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»Sie haben es getan und sie werden es jederzeit wieder tun, wenn es ihnen gestattet wird.« Hans Frick

Erweitere Domainblockade für FaceBook / META / threads.*

Der Facebook / META Konzern möchte mit dem #Projekt92 / #Barcelona / #threads.* an das Fediverse andocken. Erste Domains sind offenbar threads.net. (Wir verzichten auf die aktive Verlinkung) Nachdem zahlreiche Admins inzwischen erklärt haben, alle diesbezüglichen Aktivitäten und Domains zu blockieren, gibt es eine Sammlung von suspekten Facebook / META / threads Domains zum Download und anschließenden Import bei Mastodon. Wäre per regex sicher kürzer geworden, aber was soll's. Die Liste wird gepflegt und erweitert.

Die Vernetzung mit Meta soll nicht mehr automatisch erfolgen, sondern man kann sich jetzt dafür entscheiden, seinen Server mit "finanziellen Anreizen" mit Meta zu verbinden, wenn er "groß genug" ist.

Trotzdem lohnt es sich, diese Domains und IPs zu blockieren, nur für den Fall, dass sie es sich anders überlegen und um zu verhindern, dass META den Server ohne Zustimmung oder die der Nutzer:Innen ausspionieren.

Mehr dazu in diesem thread.

Wir sind seit dem 19. Juni 2023 im FediPact dabei und seit heute werden die og. Domains blockiert.

Screenshot: We block´d the #Barcelona Project aka threads.net and threads.instagram.com. We don‘t allow any #Facebook or #Instagram shit pollution at our #Instance.  If you are looking for a new home (instance/server) due to the whole Bruhaha over the #Meta move on the Fediverse, here is a link to the instances where you will be safe:  https://fedipact.online/  #FediBlockMeta  #Meta #Project92 #Threads #Barcelona #Mastodon #FuckMetaWe block´d the Project aka threads.net and threads.instagram.com. We don‘t allow any or shit pollution at our .

If you are looking for a new home (instance/server) due to the whole Bruhaha over the move on the Fediverse, here is a link to the instances where you will be safe:

https://fedipact.online/


Berlin: Solidarität hat keine Grenzen

Die Demo mit Fronttransparent 'EU orders - Frontex executes - Solidarity has no borders'
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Aus Protest gegen das europäische Grenzregime demonstrierten am Sonntag 250 Menschen in Berlin-Neukölln und Kreuzberg - in Trauer und Wut über den Tod von mehr als 600 Migrant*innen, die im Beisein der griechischen Küstenwache im Mittelmeer ertranken.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

In den Morgenstunden des 14. Juni 2023 ist ein Schiff in der Nähe der griechischen Küstenstadt Pylos gesunken. An Bord waren über 700 Menschen. Nach Berichten von Überlebenden, war es die griechische Küstenwache, die das Boot zum kentern brachte. Mehr als 600 Menschen sind ums Leben gekommen. Frauen und Kinder waren im Bauch des Schiffes eingesperrt.

Diese Aufmerksamkeit deutscher Medien über das tägliche Morden an der Festung Europa gab es zuletzt 2013 aufgrund des Schiffbruchs vor Lampedusa. Seitdem sind über 27.000 Menschen auf ihrer Flucht im Mittelmeer ertrunken.

Diese Schiffsbrüche sind kein Unglück. Sie sind geplant, sie sind gewollt, sie werden mit Milliarden von der EU finanziert. Milliarden gehen an die Grenzschutzagentur Frontex. Milliarden gehen in Deals mit Staaten zur Finanzierung von Lagern, Abschiebungen und Folter oder in Überwachungstechnologien und Zäune.

Erst Anfang Juni einigten sich die europäischen Staaten auf eine Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) und damit auf eine brutale Verschärfung. Das Zusammenpferchen in überfüllten Lagern, das Verzögern und Verweigern von Asylverfahren und das Töten an den Grenzen ist Ausdruck eines post-kolonialen Systems, das auf Rassismus, Kriegen und Ausbeutung basiert.

Wir sind traurig, wütend und voller Hass auf ein System, für das tausende Menschen auf der Flucht nach Europa systematisch eingesperrt oder ermordet werden.

Wir sind mit unseren Gedanken, bei all denen, die den Schmerz um ihre Liebsten ertragen müssen.

Es gibt Verantwortliche für das tägliche Morden. Es klebt Blut an den Händen deutscher Politiker*innen, der Medien und der rechten Bewegungen in ganz Europa.
Say ist loud say it clear refugees are welcome here!
Die Festung Europa niederreißen!

Aufruf zur Demonstration


Wuhlheide erhalten!

