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»Le problème avec ce monde est que les personnes intelligentes sont pleines de doutes tandis que les personnes stupides sont pleines de confiance.« Charles Bukowski

Berlin: Totale Überwachung im Netz - unsere Daten sichern wir selber!

Stell dir vor, dein Telefon wird vom Staat abgehört, ohne dass ein formeller richterlicher Beschluss notwendig wäre und irgendjemand je davon erfährt. Stell dir außerdem vor, alle deine Briefe werden vom Verfassungsschutz aufgerissen und gelesen. Und stell dir schliesslich vor, dass die Polizei unbemerkt in deine Wohnung eindringen und dort deine Unterlagen durchwühlen darf.

Diese Horrorvorstellung ist schon nahe an der Realität, wenn es um die elektronische Kommunikation geht. Vorratsdatenspeicherung und Legalisierung der heimlichen Internetausforschung in NRW sind nur einige Stichworte der aktuellen Debatte.
Zu den aktuellen Plänen und den juristischen Hintergründen wird der Berliner Rechtsanwalt Michael Below informieren. Zum zivilrechtlichen Widerstand wird der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Datensicherheit, Sönke Hilbrans, Einblick geben.
Zum Schluss werden die HerausgeberInnen der Broschüre (Unsere Daten sichern wir selber) darlegen, warum das Thema elektronische Kommunikation auch in der Linken wieder verstärkt zum Thema werden sollte. Die Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Menschen mit geringen Computerkenntnissen.
Mit:
Michael Below: Rechtsanwalt mit dem Scherpunkt Internetrecht Berlin
Sönke Hilbrans: Rechtsanwalt und Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Datenschutz
Herausgeber der Broschüre "Unsere Daten schützen wir selber"
Mittwoch, 7. Februar um 20 Uhr im Stadtteilladen Zielona Gora, Grünberger Str. 73, Berlin-Friedrichshain.


Quelle: G8 2007 bundesweite Liste - federal list

Einhellige Ablehnung der Koalitionspläne zur Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten

27 Verbände lehnen in einer heute veröffentlichten Gemeinsamen Erklärung einen Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ab, dem zufolge künftig Daten über jede Nutzung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet auf Vorrat gesammelt werden sollen (sog. „Vorratsdatenspeicherung“), damit sie Polizei und Staatsanwaltschaften zur Verfügung stehen. Die Verbände bezeichnen es als „inakzeptabel“, dass ohne jeden Verdacht einer Straftat sensible Informationen über die sozialen Beziehungen, die Bewegungen und die individuelle Lebenssituation von über 80 Millionen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern gesammelt werden sollen. Getragen wird die Gemeinsame Erklärung von Bürgerrechts-, Datenschutz- und Menschenrechtsverbänden, von Journalistenorganisationen und Medienverbänden, von der Internetwirtschaft und der Telefonseelsorge, von Anwalts- und Juristenverbänden sowie von der Verbraucherzentrale.

Weiterlesen beim Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung

Bayern scannte seit Januar 2006 45 Millionen KfZ-Kennzeichen

Leider gehört die ADAC Homepage nicht zu den Seiten, die ich regelmäßig besuche. Daher stolperte ich heute eher zufällig über die Meldung in Net News Global: Bayern scannte seit Januar 2006 45 Millionen KfZ-Kennzeichen ohne jeden Verdacht oder Anlaß per Videoscanning und glich diese Daten mit den Fahndungsrechnern der Polizei ab.

Zur Pressemitteilung des ADAC vom 4.10.2006

1.000 Protestbriefe gegen Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten

1984 war gestern...
Wer sich den Bericht durchgelesen hat, dem wird es vielleicht etwas mulmig. Die anvisierten Überwachungsziele und Methoden hätte sich wohl selbst George Orwell in 1984 nicht ausgemalt. Da stimmen die Protestbriefe und Sammelklagen gegen die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung doch zuversichtlich:

+++ Breiter Protest gegen geplante Protokollierung von Telefon, Handy, E-Mail und Internet +++ Über 1.000 besorgte Bürger schreiben den 448 CDU-, CSU- und SPD-Bundestagsabgeordneten +++ Verhaltene Reaktionen der Parlamentarier +++


Einen wachsenden Widerstand gegen die geplante Vorratsdatenspeicherung (verdachtsunabhängige Speicherung von Telekommunikationsdaten zur verbesserten Strafverfolgung) vermeldet der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, in dem sich unter anderem Journalisten, Rechtswissenschaftler, Politologen und Informatiker zusammengeschlossen haben. Der Arbeitskreis zieht damit eine positive Zwischenbilanz seiner Aktion „Offene Briefe gegen die Vorratsdatenspeicherung“. Auf einem speziellen Internetportal können besorgte Bürger seit September 2006 offene Protestbriefe gegen die von Union und SPD geplante sechsmonatige Speicherung weiter Teile des Kommunikations-, Bewegungs- und Internetnutzungsverhaltens der Bevölkerung schreiben. Die Briefe werden allen 448 Abgeordneten von Union und SPD per E-Mail zugeleitet. Die über 1.000 individuell formulierten Briefe besorgter Bürger zeigten, dass von Politikverdrossenheit keine Rede sein könne, erklärte der Arbeitskreis am Montag.

