Ohne Chuck Schuldiner gäbe es Death Metal in seiner heutigen Form wohl nicht. Heute vor 18 Jahren verstarb mit nur 34 Jahren der Pionier eines Genres, welches er mit seiner Band Death geprägt hat. 1999 wurde bei Chuck Schuldiner Krebs diagnostiziert. Zur Behandlung des Hirntumors war er wegen fehlender Krankenversicherung auf Spenden angewiesen. Der Tumor konnte zunächst entfernt werden, kehrte jedoch zurück, am 13.12. 2001 erlag er der Krankheit.
Die 1983 gegründete Band gründete, gilt als sehr wichtige Vertreter des Death Metal, und Begründer des Tech Death. Die „blutigen“ Texte der frühen Alben wie Scream Bloody Gore und deren Anleihen aus dem Horrorfilm wurden später für viele Death-Metal-Bands zum Vorbild.
Schuldiners Songwriting wandte sich mit den Jahren einem immer mehr experimentellem und technisch extrem komplexen Stil zu, so dass Deaths spätere Alben Human (1991), Individual Thought Patterns (1993) und das 1995 erschienenne Symbolic, die weit ausgefeilter daherkamen und damit als wichtige erste Alben des Tech Death gelten. Als Einstieg empfiehlt sich jedoch aus meiner Sicht das letzte Album, The Sound of Perseverance, das zugleich einen Bruch darstellt - es wurde mit Musikern von Schuldiners nächster Band Control Denied unterstützt.
Blogkino: Sueños Colectivos (Collective Dreams - The Aragón Collectives)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Dokumentation "Sueños Colectivos (Collective Dreams -“ The Aragón Collectives)" (OMU) über die anarchistischen Kollektive in Aragon, vor ihrer Zerschlagung durch die Franco Faschisten.
Blogkino: Duck Soup - The Marx Brothers (1933)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus mal etwas Marxismus. Keine Sorge, gezeigt werden die Marx Brothers mit ihrer 1933 erschienenen Satire "Duck Soup", hier zulande als "Die Marx Brothers im Krieg" bekannt. Zum Inhalt: "Das kleine Land Freedonia befindet sich in einer schweren finanziellen Notlage, die aktuelle Regierung sieht keinen Ausweg in der Staatskrise. Die reiche Witwe Teasdale, die das Land mittlerweile im Alleingang finanziert, fordert für einen weiteren Kredit, dass man im Gegenzug den von ihr verehrten Rufus T. Firefly (Groucho) zum Regierungschef ernennt. Dies geschieht auch, doch bald wird klar, dass Firefly seinen Pflichten als Premierminister kaum nachkommt. Unterdessen plant der Nachbarstaat Sylvania, in Freedonia einzumarschieren. Chicolino (Chico) und Pinky (Harpo) werden vom sylvanischen Botschafter Trentino als Spione auf den neuen Staatschef Firefly angesetzt. Dieser ernennt die beiden allerdings aus einer Laune heraus zu Ministern, als Chicolini Erdnüsse vor seinem Fenster verkauft. Trentino macht sich ebenfalls an die Witwe Teasdale heran, die jedoch nur Augen für Firefly hat. Firefly umwirbt Teasdale auch wegen ihres Vermögens, sodass es zu ersten Spannungen zwischen ihm und Trentino kommt.
