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»Es ist besser stehend zu sterben als auf Knien zu leben.« Emiliano Zapata Salazar

"Bezahlt wird nicht!"

Der Esslinger Verein "Kultur am Rande" machte den zweiten Platz im Wettbewerb "Echt gut! Ehrenamt in Baden Württemberg".

"Kultur am Rande" "... versteht sich als kulturelles Sammelbecken aller gesellschaftlichen Gruppierungen, deren kulturelle Fähigkeiten im anerkannten und geförderten Kulturbetrieb keine oder nur geringe Berücksichtigung finden.
Der Verein versteht sich als kulturelles Sprachrohr dieser Gruppen im Ringen um einen humanistischen Kulturbegriff." (Aus der Homepage des Vereins)
"Kultur am Rande" macht für die und mit den Ausgegrenzten der Gesellschaft Kultur und hat ein basisorientiertes Kulturverständnis:
"Gegen den Kulturkonsum"
Kultur am Rande hat den Mut, mit bescheidenen Mitteln Kultur zu machen und zu leben. (Homepage)

Foto: Homepage von "Kultur am Rande"
Das Bild zeigt die "Arche", eine von 6 Großskulpturen des Kunstprojektes "überLeben"


Den zweiten Preis hat der Verein erhalten für die Aussstellungen und Theateraufführungen, die er mit Obdachlosen durchführt. Diese Arbeit gibt den Menschen neues Selbstwertgefühl und eine wirkungsvolle Möglichkeit, sich auszudrücken.

Das Theaterstück "Bezahlt wird nicht" nach Dario Fo wird am
Freitag, den 01. Dezember um 20.00 Uhr im Jugendhaus Komma

von der Theatergruppe aufgeführt.

Die Aktualität des Stückes ist brennend, nicht nur für die Darsteller - Hartz IV, Verlagerung von Arbeitsplätzen, "besondere" Behandlung von Asylbewerbern und Obdachlosen sind bitterer Alltag.
Kurz zum Inhalt auf der Homepage von Kultur am Rande:

"Die Preise steigen, jetzt auch noch die Mehrwertsteuer, und die Hausfrauen beschließen, nur den alten Preis zu zahlen oder wie die meisten überhaupt nicht. Das Verstecken der “Beute“ vor ihren Ehemännern und der Polizei führt zu zahlreichen Verwicklungen. Das politisch kommödiantische Theaterstück von Dario Fo bot die Grundlage der Neuproduktion des Vereins Kultur am Rande."


Erster Bericht über "Kultur am Rande"
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Zuletzt bearbeitet am 01.12.2006 14:23

Braune Polizisten

Die Berliner Polizei hat nicht den besten Ruf bei vielen Antifaschisten. Nicht umsonst, wie nun auch ein Artikel in der Berliner Zeitung anschaulich zeigt.

Es ist eine traurige Tatsache, dass solche Dinge oft erst in sogenannter seriöser Presse erscheinen müssen, damit ihnen größere Aufmerksamkeit zuteil wird. Man darf gespannt sein und sollte mit verfolgen, welche Konsequenzen diese Sache nun haben wird.
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Zuletzt bearbeitet am 29.10.2006 19:47

Braune Geschichtslügen

Immer dreister melden sich Neonazis bei linken Veranstaltungen zu Wort.
Ihre Methode der Verbreitung von Un- und Halbwahrheiten gilt es zu entlarven.

Hier den ganzen Artikel von Kurt Pätzold auf "Junge Welt" lesen.

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Zuletzt bearbeitet am 06.07.2007 22:51

Wievielerlei Maß?

So schnell und entschlossen die Behörden beispielsweise im Hakenkreuzskandal gegen öffentliches Kundtun antifaschistischer Gesinnung aktiv werden, so wenig juckt anscheinend das Prangen rechtsradikaler Symbolik in aller Öffentlichkeit. Im Falle der so genannten
Wolfsangel-Affäre

reibt man sich fassungslos die Augen.

