Heute setzen wir unsere Reihe Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus fort und zeigen den ersten und den zweiten Teil der spanischen Dokureihe "Espana en Guerra" aus dem Jahr 1987 mit den Folgen "El declive de un régimen" und " La República: reforma y reacción".
Roborock S5 Max und Firewalls
Wenn man alles verbietet, was nicht erlaubt ist, machen manche Apps oder Smarthomegadgets Probleme. So auch unser Roborock S5 Max, der nach dem Hinzufügen einiger Geoblocking IPs in der FireWall seine Karte nicht mehr findet. Klar, denn das Teil kommt bekanntlich aus dem Reich der Mitte und bei allen derartigen Geräten spioniert Xiaomi, der Mutterkonzern von Roborock im Auftrag von Maos Erben, dem ZK der KPCh meine Dissidentenwohnung aus. Oder so ähnlich, weshalb viele der Blockierlisten, die im Lande des natürlichen Gegners des Reiches Modor, den USA, gepflegt werden, hemmungslos am besten gleich die chinesische Toplevel Domain blockieren.
Nun ist ja nicht jeder Vorwurf an die Chinesen so falsch wie die Behauptung, daß die USA dergleichen selber niemals tun würden. Deshalb ist es eine gute Idee, nur die unbedingt notwendigen Quelle / Zieladressen und Ports in der Firewall zu öffnen.
Das betrifft im Falle des S5Max folgende Urls:
data.mistat.xiaomi.com fr.app.chat.global.xiaomi.net s3-eu-west-1.amazonaws.com
sowie den UDP Port 8053 für die folgenden IP Adressen:
3.122.217.21 3.124.122.199 52.28.26.121 52.57.224.199
Für die XiaoMiHome sowie die Roborock App: Die TCP Ports 6668 (XiaoMiHome) 8883 (Roborock) für die folgenden Adressen:
122.0.0.0 18.194.10.142 18.196.142.136 18.197.183.192 3.121.141.195 3.122.208.21
Ein anderer Ansatz wäre das Whitelisten der Adressen, im Gegensatz zum gezielten Öffnen bestimmter Ports für bestimmte Quell und natürlich nur für die in einem separaten Zielnetz arbeitenden Geräte. Letzteres erscheint mir jedenfalls sinnvoller, da durch das Whitelisten die Adressen auf alle Rechner im lokalen Netzwerk chinesische Reklame kommen würde.
Blogkino: The 43 Group - The unfinished War
Im Rahmen unserer Reihe Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus zeigen wir die Kurzdokumentation The 43 Group - The unfinished War aus dem Jahr 2000. Die 43 Group war eine englische antifaschistische Gruppe, die von jüdischen Ex-Soldaten unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet wurde, als sie bei ihrer Rückkehr nach London auf britische faschistische Organisationen wie Jeffrey Hamms "British League of Ex-Servicemen" stießen. und später Oswald Mosleys reformierte faschistische Partei, die Unionsbewegung. Zu dieser Gruppe siehe auch: Morris Beckmann - Antifaschistischer Kampf in Großbritannien 1946-1950. „The 43-Group“
Berlin: Meuterei geräumt
Wir sind wütend. Wütend darüber, dass über Jahre aufgebaute rebellische & solidarische Kiezkultur immer wieder zerstört wird. Durch die B., Investorinnen, in unserem Fall Goran Nenadic, der Justiz und der Politik. Wir sind wütend, dass Lebens- und Wohnräume für Profite zerstört werden. Wir sind wütend, dass der „Berliner Charme- beworben wird durch Spekulantinnen, die Menschen verdrängen, die diesen über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Und dies nur, um daraus Profit zu schlagen. Aber wir sind auch dankbar, für eure Aktionen, eure Solidarität und für all die Jahre, in denen ihr mit uns gemeinsam die Meuterei zu diesem Ort gemacht habt, den wir so sehr lieben. Der Ort, an dem wir zusammen politisch aktiv waren, an dem wir zusammen ein Getränk trinken konnten, uns austauschen und ein wenig unsere Utopien leben und erlebbar machen konnten. Wir können es einfach nicht oft genug sagen: Danke. Vielen Dank, dass ihr uns in diesen Tagen, Wochen und Jahren bis zu diesem Moment beigestanden seid. Wir werden nicht aufhören, unsere Arbeit weiterzuführen, auch wenn dies erstmal ohne Räume passieren wird. Wir werden uns wieder sehen, ob auf Plena oder bei Aktionen. Wir werden weiterhin aktiv bleiben und einen Raum für die Meuterei in der Nähe suchen. Unsere Räume wurden uns genommen, doch die Meuterei bleibt. -“ Das Meutereikollektiv -“
