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»Die ersten Menschen waren nicht die letzten Affen.« Erich Kästner

61. Jahrestag der Ermordung von Malcolm X

Das Foto zeigt den bärtigen Malcolm X 1964 im Queens Court
Malcolm X 1964 im Queens Court
Malcolm Little wurde am 19. Mai 1925 in Omaha Nebraska geboren. Er war als Jugendlicher in verschiedenen Pflegeheimen und wurde 1946 wegen Diebstahls und Einbruchs zu acht bis zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Im Knast trat er der Nation of Islam bei und nahm den Namen Malcolm X an.
1952 auf Bewährung raus, wurde er zu einem der einflussreichsten Führer der Organisation, und vom FBI überwacht. In den 1960er Jahren löste er sich von der Nation of Islam. Nach der Hadsch nach Mekka und einer Reise durch Afrika distanzierte er sich öffentlich von der Nation of Islam, gründete die islamische Muslimische Moschee, Inc. (MMI) und die Panafrikanische Organisation der Afroamerikanischen Einheit (OAAU).

1964 besuchte X das Flüchtlingslager Khan Younis in Gaza, wo er sich unter anderem mit religiösen Führern und in Kairo Mitglieder der Palästinensischen Befreiungsorganisation traf.

Malcolm X wurde am  21. Februar 1965 auf der Bühne im Audubon Ballroom in Manhattan von Nation of Islam-Mitgliedern erschossen.

„Wenn ich von Schwarzen spreche, meine ich nicht-weiße Menschen. Schwarze, braune, rote oder gelbe Hautfarben.“

Trotz Gymnasium nichts gelernt...

Das Sharepic zeigt den Text "Trotz Gymnasium nichts gelernt - erneu AfD bei Podiumsdiskussion eingeladen. Unsere Antwort: Gegenprotest 26.02.2026 18:00 Dietrich-Bonhoffer Gymnasium in Siemingen" Dazu eine von einer Hand getragene Texttafel: "Keine Bühne der AfD" und das Logo der Antifaschistischen Filder - zwei Spitzkohlköpfe in Rot und Schwarz
SharePic zum Gegenprotest
Am 26.02.2026 findet in Filderstadt-Sielmingen eine Podiumsdiskussion im Dietrich-Bonhoeffer(!)-Gymnasium mit dem AfD Kandidaten Felix Schneider statt. Besonders brisant ist das Ganze, da nach unserem letztmaligen Protest die SMV der Schule bereits eine Podiumsdiskussion außerhalb der Schule geplant hat um die AfD nicht einladen zu müssen. Der Rektor und das Lehrer:innen-Kollegium bestehen aber auf einer Veranstaltung in der Schule und so "muss aus Neutralitätsgründen" die AfD mit aufs Podium.
Wir finden das eine ziemliche Schweinerei, trotz klugem Verhalten der SMV eine auswärtige Podiumsdiskussion zu veranstalten, die Schüler:innen zu zwingen Rechtsradikale und Rassisten in die Schule zu lassen!

Also unterstützt unseren Gegenprotest vor Ort an der Schule!

26.02.2026 18:00 Uhr am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Sielmingen.

Quelle: Antifaschistische Filder

Flyer zum Protest

AT THE GATES - The Fever Mask

Auf die schwedische Melodic Death Metal Combo "At the Gates" bin ich genauer aufmerksam geworden, als ich gespannt hatte, daß diese sich mit ihrem Album „To Drink From The Night Itself“ vom Buch „Die Ästhetik des Widerstands“ des deutsch-schwedischen Schriftstellers Peter Weiss inspirieren ließen. Das ist ein immerhin tausendseitiger Mammutroman über den Widerstand der europäischen Arbeiterbewegung gegen den Faschismus. Wie der Titel des Anfang April 2026 erscheinenden Albums "The Ghost Of A Future Dead" schon andeutet, waren die Albumaufnahmen, an dem bereits seit zwei Jahren gearbeitet wurde, bereits von der Krebserkrankung des Sängers Tompa Lindberg überschattet, der im September 2025 daran starb. Die Band verkündet dazu: "Dieses Album ist Tomas' Vermächtnis." Die erste Auskoppelung "The Fever Mask" ging nun online.




