Wir setzen in unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos fort mit dem dem Aufruf, die Restauration des 1924 unter der Regie von H. K. Breslauer entstandenen Film "Die Stadt ohne Juden" zu unterstützen. Der aus heutiger Perspektive oft prophetische Weitsicht in Bezug auf die Geschehnisse im Faschismus zugeschrieben Film, die sich auch in den filmischen Bildern der Vertreibung der Juden widerspiegelt, basiert auf der Romanvorlage von Hugo Bettauer die auf satirische Weise die Konsequenzen des grassierenden Antisemitismus zu Ende dachte. Nur wenige Monate nach der Uraufführung am 25. Juli 1924 in Wien wurde der Autor der Romanvorlage von dem Nationalsozialisten Otto Rohstock in seinem Büro erschossen. Die Restaurierung und Wiederaufführung des vollständigen Werks sind nach dem Fund der bislang fehlenden Teile des Films auf einem Pariser Flohmarkt in Planung, jedoch aufgrund fehlender finanzieller Mittel noch nicht gesichert, FörderInnen und private SponsorInnen werden derzeit gesucht.
Charles Bukowski - Über Arbeit
Charles Bukowski, The Most Beautiful Woman in Town & Other Stories
"Ich habe einen Plan..."
Achttausend Menschen kamen zur George Jacksons Beerdigung am 28. August 1971 in die St. Augustine-™s church in Oakland. Nur 200 Trauergäste konnten an der Zeremonie teilnehmen, der Rest wartete außerhalb des Gebäudes.
George Jackson, via dit und dat
Texte von und über George Jackson
- Soledad Brother: The Prison Letters of George Jackson -“ Onlinetext von Jackson's 1970 veröfffentlichtem Buch
- Remembering the Real Dragon: An Interview with George Jackson -“ Karen Wald, Mai / Juni 1971
- George Jackson: Black Revolutionary -“ Artikel über George Jackson von Walter Rodney, November 1971
- George Jackson: Forty years ago they shot him down Aktueller Text in der San Francisco Bay View anlässlich Jacksons 40. Todestages
Themenabend zum 100. Geburtstag von Peter Weiss: "Trotz der Schwere ein Optimismus"
Anlässlich des 100. Geburtstags von Peter Weiss erinnert Janka Kluge an Leben und Werk des deutsch-schwedischen Schriftstellers, Malers und Dokumentarfilmers. Sie berichtet über seine Zeit im Ausland in den 1930er Jahren, seine Erfolge als politischer Dramatiker in der Nachkriegszeit und über das vielseitige literarische und künstlerische Schaffen des Antifaschisten, der am 10. Mai 1982 in Stockholm starb.
Janka Kluge erinnert an den Schriftsteller Peter Weiss und sein Werk.
KOMMA Jugend und Kultur
Dienstag, 6. Dezember, 19 Uhr
Maille 5-9, Esslingen
Eine gemeinsame Veranstaltung von:
• KOMMA Jugend und Kultur
• VVN-BdA Kreisvereinigung Esslingen
• Rosa Luxemburg Stiftung
Via VVN-BdA Kreisvereinigung Esslingen
Alfred-Hausser-Preis 2016 geht an „Geraubte Kinder“
Die Wanderausstellung des Vereins „Geraubte Kinder -“ vergessene Opfer“ des gleichnamigen Vereins aus Freiburg erhält den Alfred-Hausser-Preis 2016.
Am 5. November 2016 im Esslinger Gewerkschaftshaus wird die Auszeichnung des Preisträgers erfolgen. Dies beschloss der Landesvorstand der VVN-BdA auf Empfehlung seines Beirats. Die 1947 von Überlebenden der Naziverfolgung gegründete überparteiliche antifaschistische Organisation vergibt den Preis seit 2006 alle zwei Jahre für Projekte, die in besonderer Weise die Erinnerung an den Widerstand gegen den Faschismus, die Verfolgten und die Opfer des Naziregimes bewahren helfen.