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Weitere Ereignisse zu diesem Thema
- Räumungstermin für die Meuterei

- Syndikat geräumt

- Meuterei geht steil

- Wütende Demo für bedrohte Projekte

- Meuterei behält die Schlüssel

- Keine Beute mit der Meute
Links
7. April 1919: Münchner Räterepublik. Ernst Toller
"Die Verteidigung Tollers übernahmen in der Hauptsache der Berliner Rechtsanwalt Hugo Haase [...] daneben die Münchener Rechtsanwälte Anton Gänßler und Adolf Kaufmann. Insgesamt waren zur Verhandlung 50 Zeugen geladen, neben Max Weber auch die Schriftsteller Max Martersteig, Björn Björnsen und Max Halbe. Sie sollten im Sinne der Verteidigung mit Gutachten über Tollers dichterisches Werk für dessen ethische Grundhaltung zeugen [...]. Carl Hauptmann und Thomas Mann ließen ihre diesbezüglichen schriftlichen Äußerungen von den Verteidigern verlesen." (Max Weber: Zur Neuordnung Deutschlands: Schriften und Reden 1918-1920, Studienausgabe Bd. 16, hg. Wolfgang J. Mommsen u.a., Tübingen 1991, S. 234)
Angesichts der öffentlichen Aufmerksamkeit für den Inhaftierten wurde ihm 1920 von der bayerischen Landesregierung anlässlich der 100. Aufführung des bereits 1917/18 geschriebenen Dramas Die Wandlung die Begnadigung angeboten. Diese lehnte Toller mit der Begründung ab, dass er gegenüber den anderen Gefangenen nicht bevorzugt werden wolle, nachdem seine Forderung nach einer allgemeinen Amnestie für alle Revolutionäre der Räterepublik abgelehnt wurde.
"In den zwanziger Jahren war Ernst Toller der bekannteste lebende Dramatiker deutscher Sprache. Sein Bühnenerstling 'Die Wandlung' (1919) gilt als eines der Schlüsselwerke des dramatischen Expressionismus. In seiner berühmten, noch heute fesselnden Autobiographie 'Eine Jugend in Deutschland' (1933) schildert Toller exemplarisch für seine Generation seine durch den Ersten Weltkrieg geprägte Wandlung 'vom Patrioten zum Pazifisten'." Wallstein Verlag, Anmerkung zur kritischen Gesamtausgabe.
"Er war einer der ganz wenigen, die präzise und analytisch vorhergesagt haben, wie Hitler funktioniert und was passieren wird, wenn die Nazis an die Macht kommen. Er hat auch früh entdeckt, welchen Anteil daran die Medien haben und wie die Nazis mit neuen Medien umgehen. Deswegen ist er ja auch von den Nazis angegriffen worden. Die Kommunisten haben Ihn, weil er eher aus dem Anarchismus gekommen war, ebenfalls angefeindet. Zwischen diesen Blöcken Ist er zerrieben worden.- (Albert Ostermaier, 2002)
"Ich habe eine stille Liebe zu Tollern. Der Mann hat das, was wir heute alle sagen, in jenen Jahren 1916 und 1917 gesagt, als das noch Kopf und Kragen kostete; er hat seine Gesinnung auch im Krieg entsprechend bestätigt; er hat diese Gesinnung durchgehalten, mit der Tat und mit dem Wort, und er hat für diese seine Gesinnung bezahlt. Und das darf man nie vergessen." (Kurt Tucholsky, 1931)
Ernst Toller hat sich kurz nach der Niederlage der spanischen Republik am 22. Mai 1939 im Mayflower Hotel am Central Park in New York erhängt. Schon seit Jahren hat er auf Reisen einen Strick in seinem Koffer mitgeführt. „Nicht, weil er schlechtere, sondern weil er feinere Nerven als seine Mitkämpfer gegen den Faschismus gehabt hat“, so der Schriftsteller Sinclair Lewis bei seiner Beerdigung bei der er zusammen mit Oskar Maria Graf die Totenreden hielt. Klaus Mann verlas ein Grußwort seines Vaters Thomas.
