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»Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.« Erich Kästner

Blogkino: Le feu follet (1963)

Heute führen wir in unserer Reihe Blogkino die Reihe mit französischen Krimis fort. Nachdem in der vorigen Woche Louis Malle's  Ascenseur pour l'échafaud den Aufschlag machte, setzen wir noch einen drauf und zeigen sein im darauffolgenden Jahr entstandenes Drama "Le feu follet": Nach seiner Rückkehr aus den USA hat Alain Leroy eine viermonatige Entziehungskur hinter sich. Der Arzt der in Versailles gelegenen Privatklinik hält ihn für geheilt und drängt auf Entlassung, aber Leroy plagt „die Angst“. Der Film schildert die letzten 48 Stunden im Leben von Alain Leroy.

Die Handlung setzt ein nach der Nacht, die Leroy mit Lydia, einer Freundin seiner in den USA lebenden Ehefrau, in einem noblen Hotel verbracht hat. Den Tag verbringt er in der Klinik, mit den anderen Patienten jedoch ist ihm kein Gespräch möglich. In seinem Zimmer sieht man ihn mit einer Luger-Pistole hantieren, die er vor dem Arzt sofort verbirgt. Am darauffolgenden Tag fährt Leroy nach Paris und trifft der Reihe nach Freunde aus der Zeit, bevor er in die USA zog...


Blogkino: Ascenseur pour l'échafaud (1958)

Heute beginnen wir nach der langen Serie mit japanischen Samuraifilmen in unserer Reihe Blogkino eine Reihe mit französischen Krimis. Den Aufschlag macht Louis Malle's  Ascenseur pour l'échafaud, den wir im französischen Original zeigen: 

Für sein Spielfilmdebüt vereinte der vierundzwanzigjährige Louis Malle eine fesselnde Darstellung von Jeanne Moreau, die stimmungsvolle Kameraarbeit von Henri Decaë und eine mittlerweile legendäre Jazz-Filmmusik von Miles Davis. Malles atmosphärisch dichter Krimi spielt im Laufe einer unruhigen Pariser Nacht und zeigt Moreau und Maurice Ronet als Liebespaar, dessen Plan, ihren Ehemann (seinen Chef) zu ermorden, schiefgeht – was eine Kette von Ereignissen auslöst, die ihr Schicksal besiegelt. Als Meilenstein in der Karriere des Regisseurs und der Hauptdarstellerin war Fahrstuhl zum Schafott ein erstaunlicher Auftakt zu Malles vielseitigem Werk und etablierte Moreau als eine der faszinierendsten Schauspielerinnen, die je auf der Leinwand zu sehen waren.


 

Blogkino: Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit - The Human Condition - Ningen no jōken (1959)

Heute führen wir in unsere Reihe Blogkino die kurze Serie mit Filmen des japanischen Regisseurs Masaki Kobayashi fort. Er schuf ab 1959 mit der Trilogie Barfuß durch die Hölle (Ningen no Jōken) einen Klasssiker des Antikriegsfilms, basierend auf einem Roman von Gomikawa Jumpei. Der neuneinhalbstündige Film erzählt die Geschichte des gutmeinenden, aber naiven Kaji (gespielt vom gutaussehenden japanischen Superstar Tatsuya Nakadai), einem japanischen Pazifisten und Sozialisten, der versucht, im faschistischen und repressiven Kaiserreich Japan in den Jahren des Zweiten Weltkriegs zu überleben und seinen Weg vom Aufseher in einem Arbeitslager über einen Soldaten der Kaiserlichen Armee bis hin zum sowjetischen Kriegsgefangenen beschreitet. Ständig bemüht, sich über ein korruptes System zu erheben, muss Kaji immer wieder feststellen, dass seine moralischen Prinzipien eher ein Hindernis als ein Vorteil sind. Als schonungslose Anklage gegen die Kriegsmentalität seines Landes und zugleich als persönliche existenzielle Tragödie ist Kobayashis fesselndes, wunderschön gefilmtes Epos Roman-Kino vom Feinsten.

Wir zeigen heute Teil 2, der hierzulande als "Barfuß durch die Hölle: Die Straße zur Ewigkeit" lief: Nachdem Kaji seine Befreiung vom Militärdienst eingebüßt hatte, weil er chinesische Gefangene vor ungerechter Strafe bewahrte, wird er im zweiten Teil in die Kwantung-Armee eingezogen. Konträr zu seiner antimilitaristischen Einstellung erweist sich Kaji in seiner Ausbildung als hervorragender Soldat, versucht aber im Umgang mit den anderen Soldaten seine Ideale umzusetzen, entgegen aller vorherrschenden Brutalität. Der Film endet mit der erfolgreichen sowjetischen Invasion in der Mandschurei.

Teil 1 hatten wir am 30. Juni hier gezeigt.