Im Juni 2018 fand zum dritten Mal das Festival „Rock gegen Überfremdung“ in Themar statt -“ mehr als 2000 Faschisten kamen in Thüringen unter Polizeischutz zusammen und hörten verschiedensten rechten und faschistischen Bands zu. Im Jahr zuvor kamen sogar 6000 Faschisten zusammen. Im Allgäu finden derzeit immer wieder -“ relativ geheim -“ kleinere Nazi-Konzerte statt, aber auch in der Stuttgarter Umgebung sind solche Zusammentreffen von Faschisten kein unbekanntes Phänomen.
Rechte Musik stellt aber für Reaktionäre und Nazis nicht nur Freizeitaktivität und Selbstbespassung dar, sondern ist neben der Funktion der Ideologieverbreitung und -verfestigung zum Beispiel auch eine relevante finanzielle Stütze der gewaltbereiten Naziszene dar. Somit ist rechte Musik ein wichtiger Bestandteil für Faschisten und ihre Handlungsfähigkeit. Daher ist es wichtig sich mit dieser Thematik auseinander zu setzen.
Da die Anzahl an rechter und faschistischer Musik aber ein unüberschaubares Feld ist, wollen wir uns in der Antifakneipe im Februar mit rechter Musik, Bands und ihren offensichtlichen Verbindungen in die organisierte Naziszene auseinandersetzen und einen Überblick geben.
Antifa-Kneipe im Februar: 8.02.2019 ab 19 Uhr / Linkes Zentrum Lilo Herrmann Böblinger Str. 105, 70199 Stuttgart
Revolution mit dem Tanzbein: Ben Poole - Hey Joe @ Bluesmoose fest 2012
Klimastreik #fridayforfuture - Demo in Berlin
Zur Bilderstrecke beim Umbruch Bildarchiv
Weiteres zu diesem Thema:
nachschLAg: Ein unvollständiger Wochenrückblick
Der Sohn von Präsident Jair Bolsonaro, der jüngst gewählte Senator Flávio Bolsonaro, hat bis vor kurzem offenbar engste Familienangehörige eines der Hauptverdächtigen im Mordfall Marielle Franco beschäftigt. Als Abgeordneter von Rio de Janeiro soll er bis Mitte November 2018 die Ehefrau und Mutter eines in den Mordfall involvierten Auftragsmörders beschäftigt haben.
Während Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro seine erste Auslandsreise zum Weltwirtschaftsforum im Schweizerischen Davos angetreten hat, wird in Brasilien gegen den ältesten Sohn Flávio wegen des Verdachts der Korruption ermittelt.
Die neue brasilianische Regierung plant den radikalen Ausverkauf staatlichen Eigentums. Rund 100 staatseigene Unternehmen sollen privatisiert oder liquidiert werden.
KOLUMBIEN
Die kolumbianische Guerillaorganisation Nationale Befreiungsarmee ((Ejército de Liberación Nacional, ELN) hat die Verantwortung für den Bombenanschlag auf die Kadettenschule der Nationalpolizei in Bogotá vom vergangenen Donnerstag übernommen.
Nirgendwo leben Sozialaktivisten so gefährlich wie in Kolumbien. Die Regierung lässt bedrohliche kriminelle Strukturen unangetastet.
KUBA
Nach einem aktuellen Bericht der Weltbank-Gruppe verfügt das sozialistische Kuba als einziges Land in Lateinamerika und der Karibik über ein Bildungssystem, welches von international „hoher Qualität“ sei.
VENEZUELA
In Venezuela hat Präsident Nicolás Maduro am Mittwoch bei einer Ansprache am Regierungssitz den vollständigen Bruch der diplomatischen und politischen Beziehungen zur US-Regierung erklärt. Er reagierte damit auf die Unterstützung einer Gegenregierung durch Washington.
Der Verteidigungsminister von Venezuela, Vladimir Padrino López, hat die Selbsternennung des Präsidenten der Nationalversammlung Juan Guaidó zum “Interimspräsidenten- als Versuch “eines Staatsstreichs gegen unsere Institutionen, unsere Demokratie und den legitimen Präsidenten Nicolás Maduro- verurteilt.
Ein Gemeinschaftsprojekt von Einfach Übel und redblog, Ausgabe vom 25. Januar 2019
"Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. "
"Die Forderung, daß Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung. Sie geht so sehr jeglicher anderen voran, daß ich weder glaube, sie begründen zu müssen noch zu sollen. Ich kann nicht verstehen, daß man mit ihr bis heute so wenig sich abgegeben hat. Sie zu begründen hätte etwas Ungeheuerliches angesichts des Ungeheuerlichen, das sich zutrug. Daß man aber die Forderung, und was sie an Fragen aufwirft, so wenig sich bewußt macht, zeigt, daß das Ungeheuerliche nicht in die Menschen eingedrungen ist, Symptom dessen, daß die Möglichkeit der Wiederholung, was den Bewußtseins- und Unbewußtseinsstand der Menschen anlangt, fortbesteht. Jede Debatte über Erziehungsideale ist nichtig und gleichgültig diesem einen gegenüber, daß Auschwitz nicht sich wiederhole. Es war die Barbarei, gegen die alle Erziehung geht. Man spricht vom drohenden Rückfall in die Barbarei. Aber er droht nicht, sondern Auschwitz war er; Barbarei besteht fort, solange die Bedingungen, die jenen Rückfall zeitigten, wesentlich fortdauern. Das ist das ganze Grauen. Der gesellschaftliche Druck lastet weiter, trotz aller Unsichtbarkeit der Not heute. Er treibt die Menschen zu dem Unsäglichen, das in Auschwitz nach weltgeschichtlichem Maß kulminierte. [...]"
