Don't be a Sucker
Dieser 22-minütige Kurzfilm wurde von der US-Armee kurz nach dem Zweiten Weltkrieg gedreht, um vor den Taktiken zu warnen, die Nazis anwenden, um an die Macht zu kommen. Es ist verblüffend, wie viele Parallelen es zu aktuellen politischen Entwicklungen gibt. Viel hat sich nicht geändert...
Philip Holland, Vater von Luke Holland – Botschaft an das Parlament zu Lukes Geburtstag, 4. April 2025:
My life ended with the murder of my wonderful son, Luke, nearly 10 years ago, and my wife, Rita's life which ended nearly 5 years ago. All due to the Neo-Nazi, hate of foreigners, actions of Rolf Zielezinski. I shall never understand why the prosecutor would not charge him with a Neo-Nazi, hate murder, when there was so much evidence of weapons, which could easily be re-enabled, and Nazi/Hitler memorabilia in his apartment.
I grieve every single day for the loss of Luke and Rita, and utterly resent the fact, that this murderer will be free to be with his 3 sons and family again, within a short time.
I will forever partially blame the police for my loss, because they did not competently, fully, and without prejudice, investigate a known suspect, Rolf Zielezinski, for the earlier murder of Burak Bektaş. If they had my son, and wife would still be alive and with me today.
Philip Holland, Vater von Luke Holland – Botschaft an das Parlament zu Lukes Geburtstag, 4. April 2025:
Mein Leben endete mit der Ermordung meines wunderbaren Sohnes Luke vor fast zehn Jahren und dem Ende des Lebens meiner Frau Rita vor fast fünf Jahren. Alles aufgrund des ausländerfeindlichen Hasses und neonazistischen Tat des Rolf Zielezinski. Ich werde nie verstehen, warum die Staatsanwaltschaft ihn nicht wegen neonazistischen Hassverbrechens anklagen wollte, obwohl es so viele Beweise für Waffen, die leicht wieder einsatzbereit wären, und Nazi-/Hitler-Erinnerungsstücke in seiner Wohnung gab. Ich trauere jeden einzelnen Tag um den Verlust von Luke und Rita und bin zutiefst bestürzt darüber, dass dieser Mörder bald wieder frei sein wird und mit seinen drei Söhnen und seiner Familie zusammen sein kann.
Ich werde die Polizei für immer mitverantwortlich für meinen Verlust machen, weil sie einen bekannten Verdächtigen, Rolf Zielezinski, nicht kompetent, umfassend und unvoreingenommen wegen des früheren Mordes an Burak Bektaş untersucht hat. Wenn sie es getan hätten, wären mein Sohn und meine Frau noch am Leben und heute bei mir.
Philip Holland, Luke Holland'ın babası - Luke'un doğum günü olan 4 Nisan 2025'te parlamentoya mesajı:
Hayatım yaklaşık 10 yıl önce harika oğlum Luke'un katledilmesiyle ve yaklaşık 5 yıl önce de eşim Rita'nın hayatının sona ermesiyle, bitti. Hepsi Rolf Zielezinski'nin Neo-Nazi ve yabancılara karşı nefreti, yüzünden. Savcının onu neden Neo-Nazi diye, nefret cinayetiyle suçlamadığını, evinde kolayca yeniden etkinleştirilebilecek çok sayıda silah ve Nazi/Hitler hatırası varken, asla anlayamayacağım.
Luke ve Rita'nın kaybı için, her geçen gün üzülüyorum. Bu katilin kısa bir süre içinde tekrar 3 oğlu ve ailesiyle birlikte olabileceği gerçeğini tamamen içerliyorum.
Kaybımdan poliside sonsuza dek sorulumlu tutacağım, zira daha önceki Burak Bektaş cinayetinde şüpheli olarak bilinen Rolf Zielezinski'yi yetkin, kapsamlı ve tarafsız bir şekilde soruşturmadıkları için .Eğer öyle olsaydı, oğlum ve eşim bugün hâlâ hayatta ve benimle birlikte olurdu.
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Berlin: SEZ für Alle
zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.
