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»Ein Kind, das an Leib oder Seele darbt, ist ein größerer Vorwurf gegen die Menschheit als alle Feindschaft und alle Niedertracht der Welt!« Erich Mühsam,

Berlin: Feministischer 1. Mai 2026

Das Foto von © kinkalitzken zeigt das Fronttransparent mit dem Text: "Täter, Krieg, Kapital - Widerstand unsere Wahl",, rechts vom Text eine Weiße Taube
Foto: © kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Rund 1.500 Menschen nahmen sich am 1. Mai 2026 die Straßen von Berlin-Charlottenburg, um gegen Patriarchat, Kapitalismus, Faschismus und Imperialismus zu protestieren.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

In den Vorjahren stellten die Veranstalter*innen einen feministischen Block bei der „revolutionären“ 1. Mai-Demonstration Berlin. Die eigenständige feministische Demonstration um 13:12 Uhr wollte keine Konkurrenz zum Abendprogramm darstellen, sondern insbesondere mit Blick Awareness-Strukturen und Umgang mit Täterschutz-Vorwürfen einen Raum für klassenbewussten Feminismus schaffen.

Heraus, Geschwister, zum feministischen ersten Mai! Steigende Preise im Super- und Wohnungsmarkt, ein zerspartes Gesundheitssystem, Krieg in Europa, Nahost und Ostafrika, Wiedereinführung der Wehrpflicht. Eine Krise scheint auf die nächste zu folgen, und wir sind mittendrin. Was ist das für ein Leben, wo wir nie sicher sind, uns auf jeglichen Ebenen Gewalt wiederfährt oder droht? Gewalt, die sich in Kriegen manifestiert, die uns in schlecht bezahlten Berufen ausbeutet, die uns von der Straße prügeln und einsperren will. Vor der wir nicht einmal Zuhause sicher sind. Auch in unseren eigenen Strukturen sind wir oft patriarchalen Mechanismen ausgesetzt.

Scheiß auf Eure Blumen, leere Versprechungen und Girl-Boss-Feminismus. Wir verlangen Veränderung. Wir werden weiterhin patriarchale Strukturen aufbrechen und bekämpfen.
Kein Klassenkampf ohne Feminismus, kein Feminismus ohne Klassenkampf!“

(Aufruf zur Demo)

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Re: Kein Recht, Mutter zu sein?

In zwölf EU-Ländern können Frauen mit Behinderung noch immer ohne ihre Zustimmung sterilisiert werden. Die Autistin Sara Rocha kämpft in Portugal für ein gesetzliches Verbot dieser Praxis – und vernetzt sich mit Betroffenen aus ganz Europa, um das Tabuthema sichtbar zu machen. Ein Wohnprojekt in Berlin zeigt, wie Elternschaft mit Behinderung gelingen kann.

Zwangssterilisation ist eine Praxis, die in Europa eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Denn in der sogenannten Istanbul-Konvention haben sich die meisten EU-Länder verpflichtet, Frauen vor Gewalt zu schützen. Und doch ist es in zwölf Ländern nach wie vor legal, Frauen mit Behinderung ohne deren Einwilligung unfruchtbar zu machen. Für Sara Rocha ist das ein Riesenskandal: „Niemand hat das Recht zu entscheiden, ob jemand eine gute Mutter sein kann.“ Die autistische Aktivistin kämpft in Portugal für ein gesetzliches Verbot und vernetzt sich europaweit mit Betroffenen. Als schwangere Frau mit mehrfacher Behinderung ist ihr Engagement auch ein persönlicher Kampf.

Eine der Frauen, die mit Sara sprechen, ist Natacha. Mit 24 Jahren wurde die Belgierin gegen ihren Willen sterilisiert. Ihre Mutter traute ihr nicht zu, eigene Kinder großzuziehen. Erst heute findet Natacha Worte für ihren Schmerz und ihre Wut über das, was ihr widerfahren ist. Wie vielen anderen wurde ihr lange eingeredet, der Eingriff sei nur zu ihrem Besten. Heute bricht sie das Schweigen – gemeinsam mit anderen Betroffenen.

