Nicht nur in Berlin und Hamburg gehören sie längst dazu: Fahrradkuriere, die Burger, Pizza und Co nach Hause liefern. Tausende der Rider kommen aus Indien, angelockt vom Versprechen auf ein Studium in Deutschland – und haben sich dafür hochverschuldet. Die rbb Story deckt ein System mehrfacher Ausbeutung junger Menschen auf, an dem viele mitverdienen: Sprachschulen, Vermittler, Subunternehmer und Liefer-Apps. Eine Recherche auf der dunklen Seite der Lieferdienste.
Film von Fabian Grieger und Jan Wiese | Erstausstrahlung: 02.12.2025/rbb
Malcolm X 1964 im Queens CourtMalcolm Little wurde am 19. Mai 1925 in Omaha Nebraska geboren. Er war als Jugendlicher in verschiedenen Pflegeheimen und wurde 1946 wegen Diebstahls und Einbruchs zu acht bis zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Im Knast trat er der Nation of Islam bei und nahm den Namen Malcolm X an.
1952 auf Bewährung raus, wurde er zu einem der einflussreichsten Führer der Organisation, und vom FBI überwacht. In den 1960er Jahren löste er sich von der Nation of Islam. Nach der Hadsch nach Mekka und einer Reise durch Afrika distanzierte er sich öffentlich von der Nation of Islam, gründete die islamische Muslimische Moschee, Inc. (MMI) und die PanafrikanischeOrganisation der Afroamerikanischen Einheit (OAAU).
Dieses Aktionschild und andere Materialien können bei der Friedenskooperative bestellt werden. Klicke auf die Grafik, um zur Aktionsseite zu kommen.In zwei Wochen steht am Donnerstag*, 5. März, der nächste große Schulstreik an. Viele Schüler*innen werden an diesem Tag bundesweit ein starkes Zeichen gegen die Wehrpflicht setzen. Das Netzwerk Friedenskooperative lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht entschieden ab und sieht im neuen Wehrdienst einen weiteren Schritt hin zur Militarisierung der deutschen Gesellschaft. Auf dieser Sonderseite wird ein Überblick über den aktuellen Stand der Debatte und Beratungsmöglichkeiten angeboten.
SharePic zum GegenprotestAm 26.02.2026 findet in Filderstadt-Sielmingen eine Podiumsdiskussion im Dietrich-Bonhoeffer(!)-Gymnasium mit dem AfD Kandidaten Felix Schneider statt. Besonders brisant ist das Ganze, da nach unserem letztmaligen Protest die SMV der Schule bereits eine Podiumsdiskussion außerhalb der Schule geplant hat um die AfD nicht einladen zu müssen. Der Rektor und das Lehrer:innen-Kollegium bestehen aber auf einer Veranstaltung in der Schule und so "muss aus Neutralitätsgründen" die AfD mit aufs Podium.
Wir finden das eine ziemliche Schweinerei, trotz klugem Verhalten der SMV eine auswärtige Podiumsdiskussion zu veranstalten, die Schüler:innen zu zwingen Rechtsradikale und Rassisten in die Schule zu lassen!
Also unterstützt unseren Gegenprotest vor Ort an der Schule!
26.02.2026 18:00 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Sielmingen.
Auf die schwedische Melodic Death Metal Combo "At the Gates" bin ich genauer aufmerksam geworden, als ich gespannt hatte, daß diese sich mit ihrem Album „To Drink From The Night Itself“ vom Buch „Die Ästhetik des Widerstands“ des deutsch-schwedischen Schriftstellers Peter Weiss inspirieren ließen. Das ist ein immerhin tausendseitiger Mammutroman über den Widerstand der europäischen Arbeiterbewegung gegen den Faschismus. Wie der Titel des Anfang April 2026 erscheinenden Albums "The Ghost Of A Future Dead" schon andeutet, waren die Albumaufnahmen, an dem bereits seit zwei Jahren gearbeitet wurde, bereits von der Krebserkrankung des Sängers Tompa Lindberg überschattet, der im September 2025 daran starb. Die Band verkündet dazu: "Dieses Album ist Tomas' Vermächtnis." Die erste Auskoppelung "The Fever Mask" ging nun online.