Das Foto zeigt ein Baumhaus aus dem eine Person mit gestreckter Faust grüßt. Vom Baumhaus hängt eine YPG Fahne und ein Transparent mit der Comicfigur Pauli und dem Slogan Wuhlheide bleibt!
Foto: © catwithanicecamera via Umbruch Bildarchiv
Am 13. Mai ’23 besetzten queer-feministische Aktivist*innen die Berliner Wuhlheide mit Baumhäusern. Damit wollten sie den Bau der geplanten Straße „Tangentiale Verbindung Ost“ (TVO) sowie die Rodung von 15 Hektar Wald verhindern.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Rund 300 Menschen gingen am 14. Mai auf die Straße und viele davon in den Wald, um die Besetzung zu unterstützen. Am 17.5. räumte die Polizei, mit fragwürdiger Begründung und ohne eine  Gerichtsentscheidung abzuwarten. Begründet wurde dies mit Gefahren für Spaziergänger, Gewässer und Bäume, unter anderem, weil Gräben angelegt und spitze Stöcke aufgestellt worden seien.

Gegen diese Darstellung wehren sich die Aktivist*innen: „Eine solche Gefährdung lag zu keinem Zeitpunkt vor. (…) Die Besetzerinnen haben Baumhäuser baumschonend eingebunden, kletternde Personen waren gesichert, sanitäre Anlagen waren bereits in Besorgung, Hindernisse wurden markiert. Alle Bedenken zu Gefährdung von Person und des Wasserschutzgebietes sind damit unbegründet. Ein Straßenbau hingegen hat verheerende Folgen für Gesundheit von Menschen und Natur.“
Trotz der Räumung sehen sie die Besetzung als Erfolg: „Viele Anwohner kamen vorbei, solidarische Menschen von Jung bis Alt haben sich ausgetauscht und Essen vorbeigebracht. Wir sind wütend und traurig, dennoch war das ein Erfolg.“

Links


Die Nazis, der Rabbi und die Kamera

Die Kamera Leica wurde bei der Firma Leitz in Wetzlar, mit der bis heute Fotograf:innen von Weltrang arbeiten, entwickelt. Ernst Leitz II war Mitglied in Hitlers NSDAP. Doch er rettete jüdische Angestellte und Freunde vor dem sicheren Tod. Unter anderem die Familie Ehrenfeld aus Frankfurt. Ihre und andere Geschichten hat der Fotograf und Rabbi Frank Dabba Smith erforscht.

Der Fotograf und Rabbiner Frank Dabba Smith hält nichts von einfachen Theorien. „Schwarz-Weiß-Betrachtungen bringen niemanden weiter“, sagt er. Schon als junger Mann reiste er aus diesem Grund nach Deutschland - das Land, das einerseits für den Tod seiner Verwandten in Polen verantwortlich ist, andererseits aber auch seine größte Leidenschaft hervorgebracht hat: die Leica-Kleinbildkamera.

Als junger Student hatte Frank gelesen, wie Leica-Firmenchef Ernst Leitz II den Juden während des Nazi-Regimes geholfen hatte. Später nahm er Kontakt mit der Familie Leitz auf. Der Enkel von Ernst Leitz II, Knut Kühn-Leitz, hatte zwar ein sehr inniges Verhältnis zu seinem Großvater, doch er wusste von nichts. Bis zu seinem Tod im Jahr 1956 hatte sein Großvater nie etwas aus der Zeit des Nationalsozialismus erzählt. Die Familie war sich zunächst nicht sicher, ob sie überhaupt Nachforschungen über die Vergangenheit anstellen sollte, doch Frank überzeugte sie. So kam ans Licht, dass Ernst Leitz II vielen Verfolgten geholfen hatte.
Dazu gehörte unter anderem die Familie von Heinrich Ehrenfeld, Inhaber eines Frankfurter Kaufhauses. In den USA angekommen, änderte die Familie ihren Namen von Ehrenfeld zu Enfield und verkaufte Leica-Kameras. Die Enkelin Jill Enfield ist Fotografin und seit Jahren mit Frank in Kontakt - so hat sie viel Unbekanntes von ihren Großeltern erfahren.

Der Dokumentarfilm führt an Originalschauplätze in Wetzlar, New York und Frankfurt am Main. Neben Frank Dabba Smith und Jill Enfield nimmt auch Oliver Nass, Urenkel von Ernst Leitz II, Stellung zu den damaligen Ereignissen.