In Berlin lebt Sunny Stemmler mit ihrem dreijährigen Sohn Matteo in einer betreuten Wohngemeinschaft für Eltern mit Behinderung. Die 34-Jährige mit Lernschwierigkeiten hat lange gegen Vorurteile und Widerstände gekämpft. Heute zeigt ihr Beispiel: Elternschaft mit Behinderung ist möglich – wenn man sie zulässt und richtig unterstützt.




Berlin: Revolutionäre 1. Mai- Demonstration 2026

Fronttransparent der Demo mit dem Text "gegen die Gesamtscheiße - Die Zukunft gehört uns!" und einem Roten Stern mit Antifaflaggen auf der linken Seite getragen von verschiedenen Personen, dahinter eine Masse von Menschen am späten Abend.
Foto: © heba / Umbruch Bildarchiv
Unter dem Motto „Gegen die Gesamtscheiße“ startete die diesjährige revolutionäre 1. Mai-Demonstration unter der Beteiligung mehrerer 10.000er Teilnehmer*innen vom Oranienplatz in Kreuzberg. Marxistische Jugendgruppen, Pali-Solidaritäts-Bewegung und ein großer Antifablock bildeten den Anfang. Ein sich schon am Mittag bildener „Menschenteppich“, durch verschiedenste angemeldete und auch nicht angemeldete Party- und Feierangebote in großen Teilen von Kreuzberg erschwerte den Start und einen geschlossenen Demozug. Stundenlange Verzögerungen waren die Folge. Ein Teil der Demo schaffte es die Route einzuhalten, der andere Teil blieb erstmal stecken. Ab dem Görlitzer Park wurde der Antifa-Block von einem dichtem Bullenspalier begleitet. Am Rande der Demo wurden Nazi-Influencer vertrieben, es gab zahlreiche Solidaritätsgrüße von Balkonen und der Bordsteinkante. Gegen 23.00 Uhr erreichte die Demonstration den Abschlußkundgebungsplatz am Südstern. Dort ließen es sich die Bullen nicht nehmen, Teile des Antifablocks anzugreifen, durch Geschlossenheit konnte dieses abgewiesen werden. Was bleibt von diesem Tag? 10.000de waren auf der Straße, organisiert und auch weniger organisiert, und ein Gefühl, das Mensch nicht allein ist mit der Gesamtscheiße um uns herum.

„Wir feiern das Leben, die Rebellion und die Befreiung. Weg damit: Wehrpflicht, Militarisierung und Kriegsregime. Feminizide, Männlichkeit und Patriarchat. Nationalismus, Faschismus und AfD. Wasserprivatisierung, Autobahnausbau und Klimakatastrophe. Regierende Bürgermeister, Zäune und nächtens geschlossene Parks. Autoritarismus, Dogmatismus und scheinbar einfache Wahrheiten. Angriffe auf Rojava, Krieg in der Ukraine und Genozid in Gaza. Racial Profiling, »kriminalitätsbelastete Orte« und neue Polizeigesetze. Finanzielle Kürzungen, Demontage des Sozialstaats und der restliche Monat am Ende des Geldes. Gefangennahme von Cilia Flores mit Ehemann, von Antifaschist*innen und unserer langjährigen Nachbarin Daniela Klette. Private Wohnungsunternehmen, steigende Energiekosten und hohe Mieten. Merz, Pistorius und alle anderen da oben. Alles Würg!

Wir finden das Leben viel zu interessant, um es für all das herzugeben. Deshalb soll die ganze Scheiße zerfallen, wie es einst Karl Marx formulierte, und dazu werden wir beitragen. Wir spielen nicht mit, wir rebellieren, wir widersetzen uns. Wir verweigern uns den auferlegten Pflichten. Wir desertieren aus diesen Verhältnissen. Wir brechen aus und nehmen uns am Ersten Mai die Straße. Denn wenn schon die Gegenwart verloren ist, so wollen wir doch die Zukunft erobern.Mit Zehntausenden werden wir am Abend des 1. Mai in Berlin zur jährlich größten Manifestation der radikalen Linken zusammenkommen. Uns eint unsere Unzufriedenheit mit dem Bestehenden und der Widerspruch zum Herrschenden, das kein Versprechen mehr für uns hat. Mit rebellischer Munterkeit laden wir zu einem Block auf der revolutionären 1.Mai-Demo alle ein: Wütende und Traurige, Lohnabhängige und vermeintlich Überflüssige, Kind und Kegel, Schlawinerinnen und Rabauken, Militante und die gesamte Bagage. In unserer Vielfalt finden wir die Einheit.“

