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»Jede Gesellschaft bekommt die Revolution, die sie verdient.« Michail Bakunin

Ginger Rogers zum 100. Geburtstag: The Thirteenth Guest (1932)

Heute vor 100 Jahren wurde Ginger Rogers geboren. Grund genug für ein Sonderblogkino: "The Thirteenth Guest" von 1932 ist eine Schauermär, die von einer jungen Frau (Ginger Rogers) handelt, die dreizehn Jahre nach der Nacht, in der ihr Vater beim Warten auf den 13. Gast am Tisch sitzend starb, an den Ort ihrer Kindheit zurückkehrt.

Während sie dort ihren Erinnerungen nachhängt, hört sie ein Geräusch. Als sie nach dessen Ursprung sucht, fällt ein Schuss. Bei Ankunft der Polizei findet diese am Esszimmertisch den kalten, steifgewordenen Körper einer jungen Frau...

Blogkino: Blood on the Sun (1945)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den Film "Blood on the Sun" von 1945. Wie letzte Woche spielt James Cagney auch hier die Hauptrolle: Der Film spielt 1929 in Tokio, wo der amerikanische Reporter Nick Condon (James Cagney) für die englischsprachige Zeitung Tokyo Chronicle arbeitet. Er ist dem sogenannten "Tanaka Plan" auf der Spur und veröffentlicht die Story um Tanaka und seinen Plan als erster und löst damit ein Katz und Maus-Spiel zwischen Tanaka, japanischem Geheimdienst, chinesischen Agenten und aufrechten Reportern aus...


Rote Rosen: Befreite Frauen im Spiegelkabinett

Plakat zum Frauenkampftag in Stuttgart 2011
Nach einem halben Jahr "Rote Rosen": Erschöpft und belehrt - die Frauen haben keinen Kampf mehr nötig. Sie sind schon so frei, wie sie nur sein können.

Erstes Moralgesetz - wie übrigens auch bei der sonst so strengen Frau Kallwas: das Lustprinzip triumphiert. Wenn Du ein Begehren verspürst, musst Du dem nachgeben, was für Verpflichtungen dem auch im Wegen stehen mögen. Die eine Frau, die ihren zeitweiligen Lebensgefährten verlässt, regt sich beim Abschied tierisch auf, als sie von seiner Meinung hört, sie habe ihn nie wirklich geliebt. "Sie muss sich schließlich nicht alles gefallen lassen" heult sie sich bei der immer bereitstehenden Freundin aus. Eine frühere - evangelische - Äbtissin verlässt ihr Amt um eines Mannes willen - findet sich aber nach einem Vierteljahr von diesem, was er auch anstellt, immer wieder übergangen -"verstehst Du denn gar nichts?" -und kehrt wortlos in ein anderes Kloster zurück. Eine dritte um ihrer Kunstpläne willen vom Vater verstoßen,verliebt sich in den Staatsanwalt, der ihren Papa anzuklagen hat - und verzichtet edel. Da ist das letzte Wort aber noch nicht gesprochen.Kenner der Dramaturgie sehen das glückliche Paar trotz allem vereint. Die Ehefrau dieses Staatsanwalts, aus langem Koma erwacht, sucht nach der Geliebten ihres Ehemanns in der Zeit der Versunkenheit. Vor allem aber will sie durchsetzen, dass es wieder zurück nach Berlin geht,der Begegnungsstätte der feinen und interessanten Leute. Einwände lässt sie nicht gelten.

Damit scheint das Schema des bürgerlichen Dramas, wie Schiller es erfunden hat, endgültig überwunden. Wieviel Stücke, wieviel Filme führten vor den Kampf zwischen Pflicht und Neigung? Wenn jetzt die Lust- das Begehren- allein siegen soll, wo bleibt dann die Pflicht?