Leserbrief zum Artikel „Rechtsextreme zunehmend umtriebig“ Stuttgarter - Nachrichten Online/19.10.06

Leserbrief zum Artikel „Rechtsextreme zunehmend umtriebig“ Stuttgarter - Nachrichten Online/19.10.06

Kein Wochenende vergeht, an dem nicht irgendwo in Deutschland Neonazis aufmarschieren.

Unter menschenverachtenden Aufrufen wie „Rückflüge kosten 19 Euro - Integration Millionen (23.09. in Göppingen) oder „“Recht statt Rache -“ Revision der Nürnberger Prozesse“ (14.10. in Nürnberg) werden diese Demonstrationen oft von einschlägig bekannten Nazis angemeldet und in aller Regel auch genehmigt.

Das alleine ist schon skandalös und geht nicht widerspruchslos über die Bühne. So kann auch kaum ein Nazi-Aufmarsch ungehindert stattfinden. In den SN wird in diesem Zusammenhang von einem “Schema dieser Rechts-Links-Aufeinandertreffen“ berichtet.

In der realen Welt zeigt sich allerdings ein völlig anderes Bild:

Auf antifaschistischen Demonstrationen trifft man couragierte Bürger aus dem gesamten gesellschaftlichen Spektrum. Ob Gewerkschafter, Autonome, Mitglieder unterschiedlichster sozialer Organisationen, Christen, Angehörige von Migrantenvereinen bis hin zu Pfadfindern, Naturfreunden, Friedensfreunden und Anwohnern der Naziroute und immer auch Überlebende des Holocaust.


Bilderserie: Widerstand gegen den Naziaufmarsch in Göppingen am 23.9.2006

Glücklicherweise überlassen diese Menschen nicht den Nazis die Straße sondern zeigen allen Behinderungen und Repressalien zum Trotz Zivilcourage. Es wäre auch erschreckend, wenn braune Horden unwidersprochen durch die Straßen marschieren und ihre hetzerischen Parolen ungehindert herausbrüllen dürften.

Soweit darf es nicht kommen!

Die wachsende Brutalität, die im Bericht "insbesondere bei den Linken" gesehen wird, sieht man in der realen Welt seit Jahren bei den geistigen Erben des Dritten Reiches: Seit 1990 wurden über 100 Menschen von Rechtsradikalen umgebracht! Eine große Anzahl Menschen wurde zu Krüppeln geschlagen, schwer verletzt, bedroht, beschimpft, weil sie schwarz waren, behindert, auf der Straße lebten, oder einfach „anders“ waren. Die Gefahr durch Rechtsradikale zu Schaden zu kommen, ist für viele Menschen alltägliches Lebensrisiko.

Das gleichzusetzen mit der Wut und Empörung junger Menschen auf Demonstrationen gegen die Rechtsradikalen ignoriert die tatsächliche Gefahr. Denn diese Wut richtet sich gerade gegen die Verfechter des größten Terrors, dem ideologisch wieder der Boden bereitet wird.

Wo nach richterlicher Rechtsprechung „Ruhm und Ehre der Waffen SS“ straffrei verwendet werden darf, aber eindeutig antifaschistische Symbole zu Anzeigen und Verurteilungen führen; wo mit Begründungen wie "demokratische
Meinungsfreiheit/Versammlungsrecht" den größten Demokratiefeinden, den Werbern für ein neues nationalsozialistisches Deutschland von einem Riesenaufgebot oft martialisch auftretender Polizeikräfte der Weg freigeräumt und oft auch regelrecht freigeprügelt wird -“ da ist es wichtiger denn je, dass jeder demokratisch gesinnte Mensch eindeutig Stellung bezieht:

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Neofaschismus in Deutschland - Appell an die Jugend!


In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden - über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert.



1997 richteten Esther Bejarano (Überlebende von Auschwitz) und Peter Gingold (Kämpfer in der französischen Résistance) anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung des VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes) folgenden Aufruf an die Jugend. Er ist aktueller denn je in einer Zeit, in der wöchentlich Aufmärsche von alten und neuen Nazis stattfinden, wo antifaschistische Symbole verboten werden und sich Antifaschisten zunehmenden Repressionen ausgesetzt sehen.





