens, das sich von ihren Eltern gehasst fühlt und Freude daran hat, die Heuchelei ihrer Mitmenschen zu entlarven." (WikiPedia)

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“Wia d’Revoludsjo uffs Dorf komma isch”

Foto: Archiv Ebbe Kögel
Die Jugendbewegung des “wilden Jahrzehnts- 1968 -“ 1977 in der Provinz
Ein Vortrag mit Dias und Musik von Ebbe Kögel

Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr


“The Times They Are A-™Changin- sang Bob Dylan im Jahre 1964 und kündigt damit an, was sich in den folgenden Jahren im ländlichen Raum abspielt: Strukturveränderungen in der Landwirtschaft und die Bildungsreform führen die Jugend aus den engen Grenzen des alten Dorfes heraus und bringen die Zeichen einer neuen Zeit: Beatmusik und lange Haare, Kriegsdienstverweigerung und Rebellion gegen die Autoritäten. Die Jugendlichen suchen nach neuen Wegen und stellen Althergebrachtes radikal in Frage -“ Ruhestörung für die Erwachsenen, das Recht auf Selbstbestimmung in allen Lebensbereichen für die Jungen.

In provisorisch eingerichteten Kellern wird der erste Stehblues getanzt, Underground-Musik gehört, der erste Joint geraucht. Das Bedürfnis nach selbstverwalteten Räumen findet seinen politischen Ausdruck in der Jugendzentrumsbewegung, die Anfang der siebziger Jahre in vielen Dörfern und Kleinstädten der Republik entsteht.

Das selbstverwaltete Jugendzentrum in Stetten, bereits 1968 entstanden, das erste in der Bundesrepublik, gehört zur Speerspitze dieser Bewegung und wird durch eine spektakuläre und erfolgreiche Hausbesetzung im März 1977 bundesweit bekannt.
Anhand von Dias und Musikbeispielen wird die Stimmung der damaligen Zeit eingefangen und dargestellt, in welchem Ausmaß sich in einem Jahrzehnt alle Lebensbereiche veränderten und was von diesen Veränderungen heute noch geblieben ist.

Eintritt frei. Spenden erwünscht

Ort: Waldheim Gaisburg, Obere Neue Halde 1, 70186 Stuttgart


Mail: kultur@waldheim­gaisburg.de Web: www.waldheim­gaisburg.de

Revolution an der Tanzbar: Tangerine Dream - ‚Ricochet‘ Live at Conventry Cathedral 1975

Heute mal etwas elektronische Mucke von Tangerine Dream, den Wegbereitern der sog. Berliner Schule, die ich selbst leider nie live erlebt habe, auch wenn ich in jungen Jahren zu dieser zumindest in den Anfängen zum Krautrock zu zählenden Formation so manche Tüte desselben verdrückt habe. Am besten hat mir die Band in den Jahren beim Virgin Label gefallen, aus der auch Ricochet entstand. Danke an monstropolis für den Hinweis!

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Linguine mit Orangensauce und grünem Spargel oder: Hedonismus hilft. Also so vong der Reproduktion der Arbeitskraft her.

Serviervorschlag
„Die Konsumtion des Arbeiters ist doppelter Art. In der Produktion selbst konsumiert er durch seine Arbeit Produktionsmittel und ver-wandelt sie in Produkte von höherem Wert als dem des vorgeschossenen Kapitals. Dies ist seine produktive Konsumtion. Sie ist gleichzeitig Konsumtion seiner Arbeitskraft durch den Kapitalisten, der sie gekauft hat.

Andererseits verwendet der Arbeiter das für den Kauf der Arbeitskraft gezahlte Geld in Lebensmittel: dies ist seine individuelle Konsumtion. Die produktive und die individuelle Konsumtion des Arbeiters sind also total verschieden. In der ersten handelt er als bewegende Kraft des Kapitals und gehört dem Kapitalisten; in der zweiten gehört er sich selbst und verrichtet Lebensfunktionen außerhalb des Produktions-prozesses. Das Resultat der einen ist das Leben des Kapitalisten, das der andern ist das Leben des Arbeiters selbst.

