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»Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt.« Einstein

Berlin: Krieg dem System - ACAB

Das Foto von © Björn Obmann zeigt die Demo vor dem Haus Scharnweberstr. 38 mit mehrreihigem Bullenspalier und einer Reihe von Seitentransparenten. Darüber dramatischer Himmel.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Rund 1.000 Menschen zogen am 13. Dezember 2025 unter dem Motto „Krieg dem System – ACAB“ gegen Polizeigewalt, Krieg und in Solidarität mit Gaza durch Friedrichshain. Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot und über 500 Beamten dabei. Die Demostrecke ging vorbei an der Wedekind-Wache, wo es wiederholt zu Polizeigewalt kam. Am Haus, in dem Maria von Polizisten getötet wurde gab es laute Sprechchöre und Pyro. Die Polizei stoppte die Demo vorläufig. Später ging es u.a. auch an dem linken Hausprojekt Scharni vorbei. Hier riefen Demonstrant:innen Parolen gegen Antideutsche und forderten eine Distanzierung von ihnen. In der Rigaer Straße stoppte die Polizei die Demo erneut und griff unprovoziert die Demospitze brutal an und löste die Demo auf. 20 Menschen wurden festgenommen. Trotz der Auflösung der Demo war es insgesamt eine laute und kraftvolle Demo, die immer wieder mit Pyro von Dächern und in Seitenstraßen gegrüßt wurde.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

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Kein Diskurs mit Rechten - Eine postanarchistische Kritik postfaschistischer Teilnahme an Diskursen

Neuerscheinung: Martin Veith: Die anarchistisch-syndikalistische Arbeiter:innenbewegung in Rumänien

Das Buchcover zeigt verschiedene historische Fotos und Zeitungen aus der rumänischen Geschichte
Martin Veith: „Heute gehört die Welt wenigen. Morgen allen!“ Antikapitalistische Kämpfe und die anarchistisch-syndikalistische Arbeiter:innenbewegung in Rumänien bis 1914. Edition Syfo Nr. 12. Herausgegeben vom Institut für Syndikalismusforschung | November 2025 | 52 Seiten | A5 | Spendenempfehlung 5€ (+ Porto)

„Heute gehört die Welt wenigen. Morgen allen!“ Antikapitalistische Kämpfe und die anarchistisch-syndikalistische Arbeiter:innenbewegung in Rumänien bis 1914.

Dieser Text bietet einen fundierten und komprimierten Überblick zur Geschichte des Anarcho-Syndikalismus in Rumänien. Über gesellschaftlich bedeutende Arbeits- und Klassenkämpfe wird berichtet, anarcho-syndikalistische Protagonist:innen vorgestellt. Syndikalistische Hochburgen wie Câmpina und das Prahovatal sowie die Hafen- und Handelsstädte Brăila und Galați beleuchtet. Die Zeitspanne reicht von der Entstehung um 1900 über seine Hochzeit um 1911 bis zum Vorabend des Ersten Weltkriegs und der sozialen Revolution im Russischen Zarenreich.

Ebenso wie in anderen Ländern, wurde die revolutionäre Arbeiter:innenbewegung und anarcho-syndikalistische und anarchistische Bewegung in Rumänien von einem repressiven Staat blutig bekämpft. Marxisten agierten mit Verleumdungen, Verboten, Ausgrenzung und Zensur innerhalb der Gewerkschafts- und Arbeiter:innenbewegung, um den Einfluss des Anarcho-Syndikalismus zu schwächen. Auf den Punkt gebracht kommentierte der Anarcho-Syndikalist Grigore Constantinescu aus Galați dieses Verhalten mit den Worten: „Die üblen Verleumdungen gegen uns liegen darin begründet, dass wir keine Sozialdemokraten sind, keine Heuchler, keine Politiker, die aus dem Elend der Arbeiter ihren Profit schlagen, sondern Arbeiter, die sich um ihre eigenen Interessen kümmern.“

Das Ziel des Anarcho-Syndikalismus ist eine freie Gesellschaft, basierend auf bedarfsorientierter Produktion und Verteilung durch die Selbstorganisation der Arbeitenden in ihren Gewerkschaften, föderalistischer betrieblicher und gesellschaftlicher Selbstverwaltung und Solidarität, menschenwürdigen, umweltfreundlichen Arbeitsbedingungen und der Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums.

Quellenangaben und Hinweise auf weiterführende Literatur laden zur intensiveren Auseinandersetzung mit dem Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus in Rumänien ein.

Der Verfasser Martin Veith forscht seit vielen Jahren zu diesem Bereich und ist Autor mehrerer Sachbücher, Studien und Artikel zur Geschichte von Anarchismus, Anarcho-Syndikalismus, der rumänischen Arbeiter:innenbewegung und Gesellschaft.