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Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino die Fortsetzung der Zatōichi Serie mit dem neunten Teil der Reihe: "Adventures of Zatoichi". Der blinde Schwertkämpfer und Masseur Zatoichi freundet sich mit einer jungen Frau an, die ihren Vater sucht, einen Dorfvorsteher, der verschwunden ist. Während er ihr hilft, das Verschwinden aufzuklären, wird Zatoichi auch mit einer anderen jungen Frau konfrontiert, die ihrem Bruder helfen will, der etwa zur gleichen Zeit und am gleichen Ort, an dem der Vermisste zuletzt gesehen wurde, jemanden ermordet hat...
Jedes Jahr zum 13. Februar kommen Neonazis und Neurechte aus ganz Deutschland und Europa nach Dresden, um den Opfern der Bombardierung von Dresden 1945 zu gedenken. Sie verdrehen historische Fakten und verbreiten den Mythos, Deutsche seien im Zweiten Weltkrieg die eigentlichen Opfer gewesen. Antifaschistische Proteste und Blockaden konnten in den letzten Jahren schon mehrmals dem Nazigedenken Grenzen setzen, in diesem Jahr gelang es aufgrund des massiven Polizeiaufgebotes und der weiträumig abgesperrten Route nur wenigen Gegendemonstrant*innen auf der Route des rechten Aufmarsches Platz zu nehmen.
2026 beteiligten sich deutlich weniger Personen am „Trauermarsch“ als im Vorjahr. Parallel fand in Budapest der sog. „Tag der Ehre“ mit Beteiligung deutscher Neonazis statt.
„Täter-Opfer-Umkehr, Relativierung der NS-Verbrechen und rechte Propaganda können wir nicht widerspruchslos den Raum auf Dresdens Straßen einräumen. Wir setzen uns mit unseren Liebsten auf die Straße statt ins Restaurant! Für Blockaden statt Pralinen! Gedenken stören! Nazis blockieren!“
Die Veranstalter*innen haben sich auch gegen das Mercosur-Abkommen ausgesprochen, weil dadurch die kleinbäuerliche Landwirtschaft zusätzlich bedroht ist. Außerdem warnen sie vor den jetzt möglichen Soja-Futtermittelimporten, weil die mit den hier in der EU verbotenen Pestiziden gespritzt werden. Dieses Gift landet dann bei uns in den Lebensmitteln. Angeführt von zahlreichen Treckern zog die Demo durch das leere Regierungsviertel, geschmückt mit vielen fantasievollen und kämpferischen Parolen.
Meine Freunde und ich haben in letzter Zeit alle Albträume.
Wir träumen von Faschismus und Hungersnot, so wie wir früher vielleicht davon geträumt haben, nackt in die Highschool zurückzukehren. Wir träumen von Sturmtruppen, die nicht aus Star Wars stammen, und wir träumen von Tränengas und Waffen.
Um ehrlich zu sein, träume ich schon seit Jahrzehnten von der Apokalypse, und manchmal sind diese Träume sogar halbwegs angenehm.
Aber im Moment? Sind meine Träume düsterer.
Ich habe ein paar Freunde, die mir ihre Träume anvertrauen, und ich fühle mich dadurch geehrt. Das Teilen von Träumen hat etwas Intimes und Verletzliches, und das nicht nur, weil sie das Werk unseres Unterbewusstseins sind. Träume sind das, was unser wacher Verstand zu verdrängen, zu zerstören versucht. Träume sind eine Bedrohung für die Realität, deshalb arbeitet unser Gehirn hart daran, sie in Schach zu halten. Wenn wir einander unsere Träume anvertrauen, bitten wir andere, etwas Wertvolles zu bewahren, etwas, das wir selbst wahrscheinlich bald vergessen werden.
Ein paar Freunde erzählen mir also ihre Träume, und ich kann euch sagen, dass diese Träume immer schlimmer werden.
Ich bin aus Minneapolis zurückgekommen und war nervöser als sonst. Ich fühle mich aktiviert, nicht im Sinne von „jetzt bin ich noch mehr Aktivist”, sondern im Sinne von „Therapiesprache”, womit ich meine, dass mein Nervensystem total durcheinander ist. Um ehrlich zu sein, bin ich beides, aber ich werde mich auf Letzteres konzentrieren.