Nur die Ruhe. Pflicht wird ersetzt durch Professionalität. Berufsanforderungen. Die Ärztin, die sich angeblich nach ihrem Liebsten in Boston verzehrt, verfolgt noch leidenschaftlicher ihre Aufstiegswünsche in der Klinik. Die Köchin im Sternehotel, dem Chefkoch leidenschaftlich zugetan, bekommt doch dauerhaft Krach mit diesem. Hat er nicht schon wieder ihren Stern in der Reklame vergessen? Eine Bürgermeisterin taucht auf, mit tausend Pflichten. Sie verlässt ihren Lebenspartner, weil der kein Kind mit ihr mehr machen will- er hat schon zwei, die ihm übrig reichen. Sie wuselt im Stadtverwalten, hat aber doch nur Gedanken für einen neuen. Also ersetzt heute in solchen Serien - die anderen werden nicht viel anders sein - das alte Paar: Pflicht und Neigung - das neue: Begehren und Beruf.

Wie aus diesen Elementen eine jahrelange Serie hinbekommen? Trick 1: alles wird in die kleine Stadt Lüneburg gepresst. Statt der Pausenzeichen wird immer wieder ein Detail der Stadt eingefügt. Absicht: Wir sollen die Zehlein spreizen im gemütlichen und allmählich gewohnten Nest. "Dir kann hier nichts passieren!"

2. Die Personal-und Lokaleinsparung geht noch viel weiter als im wirklichen Leben. Es gibt ein einziges Lokal - BISTRO - in welchem sich alles trifft. Praktischerweise findet sich im Hintergrund immer gleich der / die Dritte, die mitbekommt, was über sie geredet wird. Ein Grandhotel mit fünf Sternen kommt aus mit Chefkoch / Chefköchin / ein Barmann / ein Zweitbarmann - zugleich als jugendlicher Liebhaber tätig / 1 Besitzer / seine Lebensgefährtin. Sehr selten ein Kellner. Manchmal als Zugabe -Ein Euro Job? - drei weitere Gäste.

Ein städtisches Klinikum benötigt eine Ärztin, einen Arzt, in irgendwelchen Fernen ein Direktoriumsmitglied und möglicherweise eine Krankenschwester.

Insofern ist für immer neuen engsten Kontakt gesorgt.

3. Sehr wichtig für die seelische Ausstattung: das Freundinnengespräch. Nach jeder wichtigen Begegnung mit Mann erfolgt reger Austausch. Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren dabei nie Neues. Aber die Seelen können sich entfalten,zugleich aufjauchzen wegen der Seltenheit der eigenen Empfindungen- und sorgenvoll falterartig zittern, wie sie auf den jeweils "Einzigen" gerade reagiert haben. Allzeit besorgt - aber nie um den Lebensunterhalt. Der scheint - ohne Genaueres zu sagen - immer gesichert.

Das also schaut man. Und trotz allem: Gewissen und Neugier kneifen, wenn eine Sendung verpasst wurde. Woher der Reiz bei so leicht voraussehbaren Lösungen? Einmal -man ist beim Öffentlich- Rechtlichen- durch kindliches Vertrauen. Bei ARD darf das Böse niemals auf Dauer siegen. Dann- vor allem in undurchsichtigen Zeiten- das Aufziehbare. Jede vorgeführte Person hat einen Haken, an dem sie zu packen ist. Also wird alles durchsichtig. Und ein einfaches Rechenexempel: Wer kriegt heute wieder wen? Alles so schön wie einmal das Kinderspiel im Sandkasten.

Und dann: Andrea Strübe hat in kritisch-lesen 6 eben  "Top Girls: Feminismus und der Aufstieg des neoliberlen Geschlechterregimes" besprochen. Darin schildert sie präzis eine Sorte Frauen, mehr aus den Medien als aus dem Leben, die genau die Haltung der Roten-Röslerinnen einnehmen. Denn diese kämpfen nicht, nie geht es um Sieg oder Niederlage innerhalb der Gesamtgesellschaft. Da gilt ihre Position als unangefochten. Ja- die ganze Serie ließe sich auch fassen als "Revanche der Frauen". Sie siegen im Privaten. Nie verlieren sie. Sie kämpfen nicht. Sie haben immer schon gesiegt, ohne die Bedingungen dieses Sieges je zu reflektieren. Narzistisch breiten sie im Freundinnengespräch ihre Feinheiten aus. Höchster Selbstgenuss - nur leider im Spiegelkabinett. Nur sie, als vorgestellte Wesen, haben was davon!