Inhaltsverzeichnis:
Zwei „Generationen“ der Arbeiterbewegung
Sammelbewegung Comisia Generală a Sindicatelor din România und România Muncitoare
Minderheitenbewegung
Die zwei Strömungen des Anarcho-Syndikalismus
Gesellschaftliche Realitäten
Hochburg des revolutionären Syndikalismus – Câmpina
Arbeit als Hölle auf Erden
Hochburgen des revolutionären Syndikalismus: Brăila und Galați
Marxisten für Rationalisierungsmaßnahmen – Revolutionäre Syndikalisten für die Arbeiter
Der Kampf gegen die Lastkräne – Vorbote einer sozialen Revolution?
Militär besetzt den Hafen, terrorisiert Wohnquartiere und nimmt Zwangsarbeiter
Die Transportarbeitergewerkschaft propagiert die Volksbewaffnung und das Milizensystem
Ein Fazit zu diesen Kämpfen
Rumänien und der Anarcho-Syndikalismus – ein kurzes Fazit

Martin Veith: „Heute gehört die Welt wenigen. Morgen allen!“ Antikapitalistische Kämpfe und die anarchistisch-syndikalistische Arbeiter:innenbewegung in Rumänien bis 1914. Edition Syfo Nr. 12. Herausgegeben vom Institut für Syndikalismusforschung | November 2025 | 52 Seiten | A5 | Spendenempfehlung 5€ (+ Porto)

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Neues Album von Trespasser: יְהִי אוֹר

Zwei Songs aus dem kommenden Album der RABM Combo TRESPASSER. Die Vinylplatte kann jetzt bei FUCKING KILL! RECORDS (Berlin) vorbestellt werden.

Der Titel יְהִי אוֹר bedeutet „Es werde Licht“. Ein Schlachtruf für schwere Zeiten und eine Neuinterpretation des Schöpfungsaktes; dieses Mal werden wir eine Welt nach unserem Bild erschaffen, die für freie Menschen geeignet ist, nicht für Anbeter falscher Idole. Eine Welt, in der das Versprechen an die Menschheit über jedem Versprechen an die Götter des Marktes steht.

Thematisch ist dies ein Anhang zu unserer letzten Veröffentlichung. Ein Evangelium der Apokalypse. Die Wiederkunft. Doom II. In turbulenten Zeiten müssen wir uns daran erinnern, dass wir, die arbeitenden Menschen, über enorme Macht verfügen – Berge werden auf unseren Befehl hin ins Meer stürzen – und selbst wenn es übel wird, Blut vergossen und Tränen vergossen werden – der Sommer wird wieder blühen!

Das Album wird am 2. März 2026 veröffentlicht.



Aufgenommen im Studio Underjord, Finspång, von Joona Hassinen im Dezember 2024. Gesang aufgenommen im Backgatan, Vretstorp, im Frühjahr 2025. Gemischt und gemastert von Joona Hassinen.

Instrumente und Hintergrundgesang von XVI. Gesang und Gesangsarrangement von Happy. Alle Texte und Musik von XVI. Layout von XVIiframe

Freiburg: Gedenken an Mahdi

Das SharePic zum Gedenken 2025 zeigt 3 Mohnblumenblüten sowie Angaben zum Gedenken
SharePic zum Gedenken 2025
“Ich wünschte, es wäre alles nur ein Traum und ich könnte Mahdi persönlich sagen, wie stolz ich auf ihn bin.” - Zouleikha (Schwester & Nebenklägerin)

Gedenken an Mahdi ben Nacer
Do, 18.12.2025, 17-19 Uhr
Platz der Alten Synagoge, Freiburg


Mahdi ben Nacer wurde am 23.12.2023 von einem Rassisten in Rickenbach (Landkreis Waldshut) erschossen, dessen Körper zerstückelt und in den Rhein geworfen. Neben der katastrophalen "Aufarbeitung" des Falls und der Ignoranz der Justiz gegenüber der deutlichen Hinweisen auf rassistische Motive, wurde der Täter wegen Totschlags zu 6 Jahren und 7 Monaten Haft verurteilt. Aber Mahdi’s Familie gibt nicht auf: in Kürze entscheidet der BGH Karlsruhe, ob der Fall neu verhandelt wird.

Der Mord an Mahdi ist nun fast zwei Jahre her. Wir werden an ihn erinnern, so dass er nie in Vergessenheit gerät. Zouleikha freut sich, euch am 18.12. um 17 Uhr am Platz der Alten Synagoge zu sehen. Lasst uns Mahdi würdevoll gedenken!

Mehr Informationen

Neues Factsheet: Gefährliches Engagement - Menschenrechtsverteidiger*innen in Mexiko

Der Screenshoit zeigt einen Ausschnitt aus dem Factsheet
Ausschnitt aus dem vierseitigen FactSheet
Zum Internationalen Tag der Menschenrechtsverteidiger*innen (9. Dezember) veröffentlicht die Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko ein Factsheet mit Hintergrundinformationen und politischen Handlungsempfehlungen für einen besseren Schutz der Aktivist*innen.

