Heute zeigen wir im Blogkino den US-Thriller The Hoodlum: Vincent Lubeck (Lawrence Tierney) ist ein Gewohnheitsverbrecher aus Kindertagen, der kürzlich auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen wurde. Ohne die Bitten seiner alten Mutter wäre er nicht entlassen worden. Er nimmt einen Job in der Tankstelle seines Bruders Johnny an. Er verführt Rosa, die Verlobte seines Bruders, die hofft, ihn zu bessern, aber seinen entschlossenen Annäherungsversuchen nicht widerstehen kann, die er zum Teil unternimmt, um ihr zu zeigen, dass es nicht so einfach ist, in einer schlechten Welt gut zu sein.
Vincent interessiert sich für den Geldtransporter, der regelmäßig bei der Bank auf der anderen Straßenseite Halt macht. Er schwärmt für Eileen, eine schöne, unabhängige Sekretärin der Bank, nachdem der Polizist, der ihn beim letzten Mal verhaftet hat, gesagt hat, sie sei eine Nummer zu groß für ihn. Zunächst ist er nur an der Herausforderung interessiert, aber als er merkt, dass sie viel über die Abläufe in der Bank weiß, fängt er an, sie nach Informationen auszuquetschen. Sie findet ihn faszinierend, ist aber viel härter im Nehmen als Rosa. Vincent beginnt, einen Banküberfall zu planen und Männer, die er aus dem Gefängnis kennt, zu rekrutieren, um den Job mit ihm durchzuziehen. Er teilte eine Zelle mit einem Meister der Bankplanung und hörte dem Mann aufmerksam zu, als er darüber sprach, wie eine solche Operation ablaufen sollte.
Rosa kommt zu Vincent (der das Interesse an ihr verloren hat) und bittet ihn, sie zu heiraten - er lehnt ab, und sie stürzt sich vom Dach in den Tod. Die Autopsie ergibt, dass sie schwanger war, was Vincents Mutter herausfindet.
Vincent heckt einen Plan aus, der einen falschen Trauerzug vorsieht, damit die Bande eine Polizeisperre umgehen kann. Mit dem Geld in der Hand (und unter Zurücklassung mehrerer toter Wachen) wenden sich die anderen Heister gegen den schlecht gelaunten, herrschsüchtigen Vincent, dessen Arroganz und Unfähigkeit, die Standpunkte anderer Menschen zu verstehen und ihre Reaktionen vorherzusehen, ihn daran hindern, den Verrat zu erkennen und zu verhindern. Er ist das einzige überlebende Mitglied der Bande, von dem die Polizei aufgrund seiner Verbindung zur Tankstelle weiß, und so kommen sie ungeschoren davon, um einen weiteren Tag zu rauben und das Geld gleichmäßig unter sich aufzuteilen. Vincent hat ihnen gesagt, dass ihm als Planer der größte Anteil zusteht, aber am Ende hat er nur eine Beule am Kopf und eine Anzeige gegen ihn.
In seiner Verzweiflung und ohne Mittel wendet er sich an Eileen, aber sie hat eine kleine Handfeuerwaffe dabei und befiehlt ihm zu gehen, weil sie befürchtet, dass er sie verraten könnte. Seine Mutter, die nun bereut, dass sie sich für ihren Sohn eingesetzt hat, verflucht ihn auf dem Sterbebett. Johnny, der nun weiß, was mit Rosa geschehen ist, bringt ihn mit vorgehaltener Waffe zu einer örtlichen Mülldeponie (der Film beginnt mit einer Rückblende, die zeigt, wie sie dorthin fahren) - aber er kann sich nicht dazu durchringen, Vincent zu töten. Die Polizei, die es irgendwie geschafft hat, ihnen unbemerkt dorthin zu folgen, bringt den Job schließlich zu Ende.
Blogkino: Of Human Bondage (1934)
Heute zeigen wir im Blogkino das US-Drama "Of Human Bondage" mit dem Bette Davis (die mit den Augen) eine (nachträgliche) Oscarnominierung und damit ihren Durchbruch als Star erzielte. Der Plot: Philip Carey versucht sich als Maler. In Paris kritisiert ein Maler sein mangelndes Talent. Philip kehrt nach London zurück, um dort ein Medizinstudium zu beginnen. Trotz seiner Behinderung - Philip hat einen Klumpfuß - flirtet er mit der Kellnerin Mildred Rogers. Mildred behandelt ihn jedoch schlecht; trotzdem kommt Philip immer wieder und versucht, sie zu einem Treffen zu bewegen. Als sie sich tatsächlich zu einem Abendessen treffen, bleibt Mildred kühl und distanziert. Eine Verabredung zum Theaterbesuch sagt sie ab, weil sie sich mit einem anderen Mann, Emile Miller, treffen will.