Die Bürgerinitiative fordert ein 5-jähriges Abriss-Moratorium, um in dieser Zeit einen vernünftigen Planungsprozess mit Machbarkeitsstudien, Ideenwettbewerb und echter Bürgerbeteiligung zur städtebaulichen Zukunft des Areals nachzuholen. Während der Zeit der Entscheidungsfindung zur Zukunft des SEZ sollen Zwischennutzungen wieder ermöglicht werden, um das ikonische Gebäude vor Verfall zu schützen.
Kurzfristig fordert die Bürgerinitiative, öffentliche Begehungen des Gebäudes zu ermöglichen. Weitere Redebeiträge gab es von Theresa Keilhacker (Präsidentin der Architektenkammer Berlin), Gerrit Naber (Klimaneustart, Volksinitiative Bauwende), Damiano Valgolio (Die Linke), Vasili Franco (B90/Die Grünen), Uwe Werner Schierhorn (Gebäudetechniker) und vielen weiteren Unterstützer*innen für den Erhalt des SEZ.
Der legendäre SEZ-Moderator Karl-Heinz Wendorff hat erneut eine Runde „Medizin nach Noten“ moderiert und dabei alle zum Mitmachen bewegt. Für ein weiteres musikalisches Highlight sorgte die Friedrichshainer Band Boxi Barré mit ihrem Live-Auftritt. Sie führte ihren neuen Song „Ohne uns“ auf, der dem SEZ gewidmet ist. Weiterhin sorgte das DJane-Duo MissVergnügen & KeroSine für tanzbare Rhythmen. DJ Siko sang gemeinsam mit dem Publikum ein Mantra. Und Schaltgetriebe präsentierte seinen KI-unterstützten Song „SEZ – es gibt noch eine Chance“.
Passionierte Saunagänger*innen nutzten intensiv die mobile Sauna von Swedding. Die jüngsten SEZ-Unterstützer*innen wurden mit Kinderschminken und Sportangeboten unterhalten.
Der Informationstisch mit Fotos aus der Zeit der Zwischennutzung im Herbst 2024 war den ganzen Nachmittag gut besucht. Mehr als 270 Menschen nutzten die Gelegenheit, Petitionen zum Erhalt und für Denkmalschutz fürs SEZ zu unterschreiben. Insgesamt besuchten mehrere Hundert Menschen die Veranstaltung. – Sabine Scheffer –
Mehr Infos: Initiative „SEZ für alle!“
Proteste gegen Neonaziaufmarsch "Der dritte Weg" in Hellersdorf
Ein großes Polizeiaufgebot verhinderte ein Zusammentreffen der Gruppen. Trotzdem gelang es Antifaschist*innen immer wieder am Rande der Nazisdemo lautstark zu protestieren. Am Schluss kam es zu Übergriffen der Nazis auf Polizisten und es gab mehrere Festnahmen.
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.
Links
- Neonazi-Aufmarsch vom III.Weg am 29.3. in Berlin (indymedia)
- Neonazi-Aufmarsch endet mit Festnahmen (taz, 30.3.2025)
- 2025-03-29 - Berlin - Neonazis & Gegenprotest. Weitere Fotos von kinkalitzken
Blogkino: Der blaue Engel (1930)
Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den heute vor 95 Jahren in die Kinos gekommenen Klassiker "Der blaue Engel". Unter der Regie von Joseph von Sternberg debütierte Marlene Dietrich darin. Gedreht nach dem Roman "Professor Unrat" von Heinrich Mann zeigt der Film Emil Jannings als Professor Immanuel Rath, einen älteren Lehrer, der sich in die von Marlene Dietrich gespielte Varietésängerin Lola Lola verliebt und daran zugrunde geht.
Naziaufmarsch durch Friedrichshain blockiert
Der dritte Aufmarsch um Ex-AfDler Ferhat Sentürk in der Stadt kam kaum 100 Meter weit. Mehrere Tausend Gegendemonstrant*innen und einige Sitzblockaden verhinderten, dass die Nazis marschieren konnten.