Lesehinweise:
Dramen
1919 - Die Wandlung
1922 - Die Maschinenstürmer
1923 -“ Der deutsche Hinkemann
1939 - Pastor Hall
Prosa und Lyrik
1924 - Das Schwalbenbuch
1930 - Feuer aus den Kesseln
1933 - Die blinde Göttin
1936 - Eine Jugend in Deutschland
1934 - Nie wieder Friede
1935 - Briefe aus dem Gefängnis
Knorkator - Die tägliche Doris
Erklärung der Meuterei
Heute morgen, um 8:18 Uhr, wurden uns die Räumlichkeiten der Meuterei mit einem massiven Bulleneinsatz entrissen. Um unsere Räume selbst im letzten Moment nicht alleine zu lassen, haben wir uns entschieden, dass die letzte Runde gemeinsam mit zwei Kollektivistas ausgerufen werden sollte.
Wir sind wütend. Wütend darüber, dass über Jahre aufgebaute rebellische & solidarische Kiezkultur immer wieder zerstört wird. Durch die Bullen, Investor:innen, in unserem Fall Goran Nenadic, der Justiz und der Politik. Wir sind wütend, dass Lebens- und Wohnräume für Profite zerstört werden. Wir sind wütend, dass der “Berliner Charme- beworben wird, durch Spekulant:innen, die Menschen vedrängen, die diesen über Jahrzehnte mitgeprägt haben. Und dies nur, um daraus Profit zu schlagen.
Aber wir sind auch dankbar, für eure Aktionen, eure Solidarität und für all die Jahre, in denen ihr mit uns gemeinsam die Meuterei zu diesem Ort gemacht habt, den wir so sehr lieben. Der Ort, an dem wir zusammen politisch aktiv waren, an dem wir zusammen ein Getränk trinken konnten, uns austauschen und ein wenig unsere Utopien leben und erlebbar machen konnten.
Wir können es einfach nicht oft genug sagen: Danke. Vielen Dank, dass ihr uns in diesen Tagen, Wochen und Jahren bis zu diesem Moment beigestanden habt. Wir werden nicht aufhören, unsere Arbeit weiterzuführen, auch wenn dies erstmal ohne Räume passieren wird. Wir werden uns wieder sehen, ob auf Plena oder bei Aktionen. Und heute auch wieder einmal auf der Straße. Lasst uns unserer Wut gemeinsam Ausdruck verleihen auf der Demo der Interkiezionale um 19.00h am Mauerpark/Eberswalder Str.
Unsere Räume wurden uns genommen, doch die Meuterei bleibt.
Quelle: Erklärung der Meuterei, 25.03.2021
Blogkino: Testament - Mark Barnsley (2009)
Im Rahmen unserer Reihe Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus zeigen wir in der Kurzreihe "Testament" das 2009 von Duncan Pickstock geführte Gespräch mit Mark Barnsley, der zwischen 1978 und 1980 im palästinensischen Widerstand kämpfte.
Rummelsburger Bucht für Alle!
Das Areal zwischen der Kynaststraße und der Rummelsburger Bucht ist heute eine riesige Baustelle. Hohe Kräne stehen dort, wo noch bis vor wenigen Wochen Menschen lebten, die in der kapitalistischen Stadt keinen Platz haben. Am Nachmittag des 14 .März kamen diese Menschen auf einer Demonstration zu Wort, die sich gegen Verdrängung an der Rummelsburger Bucht richtete. Ursprünglich war die Protestaktion als Spaziergang rund um die Bucht geplant, um sich mit den MieterInnen der Hauptstraße 1 zu solidarisieren, die Anfang Januar in einem Offenen Brief erklärten, dass der Eigentümer Padovicz das Haus in den letzten Jahren systematisch verfallen ließ, um den Vorwand für einen Abriss schaffen. Die Mieterinnen erklärten aber auch, dass sie bleiben wollen und ihre günstigen Wohnungen nicht für diese Investorenpläne räumen wollen. Am 6.2. wurden schließlich ca. 100 Menschen aus einem Camp an der Rummelsburger Bucht geräumt. Offiziell begründet wurde die Aktion mit Kälteschutz, man habe die Menschen vor den eisigen Temperaturen in Sicherheit bringen wollen Doch die Bewohnerinnen und Unterstützerinnen protestierten unter dem Motto „Zwangsräumung ist keine Kältehilfe“. Schon wenige Tage nach der Räumung rollten die Bagger zur Durchsetzung der Investorenträume. Aus dem geplanten Kiezspaziergang wurde nach der Campräumung eine Demonstration, auf der einige der Menschen zu Wort kommen sollten, die dort gelebt haben.