Philip ist von Mildred so besessen, dass er seine Zwischenprüfung nicht besteht. Er will Mildred unbedingt heiraten und präsentiert ihr einen Ring. Doch Mildred sagt ihm, dass sie mit einem anderen Mann zusammen sei. Philip findet heraus, dass der andere Mann Miller ist. Philip lernt die Schriftstellerin Norah kennen, die ihn mit Liebe überhäuft. Philip versucht, ihre Liebe zu erwidern. Als eine schwangere Mildred bei ihm auftaucht, beendet er sein Verhältnis mit Norah. Mildred ist von Miller, der verheiratet war, verlassen worden. Nach der Geburt des Kindes betrügt Mildred Philip mit dem Studenten Harry Griffith, doch auch der verlässt sie schnell wieder.
Philip lernt nun Sally Athelny kennen, die Tochter eines ehemaligen Patienten. Sie lädt ihn ein, sie und ihre Familie zu besuchen. Nach Monaten taucht Mildred wieder auf, ohne Geld, aber mit ihrem Kind. Philips Zuneigung zu Mildred ist geschwunden, was diese wütend werden lässt. Sie zerstört alle Bilder, die Philip nebenbei gemalt hat, und verbrennt einen Stapel von Anleihen, die Philip von seinem Onkel zur Finanzierung seines Studiums bekommen hat. Mittellos geworden, muss er sein Studium abbrechen. Bevor er jedoch die Universität verlässt, korrigiert Dr. Jacobs mit einer Operation seinen Klumpfuß.
Philip wird von den Athelnys aufgenommen. Er bekommt Arbeit in einem ihrer Geschäfte. Ihn erreicht ein Brief von Mildred, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Sie hat ihr Baby verloren und leidet an Tuberkulose. Aus Mitleid schickt ihr Philip etwas Geld. Philips Onkel stirbt und vermacht ihm ein kleines Vermögen. Philip kann sein Studium wieder aufnehmen und abschließen. Er wird der Schiffsarzt eines Kreuzfahrtschiffes. Bevor das Schiff ablegt, erfährt Philip von Mildreds Tod. Nun ist er frei von seiner Vergangenheit. Er entscheidet sich, in London zu bleiben und Sally zu heiraten.
Philip ist von Mildred so besessen, dass er seine Zwischenprüfung nicht besteht. Er will Mildred unbedingt heiraten und präsentiert ihr einen Ring. Doch Mildred sagt ihm, dass sie mit einem anderen Mann zusammen sei. Philip findet heraus, dass der andere Mann Miller ist. Philip lernt die Schriftstellerin Norah kennen, die ihn mit Liebe überhäuft. Philip versucht, ihre Liebe zu erwidern. Als eine schwangere Mildred bei ihm auftaucht, beendet er sein Verhältnis mit Norah. Mildred ist von Miller, der verheiratet war, verlassen worden. Nach der Geburt des Kindes betrügt Mildred Philip mit dem Studenten Harry Griffith, doch auch der verlässt sie schnell wieder.
Philip lernt nun Sally Athelny kennen, die Tochter eines ehemaligen Patienten. Sie lädt ihn ein, sie und ihre Familie zu besuchen. Nach Monaten taucht Mildred wieder auf, ohne Geld, aber mit ihrem Kind. Philips Zuneigung zu Mildred ist geschwunden, was diese wütend werden lässt. Sie zerstört alle Bilder, die Philip nebenbei gemalt hat, und verbrennt einen Stapel von Anleihen, die Philip von seinem Onkel zur Finanzierung seines Studiums bekommen hat. Mittellos geworden, muss er sein Studium abbrechen. Bevor er jedoch die Universität verlässt, korrigiert Dr. Jacobs mit einer Operation seinen Klumpfuß.
Philip wird von den Athelnys aufgenommen. Er bekommt Arbeit in einem ihrer Geschäfte. Ihn erreicht ein Brief von Mildred, in dem sie ihn um Hilfe bittet. Sie hat ihr Baby verloren und leidet an Tuberkulose. Aus Mitleid schickt ihr Philip etwas Geld. Philips Onkel stirbt und vermacht ihm ein kleines Vermögen. Philip kann sein Studium wieder aufnehmen und abschließen. Er wird der Schiffsarzt eines Kreuzfahrtschiffes. Bevor das Schiff ablegt, erfährt Philip von Mildreds Tod. Nun ist er frei von seiner Vergangenheit. Er entscheidet sich, in London zu bleiben und Sally zu heiraten.