(aus: Aufruf des Antiautoritären Blocks)


Eine gute Übersicht mit Infos zur Demo und allen anderen Aufrufen findet ihr auf der Seite von erstermai.nostate.net/

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Weitere Fotos im alten Bildarchiv (1980 - 2018)Links

Shared Fights - Take back the night 2026

Das Foto von Björn Obmann zeigt die Demo von der Seite gesehen im Bengaloschein.
Foto: © Björn Obmann via Umbruch Bildarchiv
Am Vorabend des 1. Mai beteiligten sich in der Walpurgisnacht am 30. April 2026 rund 3.000 Menschen an einer queer-feministischen Demonstration gegen Patriarchat, Staat und Kapital durch Berlin-Kreuzberg und Neukölln.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

„Lasst uns zurückschlagen gegen den zunehmenden imperialistischen Autoritarismus und Militarismus in der Gesellschaft: gegen die rassistische und patriarchale Polizeigewalt in unserer Stadt, gegen Pink Lists, die darauf abzielen, trans- und queere Menschen zu überwachen. Gegen Wehrpflicht, KI-Überwachung und Zäune in unseren Kiezen, gegen die Kriminalisierung von Sexarbeit, gegen Nazi-Angriffe auf uns, wenn wir nachts nach Hause gehen, gegen brutale Razzien und gegen die falsche Schuldzuweisung an Migrant*innen-Gemeinschaften. Wir sagen: ABOLISH FRONTEX, ABOLISH ICE, ABOLISH GEAS! (…)

Wir werden niemals schweigen, wenn es um unsere toten und inhaftierten Geschwister geht. Unser gemeinsamer Kampf lässt sich nicht durch Gefängnismauern aufhalten!

In diesem Jahr widmen wir diese Demo Devran, einer Genossin, die ihr ganzes Leben lang Teil unserer gemeinsamen Kämpfe war. Sie war Teil der Antifa Genclik, kämpfte für die Freedom of movement Bewegung rund um den Oranienplatz und nahm jedes Jahr an der „Take Back the Night“-Demo teil. Wir haben sie letzten November im Kampf gegen die Dämonen verloren, die die Systeme der Unterdrückung in unsere Köpfe und Seelen pflanzen – Einsamkeit und Entfremdung. Aber wie Rio Reiser sagte: Die letzte Schlacht gewinnen wir.“

(aus dem Aufruf zur Demo)


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USA - Zwangssterilisation hinter Gittern

In Kaliforniens größtem Frauengefängnis werden Frauen jahrelang ohne ihre Zustimmung sterilisiert. Besonders oft betroffen: Women of Color. Eine Betroffene und eine Anwältin brechen das Schweigen, sammeln Beweise und konfrontieren die Verantwortlichen. Der Film zeigt, wie hartnäckig sich eugenische Denkmuster bis heute halten, und begleitet die Frauen bei ihrem mühsamen Kampf für Gerechtigkeit.

Stuttgart: 1. Mai Straßenfest im Stadtteilzentrum Gasparitsch

Das SharePic zeigt die Eckdaten zum 1. Mai Fest mit den Angaben aus dem Textbeitrag

Programmübersicht für das 1. Mai Fest im und am Stadtteilzentrum Gasparitsch:

Ablauf
ab 14 Uhr: Festbeginn
  • Kaffee & Kuchen, Fingerfood
  • Popcorn
  • Quiz
  • Info- und Aktionsstände
  • Kinderprogramm
  • Kurzvorstellungen der beteiligten Initiativen & Organisationen
  • Live-Musik

16 Uhr: Kurz-Lesung von Geschichten zum Thema Frauensolidarität (vom Frauenkollektiv Stuttgart)

17 Uhr: Stadtteildemonstration (vom Fest aus): Dort kämpfen, wo das Leben ist! Gegen Krieg, Sozialabbau und Rechtsentwicklung! (von der Organisierten Autonomie)

ab 18:30 Uhr: warmes leckeres Essen
bis 18:30 Uhr: Quizabgabe

19 Uhr: Quizauflösung

ab 19:30 Uhr: Live Musik mit

ab 22 Uhr: Aftershow-Party mit

  • Jens O Matic
  • Markus Railroad (Early Reggae, Ska, Latin, Cumbia)

Quelle und mehr Informationen

1. Mai: Sie bauen den Sozialstaat ab – Wir bauen die Gewerkschaft auf

Das SharePic zeigt alle relevanten Eckdaten aus dem Textbeitrag zu den Aktivitäten der FAU am 1. Mai

Unter dem Motto »Sie bauen den Sozialstaat ab – Wir bauen die Gewerkschaft auf.« sind wir am 1. Mai in Stuttgart auf der Straße.