Bei der Betrachtung des -šArbeitstags-˜ usw. zeigte sich ..., dass der Arbeiter oft gezwungen ist, seine individuelle Konsumtion zu einem bloßen Zusatz des Produktionsprozesses zu machen. In diesem Fall setzt er sich Lebensmittel zu, um seine Arbeitskraft im Gang zu halten, wie der Dampfmaschine Kohle und Wasser, dem Rad Öl zugesetzt wird. Seine Konsumtionsmittel sind dann bloße Konsumtionsmittel eines Produktionsmittels, seine individuelle Konsumtion direkt produktive Konsumtion.“

K. Marx, Kapital I, MEW 23, 596f.

Zur krass konkreten Seite:

200 g Linguine
500 g Spargel, grüner
200 ml Orangensaft
50 ml (vegane) Sahne 1
1 TL Currypulver, mildes
n.B. Salz und Pfeffer
n.B. (veganer) Parmesan 2
n.B. Olivenöl
für die Arbeiteraristokratie evtl. etwas Safran. Alle anderen können so wie ich z.B. ein paar in gutem Olivenöl und kleingehacktem Knoblauch angebratene veGarnelen oben drauf werfen, siehe Foto.

Die Linguine im Salzwasser bissfest kochen. Vom grünen Spargel das untere Drittel schälen, holzige Enden großzügig abschneiden. Den Spargel 3-4 Minuten in Salzwasser kochen, abgießen und kalt abschrecken.

Den Orangensaft auf die Hälfte einkochen, dann Sahne, Curry, Salz und Pfeffer dazugeben, noch einmal kurz aufkochen und abschmecken. Die Nudeln in den Topf mit der Orangensauce geben und warm halten.

Den Spargel mit einer ganzen, zerdrückten Knoblauchzehe in ein wenig Olivenöl in der Pfanne kurz anbraten, sodass er leichte Röstaromen entwickeln kann, pfeffern. Noch in der Pfanne mit grob geraspeltem Parmesan bestreuen und leicht anschmelzen lassen. Die Linguine mit dem Spargel anrichten.


Anmerkungen



1
Vegane Sahne:
25 g Cashhewkerne und 100ml Wasser im Blender frein pürieren.
Veganer Parmesan:
150 g Cashewnüsse natur
25 g Hefeflocken
3/4 TL Salz
1/4 TL Knoblauchpulver

Einfach alle Zutaten in einen Standmixer geben und zu einem feinen Mehl pürieren. Der vegane Parmesan hält sich im Kühlschrank luftdicht verschlossen knapp 3 Wochen.

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Horkheimer zur Menschwerdung des Menschen

Horkheimer (links) mit Theodor W. Adorno (vorne rechts) und Jürgen Habermas (hinten rechts) in Heidelberg, 1964
Foto: Jeremy J. Shapiro / CC-BY-SA-3.0

“Macht nicht diese Geborgenheit, die Gewißheit sich auf alle Fälle in der Mitte der Gesellschaft zu erhalten und nie wirklich an ihre Grenzen zu stoßen, die Menschen zu Funktionen, die in allem Wesentlichen zu berechnen sind, deren Formel bis an ihr Lebensende fertig vorliegt? In allem Entscheidenden denken, fühlen, handeln sie als bloße Exponenten ihrer Eigentumsinteressen. Der Sinn ihres Lebens ist festgelegt, es hängt nicht von ihrer Menschlichkeit, sondern von einer Sache, von ihrem Vermögen und seinen immanenten Gesetzen ab. Zu einer Art wirklicher selbstständiger Mensch werden sie nur, wo sie spielen oder sonst gleichgültige Dinge tun.“

Max Horkheimer - Notizen 1950 bis 1969 und Dämmerung

Blogkino: Faustrecht der Freiheit (1975)

Heute zeigen wir in unserer beliebten Reihe Blogkino einen weiteren Film von Rainer Werner Fassbinder, das 1975 entstandene Drama Faustrecht der Freiheit: "Franz Bieberkopf ist ein homosexueller Schausteller, der unter dem Künstlernamen Fox, der tönende Kopf auftritt. Nach der Verhaftung seines Arbeitgebers und Lebensgefährten Klaus ist er arbeitslos und allein. Als er eines Tages 500.000 Mark im Lotto gewinnt, lernt Franz schnell neue Freunde aus der Oberschicht kennen, darunter den Unternehmersohn Eugen und den Antiquitätenhändler Max.

Eugen, dessen Familienbetrieb vor dem Bankrott steht, sieht seine Chance gekommen. Er trennt sich von seinem bisherigen Freund Philipp, lässt sich mit Franz ein und überredet diesen, die Druckerei seines Vaters finanziell zu unterstützen. Auch die gemeinsame Wohnung wird von Franz bezahlt. Mit immer neuen Mitteln gelingt es Eugen, seinen gutgläubigen Freund auszunutzen. Gleichzeitig betätigt er sich als dessen Lehrer, bringt ihm angemessene Verhaltensweisen bei und führt ihn in die Münchener Oberschicht ein. Als Franz sich schließlich von Eugen trennt, hat er fast alles verloren, selbst die Wohnung befindet sich nicht mehr in seinem Besitz. (...)"