Blogkino: Mr. District Attorney (1947)
Heute zeigen wir im Blogkino den US-Thriller Mr. District Attorney. Ein stellvertretender Staatsanwalt lässt sich mit einer Frau ein, die für die Gruppe arbeitet, gegen die er ermittelt.
Blogkino: The Inner Circle (1946)
Heute zeigen wir im Blogkino den US-Thriller "The inner circle". Der Plot des nicht besonders herausragenden Streifens: "Im Telefonbuch findet sich die Agentur des Privatdetektivs Johnny Strange (Warren Douglas) vollmundig mit Action Incorporated gelistet, darüber das Motto: “Where others fail I get action. Your problem is my problem.“ Eine Damenhand im schwarzen Seidenhandschuh fährt mit dem Finger die Adresse entlang, klappt das Buch zu und schließt die Schublade. Auf dem Orientteppich unterhalb des Schreibtisches liegt ein Revolver, nicht weit davon entfernt der leblose Körper eines Mannes… In seinem Büro sitzt Johnny Strange am Schreibtisch und ist soeben damit befasst, ein Loch in jener Socke zu stopfen, die er stets an seinem rechten Fuß trägt. Mit dem Telefonhörer auf der Schulter ist er zeitgleich dabei, eine Zeitungsannonce aufzugeben, mithilfe der er nach einer jungen und nach Möglichkeit blonden Sekretärin suchen will. Plötzlich wird ihm der Hörer hinterrücks aus der Hand genommen, und eine Frau namens Geraldine Smith (Adele Mara) erklärt der Redakteurin am anderen Ende der Leitung, dass sie den Auftrag stornieren könne da Mr. Strange die Stelle soeben besetzt habe. (...)" Quelle: Der Film Noir / via Andy Wolverton
k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: RHEINGOLD = Filmbiografie des deutsch-kurdischen Rappers XATAR
Xatars Weg vom Ghetto an die Spitze der Musik-Charts: aus der Hölle eines irakischen Knasts kommt er Mitte der 80er Jahre als kleiner Junge mit seiner Familie nach Deutschland und landet ganz unten. Nach einem spektakulären Überfall auf einen Gold-Transporter wurde er schließlich zum internationalgesuchten Kapitalverbrecher. Er tauchte im Irak unter, wurde monatelang gefoltert - zurück in Deutschland saß er mehrere Jahre im knast.Von dem Gold fehlt bis heute jede Spur.
„Egal was ich gemacht oder versucht habe - diese Leute haben in mir immer nur den Asi-Kanaken gesehen. Und je mehr ich spürte, wie schwer es für Leute wie uns war, in der Gesellschaft Anerkennung zu finden, desto mehr wollte ich das [Gangster] auch werden.“ Vom Knast an die Spitze der Charts: Xatar ist Deutschl. einziger Gangsta-Rapper, der wirklich zum Gangster wurde. Und der wirklich gelebt hat, worüber er rappt.
„Alles oder Nix: Bei uns sagt man, die Welt gehört dir“
„"Rheingold" ist also weniger die zu erwartende Musikerbiografie als vielmehr ein episodenhaft daherkommender, augenzwinkernder Gangsterfilm über einen Typen, der nebenbei auch ein bisschen Musik macht. Fatih Akin hat den biografischen Roman "Alles oder Nix" des Rappers Giwar Hajabi alias Xatar verfilmt - als Aufstiegsgeschichte eines Gangstas“
SONNTAG 9. juli 2023 - 19 uhr:
RHEINGOLD = Filmbiografie des deutsch-kurdischen Rappers XATAR
Fatih Akin: Biopic+Gangsterdrama - 2022 - 140 min. Originalsprachen: Deutsch, Arabisch, Kurdisch, Französisch, Niederländisch, Türkisch, Persisch
combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen
kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee
Revolution mit dem Tanzbein: Blackbraid - The Spirit Returns
Das Native-American-Black-Metal-Projekt BLACKBRAID, ein Projekt von Sgah'gahsowáh, einem jungen Mohawk aus den Adirondack Mountains im Staat New York hat ein Musikvideo zum Song „The Spirit Returns“ veröffentlicht. Der Track stammt vom am 7. Juli erscheinenden „BlackBraid II“.