Theodor W. Adorno - Erziehung zur Mündigkeit, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1. Auflage 1971, ISBN 3-518-36511-8, S. 88 oder auch hier als PDF
Kiezkultur erhalten - Keine Beute mit der Meute!
Organisiert wurde die Demonstration von Stammgästen der Meuterei und AnwohnerInnen aus dem Kiez. Die Demonstration richtet sich auch gegen die Bedrohung weiterer Gewerbebetriebe sowie den Neubau von Hostels und Hotelanlagen in SO36.Zur Bilderserie beim Umbruch Bildarchiv
Links:
Blogkino: Vida y muerte de Buenaventura Durruti, anarquista (1999)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Vida y muerte de Buenaventura Durruti, anarquista". Der Dokumentarfilm beschäftigt sich - wie der Titel schon zum Ausdruck bringt - mit dem Leben und dem Tod von Buenaventura Durruti Dumange (* 14. Juli 1896 in León; - 20. November 1936 in Madrid).
k9 - combatiente zeigt: „... und plötzlich sahen wir den Himmel!“
Zur Erinnerung an Yessie Macchi: ihr Herz hörte am 3. Februar 2009 auf zu schlagen
uruguayische und deutsche frauenblicke - Uruguay, BRD 1997, 102 min.
11391 km trennen die Frauen aus Uruguay und Deutschland, die sich auf den Weg gemacht haben, um ihre politische und persönliche Lebensgeschichte gegenseitig kennenzulernen und auf Video aufzuzeichnen. Der gemeinsam entwickelte Film handelt von Widerstand und Gefängnis, Hoffnungen und Niederlagen. Es geht um die Aufarbeitung der eignen und die Neugier auf die Geschichte der anderen, um Gemeinsamkeiten und Trennendes, um gleiche Fragen in verschiedenen Kontinenten. Der Film dokumentiert politische und persönliche Hintergründe der Politisierung, erzählt von Haftbedingungen und Flucht, von Motivationen und Lebensgefühl vor dem gesellschaftlichen Background der 60er und 70er Jahre. Ein Stück Zeitgeschichte wird lebendig, die die politischen Kämpfe von Frauen in Uruguay und Westdeutschland in den Mittelpunkt stellt.
"Der Tag meiner Verhaftung war grau, grau, grau. Als ich aufwachte war er grau, er blieb den ganzen Tag über grau und am Abend war er immer noch grau. Auf der Polizeistation gab es dann auch keinen Tag und keine Nacht, keine Zeit mehr, nur elektrisches Licht."Gefühlvoll, poetisch erzählt Graciela Jorge von ihrer Vergangenheit als Revolutionärin. Um gegen die Militärdiktatur in Uruguay zu kämpfen, schloß sie sich Ende der 60er Jahre der Bewegung zur nationalen Befreiung (MLN) Tupamaros an, ging in den Untergrund, wurde verhaftet und zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
18 Jahre im Gefängnis hatte Monika Berberich in Westdeutschland gesessen. Als Mitglied der RAF ging auch sie in den Untergrund und gab ihre bürgerliche Identität auf, war Teil einer Stadtguerilla und kämpfte gegen den BRD-Staat.
Sie schildert die Geschehnisse von damals rational, analytisch versucht sie, ihre Vergangenheit zu begreifen. So unterschiedlich die beiden Frauen auch sind, und so unterschiedlich die Situation war, in der sie sich für einen bewaffneten Kampf entschlossen, etwas haben sie doch gemein: Sie sind Frauen. Frauen, die Widerstand leisteten und Frauen, die von der offiziellen Geschichtsschreibung vergessen werden.
Der deutsch-uruguayische Dokumentarfilm "und plötzlich sahen wir den Himmel ..." erinnert an genau diese Frauen, setzt der offiziellen Geschichte, die sich zumeist auf männliche Protagonisten bezieht, etwas entgegen. Fünf Frauen aus Uruguay, die den Tupamaros angehören, und fünf Frauen aus Deutschland, die im Widerstand aktiv waren, befragen sich gegenseitig, erzählen, manchmal sehr intim, was sie damals bewegt hat, was sie heute bewegt.
k9 • größenwahn • politischer filmabend - sonntag 3. februar 2019 - 19oo uhr
Hausprojekt Kinzigstr. 9 | 10247 Berlin
Fotorückblick: Die Anti-Apartheid-Bewegung in Deutschland (1981 - 1990)
Das afas in Duisburg hat die wohl umfangreichste Sammlung der Anti-Apartheid-Solidaritätsbewegung in Deutschland, samt tausender Fotos. Eine Bilderstrecke möchten wir euch hier vorstellen.
Zum Umbruch Bildarchiv
Wir haben es satt!
Die Großdemonstration findet seit 2011 jährlich anlässlich der Grünen Woche in Berlin statt -“ eine breite Bewegung für die Agrarwende, für den Umbau der Landwirtschaft, für Klimagerechtigkeit, für artgerechte Tierhaltung und gutes Essen für alle.
Zur Fotoreportage beim Umbruch Bildarchiv