Auf der Gegenkundgebung am About Blank griff die Polizei Antifaschist*innen an, um an den „Adenauer SRP+“ heran zu kommen.Ohne Vorwarnung und unprovoziert drängte die Polizei mit Schlägen und Pfefferspray die Menschen zurück.
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.
Weitere Ereignisse zu diesem Thema
- Blockaden gegen Neonazi-Aufmarsch

- Tausende blockieren Neonaziaufmarsch in Berlin

- Keine Böcke auf Nazis

Links
- Aufruf zu Protesten gegen den Neonaziaufmarsch
- Antifa verhindert Nazi-Aufmarsch in Berlin
- Nach 150 Metern war Schluss: Neonazis scheitern mit Aufmarsch in Berlin-Friedrichshain (Video von democ)
- Weitere Fotos von Kinkalitzken
Anarchismus und die neue Welle der Militarisierung (Teil 2)
Während die herrschende Klasse Europas auf die Welt nach dem Ende der Pax Americana mit Angst und Aufrüstung reagiert, sehen wir uns hier mit den Chancen und Gefahren konfrontiert, mit denen britische Anarchisten konfrontiert sind
Teil 1 dieses Artikels, der sich mit Stärken und Schwächen befasst, finden Sie hier.
Chancen
Die Notwendigkeit einer selbstbewussten, radikalen Basis, die ihre eigenen Ressourcen aufbaut, um das Ziel zu erreichen, eine Hebelwirkung zu erzielen, die die Regierungspolitik hin und wieder tatsächlich bedrohen kann, könnte nicht deutlicher sein. Wir haben sowohl aus unserer eigenen jüngeren Geschichte als auch von jenseits des Atlantiks ein anschauliches Beispiel dafür, was mit einer progressiven Bewegung passiert, die alles auf eine Karte setzt und dann verliert.
Es ist auch wichtig zu bedenken, dass sowohl der aktuelle Druck der Labour-Partei auf das Leben der Arbeiterklasse als auch die bevorstehende Welle nationalistischer, militärischer und umweltfeindlicher Politik, die die 2020er Jahre dominieren wird, sowohl in der Spalte „Bedrohungen“ als auch in der Spalte „Chancen“ aufgeführt sind. Dies zu beobachten, wird für viele Menschen ein fokussierender und radikalisierender Faktor sein. Wir haben in diesem Land schon seit geraumer Zeit keinen ernsthaften militärischen Vorstoß mehr erlebt, und das wird ein Kulturschock sein. Zusätzlich zu all den anderen wirtschaftlichen Problemen, mit denen die Arbeiterklasse derzeit zu kämpfen hat, neigen viele nach links, können dies aber nirgendwo zum Ausdruck bringen. Wir haben jedoch einige offene Türen, auf die wir Druck ausüben können, wenn wir dabei klug vorgehen und es vermeiden, potenzielle Verbündete zu verprellen.
Auch die gefährliche Position der Reformer wird sowohl Elemente der Bedrohung als auch der Chance enthalten. Bei ersteren werden die üblichen „Es gibt keine Alternative“-Verkäufer uns sagen, dass der einzige Weg, den Faschismus zu stoppen, darin besteht, wählen zu gehen, die Dinge schön ruhig und diszipliniert zu halten, das übliche Geschwätz, das offensichtlich keinen Schutz vor dem Faschismus bietet, sondern ihm Raum für die europaweite Entwicklung gibt. Letzteres ist unsere Fähigkeit, das zu sagen. Dass der Post-Thatcher-Konsens mit seiner Hochwasser-Wirtschaft und dem Rückzug der staatlichen Unterstützung das Problem ist. Dass die Lösung nicht darin besteht, uns an diesen zerfallenden Status quo zu binden und unsere Entscheidungsfreiheit und unser Vertrauen an Anzug tragende Unternehmensschläger abzugeben, sondern darin, persönliche Verantwortung zu übernehmen und zu handeln.