Die Wanderausstellung behandelt das Schicksal von Menschen, die von den Nazis als Kinder aus Polen, Russland, Slowenien, der Tschechoslowakei und Norwegen wegen ihres vermeintlich „arischen“ Aussehens nach Deutschland verschleppt wurden, woran in nicht geringem Maß die Deutsche Reichsbahn mitwirkte. Viele dieser geraubten Kinder konnten nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurückgebracht werden, weil deutsche Jugendämter bei der Verschleierung des Menschenraubs mitwirkten und die Kinder mit einer fremden Identität „einbürgerten“. So haben die meisten von ihnen nach 1945 ihre Eltern nicht wiedergesehen. Und wenn sie in zurückkehren konnten, traten schwere Probleme auf Das Leid dieser Menschen wurde nie als Verbrechen anerkannt. Nie erhielten sie eine Entschädigung. Von der Wanderausstellung über diese kaum bekannte Opfergruppe und dem dazu gehörenden Film, der sich auch mit der Uneinsichtigkeit der heutigen Deutschen Bahn beschäftigt, waren die Vergabegremien für den Alfred-Hausser-Preis berührt und beeindruckt
„Die Auswahl fiel unserem Beirat nicht leicht“, erklärte Lothar Letsche, das zuständige Vorstandsmitglied. „Auch die drei anderen nominierten Projekte waren ohne Zweifel preiswürdig und wurden von einzelnen Beiratsmitgliedern an die erste Stelle gesetzt. Aber wir können den Preis eben leider nur einmal vergeben.“ Im Auswahlverfahren befanden sich:
Die (inzwischen auch als Buch dokumentierte) Ausstellung „Nazi-Terror gegen Jugendliche“ -“ Verfolgung, Deportation und Gegenwehr in der Region Freiburg -“ unter Leitung der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg zwischen 2008 und 2015 weitgehend durch Jugendliche erarbeitet, die bei ZeitzeugInnen in aller Welt und in Archiven recherchierten
Eine (filmisch dokumentierte) Serie von Aktivitäten in Offenburg unter den Titel „KZ in der Nachbarschaft“. Zwei Schulen in Offenburg-Nord befinden sich auf einem ehemaligen Kasernengelände, das zeitweise als Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof (Elsass) diente. Diese Tradition wird nicht verdrängt, sondern von den Schülerinnen und Schülern für beeindruckende Formen des Gedenkens und Erinnerns aufgegriffen.
Das Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis erarbeitete als Teil seiner vielfältigen Aktivitäten eine Broschüre und einen Vortrag über den als Vorbild verstandenen Widerstandskämpfer Fritz Birk (1894-1956), Verteidiger der Spanischen Republik, der auch nach dem 2. Weltkrieg in seiner Heimat versuchte und es schwer hatte, diese Welt zu einer gerechteren zu verändern.
• VVN-BdA Baden-Württemberg
• Geraubte Kinder -“ vergessene Opfer
• Nazi-Terror gegen Jugendliche“
• Buntes Haus Offenburg
• Ettlinger Bündnis gegen Rassismus und Neonazis
Quelle: Pressemitteilung VVN-BdA LV Baden-Württermberg
So, Ihr #Trachtenzombies, morgen ist #FckWsn endlich vorbei.
Zum Kotzen. Zum Glück für die Menschheit ist der Dreck am morgigen Sonntag vorbei. Bis nächstes Frühjahr. Unbegreiflich bleibt bis zuletzt, warum sich Menschen allen Alters und Geschlecht diesen Inbegriff an Spießbürgerlichkeit hingeben und sich dabei selbst verunstalten. Vermutlich ist das ein Ventil für den ganzen Frust, den das ganze Restleben so mit sich bringt und die Unfähigkeit, dies zu ändern. Oder dies überhaupt ändern zu wollen??
Es wird zwar kaum einer von den Trachtenzombies lesen, für alle anderen empfehle ich:
• Wasokalypse now in der Kontext Wochenzeitung
• Nazierfindung Wiesndirndl via telepolis
• "Stuttgart kotzt"
• "München kotzt"
• Wasn Free Youth (Facebook Gruppe)
Dann wurde mir noch was aus dem Fernsehen empfohlen, leider nur der erste Teil, aber das reicht bereits:
Blogkino: Aelita (1924)
Wir setzen in unserer Kategorie Blogkino heute die Reihe mit Filmen des expressionistischen Kinos fort mit dem 1924 gedrehten Science-Fiction Film Aelita (ÐÑÐ"ита), "der auf der gleichnamigen Novelle Aelita von Alexei Tolstoi basiert. Er erhielt bei der deutschen Erstaufführung den Verleihtitel "Der Flug zum Mars"." (Den Film haben wir bereits im vergangenen Jahr im Rahmen einer Reihe mit sowjetischen Science-Fiction Filmen gezeigt, wegen seiner filmhistorischen Bedeutung scheuen wir jedoch auch keine Wiederholungen.)