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Protestantische Werksmoral

Dostojewski, 1876
"Oh wenn ich doch nur aus Faulheit untätig wäre. Herrgott, wie würde ich mich dann achten. Ich würde mich gerade deswegen achten, weil ich dann doch fähig wäre, wenigstens faul zu sein; dann besäße ich wenigstens eine gewissermaßen positive Eigenschaft, von der ich dann auch selbst überzeugt sein könnte. Frage: Wer ist das? Antwort: ein Faulpelz; aber ich bitte Sie, das hört sich doch äußerst angenehm an, das heißt, man ist definitiv bestimmt, das heißt, es gibt etwas, was sich über mich sagen läßt. "Ein Faulpelz!" - aber das ist doch Titel und Bestimmung, das ist doch eine Karriere, meine Herrschaften."

Fjodor Dostojewskij - Aufzeichnungen aus dem Kellerloch

Endlich: LineAgeOS für Google Pixel C auch offiziell verfügbar!

Mein Pixel C mit angedockter Tastatur beim Schreiben dieses Kurzbeitrags
Ab morgen ist es endlich soweit, für Googles High End Tablet Pixel C ist das möglich, was es unter dem inzwischen eingestellten Cyanogen Mod nur als Hack gab: LineAge OS erscheint als offizielle Version. Am 1. April 2017 erschien das erste Posting des Entwicklers, danach ging alles recht schnell, ein angepasstes Recovery wurde veröffentlicht, Probleme bei einigen Anwendern mit speziellen Kerneln gelöst, im offiziellen LineAge OS Wiki wurde vergangene Woche dann eine eigene Seite für das Pixel C unter dessen Devicenamen "Dragon" eingerichtet, der seit dem Nightly vom 12. Juni alle seither erschienenen Versionen enthält. Damit sind endlich auch OTA Updates möglich. Einziges Manko: Die passende vendor.img muss separat geladen werden, man kann leider nicht die Standardversion von Google verwenden. Die Version des Entwicklers findet sich jedoch immer in dessen Google Drive zum Download. Die Datei kann über TWRP / Installation / Image dann auf dem Pixel C installiert werden. Keine Sorge, falls man das vergisst: Eine entsprechende Fehlermeldung verweist auf die zu installierende Version der vendor.img.

Es wird eigentlich auch höchste Zeit, denn das im Dezember 2015 erschienene Tablet ist inzwischen auch nicht mehr das jüngste. Davon abgesehen, dass es auch leistungsfähig durchaus mit den aktuellen Tablets mithalten kann war für mich nach der Verwendung des Vorläufermodells Nexus 9 die überragende Tastatur des Pixel C die magnetisch an den Aluminium Unibody des Pixel C angedockt wird, mitentscheident für den Kauf des Tablets.

Die Tastatur ermöglicht es "mal eben" statt mit einem ausgewachsenen Notebook mit einem wesentlich leichteren Gerät die üblichen Officesachen zu erledigen. Hier verwende ich K9 Mail zusammen mit dem PGP/GPG Äquivalent Openkeychain für alles rund um Email, Firefox bzw. Chrome zum Browser und die aus der SoftMaker Schmiede stammenden TextMaker, PlanMaker und Presentations in der HD Version für die sonstigen Dinge. (Übrigens gibt es die Programme auch kostenlos und ohne nervige Werbung, nur eben nicht in der HD Version. Aber zum kurzen Ansehen oder Bearbeiten eines Textes reichen die Versionen allemal.)

Für soziale Netzwerke stehen ja die diversesten Apps zur Verfügung, auch hier ermöglicht einem ein gerootetes Device einfach mehr Kontrolle über die jeweiligen Apps.

Wenngleich es nach wie vor monatlich durch Updates von Google versorgt wird, hat man mit Lineage OS einfach mehr Möglichkeiten - die nicht nur damit zusammenhängen, dass ein gerootetes Gerät Voraussetzung für die Installation ist. Inzwischen sind - im Gegensatz zu früheren Zeiten - die Abläufe rund um das Rooten von Android Devices auch bei weitem nicht mehr so "tricky" und das Risiko, am Ende mit einem teuren, aber schönen Briefbeschwerer da zu stehen, ist wesentlich geringer.