Eine unserer Stärken, die gegenseitige Hilfe, passt perfekt in dieses düstere Szenario. Unsere Politik fördert die Eigeninitiative und die Solidarität, die oft durch die staatliche Übernahme der Wohlfahrtsvermittlung, die erstickende unpolitische liberale Freundlichkeit der großen Wohltätigkeitsorganisationen und die wirtschaftliche Entfremdung untergraben wird. Aber der Staat zieht sich aus diesen Bereichen zurück, die Wohltätigkeit wird nicht alles auffangen und die Tage der billigen Waren neigen sich dem Ende zu. Was bleibt, ist die Solidarität in der Gemeinschaft, die als Solidarität strukturiert ist und nicht als der oft falsche Prozess, bei dem ein halbes Dutzend Würdenträger Menschen, die immer noch wie Verbraucher denken und handeln, eine Dienstleistung mit radikalen Begleiterscheinungen anbieten.
Bedrohungen
Es gibt fast zu viele, um sie alle aufzulisten, aber um einige der offensichtlicheren herauszugreifen ...Ich habe einmal mit Phil Ruff etwas getrunken und mit ihm über die direkten Aktionskampagnen der 1970er Jahre gesprochen – die Angry Brigade, Banküberfälle zur Geldbeschaffung und dergleichen. Er war, wie mehrere Menschen aus dieser Zeit, versöhnlich gestimmt, was den Mangel an ähnlich kraftvollem Straßenaktivismus in der modernen Bewegung angeht, was zum Teil daran lag, dass die Situation damals so anders war. Wie er bemerkte, gab es keine Videoüberwachung. Und es geht nicht nur um Videoüberwachung. Umfangreiche, automatisierte, leicht durchsuchbare Datenbanken und Biometrie waren noch kein Thema. Soziale Medien und Sousveillance waren noch kein Thema.
Und zunehmend haben wir nicht nur allgegenwärtige Augen, die uns beobachten. Sie wird von KI gespeist und kann im großen Stil aus allen Ecken des Internets stehlen. Wenn Sie heute bei einer Kundgebung durch das Zentrum Londons gehen, werden Sie archiviert, und falls Sie vergessen, sich für eine Aktion zu maskieren, wird das Bild Jahre später verwendet. Für die Vorsichtigen – diejenigen, die wissen, dass sie sich frühzeitig und oft maskieren und sich außerhalb der Reichweite von Polizisten aufhalten müssen, die Gesichter entlarven wollen – mag das machbar sein. Für weniger erfahrene Menschen wird es ein wirksames Mittel für den Staat sein, diejenigen zu identifizieren, zu kategorisieren und stark zu unterdrücken, die er als gegenwärtige oder zukünftige Unruhestifter betrachtet. Ein System zur Bestrafung vor der Straftat, bei dem Menschen einfach wegen öffentlicher Versammlungen verhaftet werden, unterstützt durch eine erfahrene (und jetzt schändlicherweise rechtlich immun) verdeckte Ermittlung und eine außerordentlich mächtige Medienmaschinerie, gibt der herrschenden Klasse mehr Befugnisse als je zuvor, um vermeintliche Bewegungen zu stören und zu zerstören.
Unsere bevorzugten Methoden werden daher in einer Situation, in der die Militärkultur zunimmt und mit so mächtigen Instrumenten der polizeilichen und staatlichen Unterdrückung einhergeht, gefährlicher und schwieriger. Da die Gesetze inzwischen so verschärft wurden, dass selbst für grundlegende Proteste eine polizeiliche Genehmigung erforderlich ist, können unsere Möglichkeiten begrenzt sein. Die Stadtzentren sind zunehmend Zonen, in denen wir ohne massive Menschenmengen und operative Sicherheit, die erheblich ernster ist als die des US-Militärs, nicht effektiv sein können. Das soll nicht heißen, dass keine Aktivitäten stattfinden können, aber unsere Strategien müssen sich ändern, um dieser Realität Rechnung zu tragen. Ein großer Glücksfall für die Tories war im vergangenen Jahr der Sturz eines Gesetzes, das Masken verbot, aber darauf können wir uns selbst unter Starmer nicht verlassen, geschweige denn auf das, was als Nächstes kommt. Ein weiterer Punkt ist, dass es unwahrscheinlich ist, dass Labour bei der Behebung der Überbelegung der Gefängnisse viel mehr Glück haben wird als die Tories, was bedeutet, dass sie die Inhaftierung von Demonstranten wahrscheinlich nicht noch weiter verschärfen werden (obwohl es ebenso unwahrscheinlich ist, dass sie, sofern es nicht zu einer größeren Krise kommt, zu den früheren Normen zurückkehren werden).