Wir treffen uns um 10:00 Uhr am Stadtteilzentrum Gasparitsch und bringen gemeinsam unser Material zur Demo und zeigen bei der Auftaktkundgebung am Marktplatz Präsenz.

Ab 11:30 Uhr laufen wir gemeinsam bei der Gewerkschaftsdemo mit, beginnend am Marktplatz.

Anschließend sind wir beim 1. Mai Fest im Stadtteilzentrum Gasparitsch.

Und um 17:00 Uhr startet dort die Stadtteildemo.

Quelle: FAU Stuttgart

This Saturday: All Out for No Kings Day 3!

Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Die Grafik zeigt eine durchgestrichene Krone sowie den Text "No Kings - No illegal Wars"
Masked secret police are terrorizing our communities. An illegal, catastrophic war is putting us in danger and driving up our costs of living. Attacks on our freedom of speech, our civil rights, and our freedom to vote are happening on a daily basis. Costs are pushing families to the brink. #Trump is acting like a tyrant. But this is America, and power belongs to the people - not to wannabe kings or their billionaire cronies.

This Saturday, March 28th, we will show up together to demand, No Kings!


Please plan to join what promises to be the largest democracy, human rights, and peace demonstration in U.S. history. More than 3,000 events are planned.

FIND A NO KINGS EVENT NEAR YOU!

As President Trump escalates his attempts to control us, it is on us, the people, to show that we will fight to protect one another and our country. If he believes we will roll over and allow him to take our freedoms, he is mistaken. We are coming together on March 28 across issues, ages, races, and religions, because we know we can overcome this repression when we unite.



(In #Germany also in #Munich / #München #Nuremberg / #Nürnberg #Frankfurt #Wiesbaden #Düsseldorf #Bremen & #Hamburg)

#NoKings! #NoWars! #NoNukes! #NoICE


8. März - Feministischer Kampftag 2026

Das Foto von © Kinkalitzken zeigt das Fronttransparent mit dem Text "feministisch solidarisch gewerkschaftlich - Für eine feministische und antifaschistische Zukunft!" das von einem bunt gewürfelten Haufen Frauen* getragen wird. Dahinter weitere Transparente und Plakate.
Foto: © Kinkalitzken via Umbruch Bildarchiv
Rund 30.000 Menschen zogen unter dem Motto „feministisch, solidarisch, gewerkschaftlich“ zum feministischen Kampftag am 8.3.2026 von Berlin-Kreuzberg nach Mitte, um für eine feministische und antifaschistische Zukunft zu protestieren.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Die Demonstration eines breiten Bündnisses aus feministischen und stadtpolitischen Initiativen, Gewerkschaften und Verbänden richtete sich gegen Antifeminismus, Rechtsruck, Rassismus und Antisemitismus sowie gegen die zunehmende Gewalt an Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans* und agender Menschen (FLINTA*), die sich in gesellschaftlichen Debatten ebenso wie in konkreten Angriffen und Bedrohungen niederschlägt.

Mit Blick auf die wachsende Zustimmung zur AfD warnte das Bündnis vor einer weiteren Normalisierung antifeministischer und queerfeindlicher Positionen im öffentlichen Diskurs und stellte sich klar gegen Spaltung, Ausgrenzung und Hass. International erklärte es sich solidarisch mit feministischen Bewegungen weltweit und fordert Investitionen in soziale Sicherheit und Friedenspolitik statt weiterer Aufrüstung.
„Das gute Leben für alle ist möglich – wenn wir es gemeinsam erkämpfen. Ob für sexuelle Selbstbestimmung oder Löhne, die für ein gutes Leben reichen. Unsere Alternative heißt Solidarität!“

(aus dem Aufruf)

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