Fireflys Sekretär Bob Roland (Zeppo) rät seinem Vorgesetzten, Trentino loszuwerden, indem man ihn beseitigt. Firefly stimmt seinem Sekretär im Prinzip zu, doch dann kommt es zu einer Reihe von Beleidigungen zwischen ihm und Trentino, an deren Ende Firefly den Botschafter schlägt. Damit provoziert er einen Krieg gegen Sylvania. Trentino erfährt, dass die Kriegspläne im Safe der Witwe Teasdale liegen, und er beauftragt Chicolini und Pinky, diese zu entwenden. Chicolini wird gefangen genommen und angeklagt, doch noch während der Verhandlung erfolgt die Kriegserklärung. Das ärmere und kleinere Freedonia hat zwar denkbar schlechte Erfolgsaussichten, dennoch wird das Ereignis vom Parlament mit Gesängen und Tänzen euphorisch aufgenommen. Schließlich kommt es zur Schlacht, die schon verloren scheint, als Trentino gefangen genommen werden kann. Die Marx Brothers bewerfen ihn mit Früchten, bis er schließlich kapituliert. Mrs. Teasdale besingt den Sieg mit Freedonias Hymne, wird dann aber von den Brüdern ebenfalls mit Obst beworfen."
The American Way
Neulich hatten wir den Titel mit deutlicher Ansage schon mal - von Kataklysm. Diesmal im Original. Von Sacred Reich.
Blogkino: Guerrillas de Catalunya
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die Dokumentation "Guerrillas de Catalunya" über den Anarchismus in Katalonien.
Blogkino: I fight, therefore I am (2015)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "I fight, therefore I am " von Yannis Youlountas. Ich kämpfe also bin ich (auf französisch: Je lutte donc je suis) ist ein Dokumentarfilm über soziale und politische Kämpfe in Griechenland und Spanien, der einen Überblick über die Kämpfe in Europa gegen Sparmaßnahmen, Kapitalismus und Faschismus gibt. Eine musikalische Reise, auf der der Widerstand von einem Ende des Mittelmeers zum anderen gefeiert wird. Der Titel leitet sich aus dem Aphorismus des Philosophen René Descartes Cogito Ergo Sum ab (ich denke, das bin ich). Obwohl von keinem Mainstream-Unternehmen vertrieben wurde, war der Film sehr erfolgreich und wurde in zahlreichen Kinos und Festivals in Europa gezeigt.
Sacred Reich - Live at Wacken Open Air 2017
Blogkino: Ulrike Marie Meinhof (1994)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Ulrike Marie Meinhof" von Timon Koulmasis. "Ulrike Marie Meinhof, 1970 Mitbegründerin der Roten Armee Fraktion, galt bis zu ihrem schaurigen Tod 1976 in der Gefängnisfestung Stuttgart-Stammheim als führende Theoretikerin der Gruppe. Die Nachwelt hat sie bis heute in die vereinfachenden Muster der "kommunistischen Staatsfeindin" oder der "Märtyrerin" gepresst. Das hier unternommene Filmporträt Ulrike Meinhofs stellt, ohne den historischen Kontext und die politische Perspektive zu vernachlässigen, den menschlichen Aspekt in den Vordergrund. Reise an die Schauplätze ihres Lebens, Begegnung und Dialog mit denen, die ihr Leben von der Jugend bis in die Jahre der Stadtguerilla geprägt haben, gräbt der Film nicht nur ein Stück vergangener deutscher Geschichte aus oder bezeichnet den Platz Ulrike Meinhofs in der Kollektiverinnerung; er bestimmt ihn neu." Quelle: Timon Koulmasis
Geschichte wird gemalt
Das ursprüngliche Wandbild entstand in Eigeninitiative der damaligen BewohnerIinnen. Aus Protest gegen ihren drohenden Rausschmiss und Abriss des Hauses malten sie es am 1. Mai 1975 in nur wenigen Stunden -“ tagsüber und illegal -“ mit Pinseln und Farbrollen an Malerstangen aus ihren Fenstern heraus.
Die Leute aus der Waldemarstraße 81 waren im Kiez gut vernetzt und haben sich mit anderen von Verdrängung betroffenen Menschen solidarisiert und sie unterstützt. Unter anderem boten sie eine Mietrechtsberatung im Haus an. Um die Verwurzelung im Kiez darzustellen, entschieden sie sich für einen Baum als Motiv, in dessen Mitte ein weißes Banner gespannt ist: „Wir bleiben drin!“ Was sich bewahrheiten sollte: Das Hausprojekt besteht immer noch. Mittlerweile ist es Teil der Luisenstadt-Genossenschaft. Dadurch sind die BewohnerIinnen langfristig vor unbezahlbaren Mieten und Verdrängung geschützt.