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Dresden: Wi(e)dersetzen gegen Neonazi-Trauermarsch

Das Foto von Kinkalitzken zeigt eine Sitzblockade, die von Bullen umstellt ist. Dahinter ist die Straße mit Wannen volgestellt. Im Hintergrund ist der Turm der Frauenkirche zu sehen.
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 4.000 Menschen protestierten am 14.2.26 in Dresden mit Blockadeversuchen gegen einen Neonazi-„Trauermarsch“ mit rund 1.400 Teilnehmenden. Zu den antifaschistischen Gegenprotesten hatten mehrere Initiativen und Bündnisse aufgerufen, darunter das Netzwerk „Dresden Wi(e)dersetzen“. Anlass war das Jubiläum der alliierten Luftangriffe 1945 auf die Stadt. Die Polizei fuhr ein Großaufgebot auf und ging teilweise mit Gewalt gegen den Gegenprotest vor.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Jedes Jahr zum 13. Februar kommen Neonazis und Neurechte aus ganz Deutschland und Europa nach Dresden, um den Opfern der Bombardierung von Dresden 1945 zu gedenken. Sie verdrehen historische Fakten und verbreiten den Mythos, Deutsche seien im Zweiten Weltkrieg die eigentlichen Opfer gewesen. Antifaschistische Proteste und Blockaden konnten in den letzten Jahren schon mehrmals dem Nazigedenken Grenzen setzen, in diesem Jahr gelang es aufgrund des massiven Polizeiaufgebotes und der weiträumig abgesperrten Route nur wenigen Gegendemonstrant*innen auf der Route des rechten Aufmarsches Platz zu nehmen.

2026 beteiligten sich deutlich weniger Personen am „Trauermarsch“ als im Vorjahr. Parallel fand in Budapest der sog. „Tag der Ehre“ mit Beteiligung deutscher Neonazis statt.

„Täter-Opfer-Umkehr, Relativierung der NS-Verbrechen und rechte Propaganda können wir nicht widerspruchslos den Raum auf Dresdens Straßen einräumen. Wir setzen uns mit unseren Liebsten auf die Straße statt ins Restaurant! Für Blockaden statt Pralinen! Gedenken stören! Nazis blockieren!“

(aus einem Aufruf zu den Protesten)

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Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)
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Rojava verteidigen

Das Foto von Sabine Scheffer zeigt einen Demoblock, der von rechts im Bild kommt und zwei nebeneinander getragene Fronttransparente mit dem Text Gestern Terrorist, heute Präsident von Syrien - Der "IS" ist zu einem Staat geworden" im Vordergrund und "Gemeinsam verändern wir die Welt" rechts davon , hinter denen Frauen laufen. Zum Teil werden YPG Fahnen getragen oder Papptafeln mit Texten wie "Free Kobani"
Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv
Mehr als 4000 Menschen demonstrierten am 24. Januar 2026 in Berlin in Solidarität mit den angegriffenen Kurdinnen und Kurden in Nordsyrien. Auch in Köln, Frankfurt, Hamburg, Hannover und zahlreichen anderen Städten gingen Tausende gegen die anhaltende Gewalt gegen Kurden in den kurdisch besiedelten Gebieten auf die Straße, für die Frauen Revolution in Rojava und gegen das Schweigen der internationalen Gemeinschaft.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Konföderation der Gemeinschaften Kurdistans in Deutschland, der kurdische Frauendachverband YJK-E, #Womendefendrojava und weitere Gruppen des Aktionsbündnisses riefen zur breiten Solidarität mit dem Widerstand in Rojava auf. Ihr Protest richtete sich gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dessen Staatsterror gegen die Kurden und gegen die Gewalt, Kriegsverbrechen und Unterdrückung durch al-Jolani (Ahmed al-Scharaa), Interimspräsident Syriens und Anführer der islamistischen HTS-Miliz, der 2026 Gast beim Weltwirtschaftsforum in Davos ist.

