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»I'll be as dirty as I please, and I like to be dirty, and I will be dirty!« Emily Brontë

Theatertipp: Thomas Müntzer - der Mann mit der Regenbogenfahne. Ein Schauspiel von Friedrich Wolf

Stilisiertes Plakat, das einen Bauern mit einer Mistgabel zeigt, dazu der Text: "Der Bauer stund auf im Land: Dran, dran, dran!" sowie "Theaterstück Thomas Müntzer" 500 Jahre Bauernkrieg
Plakat zum Theaterstück nach Friedrich Wolf
Im Deutschland des frühen 16. Jahrhunderts brodelt es: Steigende Abgaben und harte Strafen treiben die Bauern in die Revolte. Inspiriert von Luthers Botschaft der Freiheit eines Christenmenschen und seiner Bibelübersetzung, die dem gemeinen Mann die Erkenntnis vermittelt, dass vor Gott alle Menschen gleich sind, fordern sie Freiheit, Gleichheit und soziale Gerechtigkeit für alle. Damit rufen sie aber die Fürsten und Feudalherren auf den Plan, die die Reformation auf den geistlichen Bereich beschränken wollen. Während Luther einknickt, fordert der Pfarrer Thomas Müntzer die Fürsten heraus. Er unterstützt die Sache der Bauern, fordert eine grundlegende gesellschaftliche Erneuerung und führt neben der Bundschuhfahne die Regenbogenfahne ein als Symbol der Vielfalt und Hoffnung.

Das Ensemble der Produktion „Thomas Müntzer – der Mann mit der Regenbogenfahne“ setzt sich zusammen aus Schauspielerinnen und Schauspielern des Kleinen Bühnenbodens Münster und einer freien Theatergruppe. Die Akteure kommen aus Münster, dem Münsterland und aus Stuttgart.

Bearbeitung: Gerhard Schepper Regie: Konrad Haller

Quelle, mehr Informationen und Onlinebuchungen.

Berlin: Tag der politischen Gefangenen - Free all Antifas!

Das Foto von © Björn Obmann zeigt einen Blick auch die Demo vor der JVA Moabit, das Fronttransparent "Freiheit und Glück für Nanuk - Free all Antifas". Dahinter das Hochtransparent der FAntifa sowie der Text  "Feministisch - Antipatriarchal - Antisexistisch" sowie weitere Seitentransparente und zahlreiche Menschen.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Am 18. März 2025 fand die diesjährige Demonstration zum Tag der politischen Gefangenen in Solidarität mit Nanuk an der JVA Moabit statt. Rund 250 Antifaschist*innen solidarisierten sich mit allen Antifas, die in Gefängnissen sitzen, im Untergrund leben oder Repressionen ausgesetzt sind. Sie forderten die Freilassung aller politischer Gefangenen und die Rückkehr von Maja, die illegal nach Ungarn ausgeliefert wurde und dort unter menschenrechtswidrigen Verhältnissen gefangen gehalten wird und keine Chance auf ein faires Verfahren hat.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Weitere Ereignisse zu diesem Thema

Links


18. März: Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Sharepic zum Tag der politischen Gefangenen 2025  in Stuttgart: Der Text: "Am 18. März und darüber hinaus: Freiheit für alle politischen Gefangenen! Dienstag, 18. März, 17:30 vor der JVA in Stammheim
Quelle:Rote Hilfe Stuttgart
Der 18. März als internationaler Kampftag für die Freilassung aller politischen Gefangenen knüpft an eine lange Tradition der revolutionären ArbeiterInnenbewegung an.

Am 18.3.1848 stand das sich gerade entwickelnde Proletariat auf den Barrikaden, 23 Jahre später, am 18.3.1871, kam es zum ersten Mal zu einer breit in der verarmten Bevölkerung verankerten Zerschlagung parlamentarisch-monarchistischer Machtstrukturen durch die proletarische Klasse. An diesem Tag griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen und schufen für einen kurzen Zeitraum eine selbstverwaltete Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt wurde. Nach nur 71 Tagen wurde der Versuch, sich von den Fesseln der Herrschaft zu befreien, brutal niedergeschlagen.

Die militärisch hochgerüstete Reaktion übte nach ihrem Sieg über die Kommunard_innen blutige Rache. Mehr als 20.000 Männer und Frauen wurden getötet, über 13.000 Menschen zu meist lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt. Doch im kollektiven Gedächtnis der sozialistischen, kommunistischen und anarchistischen Bewegungen blieb die Commune nicht in erster Linie als Niederlage haften, sondern als die Geschichte eines gemeinsamen Aufbruchs. Bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts hinein galt der 18. März als „Tag der Commune“.