Als Obdachlose stigmatisiert und entrechtet
Dazu gehört die Studentin, deren Wohnwagen bei der Räumung eines Camps auf dem Gelände zerstört wurde und die sich dagegen wehrt, dass immer von Obdachlosen gesprochen wird, wenn es sich um Menschen handelt, die eben anders als in festen Häusern wohnen wollen. Die Frau machte deutlich, dass sie erst obdachlos wurde, als das Camp geräumt und ihr Wohnwagen zerstört wurde. Ein Mann erzählt auf einer Zwischenkundgebung am Paul- und Paula-Ufer, wie seine persönlichen Sachen bei der Räumung des Camps vernichtet und in den Müll geworfen wurden, obwohl es offiziell angekündigt wurde, alle könnten ihre Sachen abholen. „So geht man nicht Menschen um, egal wo und wie sie leben“, sagte er. Auch sein Zelt hat der Mann verloren. Jetzt wohnt er auf dem Hausboot von Tommy, der im Dezember 2020 leblos im Boot aufgefunden wurde. Ihm zum Gedenken verstreute er etwas von dem Tabak auf dem Boden, den Tommy immer geraucht hat. Auch an einen weiteren Campbewohner, der im letzten Sommer gestorben ist, erinnerte er.
Femizid kein Randthema
In einen weiteren Redebeitrag gedachte eine Frau vom Bündnis gegen Femizide an die 15jährge, die dort im August 2020 von einen 42jährigen Mann nach einer versuchten Vergewaltigung erwürgt wurde. In den Medien wurde die Tat fälschlicherweise mit dem Camp in Verbindung gebracht. Dabei hat der 42jährige Täter, der bereits wegen Vergewaltigung vorbestraft war, sein späteres Opfer an einer Imbissbude in der Nähe kennengelernt, als er nach dem Streit mit seiner Verlobten Bier holen wollte. Die Rednerin betonte die Funktion der Falschmeldung. Das Camp wird stigmatisiert und die Mordtat aus der Gesellschaft ausgelagert. So braucht nicht darüber geredet zu werden, dass es sich um Femizid handelt, die gezielte Tötung einer Frau, weil sie eine Frau ist“, kritisierte die Rednerin. Sie erinnert daran, dass diese Femizide in der gesamten Gesellschaft stattfinden und eben nicht an den sogenannten Rändern, wie das gerne unterstellt wird. Zur Erinnerung an die getötete Frau sind an dem Zaun gefaltete Kraniche angebracht. Sie habe die immer gebastelt und in der Stadt aufgehängt.