Stellt man sich einmal vor, wie all diese Wesen in der Mittagspause vielleicht auf solche wirken, die nachher gleich wieder in den Laden oder ins Büro müssen. Wesen alle jung und schön- und wenn nicht jung, dann mindestens voll Energie- und sie davor. Vor dem ausgemalten Ideal - der Matrix - im zwangsläufigen Gefühl des Versagens. Wer könnte mithalten mit so einer Bürgermeisterin, die sich im roten Exquisit-Kostüm edel entfaltet, ihrer Liebe und ihrem Versagen zugleich nachhängt, so lange es eben geht? Real zu tun hat sie in ihrem Büro eigentlich nichts, ganz im Gegensatz zu der wirklichen Lenore oder Olga, die gleich wieder ins Büro muss.

Und so guckt man weiter - denkt die bescheidenen Träume des Drehbuchautors und Regisseurs mühsam zu Ende - und kann die Fortsetzung nicht erwarten.

Blogkino: Great Guy (1936)

Heute zeigen wir in unserer Reihe Blogkino den Streifen "Great Guy" von 1936 mit James Cagney in der Rolle des mutigen irischen Kämpfers für die Gerechtigkeit, Johnny Cave, der gegen die Korruption in der Eichbehörde kämpft. Mit seiner tollen Darstellung bewies sich Cagney erneut als großer Filmstar.

Blogkino: Impact (1949)

Heute in unserer Reihe Blogkino: Der U.S. Film Noir Reißer "Impact": Ein wohlhabender Geschäftsmann überlebt den Mordversuch seiner Frau. Um weitere derartige Liebesbezeugungen im Keim zu ersticken taucht er in einem Provinznest als Automechaniker unter...

Blogkino: Meltdown

Heute beklauen wir in unserer Reihe Blogkino mal den Ecki: "Meltdown ist ein Kurzfilm von Dave Green, in dem Essensreste und andere Bewohner eines Kühlschranks um ihr Überleben und gegen die große Kälte kämpfen. Die Handlung hört sich vielleicht seltsam an, ist aber herrlich inszeniert und bietet Drama, Komödie und Action wie ein großer Hollywood-Streifen. Und das in schnellen sechs Minuten."

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MELTDOWN from Dave Green on Vimeo.

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Zuletzt bearbeitet am 14.06.2011 19:19

Blogkino: An Act of Murder (1948)

Heute in unserer Reihe Blogkino: Das Film Noir Drama: "An Act of Murder" von 1948. Richter Cooke, "guter Ehemann und Vater", ist vor Gericht als Hardliner bekannt. Cooke's Tochter liebt den Verteidiger Dave Douglas, der Cooke's Haltung gegenüber Angeklagten hasst. Cooke's Leben zerbricht, als er erfährt, dass seine Frau an einem unheilbaren Hirntumor leidet. Als sich ihre Schmerzen verschlimmern, beginnnt er über Sterbehilfe nachzudenken...

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Blogkino: The Green Hornet Strikes Again! (1941)

Heute in unserer Reihe Blogkino: "The Green Hornet Strikes Again!" von 1941. Während Green Hornet einen wohlverdienten Urlaub auf Hawaii nimmt, versuchen kriminelle Elemente die Macht über die "freie Presse" zu bekommen. Kann Green Hornet das verhindern? Herrlicher 40'er Seriennonsens.

Blogkino: Experiments in the Revival of Organisms (1940)

Heute in unserer Reihe "Blogkino": Der topaktuelle Wissenschaftsstreifen: "Experiments in the Revival of Organisms (1940)". Der für einige Menschen eventuell beunruhigende Film stellt die "erfolgreichen" Experimente in der Wiederbelebung toter Hunde dar, die Dr. Sergej Sergejewitsch Bryukhonenko am Institut für Experimentelle Physiologie und Therapie, Woronesch, U.d.S.S.R. durchführte. Seine Forschung war entscheidend für die Entwicklung von Operationen am offenen Herzen in Russland. Er war einer der führenden Wissenschaftler am Forschungsinstitut für Experimentelle Chirurgie, an dem Professor Vishnevsky die erste sowjetische Operation am offenen Herzen im Jahre 1957 durchführte.

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Zuletzt bearbeitet am 24.05.2011 19:58