"Der Film ist historisch bedeutend und nahm einen richtungsweisenden Einfluss auf die Entwicklung des Genres der Science Fiction in Theater und Film. Zum einen stellen seine aufwändigen Science-Fiction-Elemente in einem Nebenhandlungsstrang einen in dieser Zeit ungewöhnlich neuen Stil vor, der von vielen Theateraufführungen aufgegriffen wurde und sich bald mit einer typischen Vorstellung über futuristische Gesellschaften verband. Mit seinem für die damaligen sowjetische Verhältnisse völlig neuartigen Dekor im Stile des deutschen Filmexpressionismus nahm er auch einen großen Einfluss auf spätere (internationale) Filmproduktionen. Der Haupthandlungsstrang des Films spielt im zeitgenössischen Alltag und weist viele ideologische Elemente auf, die zunächst zu einer weiten Verbreitung in der Sowjetunion und den internationalen Kinos führte. (..)" (Wikipedia)
Heute vor 80 Jahren: Schlacht in der Cable Street
Heute vor 80 Jahren fand in London die Schlacht in der Cable Street statt. 3000 Faschisten wurden von dem britischen Nazi und Gründer der faschistischen Partei British Union of Fascists Sir Oswald Mosley angeführt und von einem großen Aufgebot des Metropolitan Police Service begleitet. Die Polizeikräfte sollten den geplanten Ablauf der Demonstration ermöglichen, was die zahlreichen Gegendemonstranten jedoch verhinderten. Der Protestmarsch der Faschisten wurde schließlich abgebrochen. Von seinen Erlebnissen bei den damaligen Riots berichtet der heute noch aktive, immerhin inzwischen 101 Jahre alte Antifaschist Max Levitas in einem Video für Channel 4:
Siehe auch:
• Battle of Cable Street: when the Irish helped beat back the fascists
• The '43 Group
Erfolgreiche Proteste gegen die AfD-Veranstaltung am 03.10.2016 in Bad Cannstatt
Das Aktionsbündnis „Stuttgart gegen Rechts“, das die Gegenproteste organisiert hatte, zeigt sich mit dem Verlauf zufrieden. „In Stuttgart ist kein Platz für die Politik der Spaltung und Ausgrenzung, wie sie die AfD betreibt. Die Mehrheit unserer Gesellschaft hat keine Lust auf rechte Hetze, das hat der vielfältige Protest auch heute wieder eindrucksvoll gezeigt.“ fasst Dominik Schmeiser, Pressesprecher des Aktionsbündnis zusammen.
Zur Kritik an der Veranstaltung der AfD ergänzt Schmeiser: „Hauptredner der AfD war heute der Europaabgeordnete Marcus Pretzell, der sich im Europäischen Parlament in der ENF-Fraktion die Bank mit FPÖ und Front National teilt. Er steht damit exemplarisch für die aktive Vernetzung der AfD mit offen rechten Kräften. Solche Leute sind in Stuttgart nicht willkommen, und dafür werden wir auch in Zukunft auf die Straße gehen.“
Quelle: PM Stuttgart gegen Rechts
Der Nationalismus: Eine Gefahrenquelle!
"Es gab wohl kaum eine Epoche in der Geschichte der Menschheit, in der ein einmütiges und vorurteilsfreies Zusammenwirken aller Völkergruppen so dringend notwendig gewesen wäre wie gerade heute, um den großen Problemen der Zeit zu begegnen, von deren Lösung das Schicksal aller abhängig ist. Alle Probleme, die sich heute vor uns auftürmen, haben sich zu Weltproblemen ausgewachsen, die man weder umgehen noch durch politische Neutralität beseitigen kann. Jeder Versuch einzelner Völker in dieser Richtung muß nur zu neuen Trugschlüssen führen und die Gefahr vergrößern, die uns heute von allen Seiten bedroht. Die meisten Menschen haben auch bereits eine dunkle Vorstellung von der Unhaltbarkeit der heutigen Zustände, doch nur eine kleine Minderheit hat bis jetzt klar erkannt, daß eine neue und vielleicht die größte Katastrophe, von der die Menschheit je befallen wurde, nur durch eine entschlossene Abkehr von den alten Wegen der Machtpolitik der Staaten und der nationalistischen Verblendung der Völker abgewendet werden kann. (...)"
Weiterlesen in Rudolf Rocker - Aufsatzsammlung Band 2 1949-1953 Verlag Freie Gesellschaft,1980