Dokumentation von Claus Bredenbrock und André Schäfer (D 2022, 44 Min)



Danke für den Hinweis an Matze Schmidt!
Video verfügbar bis zum: 16/08/2023

Vernissage mit Gloria Keller: „Fischweiber“

Eines der Werrke von Gloria Keller. Es zeigt eine Frau mit einem Kind, im Vordergrund schwimmen Fische. MAn fragt sich, ob die beiden unter dem Wasser sitzen...
Eines der Werke von Gloria Keller. Es zeigt eine Frau mit einem Kind
Wir freuen uns die Künstlerin Gloria Keller mit ihren Werken begrüßen zu dürfen.

Donnerstag, 11. Mai 2023 um 19.30 Uhr im

Buchladen Die Zeitgenossen eG
Strohstraße 28
73728 Esslingen


Sie wurde 1955 in Barcelona geboren. Dort studierte sie Architektur und später Grafik-Design in Pforzheim.

Gloria Keller zeigt neue Arbeiten aus den letzten 3 Jahren, die von der Pandemie geprägt waren. Entstanden sind dabei mehrere Werkreihen, ständig begleitet von Fischen und deren symbolischer Bedeutung: dem Unbewussten, das so vieles im Leben lenkt.
Die Pandemie hat weltweit für tiefgreifende Veränderungen gesorgt, die nicht ohne Einfluss auf die Menschen sein können - so auch auf ihre künstlerische Arbeit, die geprägt war von der Verlangsamung des Lebens, dem verstärkten Alleinsein und der Reduzierung von Kontakten und Beziehungen, die zu einer quasi auferlegten introvertierten Sicht führten.

Linux: Rechnerreset mit USB Watchdog

Dog in a yard in a colonia in South Texas Photo: Joshua Matthews
Dog in a yard in a colonia in South Texas
Photo: Joshua Matthews
License: Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0)
Manchmal sinnvoll: Ein Watchdog. Wenn dieser nicht schon Bestandteil des Mainboards ist besteht die Möglichkeit entweder zu hoffen, daß der Software Watchdog einen Systemhänger erkennt und diesem noch mit einem reboot des Systems entgegentreten kann. Oder man verwendet einen USB Hardwarewatchdog, den es beim freundlichen Chinesen oder in Jeff's Gemischwarenladen relativ günstig gibt. Von beiden Varianten, die natürlich nicht die Ursache des Hängers lösen und - auch das muss gesagt sein, bei der USB Variante eventuell Probleme mit dem Dateisystem verursachen können, möchte ich hier kurz auf letztere eingehen. Denn manchmal ist ein Reset ausreichend, vor allem dann, wenn man nicht an den Rechner kommt, weil man zum Beispiel im Urlaub weilt und der Server daheim augerechnet dann die Grätsche macht.

Der Watchdog selbst besteht aus einer unscheinbaren Platine, an deren einen Ende ein USB Stecker sitzt und am anderen mit einer Stiftleiste versehen ist. Auf dem Stecker selbst sitzen neben ein paar kleineren Bauteilen zwei deutlich sicht- und beim Einstecken hörbare Relais. Geliefert wird das ganze spartanisch in einer Antistatiktüte, nochmal in einer weiteren Plastiktüte verpackt. Mitgeliefert werden zwei ausreichend lange Kabel für die erwähnte Stiftleiste. Kein Handbuch oder Installationsanleitung, was aber nichts macht, da dem aufmerksamen Besteller:*in die Links in der Artikelbeschreibung aufgefallen sind:

Englische Version der Überwachungs-Software Download: http://www.wfyl.cn/dzyj/PCWatchDog_VX_en.rar
Linux Treiber Download: http://www.wfyl.cn/dzyj/USBWatchdog_LINUX.zip
MacOS-Treiber-Download: http://www.wfyl.cn/dzyj/USBWatchdog_MAC.zip
Android Treiber Download: http://www.wfyl.cn/dzyj/USBWatchdogR_ANDROID.zip

Der Installationsvorgang im Terminal unter Ubuntu 22.04.2 LTS x86_64
Der Installationsvorgang im Terminal unter Ubuntu 22.04.2 LTS x86_64
Naja. Ich persönlich lade lieber nichts von Webseiten herunter, die in einer mir unverständlichen Sprache und zudem mit Adobe Flash Animationen versehen sind. Statt dessen fand meine Suchmaschine des Vertrauens heraus, daß es ein git Repository zu diesen Watchdogs gibt, das ein simples Python Script zur Verfügung stellt. Das Repo ist einige Jahre alt, dankenswerter Weise hat Wojciech NiziÅ„ski einen Pull Request eingestellt, der ein Update auf Python3 enthält. Die Dateien zieht man sich im Terminal auf den Zielrechner mit

gh repo clone niziak/usb-watchdog
in das gewünschte Verzeichnis, woraufhin sich die Dateien im Verzeichnis usb-watchdog befinden. Dort startet man nach der obligatorischen Kontrolle der Sicherheit des Quellcodes die Installation als User mit make, danach mit sudo make install das Kopieren der Programmdateien usw.