Kulturell scheint Großbritannien mit voller Geschwindigkeit auf einen dunklen Ort zuzusteuern. Einerseits erleben wir, ähnlich wie anderswo, die Wiederbelebung alter frauenfeindlicher Ideale als Teil der Vermählung von Hustle-Kultur und Entfremdung bei jungen Männern. Andererseits werden wir die nächste große Militärrekrutierungskampagne erleben, die den nationalistischen Impuls fördert. Während der zügellose Individualismus des ersteren nicht unbedingt gut mit dem „Stirb für dein Land“-Ethos des letzteren harmoniert, passen Machismo und Waffen sicherlich gut zusammen, was zu der gefährlichen Wahrscheinlichkeit führt, dass eine neue Generation rechtsextremer junger Männer massenhaft in den Militärdienst eintritt. Was das für die Zukunft faschistischer Straßenschlägereien bedeuten könnte, ist unklar.
Was einst als weit entfernte Möglichkeit einer reformorientierten Regierung erschien, die viele Jahre lang durch das Mehrheitswahlrecht behindert wurde, rückt immer näher. Ihre Aussichten scheinen sich in den letzten Monaten (vor allem durch die Bemühungen von Labour) deutlich verbessert zu haben, aber die Umsetzung in echte Macht ist vielleicht noch in weiter Ferne. Es ist ziemlich sicher, dass sie sich in ihrer weiteren Entwicklung neben der Stimmung gegen Migranten stärker auf die Stimmen der „Alle-außer“-Wähler konzentrieren werden, aber aus anarchistischer Sicht ist ihre Positionierung und Botschaft am wirksamsten, um den Tenor der nationalen Debatte zu verändern. Mit Medien wie GB News, sozialen Medien und zunehmend auch den rechten Massenmedien im Rücken treten sie ähnlich auf wie andere Gruppen dieser Art auf dem Kontinent, wie die National Rally in Frankreich und die AfD in Deutschland.
Im nationalistischen Sinne ist schwer zu sagen, ob der Isolationismus der Reformpartei mit atlantischen Aspekten oder die Tendenzen der Labour Party und der Konservativen zur europäischen Annäherung im Interesse einer Festigung der EU-russischen Grenze einflussreicher sein werden, aber keine von beiden verheißt Gutes für die anarchistische Sache. In beiden Fällen sind höhere Verteidigungsausgaben sicher (entweder um die USA zu beschwichtigen oder um sich den europäischen Normen anzupassen), und nichts in der politischen Agenda der Reformpartei deutet auf ein Interesse daran hin, den Neoliberalismus zurückzudrängen, dem Labour und die Tories so hoffnungslos verfallen sind. Wie bereits erwähnt, birgt dies sowohl Chancen als auch Gefahren, da eine Wirtschaft, die bereits in der Lage ist, mächtigeren Blöcken zu folgen, zur Verarmung führt, aber nicht unbedingt zur Mobilisierung von Gegenmacht.