In einem Land mit einer der höchsten Gewaltraten weltweit leisten Mexikos Menschenrechts-verteidiger*innen eine unverzichtbare Arbeit: Sie setzen sich dafür ein, dass die Suche nach über 130.000 Verschwundenen vorankommt, prangern Verstrickungen zwischen Politik und organisiertem Verbrechen an oder bringen schwere Menschenrechtsverletzungen ans Licht, über die die breite Öffentlichkeit sonst womöglich nie etwas erfahren hätte.

Doch wer Menschenrechtsverletzungen offen benennt und Gerechtigkeit fordert, gerät oft in den Fokus der Verantwortlichen und Täter*innen, die Aufklärung und strafrechtliche Konsequenzen verhindern wollen. Nach Zahlen des zivilgesellschaftlichen Netzwerks Espacio OSC wurden in Mexiko seit 2016 mindestens 177 Menschenrechtsverteidiger*innen mutmaßlich im Zusammenhang mit ihrem Engagement ermordet, 37 wurden Opfer gewaltsamen Verschwindenlassens. Diesen schweren Gewaltverbrechen gehen oftmals Todesdrohungen, tätliche Angriffe, Diffamierungen oder Versuche der Kriminalisierung voraus.

Was kann unternommen werden, um Menschenrechtsverteidiger*innen in dieser gefährlichen Gesamtlage besser gegen Angriffe zu schützen und Diffamierungen sowie unrechtmäßiger juristischer Verfolgung ein Ende zu setzen?

Zum Factsheet „Gefährliches Engagement: Menschenrechtsverteidiger*innen in Mexiko“

Quelle:
Deutsche Menschenrechtskoordination Mexiko / Coordinación Alemana por los Derechos Humanos en México
Haus der Demokratie und Menschenrechte
Greifswalder Str. 4
10405 Berlin
Deutschland


Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg

Das Buchcover zeigt eine Person, die eine Kerze anzündet. Dahinter ein Transparent mit dem Text "Palestinians and Jews for Peace"
Bernd Drücke (Hg.)
Die Kriegslogik durchbrechen!
Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg
14,90 € beim Verlag
Der Sammelband 'Kriegslogik durchbrechen' soll dazu beitragen, dass politische Diskussionen in einem Klima geführt werden können, das nicht von Einschüchterung geprägt ist. Zu Wort kommen Menschen, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Die Aktivist*innen u.a. von New Profile, Combatants for Peace und Palestinians and Jews for Peace weigern sich, Feinde zu sein. Sie solidarisieren sich mit den Geiseln, den Angehörigen der Opfer von Gewalt in Israel und Palästina, den Geflüchteten und Menschen, die sich dem Mord auf Kommando verweigern. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

Das Buch dokumentiert Beiträge, die vom 7. Oktober 2023 bis zum (mittlerweile gebrochenen) Waffenstillstand am 19. Januar 2025 in der Monatszeitschrift Graswurzelrevolution (GWR) erschienen sind, sowie ein aktuelles Geleitwort von Moshe Zuckermann und einen Beitrag aus der GWR 500 vom Sommer 2025 als Nachtrag.

Wann: Freitag 12. Dezember um 20 Uhr
Wo: Buchladen Schwarze Risse, Gneisenaustr. 2a, 2. Hinterhof, Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: frei!



Der verdrängte Kapitalismus. Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik

Das Bild zeigt das Buchcover
Sabine Nuss, Andrej Holm, Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa & Ingo Stützle
Der verdrängte Kapitalismus
Möglichkeiten und Grenzen antifaschistischer Wirtschaftspolitik. Ein Gesprächsband von Sabine Nuss
Veröffentlichung: 21. November 2025
Seiten: 168, Broschur
ISBN: 978-3-320-02433-8
14,00€
inkl. 7 % MwSt. kostenloser Versand
"Auf die zunehmende Bedrohung von rechts werden immer drängender Antworten gesucht. Eine davon lautet in jüngster Zeit: »Antifaschistische Wirtschaftspolitik«. (...) Auslöser dieser Forderung ist die Beobachtung, dass Menschen tendenziell eher rechts wählen, wenn aufgrund von wirtschaftlichen Krisen, Inflation und der Kürzung von Sozialausgaben Abstiegsängste und Unsicherheit zunehmen. In diesem Kontext stellen sich einige Fragen: Warum wählen die Menschen dann rechts und nicht links? Welche grundlegenden Fragen werden dabei gar nicht erst angesprochen? Welche Strukturen des Kapitalismus können Aufschluss darüber geben, welche Weltanschauungen im Alltagsbewusstsein anschlussfähiger sind? Vor diesem Hintergrund diskutiert Sabine Nuss die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen einer »antifaschistischen Wirtschaftspolitik« exemplarisch anhand von vier Maßnahmen – mit Andrej Holm (Mietendeckel), Stephan Kaufmann (Inflation), Antonella Muzzupappa (Investitionen) und Ingo Stützle (Vermögenssteuer)."

Aus dem Klappentext zum Gesprächsband von Sabine Nuss im Karl Dietz Verlag Berlin - siehe mehr Informationen und eine Leseprobe bei LabourNet