Wir fordern die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft auf, den Schutz der Zivilbevölkerung und die Sicherung humanitärer Hilfe in Nord- und Ostsyrien zur Priorität zu machen und jede politische Aufwertung islamistischer Akteure entschieden zurückzuweisen. Es braucht einen anerkannten Status für Rojava, um eine friedliche Zukunft zu ermöglichen.

(aus dem Aufruf von Kon-Med)


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8 Jahre Haft – Free Maja Demos in Berlin und anderswo

Das Foto zeigt die unter einer U-Bahn Brücke durchquerende Demo  mit dem Fronttransparent mit dem Text "Free Maja - gegen Faschismus & Repression" darüber eine Fahne mit dem Text "Free all Antifas" und zwei aneinandergeketten Handen, die die Kette zerreißen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Am 4. Februar 2026 wurde die Antifaschist*in Maja in Ungarn zu acht Jahren Haft verurteilt. Aus Protest demonstrierten am Abend in Berlin bis zu 1.000 Menschen. Auch in Hamburg, Dresden, Erfurt, Freiburg, Nürnberg, Kiel und Potsdam gab es spontane Solidemos auf den Straßen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Maja wurde vorgeworfen in Budapest zum Tag der Ehre Neonazis angegriffen und verletzt zu haben. Statt Beweisen konnte die Staatsanwaltschaft nur Indizien vortragen. Maja wurde 2024 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion illegal von Deutschland nach Ungarn ausgeliefert und sitzt seitdem dort als non-binäre Person unter menschenunwürdigen Zuständen in einem Männerknast in Isolationshaft. Nach dem Urteil gehen sowohl Majas Verteidigung als auch Staatsanwaltschaft in Berufung.
Antifaschismus ist die notwendige Selbstverteidigung demokratischer Gesellschaften gegen das Totalitäre, das Autoritäre, gegen Vernichtung und Verachtung. Nicht nur in der Anklage, immer wieder wurde jedoch auch über den Prozess hinaus die emanzipatorische, antifaschistische Lehre, wie sie uns nach Krieg, Faschismus und Kolonialismus blieb, als Terror dargestellt. In mir sehnt sich nichts nach Gewalt. Da ist kein Wunsch, zu verletzen oder zu töten, ja mein Verstand sträubt sich dagegen. Ich will weder Tyrann*in noch Held*in sein.

(Kein letztes Wort – Majas Rede zum Prozessende)



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14.02.2026 – Gedenken an Buraks Geburtstag

Das Foto zeigt Burak Bektaş
Burak Bektaş
Erinnern heißt kämpfen

Samstag, 14. Februar 2026 | 14:00 Uhr | Gedenkort für Burak Bektaş | Rudower Straße / Möwenweg | Berlin-Neukölln

Am 14. Februar 2026 wäre Burak 36 Jahre alt geworden.

An seinem Geburtstag kommen wir – Freund*innen, Familie, Unterstützende und Aktivist*innen – am Gedenkort zusammen, um Blumen niederzulegen und gemeinsam Burak zu gedenken.

Burak kann seinen Geburtstag seit dem 5. April 2012 nicht mehr feiern, er wurde im Alter von 22 Jahren ermordet. Der Mord an Burak Bektaş und der Mordversuch an vier seiner Freunde sind nach wie vor nicht aufgeklärt.

Wir zeigen, dass Burak unvergessen bleibt. Sein Lachen, seine Lebensfreude und das Glück, das Burak für seine Familie und für die vielen Freunde bedeutet hat, bleibt wach.