Ich hab viel Erfahrung mit diesem Aktivismus und bin es nicht gewohnt, mich so roh, so verletzlich zu fühlen. Ich bin es nicht gewohnt zu weinen, wenn Leute beschreiben, was sie gerade durchgemacht haben – zum Guten oder zum Schlechten, ich war immer gut darin, meine Gefühle beiseite zu schieben, um sie später zu sortieren.
Seit ich nach Hause gekommen bin, schlafe ich weniger und ich schlafe mehr, ich bin müde und gereizt, und erst vor ein oder zwei Tagen habe ich es geschafft, meinen überquellenden Posteingang zu durchforsten, um den Leuten zu sagen: „Tut mir leid, dass ihr seit Wochen nichts von mir gehört habt.“
Ich habe schon lange keinen persönlichen Beitrag mehr geschrieben, weil es vielleicht Teil meiner „Aktivierung“ ist, dass ich lieber in sozialen Zentren über Minneapolis berichte oder mit Freunden darüber rede, wie sie mit ihren Nachbarn sprechen werden, als mich mit meinen eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen. Ich mache lieber meinen seltsamen Podcast-Job, für den ich manchmal über Partisanen lese und rede, die im Krieg, in dem mein Großvater gekämpft hat, gegen die Nazis gekämpft haben, als mich mit diesem allgegenwärtigen Gefühl des Untergangs auseinanderzusetzen, das mich an den meisten Morgen beim Aufwachen überkommt.
Denn ich hatte kürzlich einen Traum, der mich wirklich erschüttert hat.
Und da ich ein Arschloch bin, setze ich hier die Paywall ein.
Neulich Nacht hatte ich einen Traum, in dem ich den Leuten sagte, dass ich nicht glaube, dass wir gewinnen werden. Ich hatte einen Traum, in dem ich den Leuten sagte, dass wir dem Untergang geweiht sind.
Wenn du mich kennst, auch nur durch meine Texte, weißt du, wie sehr mich das erschüttert hat. Ich sehe meine Rolle in der Bewegung bewusst als eine Art fatalistische Cheerleaderin: „Es wird hart werden, es wird wehtun, und einige von uns werden vielleicht sterben, aber wir werden wahrscheinlich Erfolg haben, und so zu kämpfen, als ob wir Erfolg haben könnten, ist so oder so das Richtige.“
Ich lüge nicht, wenn ich das den Leuten sage. Das ist der Kern von fast allem, was ich in den letzten Jahren geschrieben habe, weil es der Kern meiner Überzeugung ist.
Wenn ich Gewichte hebe, weiß ich manchmal, wann ich mich noch mehr anstrengen und einen zusätzlichen Energieschub bekommen kann, und manchmal weiß ich, wann ich einfach nicht mehr kann. Wenn meine Muskeln einfach erschöpft sind.
Aber es gibt ein Meme, das mir im Kopf herumspukt:
Übersetzung: "Ich kann nicht ins Fitnessstudio gehen, weil alle meine anarchistischen Freunde rüberkommen, während ich Gewichte stemme, und mir beim Heben helfen. Bald sind wir zu 20, die 500-Pfund-Wiederholungen mit derselben Langhantel machen, und sie hören nicht auf, John Henry zu singen."
Und ja, so wird man im Fitnessstudio nicht wirklich stark, aber zu wissen, dass ich Freunde habe, die mir mit den Gewichten helfen können, ist eine der beiden Lektionen, auf die ich zurückgreife, wenn mein Hoffnungsmuskel versagt.
Die andere Lektion kommt aus einem anderen Teil der anarchistischen Welt. Ich bin kein Nihilist, nicht wirklich, aber es liegt eine Schönheit und eine Stärke in dem, was uns der anarchistische Nihilismus lehrt: Es lohnt sich zu kämpfen, unabhängig davon, ob wir daran glauben, dass wir gewinnen können oder nicht.
Nun, ehrlich gesagt, ist das sowieso Teil meiner eigenen Philosophie. Als Rohan Gondor zu Hilfe eilte, als die Rohirrim den versammelten Armeen Mordors auf den Pelennor-Feldern gegenüberstanden, kamen sie nicht, weil sie dachten, sie würden gewinnen. Sie ritten in das, was sie leicht als ihr Verderben ansehen konnten, weil sie an Solidarität glaubten. Sie zogen in den Kampf für Menschen, die nicht einmal für sie gekämpft hatten.