Aufgrund einer notwendigen Renovierung der Fassade verschwand das alte Bild unter neuem Putz. Die Idee zur Neugestaltung des Wandbildes entwickelte das ehemalige Pappsatt-Kollektiv gemeinsam mit den jetzigen Bewohnerinnen. Die Streetart-AktivistInnen hatten bereits einige stadtpolitische Fassadenbilder in Kooperation mit Hausprojekten wie z.B. der Brunnenstr. 183 oder der Manteuffelstr. 39 umgesetzt. Das Motiv des Baumes sollte beibehalten und mit den gleichen Flächen übertragen werden, die bei der ersten Bemalung damals mit Armen und Pinseln aus den Fenstern erreicht werden konnten. Aus „Wir bleiben drin“ wurde „Wir bleiben alle“, ergänzt von typischen Berliner Großstadttieren wie z.B. der Kotti-Taube, dem Waschbären und dem Pinguin, die gemeinsam im Baum herumklettern.
Angesichts des Mietenwahnsinns weltweit ist das Wandbild auch nach über 40 Jahren brandaktuell, genauso wie die Forderung, die dort nun gut sichtbar in 10 verschiedenen Sprachen zu lesen ist: „Die Häuser denen, die drin wohnen“.
Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv
Kontakt zu Ex-Pappsatt: pappsatt@riseup.net
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Blogkino: Rome, Open City (1945)
Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus den 1945 von Roberto Rosselini gedrehten Spielfilm Rom, offene Stadt. Der hierzulande bis in die 60er Jahre zensierte und auch heute in einer verfälschten Synchronisation gezeigte Spielfilm zeugt vom Stellenwert des Antifaschismus in diesem Land. Zur Handlung: "Italien, das 1943 im Zweiten Weltkrieg die Fronten gewechselt hat, ist von den Deutschen besetzt. Am 14. August 1943 ist Rom zur offenen Stadt erklärt worden. Der Ingenieur Giorgio Manfredi und der Priester Don Pietro Pellegrini arbeiten im Widerstand gegen die Deutschen. Die italienischen Faschisten, Kommunisten, Sozialisten und Monarchisten sind dabei verbündet. Der Freund des Ingenieurs, der Drucker Francesco, ist mit der Witwe Pina verlobt, die mit ihrer Familie ein karges Leben führt. Ihr Sohn aus erster Ehe, Marcello, hilft dem Widerstand, indem er Bomben schmuggelt. Marina, die ehemalige Geliebte Giorgios, führt einen vergleichsweise aufwendigen Lebensstil, da sie sich reiche Liebhaber hält. Für Luxusgüter und Drogen verrät sie die Widerstandskämpfer, die auch für tödliche Anschläge auf Wehrmachtssoldaten verantwortlich sind. Der Kommandeur der Gestapo, Major Bergmann, verhaftet Giorgio, den Priester und einen weiteren Komplizen. Letzterer erhängt sich im Gefängnis. Giorgio soll Namen der Komplizen preisgeben und weigert sich. Er wird zu Tode gefoltert. Währenddessen äußert ein Offizier Zweifel am Herrenmenschentum der Nazis und zieht ein ernüchterndes Fazit des Zweiten Weltkrieges: Dieser habe nur dazu geführt, dass das Deutsche Volk von ganz Europa gehasst werde. Bergmann, der die Italiener als Sklavenvolk betrachtet, verbietet seinem Offizier, diese Gedanken zu äußern. Als Marina die Leiche des gefolterten Giorgios erblickt, bricht sie zusammen. Der Film endet mit der Exekution des Priesters. Eigentlich soll er von einem Erschießungskommando italienischer Faschisten hingerichtet werden, doch alle schießen daneben. (...)" WikiPedia