Seit Sommer 2022 gibt es einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA), der aufdecken sollte, warum die vielen rechten, rassistischen Taten des Neukölln-Komplexes nicht aufgeklärt wurden. Auch die Morde an Burak Bektaş und Luke Holland waren Themen im PUA. Der Ergebnisbericht des PUA ist für Ende Mai angekündigt. Wir wissen bereits, dass er seinem Auftrag und den Erwartungen der Betroffenen nicht gerecht werden wird. Umso mehr fordern wir Konsequenzen für die verantwortlichen Behörden.

In Gedenken an Burak Bektaş.
Wir kämpfen weiter für Aufklärung.
Wir kämpfen weiter gegen das Vergessen.

Buraks Todestag jährt sich dieses Jahr am 5. April zum vierzehnten Mal. 14 Jahre keine Aufklärung, keine Gewissheit, keine Sicherheit. 14 Jahre Kampf der Familie und Freund*innen für Aufklärung und gegen das Vergessen. Wir laden euch 2026 zur der Kundgebung zum 14. Todestag von Burak am 12. April ein.

Bringt Blumen und Kerzen mit.

Quelle


Vortrag zur Anarcho-syndikalistischen Jugend Stuttgart

Das Foto zeigt die Veranstaltung aus Sicht der hinteren Reihe
Gut besuchte Veranstaltung mit Martin Veith
Am 24. Januar kamen rund 40 Leute ins Stadteilzentrum Gasparitsch, um Martin Veith zu hören – von 17 bis 70 war alles dabei. Veith war selbst bei der Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) aktiv und hat mit „Eine Revolution für die Anarchie" ein Buch über die Geschichte der Gruppe geschrieben.

Die ASJ existierte von 1990 bis 1993 im Großraum Stuttgart und stand der FAU nahe. Als syndikalistische Jugendorganisation setzte sie auf Selbstorganisation und direkte Aktion – also darauf, Verbesserungen nicht über Parteien oder große Apparate zu erreichen, sondern durch eigenes Handeln am Arbeitsplatz und im Alltag. Die Gruppe beteiligte sich an 1.-Mai-Demonstrationen, Kampagnen und Aktionen in der Stadt.

Die frühen 90er waren auch eine Zeit, in der Neonazis massiv auf den Straßen präsent waren – Rostock-Lichtenhagen, Mölln, Solingen sind nur die bekanntesten Beispiele für die rassistische Gewalt dieser Jahre. In Stuttgart und Umgebung stellte sich die ASJ diesem Problem entgegen und engagierte sich antifaschistisch.

Der Abend war ein schönes Wiedersehen für viele Ehemalige aus der syndikalistischen Bewegung – und gleichzeitig ein guter Austausch zwischen den Generationen. Danke an Martin Veith und das Institut für Syndikalismusforschung!

Quelle: FAU Stuttgart

k9 » größenwahn » politischer fiimabend: „Malcolm“ - Leben, Kampf, Ideen eines Revolutionärs

Der Flyer zum Film zeigt neben einem Foto von MalcolmX die Angaben zum Filmabend aus dem Textbeitrag
Flyer zum Film
Leben und Tod des Black-Muslim Kämpfers, vom Gangster, Knast, Erweckung bis zur Ermordung.

"Die schwarze Revolution ist Teil eines weltweiten Kampfes" - Malcolm X, 1964

Filmbiografie von Spike Lee, 1992 unter anderem mit Denzel Washington und Angela Bassett
195 Minuten Laufzeit

Sonntag, 22. Februar 2026, 19 Uhr

combatiente zeigt geschichtsbewußt:
revolucion muß sein!
filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen
kinzigstraße 9 « 10247 berlin + Us samariterstraße + S frankfurter allee

Abschiebungen in Konfliktregionen stoppen!