Zusammenfassend
Der Anarchismus agiert seit einiger Zeit als Randgruppe der breiteren Linken, auch wenn er diese Rolle regelmäßig anprangert und ablehnt, was auf unsere geringe Größe und unsere internen Ressourcen zurückzuführen ist. Da wir weder über eine solide Klassenbasis verfügen noch unsere Aktivitäten in der Öffentlichkeit als schlecht organisierte Teenagerrebellion, bestenfalls als gedankenlose Zerstörer wahrgenommen werden, haben wir aus vielen Gründen Schwierigkeiten, über diese Rolle hinauszuwachsen. Einige Faktoren habe ich bereits erwähnt, ein weiterer könnte das ewige Problem sein, dass wir nicht in der Lage waren, schnelles Wachstum in eine verbesserte langfristige Position umzuwandeln. Wir haben es wiederholt versäumt, mit der „Erfolgskrise“ umzugehen, bei der ein Zustrom von Menschen zu Herausforderungen für den Status quo, zu Streit, Burnout und Spaltungen führt.Dies sind Dinge, über die wir nachdenken müssen, wie wir sie überwinden (im ersten Fall) oder durch sie hindurchkommen (im zweiten Fall), wenn wir die sich bietenden Chancen bestmöglich nutzen und, was vielleicht noch wichtiger ist, Wege finden wollen, den Bedrohungen entgegenzuwirken. Wir wissen, dass wir uns absolut nicht auf Politiker verlassen können, seien sie nun gemäßigt oder „radikal“, und die Linke scheint sich kaum bewusst zu sein, was auf uns zukommt, geschweige denn, sich darauf vorzubereiten, es aggressiv zu bekämpfen. Die Antwort auf rechtsextreme Massendemonstrationen bestand darin, die gleichen kämpferischen Anorakträger wie eh und je auf den Plan zu rufen, die außerhalb einiger weniger Kernzonen immer in der Unterzahl sind, während nur wenige Ideen vorgelegt wurden, um Reform oder sogar Andrew Tate entgegenzutreten. Gesetzesänderungen stoßen auf die gleichen Gesichter von Gewerkschaften und NGOs, die wie eh und je Kolumnen schreiben, mit genau der gleichen minimalen Auswirkung auf die Regierungspolitik.
So klein wir auch sind, wenn die anarchistische Bewegung etwas von der Energie und Kreativität aufbauen kann, die wir in den letzten Jahrzehnten immer wieder an die Oberfläche steigen sahen, haben wir wie Reform mit den Tories jede Gelegenheit, die Flagge des Widerstands zu ergreifen, die ein großer Teil der Bevölkerung immer noch gehisst sehen möchte. Aber wir müssen sie dann halten, in dem Wissen, dass der Staat sich mehr für uns interessieren wird als für die Umtriebe loyaler Oppositioneller. Das erfordert Disziplin, vorausschauendes Denken und Strukturen, die etwas robuster sind als die, die wir derzeit haben.
Wir haben uns lange Zeit darauf verlassen, dass immer wieder junge Menschen zu uns kommen, sich verausgaben und dann weggehen, um Familien zu gründen und ein Zuhause zu schaffen, was dazu geführt hat, dass wir nur noch sehr wenig von dem haben, was Staat und Unternehmen gerne als „institutionelles Gedächtnis“ bezeichnen. Wir müssen einen Weg finden, diesen Kreislauf zu durchbrechen, und nicht nur das Engagement junger Menschen fördern, sondern ihnen auch konkrete Verbindungen und Wissen sowie ein Gefühl der Kontinuität vermitteln, anstatt 20-Jährige, eine Gruppe von Menschen über 50 und eine Lücke dazwischen zu haben. Und das bedeutet, dass wir uns bemühen müssen, die Entfremdung, der wir zum Opfer gefallen sind, rückgängig zu machen. Eine Ausweitung der physischen Interaktion innerhalb der Gemeinschaften und in unseren eigenen Räumen. Ein Bruch mit den sozialen Medien und eine erneute Hinwendung zu anarchistisch geführten und kontrollierten Medien, die nicht einfach in direkt involvierten Kreisen isoliert werden und dann verschwinden, wenn die Kampagne abgeschlossen ist. Eine Wiederherstellung des Prinzips des menschlichen Engagements bei Workshops, Festivals und Genossenschaften.
Das Feld ist in der Tat weit offen für die anarchistischen Samen unter dem Schnee, um zu wachsen. Und es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt, um mit der Gartenarbeit zu beginnen.
Quelle: Analyse von Rob Ray via freedomnews.uk, 30 März 2025
Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]
Burak Bektaş wurde vor 13 Jahren in Neukölln ermordet
Samstag, 5. April 2025, 15:00 Uhr | Gedenkort Burak Bektaş | Rudower Straße / Möwenweg | 12353 Berlin-Neukölln
Burak Bektaş wurde in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 in Berlin vor dem Krankenhaus Neukölln erschossen. Er war 22 Jahre alt. Vier seiner Freunde haben den Mordversuch überlebt, zwei von ihnen wurden lebensgefährlich verletzt.
Die Tat ähnelte den Morden des Neonazi-Netzwerks NSU. War das Motiv auch bei diesem Mord Rassismus?
Die Polizei hat den Mörder bis heute nicht gefunden. Im Untersuchungsausschuss zum Neukölln-Komplex wurde deutlich, wie ungenügend die Ermittlungen lange Zeit geführt wurden. Die Polizei wird die Tat nicht von alleine aufklären. Wir müssen selbst dafür sorgen, dass die Tat aufgeklärt wird.
Gemeinsam mit Buraks Familie und Freund*innen halten wir die Erinnerung an Burak wach. Helft uns dabei. Kommt zum Gedenken. Sprecht mit anderen darüber.
Es gibt unbekannte Tat-Zeug*innen, die noch nicht befragt wurden. Vielleicht gibt es Mitwissende. So wie in Saarlouis, wo nach über 30 Jahren der rassistische Mord an Samuel Kofi Yeboah aufgeklärt wurde, weil eine Mitwisserin sich an die Polizei gewendet hat.
Auf diese Menschen hoffen wir.
Und wir rufen euch auf:
Tragt zur Aufklärung bei! Meldet euch unter burakaufklaerung@disroot.org.
Die quälende Ungewissheit für Familie und Freund*innen von Burak muss endlich aufhören. Der Mörder darf keine weiteren Menschen gefährden.
Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş
https://burak.blackblogs.org // www.facebook.com/Burak.unvergessen
burak.initiative@disroot.org
Burak Bektaş, 13 yıl önce Neukölln’de öldürüldü
Cumartesi, 5 Nisan 2025, saat 15:00 | Auıt Yeri: Burak Bektaş Anıtı | Rudower Straße / Möwenweg | 12353 Berlin-Neukölln
Burak Bektaş, 4 Nisan 2012 gecesi Berlin-Neukölln’de Britz Hastanesi önünde vurularak katledildi. 22 yaşındaydı. Dört arkadaşı suikast girişiminde hayatta kalabildiler, bunlardan ikisi ağır yaralandı. Olay, Nazi örgütü NSU’nun cinayetlerine benziyordu. Bu cinayetin motivasyonu da ırkçılık mıydı?
Polis, katili bugüne kadar bulamadı. Neukölln Kompleksi ile ilgili soruşturma komitesinde, soruşturmaların uzun süre yetersiz yürütüldüğü ortaya çıktı. Polis, olayı kendi başına aydınlatmayacak. Olayın aydınlatılması için kendimiz çaba göstermeliyiz.
Burak’ın ailesi ve arkadaşlarıyla birlikte Burak’ı anmayı sürdürüyoruz. Bize yardımcı olun. Anma etkinliğine gelin. Çevreniz ile bu konuda konuşun.
Henüz sorgulanmamış tanıklar var. Belki de bilgi sahibi olanlar vardır. Saarlouis’te olduğu gibi, Samuel Kofi Yeboah’ın ırkçı cinayeti 30 yıl sonra polise başvuran bir tanık sayesinde aydınlatıldı. Biz de bu şahitlik edecek insanlara umut bağlıyoruz.
Ve sizleriaydınlatmaya katkıda bulunmaya çağırıyoruz!
burakaufklaerung@disroot.org adresinden bizimle iletişime geçin.
Burak’ın ailesi ve arkadaşları için acı veren belirsizlik artık sona ermeli.
Katil, başka insanlara zarar verememeli.
Kaynak: Burak Bektaş Cinayetini Araştırma İnisiyatifi
https://burak.blackblogs.org // www.facebook.com/Burak.unvergessen
burak.initiative@disroot.org