Weiterlesen beim AK Vorratsdatenspeicherung

EU-Vorratsdatenspeicherung: Überwachung 2.0

Ab Herbst 2007 tritt die EU in eine neue Stufe der Überwachung. Sämtliche Telekommunikationsunternehmen sollen dazu verpflichtet werden, Daten über die Kommunikation all ihrer Kunden verdachtsunabhängig auf Vorrat zu speichern. Zur verbesserten Strafverfolgung soll leicht nachzuvollziehen sein, wer mit wem im letzten halben Jahr per Telefon, Handy, E-Mail oder IP-Telefonie in Verbindung stand. Bei Handy-Telefonaten und SMS würde auch der jeweilige Standort des Benutzers festgehalten. Zudem soll die Nutzung des Internets einsehbarer werden.

Gegen diese orwellianische Entwicklung regt sich Widerstand aus der Netz- und Datenschützer-Szene. Die "üblichen Verdächtigen" der Polit-Aktivisten sollten sich dieser krassen Entwicklung bewusst und ebenfalls aktiver werden. Am 29. Januar wird es im Rahmen des ersten "europäischen Datenschutztages" in Berlin verschiedene Aktionen zum Thema geben.

Weiterlesen bei IndyMedia

"Sicherheit im Internet" und weitere freie Bücher zum Thema

Der O'Reilly Verlag hat - neben weiten Titeln - das Buch "Sicherheit im Internet" freigegeben. Neben realistischen Angriffsszenarien, die auch "einfachen Surfern" drohen, werden Firewalls und erweiterte Sicherheitssysteme sowie Hilfsmöglichkeiten und Tipps besprochen.

Weitere Themen des auch in gedruckter Form erhältlichen Buches sind unter anderem:"Gefahren und Akteure im Internet", "Sicherheitsbewusstsein", "E-Mail - wer liest mit?", "E-Commerce und Online-Banking", "Anonymität", "Viren, Würmer und Trojaner" usw.

Das Buch steht beim O'Reilly Verlag zum Download

Computersicherheit ist untrennbar auch mit politischen Aspekten verbunden, siehe auch das Thema "Vorratsdatenspeicherung" Auf den Seiten der Rosa Antifa Wien befindet sich ebenfalls ein empfehlenswertes Handbuch zur Computersicherheit zum Download. Achtung: 12 MB groß!!

"(Das Buch) bietet auf über 400 Seiten die wichtigsten Informationen, um den alltäglichen Umgang mit Computern sicherer zu machen. Bei der Erstellung wurde vor allem Wert darauf gelegt die besprochenen Themen - unter anderem Verschlüsselung mit WinPT/GnuPG, verschlüsselte Festplatten und anonymes Surfen - für Nicht-"ExpertInnen" verständlich zu erklären. Die Kapitel sind dabei praxisorientiert gestaltet.

Die wichtigste Änderung zu den beiden bisherigen Versionen betrifft die Verschlüsselung von Texten/Mails und Festplattenbereichen: statt dem bisher beschriebenen Programmpaket PGP (Pretty Good Privacy) werden jetzt die kostenlosen Open Source-Programme WinPT (Windows Privacy Tools, mit GnuPG) und TrueCrypt vorgestellt.

Neu ist auch eine ausführlichere Behandlung des Themas Internet-Browser (Firefox) und allgemeine Infos wie z.B. zu den Themenbereichen Spam und Open Source.

Folgende Gebiete werden im Handbuch behandelt:

• WinPT (mit GnuPG) - Verschlüsselung von Mails / Einsatz mit verschiedenen Mail-Clients
• TrueCrypt - Verschlüsselung von Festplattenbereichen
• Zone Alarm - Firewall / Eindringlinge abhalten
• AntiVir - Schutz vor Viren und Würmern
• JAP - Anonymes Surfen
• Ad-aware - Spionageprogramme entfernen
• Spybot - ebenfalls zum Entfernen von Spionageprogrammen
• XP Antispy - Den Spionageambitionen von Microsoft einen Riegel vorschieben
• Firefox - Internet-Browser
• Thunderbird - Mailprogramm
• Window Washer - System"pflege"
• Passwörter - Tipps und Tricks zur Auswahl vernünftiger Passwörter"


Absolut lesenswert.