Das Bild zeigt eine Silhouette einer Gruppe Menschend mit Fluchtgepäck hinter einem Stacheldrahtzaun. Im Hintergrund eine Weltkugel.
(Bild von Rosy, Pixabay)
In einem gemeinsamen Statement werfen PRO ASYL, medico international und das Migrationsforschungsnetzwerk kritnet der Bundesregierung vor, ihre Abschiebepolitik über den Schutz von Menschenleben zu stellen und dabei auch noch eigene Aufnahmezusagen zu missachten – trotz Krieg, Terror und massiver Menschenrechtsverletzungen in zahlreichen Herkunftsländern.

„Wer Menschen in Länder abschiebt, in denen Krieg, Terror und massive Unterdrückung herrschen, nimmt schwere Menschenrechtsverletzungen billigend in Kauf. Diese Abschiebung-um-jeden-Preis-Politik wird immer radikaler und gefährdet immer mehr Menschenleben“, erklärt Tareq Alaows, flüchtlingspolitischer Sprecher von PRO ASYL.

In dem heute veröffentlichten Statement kritisieren PRO ASYL, medico international und kritnet die Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete wie Syrien, Afghanistan und den Iran sowie die Tatsache, dass auch Jesid*innen in den Irak abgeschoben werden – trotz Massaker, prekärer Sicherheitslage und schwersten Menschenrechtsverletzungen.

In Syrien greifen Truppen der sogenannten Übergangsregierung mit islamistischen Milizen (HTS) die kurdische Selbstverwaltung an, begleitet von Morden, Leichenschändungen und grausamen Hinrichtungen. Nach dem erzwungenen Rückzug der kurdischen SDF wurden Gefängnisse geöffnet, in denen Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ saßen: Radikalisierte Kämpfer kamen frei. Diese Gewalt erinnert an frühere HTS-Massaker an Drus*innen und Alawit*innen im vergangenen Jahr.

Zugleich verhandelt der deutsche Bundeskanzler mit dem ehemaligen HTS-Führer und heutigen Übergangspräsidenten al-Scharaa über Abschiebedeals – statt die Menschenrechte zu verteidigen. Das ist ein menschenrechtlicher Bankrott.

Im Iran wurden vermutlich allein an zwei Protesttagen bis zu 30.000 Menschen ermordet, Tausende weitere kommen hinzu. Zwar haben einige Bundesländer angesichts dieser Nachrichten bereits einen Abschiebestopp erlassen (wie Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Brandenburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen), jedoch längst nicht alle. Was es braucht, ist ein umfassender bundesweiter Abschiebestopp in den Iran.

Der Genozid an Jesid*innen im Irak wurde vom Deutschen Bundestag vor drei Jahren parteiübergreifend anerkannt, doch diese Solidarität bleibt folgenlos, solange sie sich nicht im tatsächlichen Schutz von Jesid*innen in Deutschland widerspiegelt – denn allein im ersten Halbjahr 2025 wurden 328 Menschen, darunter auch Jesid:innen, in den Irak abgeschoben.

Die Bundesregierung schiebt aber nicht nur in gefährliche Länder ab, sie bricht auch eigene Aufnahmezusagen, die sie besonders gefährdeten Schutzsuchenden aus Afghanistan gegeben hat – und bringt damit diese Schutzsuchenden, darunter Ortskräfte und besonders gefährdete Menschenrechtsverteidiger*innen, in konkrete Lebensgefahr.

PRO ASYL fordert gemeinsam mit medico international und dem Migrationsforschungsnetzwerk kritnet:

• Keine Abschiebungen nach Syrien, Afghanistan und in den Iran sowie keine Abschiebungen von Jesid*innen in den Irak
• Keine Deals mit gewalttätigen Milizen und autoritären Regimen
• Die Bundesregierung muss ihre Aufnahmezusagen einhalten und die gefährdeten Menschen aus Afghanistan unverzüglich nach Deutschland einreisen lassen

Das vollständige Statement ist online abrufbar.
Quelle: Pressemitteilung 29.1.2026