Die Tracklist:
1. Autumnal Hearts Ablaze
2. The Spirit Returns
3. The Wolf That Guides the Hunters Hand
4. Spells of Moon and Earth
5. Moss Covered Bones on the Altar of the Moon
6. A Song of Death on Winds of Dawn
7. Celestial Passage
8. Twilight Hymn of Ancient Blood
9. Sadness and the Passage of Time and Memory
10. A Fine Day to Die
Die Tracklist:
1. Autumnal Hearts Ablaze
2. The Spirit Returns
3. The Wolf That Guides the Hunters Hand
4. Spells of Moon and Earth
5. Moss Covered Bones on the Altar of the Moon
6. A Song of Death on Winds of Dawn
7. Celestial Passage
8. Twilight Hymn of Ancient Blood
9. Sadness and the Passage of Time and Memory
10. A Fine Day to Die
Révolution au bar dansant: Venom Inc. live 16 juin 2023 au Hellfest Open Air Festival, Clisson
On leur doit le black metal, Metallica, Megadeth et bien d’autres. Les légendes de Venom Inc. reviennent en trombe sur la scène du Hellfest avec leur album "There’s Only Black".
Rares sont les artistes pouvant se targuer d’avoir créé un genre musical majeur. Plus rares encore sont ceux qui ont donné un nom au genre qu’ils ont créé. C’est pourtant le cas des anglais de Venom Inc., du moins à l’époque où ils faisaient encore partie de Venom (sans inc.).
Car le projet Venom est aujourd’hui un monstre à deux têtes. D’un côté: Venom tout court, mené par Conrad Lant. De l’autre: Venom Inc. formé par Jeff Dunn et Tony Dolan qui font route à part depuis 2015.
C’est à l’aube des années 80, bien avant la scission donc, que les metalleux originaires de Newcastle en Angleterre publient deux albums qui posent les bases du thrash et du black metal. Le deuxième de ces albums, sobrement nommé Black Metal donnera d’ailleurs son nom au mouvement que reprendront par la suite leurs lointains descendants norvégiens.
Mais n’allons pas croire que Venom Inc. est une histoire du passé. Avec l'album There’s Only Black fin 2022, le groupe revient en force et compte bien le faire savoir au public du Hellfest.
Concert filmé le 16 juin 2023 au Hellfest Open Air Festival, Clisson.
Rares sont les artistes pouvant se targuer d’avoir créé un genre musical majeur. Plus rares encore sont ceux qui ont donné un nom au genre qu’ils ont créé. C’est pourtant le cas des anglais de Venom Inc., du moins à l’époque où ils faisaient encore partie de Venom (sans inc.).
Car le projet Venom est aujourd’hui un monstre à deux têtes. D’un côté: Venom tout court, mené par Conrad Lant. De l’autre: Venom Inc. formé par Jeff Dunn et Tony Dolan qui font route à part depuis 2015.
C’est à l’aube des années 80, bien avant la scission donc, que les metalleux originaires de Newcastle en Angleterre publient deux albums qui posent les bases du thrash et du black metal. Le deuxième de ces albums, sobrement nommé Black Metal donnera d’ailleurs son nom au mouvement que reprendront par la suite leurs lointains descendants norvégiens.
Mais n’allons pas croire que Venom Inc. est une histoire du passé. Avec l'album There’s Only Black fin 2022, le groupe revient en force et compte bien le faire savoir au public du Hellfest.
Concert filmé le 16 juin 2023 au Hellfest Open Air Festival, Clisson.
Blogkino: The Big Chase (1954)
Heute zeigen wir im Blogkino den US-Thriller "The Big Chase". Der Plot: Als seine schwangere Frau (Adele Jergens) in Erwartung des gesegneten Ereignisses das Krankenhaus betritt, macht sich der Polizist Glenn Langan auf die Suche nach Lohnräubern (u. a. Jim Davis und Lon Chaney Jr.) in einer verrückten Verfolgungsjagd, die von Autos über Ruderboote und Motorboote bis hin zu Hubschraubern reicht. Die Verfolgungsjagd, die in ihrer ganzen Pracht von Kugel zu Kugel festgehalten wird, nimmt ein Drittel des Films ein.