Weiter Widerstand gegen Investorenträume
Im Anschluss wurde daran erinnert, wie die Rummelsburger Bucht aussehen soll, wenn die Investorenpläne realisiert werden. Das kann man gut an den Tafeln rund um die Rummelsburger Bucht sehen. Unter dem Motto „My Bay -“ My Way“ werden dort teurere Eigentumswohnungen am Wasser annonciert. Auf den Werbebildern sieht man weder bunte Wände, noch Wagenplätze, noch Menschen mit geringen Einkommen. Alle die Menschen, die dort in den letzten Jahren gelebt haben, kommen schlicht nicht vor. Die Demonstration, an der sich trotz regnerischen Wetter über 500 Menschen beteiligt haben, zeigt aber, dass diese von der BVV Lichtenberg und dem Berliner Senat durchgewunkenen Investorenpläne durchaus noch auf Widerstand stoßen. Für das Großaquarium „Coral World“, das dort entstehen soll, wurde noch kein Bauantrag gestellt. Eine Petition gegen dieses Projekt der Aufwertung hatten im letzten Jahr über 47000 Menschen unterzeichnet. Der 14. März zeigt, der Kampf um eine „Bucht für Alle“ ist noch nicht zu Ende. Denn an der Rummelsburger Buch lässt sich auf engsten Raum zeigen, dass die Stadt der Reichen die Vertreibung der Einkommensarmen bedeutet, egal ob sie in Mietwohnungen, in Bauwagen oder auf Booten leben. -“ Peter Nowak -“
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Weitere Ereignisse zu diesem Thema
Links
- Widerstand gegen die Investorenträume an der Rummelsburger Bucht (ausführlicher Bericht bei Indymedia)
- Rummelsburger Bucht als Eldorado der Investoren (Eine kurze Geschichte des Areals und die Inwertsetzung durch das Immobilienkapital)
- https://buchtfueralle.noblogs.org/
- https://padowatch.noblogs.org/
- https://www.housing-action-day.net/
- https://nordkiezlebt.noblogs.org/
Räumungstermin für die Meuterei
„Seit Juni 2019 ist der Mietvertrag der Kneipe abgelaufen, woraufhin sich das Kollektiv, ähnlich wie ihre Neuköllner Kolleg*innen, dazu entschieden haben die Schlüssel zu behalten und die Räume nicht zu verlassen. Weitere Miet- und auch Kaufverhandlungen mit dem Eigentümer, Goran Nenadic und der Zelos Properties GmbH, sind gescheitert. „Er wolle nicht weiter vermieten hat er gesagt. Verkaufen wollte er es erst für 750.000€. Wir haben ihm 375.000€ geboten. So viel hätte es 2014 gekostet als die Meuterei erstmals zum Verkauf stand. Das Geschäft ist dann nicht zu Stande gekommen.“ erzählt Anne Bonny vom Meuterei-Kollektiv. Das Haus wurde 2014 von der Zelos Properties GmbH gekauft, entmietet, saniert und zu Eigentumswohnungen umgewandelt. Schon damals sollte die Kneipe ausziehen. Das wurde aber per Gerichtsentscheid zu Gunsten des Kollektivs verhindert und eine Mietvertragsverlängerung bis 2019 erwirkt. Die Gerichtsverhandlung über den Räumungstitel hat schließlich erst am 16.09.20 stattgefunden, da sie unter anderem wegen der Corona-Pandemie, aber auch wegen einer Verlegung der Verhandlung in einen Hochsicherheitssaal im Tegeler Landgericht immer wieder verschoben wurde. Ein Räumungserlass für Nenadic wurde dabei erwirkt. Diesen hat er erst jetzt eingereicht. „Wir vermuten, dass er noch etwas gewartet hat wegen Corona. Lässt sich wahrscheinlich besser verkaufen, wenn Gewerbe auch wieder öffnen können.“, so Bonny weiter. Der Eigentümer habe versucht eine Lösung abseits einer polizeilichen Räumung zu finden und angeblich Angebote gemacht auf verschiedene Kosten zu verzichten. Das Kollektiv hat sich gegen diese vermeintlichen Angebote entschieden: „Es kann für uns keine friedliche Lösung sein, wenn wir gezwungen werden unsere Räume zu verlassen.“ sagt Bonny „Wir haben ihm auch Angebote zum Mieten und Kaufen gemacht, darauf ist er nicht eingegangen. Was jetzt passiert hat er sich ausgesucht, nicht wir.“ Für den Räumungstag und die Tage davor und danach sind mehrere Aktionen geplant. Genaueres soll aber noch veröffentlicht werden.“ (Pressemitteilung der Meuterei)
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Termine:
Sa, 20.3. um 14 Uhr Meuterei bleibt! Kundgebung Schillerpromenade / Herrfurthplatz
Sa, 20.3. ab 17.00h Kundgebungvor der Christinenstraße 1, vor der alten Baiz
So, 21.3. ab 15.00 Kaltgetränkesuche im Reichenberger Kiez
Di, 23.3. ab 18 Uhr von der Meuterei (Reichenberger Straße 58) Demonstration: Wir sind unregierbar -“ Meuterei & Rigaer 94 verteidigen!
Do, 25.3. ab 6 Uhr Herrfurthplatz. Solidarische Demo über den Hermannplatz zum Kottbusser Tor.
Do, dezentrale Aktionen in der ganzen Stadt ab spätestens 6.00 Uhr morgens
Weitere Infos:
meuterei.tk/
auf Twitter: Leute für die Meute
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