Ich bin ehrlich, mir gefällt die Filmversion der Rede, die König Théoden kurz vor dem Angriff hält, besser. Diese Version der Rede endet mit: „Reitet jetzt! Reitet jetzt! Reitet! Reitet in den Untergang und das Ende der Welt! Tod! Tod! Tod!“
Aber das kommt davon, wenn man seine Hoffnung von einem Anarchisten bezieht, der von „Der Herr der Ringe“ besessen ist.
Als die Ents nach Isengart marschieren, eine kleine Gruppe lebender Bäume gegen die nicht gerade subtile Metapher für Industrialisierung und Abholzung, singen sie ein Lied, das in den Büchern besser ist. Sie singen:
Auch wenn Isengart von Mauern umgeben und mit Steintoren verschlossen ist Auch wenn Isengart stark und hart ist, kalt wie Stein und kahl wie Knochen Wir ziehen, wir ziehen, wir ziehen in den Krieg, um den Stein zu spalten und die Tür zu brechen Denn Stamm und Äste brennen jetzt, der Ofen brüllt – wir ziehen in den Krieg! In das Land der Finsternis mit dem Stampfen des Untergangs, mit Trommelwirbeln kommen wir, wir kommen Nach Isengart mit dem Untergang kommen wir! Mit dem Untergang kommen wir, mit dem Untergang kommen wir!
Denn Stämme und Äste brennen jetzt.
Das ist es, woran ich mich festhalte, wenn meine eigene Hoffnung mich im Stich lässt. Ich halte mich an anderen fest, und ich halte mich an der düsteren und schönen Erkenntnis fest, dass schlechte Zeiten unvermeidlich sind und wir ihnen nur mit Mut und Überzeugung begegnen können. In das Land der Finsternis mit dem Stampfen des Untergangs, mit dem Rollern der Trommeln kommen wir, wir kommen. Mit dem Untergang kommen wir.
Und wir werden Träume haben, und vielleicht werden mehr davon Albträume sein. Neulich Abend jedoch, während ich einen Podcast aufnahm, hatte mein Hund Rintrah einen schönen Traum. Er lag auf der Seite auf dem Teppich und wedelte so fröhlich mit dem Schwanz, dass das Schlagen des Schwanzes vom Mikrofon aufgenommen wurde und ich die Aufnahme unterbrechen musste.
Es gibt keinen Sturm mehr am Horizont, denn der Sturm ist da. Der Regen peitscht jeden Tag stärker nieder, und wir wissen nicht, wie schlimm es noch werden wird. Die Wirtschaft bricht zusammen. Der Umweltschutz verschwindet. Das öffentliche Gesundheitswesen wird demontiert. Unsere Nachbarn, unsere Familien und wir selbst werden vom Staat entführt.
Und wir bauen Unterkünfte und bringen Menschen aus dem Regen. Hier bricht die Metapher zusammen, denn man kann einen Sturm nicht bekämpfen, aber man kann den Faschismus bekämpfen. Faschisten bestehen aus dem gleichen weichen Fleisch wie wir alle.
Und mein Hund hatte auch einen schönen Traum, auch wenn ich normalerweise keinen habe.
Birds Before the Storm ist eine von den Lesern unterstützte Publikation. Normalerweise ist die Hälfte der Beiträge kostenlos, die andere Hälfte ist persönlicher und steht bezahlten Abonnenten zur Verfügung, aber angesichts der aktuellen Krise sind mehr meiner Beiträge für alle Leser kostenlos. Um neue Beiträge zu erhalten und meine Arbeit zu unterstützen, solltest du ein kostenloses oder bezahltes Abonnement erwerben.
Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland, der kurdische Frauendachverband YJK-E, #Womendefendrojava und weitere Gruppen des Aktionsbündnisses riefen zur breiten Solidarität mit dem Widerstand in Rojava auf. Ihr Protest richtete sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen Staatsterror gegen die Kurden und gegen die Gewalt, Kriegsverbrechen und Unterdrückung durch al-Jolani (Ahmed al-Scharaa), Interimspräsident Syriens und Anführer der islamistischen HTS-Miliz, der 2026 Gast beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist.
Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung humanitärer Hilfe in Nord- und Ostsyrien zur Priorität zu machen und jede politische Aufwertung islamistischer Akteure entschieden zurückzuweisen. Es braucht einen anerkannten Status für Rojava, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.