1923 erklärte die ein Jahr zuvor gegründete Internationale Rote Hilfe (RHI) den Tag zum „Internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen“. Der Faschismus jedoch sollte dieser Tradition ein Ende setzen.

1996 initiierte der „Förderverein Libertad! für internationale Kommunikation und Solidarität“ zusammen mit der Roten Hilfe e.V. zum ersten Mal wieder einen Aktionstag für die Freiheit der politischen Gefangenen. Seitdem werden an diesem Tag vielfältige Aktionen und Veranstaltungen durchgeführt; die Rote Hilfe versucht mit der jährlichen Sonderausgabe zum 18. März, den politischen Gefangenen eine Stimme zu verleihen sowie den verschiedenen Solidaritäts- und Antirepressionsinitiativen eine Plattform zu bieten, um die Themen „Staatliche Repression“ und „Politische Gefangene“ ins Bewusstsein zu rufen.

Auch 2025 gibt es bundesweit gibt es viele Aktionen, an denen ihr euch beteiligen könnt. Eine Übersicht gibt es beim Bundesvorstand der Roten Hilfe.


Leonard Peltiers Rede anlässlich seiner Heimkehr nach Belcourt, North Dakota

Nach fast 50 Jahren hinter Gittern kehrte der indigene politische Gefangene Leonard Peltier heute nach Hause zurück. Indigene Aktivisten von ‪NDN Collective, einer von Indigenen geführte Organisation, die sich dem Aufbau indigener Macht verschrieben hat und Bewohner:Innen von Belcourt, North Dakota, versammelten sich, um seine Freiheit zu feiern, nachdem er jahrzehntelang Ungerechtigkeit ertragen hatte.


NDN Collective veranstaltet Willkommensveranstaltung für Leonard Peltier

Das SharePic zur Feier zeigt Leonard Peltier
Leonard Peltier
Belcourt, ND – Um Leonard Peltier nach 49 Jahren unrechtmäßiger Inhaftierung wieder in seiner Heimat willkommen zu heißen, veranstaltet NDN Collective am Mittwoch, dem 19. Februar 2025, um 12 Uhr CST eine feierliche Veranstaltung und ein Community-Event im Sky Dancer Event Center in Belcourt, North Dakota. Die Veranstaltung wird auch live auf den Facebook-, YouTube- und LinkedIn-Konten von NDN Collective übertragen.

Peltier wurde eine Begnadigung gewährt und der Rest seiner Strafe wurde am 20. Januar dieses Jahres von Präsident Biden umgewandelt. Er wird am Tag vor der Veranstaltung aus dem Gefängnis entlassen.

NDN Collective und seine Partner bauten auf fünf Jahrzehnten des Engagements auf und spielten eine bedeutende Rolle bei der Sicherstellung von Peltiers Freilassung. Die Organisation und die Gemeindevorsteher haben den Prozess, Peltier in die Turtle-Mountain-Gemeinde zurückzubringen, überwacht. Diese Willkommensveranstaltung bietet Peltier die Möglichkeit, wieder mit seiner Heimatgemeinde in Kontakt zu treten und sich wieder in das Leben unter seinen Mitmenschen einzugliedern.

„Wir haben uns verpflichtet, Leonard Peltier freizulassen und ihn in seine Heimat zurückzubringen – und jetzt erfüllen wir diese Verpflichtung„, sagte Nick Tilsen, Gründer und CEO von NDN Collective. “Wir heißen Leonard auf eine schöne Art und Weise in seiner Heimat willkommen, um ihm für sein Vermächtnis zu danken, indem wir die Menschen mit Essen versorgen, allen danken, die jahrelang für ihn gekämpft haben, und diejenigen ehren, die für seine Freiheit gekämpft haben, aber nicht mehr unter uns sind.“

„Wir wissen, dass es auf Turtle Island und auf der ganzen Welt so viele Menschen gibt, die gerne persönlich die Heimkehr unseres Ältesten gefeiert hätten“, sagte Janene Yazzie, NDN-Kollektivdirektorin für Politik und Interessenvertretung. „Es wurde so viel Liebe und Mühe darauf verwendet, sicherzustellen, dass Leonards Heimkehr gebührend gefeiert wird, um die harte Arbeit und die Gebete all derer zu würdigen, die von diesem Tag geträumt haben, und um Leonard mit der Liebe und Dankbarkeit zu umgeben, die er verdient, damit er von nun an Frieden und Heilung finden kann.“

Quelle: NDN Collective