Informationsquelle: Das Rote Blog und pro-linux

Google Epic 2015

Google Epic 2015 zeigt, wie sich die aktuellen Entwicklungen der Informationswelt bis ins Jahr 2015 entwickeln könnten.

epic logo



Quelle

Interessant in dem Zusammenhang ist gerade auch die Auswirkung der Vernetzung der Überwachung aus dem staatlichen und ökonomischen Bereichen:

“Datenschutz-Beauftragter warnt vor Totalüberwachung”

Deutschlands oberster Datenschützer Peter Schaar sorgt sich um die Zukunft der Privatsphäre. Neue Technologien und das Zusammenwachsen längst verfügbarer Informationsquellen könnten bald eine Totalüberwachung Einzelner ermöglichen, warnt Schaar.
Weiterlesen bei Spiegel Online

Who can you trust? - 23. "Chaos Communication Congress"

Unter dem Motto "Who can you trust?" ("Wem kann man vertrauen?") wurde heute der 23. "Chaos Communication Congress" (23C3) in Berlin eröffnet. Auch dieses Jahr führt die Diskussion neuer technischer Entwicklungen geradewegs in die Politik. So geht es u. a. um Wahlcomputer und ihre Manipulierbarkeit, die Überwachung von Telefon- und Computernetzen, die Erfassung biometrischer Daten auf Reisepässen und die elektronische Gesundheitskarte. Der Fachkongreß über Computertechnik, Datenschutz und Bürgerrechte wird seit 1984 jährlich vom Chaos Computer Club (CCC) ausgerichtet und ist inzwischen auf eine Veranstaltung mit mehr als 100 Vorträgen und Workshops angewachsen, die von mehreren tausend Teilnehmern besucht werden.

Der Eintritt zum Kongress (Tageskarte) kostet 30 Euro, für Chaos Computer Club-Mitglieder 20 Euro, für Hartz IV/ALG II-Empfänger 10 Euro. Mit der Tageskarte kann man am Donnerstag außer dem Treffen des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung noch eine Menge anderer Veranstaltungen besuchen.

Der Kongreß dauert noch bis Samstag. Inzwischen ist es möglich, mittels Stream den Verlauf des Kongresses zu verfolgen.

Ich habe doch nichts zu verbergen!

Mit den Stimmen von CDU und FDP hat der Landtag von Nordrhein-Westfalen am 20. Dezember 2006 eine Änderung des Verfassungsschutzgesetzes des Landes beschlossen. Demnach dürfen die Behörden auch mit rechtlicher Deckung private Computer unerkannt überwachen.

Ich kenne genügend Menschen, die meinten, weil sie nichts zu verbergen hätten, sei das nicht schlimm. Das bekannte Beispiel von Jean Charles de Menezes, der ebenfalls nichts zu verbergen hatte, ist sicherlich eine drastische Ausnahme. Oder?

Fanmärsche Griechenland : St. Pauli

Die “Gazzetta d´igital” der Ultras St. Pauli schlägt die Ausweitung der Fanmärsche vor:
Zu gemeinsamen Anreisen zu Derbys und gefährlichen Spielen wird bei St.Pauli schon seit vielen Jahren aufgerufen. Beim letzten Derby in der AOL-Arena gab es jedoch auf braun-weisser Seite den ersten richtigen Marsch vom eigenen Stadion über die Sternschanze zum Stadion des Rivalen.

In dieser Woche schicken wir euch Impressionen mit, wie diese Märsche beispielsweise in Griechenland aussehen. Die Fans treffen
sich in der Regel am eigenen Stadion und ziehen dann geschlossen mit mehreren tausend Leuten durch die Stadt in des Gegners Gebiet.


Bildquelle: Südzecken

Auch unsere Bemühungen, ein gemeinsames Losziehen mit moglichst vielen Fans zu organisieren, sind davon inspiriert. Wir wollen unsere Stärke, unsere Farben und unseren Zusammenhalt zeigen und jeder soll wissen, dass St.Pauli auf der Strasse und auf dem Weg zu einem weiteren Auftritt ist.

Schliesst euch den Märschen an, sowohl bei Heimspielen dem Marsch zum Fanladen, als auch auswärts auf dem Weg zum Stadion!