Blogkino: F.B.I. Girl (1952)
Heute zeigen wir im Blogkino den US-Thriller Fingerabdrücke lügen nicht - und deshalb will ein Gouverneur mit einer verborgenen kriminellen Vergangenheit eine Karteikarte mit seinen Fingerabdrücken aus dem FBI-Hauptquartier stehlen lassen. Allerdings: Die Gesetzeshüter Cesar Romero und George Brent sind zur Stelle, um Amerika sicher zu machen! Raymond Burr in Höchstform und eine aufregende Verfolgungsjagd mit Hubschrauber und Motorboot halten die Action auf hohem Niveau.
k9 - combatiente zeigt geschichtsbewußt: „Aşk, Mark ve Ölüm / Liebe, D-Mark und Tod“
„Aşk, Mark ve Ölüm / Liebe, D-Mark und Tod“
Cem Kaya - 2022 - 102 minuten = 60 jahre musikkultur
Die Musik der türkischen „Gastarbeiter:innen“ in Westdeutschland
EIN MUSIKFILM AUF DEUTSCH UND TÜRKISCH
SONNTAG 18. JUNI 2023 - 19uhr
Cem Kaya widmet sich in seinem Dokumentarfilm einem von Biodeutschen zu oft übersehenen Phänomen: der hier entstandenen Musik der aus Südeuropa und der Türkei Eingewanderten.
Türküola und Minareci stand auf den Kassetten mit türkischer Musik, die in den 70er und 80er Jahren millionenfach verkauft wurden, zwölf D-Mark das Stück. Aufgenommen waren die Songs allesamt in der alten Bundesrepublik, vertrieben über türkische Märkte und Shops, vom biodeutschen Teil der Bevölkerung weitgehend unbeachtet. Die Lieder handelten vom Leben in diesem fremden Land, dessen "Wirtschaftswunder" ohne die aus Südeuropa und der Türkei angeworbenen Arbeitskräfte undenkbar gewesen wäre. Diese sogenannten "Gastarbeiter" hatten ihre eigene Kultur in die Diaspora mitgebracht, auch die musikalische.
Deren Geschichte samt gesellschaftspolitischer Hintergründe erzählt Regisseur Cem Kaya, über türkische Musik in Deutschland dicht, vielschichtig und fesselnd. Bei seinen Recherchen findet er frühe Reportagen über den Auswahlprozess des "Fabrikfutters", wie ein britischer Reporter die penible Suche der Deutschen nach geeigneten Werktätigen sarkastisch nennt. Millionen wurden in die Bundesrepublik gelockt, wo sie nur als billige Arbeitskräfte geduldet waren.
Wie der gelernte Schlosser Metin Türköz, der 1962 nach Köln kam, um für Ford zu arbeiten. Bald begann er, Protestlieder zu schreiben, und wurde mit seiner Saz, der türkischen Laute, zur Stimme der türkischen Arbeiter. Bis 1978 hat er 82 Singles veröffentlicht; seine Musikkassetten fanden millionenfachen Absatz. Kaya lässt ihn ebenso zu Wort kommen wie Yüksel Özkasap, die "Nachtigall von Köln", und zahlreiche andere Musiker*innen, deren Lieder vom harten Alltag, von Sorgen, Einsamkeit und der Sehnsucht nach der alten Heimat handeln.
Diese Gurbetci-Lieder (Lieder aus der Fremde) gehören zu den eigenständigen musikalischen Stilen, die sich in der Diaspora der Bundesrepublik entwickelt haben und die es so in der Türkei nicht gibt. Die deutschen Medien interessieren sich kaum dafür, in den Berichten über die soziale Situation der Eingewanderten schwingt oft ein unverhohlen chauvinistischer Unterton mit. Selbst als in der nächsten Generation mit dem Duo Derdiyoklar oder Cem Karaca die Musiker*innen beginnen, ihre gesellschaftskritischen Lieder in beiden Sprachen zu singen, und damit ins deutsche Fernsehen eingeladen werden, bleiben sie Exoten, die "hier nicht zu Hause" sind, wie es die Moderatorin zuckersüß formuliert.
Der 1976 im bayerischen Schweinfurt geborene Kaya spannt den Bogen weiter, über die rechtsradikalen Anschläge auf Unterkünfte von Asylbewerbern und Vertragsarbeitern in Hoyerswerda 1991 und den Hip-Hop von Menschen der zweiten und dritten Generation, die hier aufgewachsen sind und die zeitgenössische Popmusik in Deutschland maßgeblich mitgeprägt haben. So entsteht ein facettenreiches, mitreißendes Porträt mehrerer Generationen, das ein wenig bekanntes kulturelles Erbe mit Fragen um Teilhabe und Identität in einem sich verändernden Land thematisiert. Nichts weniger als ein Meilenstein der Musikgeschichtsschreibung.
combatiente zeigt geschichtsbewußt: revolucion muß sein! filme aus aktivem widerstand & revolutionären kämpfen
kinzigstraße 9 + 10247 berlin + U5 samariterstraße + S frankfurter allee