Der Stick selber wird in den Rechner gesteckt, danach verbindet man die Kabel mit den Mainboard Pfostensteckern für das HDD LED und den Resetschalter. Wichtig sind 2 Punkte:

  • Erst den USB Stick einstecken, dann die Pfostenstecker in eingeschalteten Zustand des Rechners verbinden. Ansonsten kann es sein, daß die Relais auf der Platine im Zustand NO / offen sind, wenn der Rechner eingeschaltet wird und man somit in einer Resetschleife landet.
  • Die Reaktionszeit / Heartbeat, die man in der Datei usb-watchdog.service unter [Service] in der Zeile

    ExecStart=/usr/bin/python3 /usr/local/sbin/watchdog.py --hb 360/dev/ttyUSB0
    einstellt, sollte nicht zu knapp bemessen sein, so daß eine kurzzeitige Rechnerlast nicht als Absturz interpretiert und ein Reset eingeleitet wird. Im Beispiel ist diese auf 360 Sekunden eingestellt, und bezieht sich auf den Watchdog, der als /dev/ttyUSB0 eingebunden wurde.

Quellen: David Gouveia
Hinweis: Einige der Links in diesem Beitrag beziehen sich auf Affilate-Links. Wenn Sie eines der verlinkten Produkte kaufen, unterstützen Sie mich. Das Produkt selbst wird Sie nicht mehr kosten als üblich. Vielen Dank dafür.

Note: Some of the links in this post refer to affilate links. If you buy one of the linked products, you support me. The product itself will not cost you more than usual. Thank you.

Re: Ein Volk auf Reise. Das harte Leben der Irish Traveller

Neulich bin ich auf eine Ausstellung der Fotografin Jamie Johnson aufmerksam geworden. In ihrer präsentierten Serie „Growing up Travelling“, die es auch als Bildband gibt, näherte sich Jamie Johnson der Gemeinschaft der „Travellers“, einer irischen nomadisch lebenden ethnischen Minderheit. Im Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stehen Porträts von Kindern.

Zu den porträtierten Menschen gibt es bei arte auch eine sehenswerte Doku, die ich hier mal verlinke:



Die Europäische Union schreibt in einem aktuellen erschütternden Bericht über die Minderheiten, dass die Gemeinschaft der Irish Traveller in England und Irland am meisten unter Armut leidet, und dass sie die wohl diskriminierteste Minderheit im Europa von heute ist.

Obwohl sie vielen kaum bekannt sind, leben heute über 40.000 Irish Traveller in England und Irland. Sie werden oft mit den Roma verglichen, mit denen sie die Lebensweise des Reisens gemeinsam haben. Ansonsten werden sie noch stärker als andere Minderheiten ausgegrenzt und diskriminiert. In England und Irland ist der Rassismus gegen dieses Volk auf Reise tief verwurzelt.
Offensichtlich aber wird ihre Lage immer schlimmer. Die Irish Traveller leben lange schon am Rande der Gesellschaft. Die seriöse Studie der Europäischen Union hat allerdings einen Schock ausgelöst, vor allem wegen der ermittelten Zahlen: Heute begehen 11 % der Irish Traveller Selbstmord, und nur 3 % von ihnen werden älter als 65 Jahre. In Europa sind das die schlimmsten Statistiken für eine Bevölkerungsgruppe.

Der Berliner Häuserkampf 1981

Das Kunst- und Kulturzentrum
Das Kunst- und Kulturzentrum "KuKuCK" in der Anhalter Strasse mit reichlich Platz auch für große Veranstaltungen,
und für die Treffen des stadtweiten Besetzerrates.
Foto: Peter Homann/Umbruch Bildarchiv
Am 15. Januar 1981 tritt der regierende Bürgermeister Dietrich Stobbe mit dem gesamten Senat zurück. Vorausgegangen war ein Skandal um eine Millionenbürgschaft des Senats für ein Bauprojekt. Der Architekt Dietrich Garski war spurlos verschwunden und hatte geplatzte Landesbürgschaften von über 100 Millionen Mark hinterlassen.
Westberlin, dein Sumpf.
Die Bewegung nutzt das Machtvakuum, das durch den Legitimationsverlust des Berliner Senats entstanden ist, und geht in die Offensive. Fast täglich werden in Kreuzberg und nun auch in anderen Bezirken leer stehende Mietshäuser instandbesetzt. Als am 10. Mai 1981 Neuwahlen für den Senat stattfinden, gibt es in Berlin bereits 162 besetzte Häuser.

Ein Fotorückblick beim Umbruch Bildarchiv

Weitere Informationen: