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»Das sind meine Prinzipien, und wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere.« Julius Henry "Groucho" Marx

Buchvorstellung: Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt - Kämpfe, Kontinuitäten und Wandel

Das Buchcover zeigt neben Titel und Autor*innen ein Foto einer Demonstration, bei der Menschen ein Seitentransparent mit dem Text "Feuer + Flamme für's Partriarchat!" tragen.

ISBN 978-3-7560-3346-1 206 Seiten 39€

Die Arbeit gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend war und ist umkämpft. Es gab Versuche, die Schilderungen Betroffener zu leugnen und die Arbeit der Fachberatungsstellen als unseriös zu verunglimpfen. Dennoch ist der Kampf gegen sexualisierte Gewalt gesellschaftlich nicht mehr wegzudenken.

In diesem Sammelband wird die Frage behandelt, welche Angriffe es gegen Betroffene und die spezialisierte Fachberatung gab, welche Strategien erfolgreich waren und welche Lehren sich ziehen lassen.

Es kommen Betroffene, Berater:innen, Wissenschaftler:innen und Anwält:innen zu Wort. Es wird deutlich, dass patriarchale und adultistische Strukturen der Gesellschaft sexualisierte Gewalt hervorbringen und die Arbeit dagegen notwendiger denn je ist.

Herausgegeben von Franziska Drohsel, Clemens Fobian, Dorothea Zimmermann (2026)

Freitag, 11. September, 20 Uhr

Versammlungsraum Mehringhof
Gneisenaustr. 2a

2. Hinterhof

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!

Via Schwarze Risse


 

Roman Danyluk: Wenn der Himmel brennt

Das Buchcover von Roman Danyluk, „Wenn der Himmel brennt – Ein Jahrzehnt autonomer Bewegung in Westdeutschland und Westberlin von 1979 bis 1989“, zeigt die historische Fassadenmalerei des ehemaligen besetzten Hauses „KuKuCK“ (Kunst- und Kultur-Centrum-Kreuzberg) in der Anhalter Straße 7 in Berlin-Kreuzberg.  Das Wandbild wurde 1981 von der Künstlergruppe Ratgeb geschaffen und bedeckte eine der freistehenden Brandmauern des besetzten Gewerbehauses.  Vor einem hellblauen, stellenweise wie aufgebrochen oder zerklüftet wirkenden Hintergrund steigt eine große, vielfarbige Form in Grün, Blau, Rot und Gelb nach oben. Über ihr dominiert in kräftigem Rot das Hausbesetzerzeichen: ein stilisierter Blitz beziehungsweise Pfeil, der von einem Kreis umschlossen wird. Das Zeichen war ein weithin bekanntes Symbol der Hausbesetzerbewegung.  Im unteren Teil des Wandbildes sind drei dunkel gekleidete, hexenartige Gestalten dargestellt. Sie versammeln sich um einen gemauerten Kessel beziehungsweise eine Feuerstelle, die symbolisch für ein besetztes Haus steht. Die Figuren wirken durch ihre schwarze Kleidung und ihre teilweise maskenhaft dargestellten Gesichter düster und bedrohlich. Eine der Hexen hält eine Bombe in der Hand. Gerade dieses Motiv führte später zu heftigen politischen und juristischen Auseinandersetzungen um das Wandbild.  Links erscheint außerdem das große grüne Profil eines menschlichen Gesichts. Rechts und im oberen Bereich verteilen sich weitere stark stilisierte Figuren, Pflanzen und abstrakte Formen. Die leuchtenden Farben stehen in deutlichem Kontrast zu den dunklen Hexengestalten am unteren Bildrand.  Das Wandbild verbindet damit Hausbesetzung, Widerstand und politische Symbolik mit einer märchenhaft-fantastischen Bildsprache. Nach der Räumung des KuKuCK wurde die Fassadenmalerei aufgrund eines Gerichtsbeschlusses 1984 übermalt. Historische Fotografien des Wandbildes wurden später zu einem bekannten Bildmotiv für die West-Berliner Hausbesetzer- und Alternativbewegung der frühen 1980er Jahre.  Im oberen weißen Bereich des Buchcovers stehen in schwarzer Schrift der Name Roman Danyluk, der Titel „Wenn der Himmel brennt“ und darunter der Untertitel „Ein Jahrzehnt autonomer Bewegung in Westdeutschland und Westberlin von 1979 bis 1989“
Buchcover

Ein Jahrzehnt autonomer Bewegung in Westdeutschland und Westberlin von 1979 bis 1989

Dieses Buch über die autonome Bewegung der Achtzigerjahre versucht das originäre Lebensgefühl und militante Sozialmilieu der damaligen Handlungsfiguren sowie deren gesellschaftlichen Vorstellungen möglichst genau und lebendig zu rekonstruieren.

Die Autonomen brachen mit den überkommenen Vorstellungen der bisherigen Linken und starteten etwas erfrischend Neues. Von einer starken gegenkulturellen Mentalität geprägt, erzielten die autonomen Protagonist:innen eine erstaunliche politische und soziale Breitenwirkung.

Genauso wie Punk im ursprünglichen Sinne eher eine bestimmte Haltung, Herangehensweise und subversive Strategie darstellte, verhielt es sich auch mit der autonomen Revolte: Im Vordergrund stand das Machen, die Unmittelbarkeit und das In-Bewegung-sein.

Jede angemessene Rekonstruktion der ursprünglichen militanten Sozialrevolte 1979/80, sowie des darauffolgenden autonomen Jahrzehnts, muss das Neuartige, Außergewöhnliche und Mobilisierende dieses Aufbruchs vermitteln. Da die autonome Bewegung nach einer äußerst ereignisreichen Dekade schließlich scheiterte, endet das vorliegende Buch mit der Kritik und Aufarbeitung dieser historischen Niederlage.

Roman Danyluk
Wenn der Himmel brennt
in Jahrzehnt autonomer Bewegung in Westdeutschland und Westberlin von 1979 bis 1989
Edition AV
ISBN 978-3-86841-339-7
516 Seiten
48 Euro


 

Black Lives Matter Kundgebung am Volksbad

Das Foto von © Björn Obmann zeigt eine Frau mit Kind. Die verpixelte Frau hält eine Papptafel mit dem Text "Die Einladung / Ausladung galt auch meinen Kindern" in die Höhe, das Kind hält eine kleine Papptafel mit dem Text "Rassismus ist blöd" vors Gesicht. Im Hintergrund ist die Volksbühne zu sehen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv

Nachdem ein Schwimmnachmittag von EOTO (Each One Teach One) für schwarze Kinder und Jugendliche nach rechten Drohungen und einer Hetzkampagne abgesagt werden musste, demonstrierten am Freitag, den 21. August 2026, mehr als 200 Menschen vor der Volksbühne in Solidarítät mit schwarzen Menschen, die täglich von Rassismus betroffen sind.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Bereits die rechte Hetzkampagne wurde von rechten Streamern befeuert, die auch bei der Kundgebung massiv provozierten und eine ordnungsgemäße Kundgebung zeitweise nahezu unmöglich machten. Statt der Streamer nahm die Polizei eine schwarze Person fest. Nachdem die Streamer weiter provozierten, nahm die Polizei auch einen der Streamer kurzzeitig in Gewahrsam.

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Von Trauer zu Wut zu Widerstand

Das Foto von © Sabine Scheffer zeigt die Demo, Dabei hält eine ansonsten nicht sichtbare Person eine Schwarze Tafel mit dem weißen Text: "Wir bleiben laut" im Hintergrund ist eine weitere Tafel mit dem Text "CDU Fresse halten Eure Politik gefährdet queere Leben"
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv

Nach dem Anschlag auf den CSD gingen am Sonntag 3000 Menschen gemeinsam für Solidarität und Selbstorganisierung auf die Strasse.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Nach dem LGBTI+ feindlichen Angriff auf den CSD Berlin, haben bürgerliche Presse und Politik nicht lang auf sich warten lassen, eine rassistische Hetzkampagne zu starten. Diesen schrecklichen Angriff und ihre Spaltungsversuche wollen wir nicht unbeantwortet lassen!

Ein Lieferwagen rast in die Menschenmenge. Bei der Berliner Pride-Parade wurden über ein Dutzend Menschen schwer verletzt, eine Frau wurde ermordet. Diese Nachricht hat uns alle erschüttert. Dieser Angriff ist Teil der eskalierenden Gewalt gegen LGBTI+ in den letzten Jahren: Hunderte von Faschisten mobilisieren gegen Pride-Paraden und verüben körperliche Übergriffe – und nun: ein Angriff auf eine der größten Pride-Paraden Europas. Die Regierung schürt diese Hetze noch weiter; vor ein paar Jahren schwenkten sie noch Regenbogenfahnen, und jetzt wird das Stadtbild angeblich „zu vielfältig“ für sie?! Die Gewalt gegen uns ist systemisch.

Wir sehen bereits, wie reaktionäre Medien polizeiliche Durchsuchungsbefehle instrumentalisieren, um religiöse Gemeinschaften und Migrant*innen zu stigmatisieren. Diese hasserfüllte Hetze ist Teil einer Faschisierung, die seit Jahren gegen LGBTI+-Personen und Migrant*innen gerichtet ist. Trans-Personen wird ihre bloße Existenz abgesprochen, und Migrant*innen werden von der Polizei am helllichten Tag schikaniert und sogar ermordet. Wir gedenken Lorenz A., Ella und Malte C.

Lasst uns gemeinsam am Sonntag die Straßen nehmen, von Trauer, zu Wut, zu Widerstand!

(aus: Aufruf zur Demonstration)

 

Weitere Ereignisse zu diesem Thema


 

Protestauftakt gegen Wahlkampf der AFD

Das Foto von © Björn Obmann zeigt eine Hand, die eine Tafel mit dem Text "Braune Flaschen gehören in den Altglascontainer und nicht ins Parlament" daneben eine gemalte Flasche mit dem Etikett "FcK AfD" hält. Dahinter sind unscharf die Teilnehmer der Protestkundgebung zu sehen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv

Mehrere Hundert Menschen protestierten mit einer kurzfristig organisierten Kundgebung und einem Konzert am Eastgate in Marzahn gegen einen spärlich besuchten Wahlkampfauftakt der AfD. Beide Kundgebungen waren nur rund 50 Meter entfernt und durch einen Polizeikordon getrennt. Bei der Gegendemo spielte u.a. Kafvka, um den Protest zu unterstützen. Mit einer riesigen Regenbogenfahne forderten die Demonstrant*innen Schutz queerer Menschen und solidarisierten sich mit LGBTQIA+. In weiteren Redebeiträgen machten Marzahner Aktivist*innen auf die Situation im Kiez aufmerksam und das New Casa lud zu zahlreichen Veranstaltungen ein.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

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