"Wir hoffen auf Euch, auf eine Jugend, die das alles nicht stillschweigend hinnehmen wird!
Wir bauen auf eine Jugend, die sich zu wehren weiß, die sich nicht dem Zeitgeist anpasst, die ihm zu trotzen versteht, und deren Gerechtigkeitsempfinden nicht verlorengegangen ist. Wir setzen auf eine Jugend, höllisch wachsam gegen alles, was wieder zu einer ähnlichen Barbarei führen könnte; wo Menschenrechte verletzt werden; eine Jugend, die sich in die Tradition des antifaschistischen Widerstandes zu stellen vermag, eine Jugend, die diese Tradition aufnimmt und auf ihre eigene Art und Weise weiterführt."


Die Neofaschismus-Ausstellung des VVN BdA mit Unterstützung der IG Metall, des antifaschistischen Magazins "Der Rechte Rand" und ARUG Braunschweig will über Ideologie und Praxis des Neofaschismus informieren und trägt so einen wichtigen Teil zur Aufklärung über neofaschistische Strukturen, Hintergründe und Zusammenhänge bei.

Hoyerswerda - Erinnerung an die rassistischen Pogrome von 1991

Quelle: umbruch-bildarchiv


Im Jahr 1991 kam es in Hoyerswerda, einer Stadt im Osten Sachsens, zu den ersten rassistischen Pogromen der Nachkriegszeit. Die Welle der Ausschreitungen begann mit dem Überfall einer Gruppe Neonazis auf vietnamesische Straßenhändler. Die Polizei vertrieb die überwiegend jugendlichen Täter, die sogleich zum Vertragsarbeiterwohnheim weiter zogen und alle Fenster einwarfen. Die mehrtägigen Angriffe, später auch auf das Asylheim, eskalierten unter dem Beifall von AnwohnerInnen bis zur Evakuierung der Wohnheime. Die wenigen BürgerInnen, die sich gegen die Angriffe stellten, fanden kein Gehör, zwei antifaschistische Demonstrationen waren massiver Polizeirepression ausgesetzt.
Hoyerswerda war Auftakt einer Reihe von rassistischen Übergriffen und Brandanschlägen in Rostock, Mölln, Solingen... im wiedervereinigten Deutschland.

Untenstehend ein Rückblick auf die Ereignisse 1991, der gleichzeitig als Aufruf dient zur antirassistischen Demonstration am 23. September 2006. (Quelle)
Die Fotos auf dieser Seite entstanden auf der Demonstration vor 15 Jahren, als sich am 29. September 1991 rund 3000 AntifaschistInnen auf den Weg nach Hoyerswerda machten. (siehe auch: Demobericht vom 29.9.91 und Gespräch mit Laura und Zottel aus Hoyerswerda)
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100. Tag der Mahnwache bei Panasonic - 3. Tag des Hungerstreiks

Seit nunmehr 100 Tagen geht die Mahnwache - rund um die Uhr, bei Wind und Wetter.
Die Panasonic-Kollegen sind jetzt übergegangen zum Hungerstreik, um ihrer Forderung nach Erhalt und Schaffung von Arbeitsplätzen Nachdruck zu verleihen. Sie sind zu allem entschlossen und riskieren dafür auch ihre Gesundheit.

Klick auf das Bild für die Fotos vom 100. Tag der Mahnwache und dem 3. Tag des Hungerstreiks bei Panasonic in Esslingen

Die Kollegen fordern u.a.:
-Kampf um jeden Arbeitsplatz, besonders im Interesse der Kinder. Jeder Arbeitsplatz der heute verloren geht, fehlt morgen unserem Nachwuchs!
-Ersatzarbeitsplätze in Esslingen, in erster Linie von Matsushita-Toshiba

Der Solikreis zur Unterstützung des Kampfs der Panasonic-Kollegen um ihre Arbeitsplätze schreibt im aktuellen Flugblatt:
Der Kampf geht weiter!
Arbeit wollen wir, kein Hartz IV
Panasonic ist überall
Einer für alle, alle für einen


Heute ging es in erster Linie um die Vorbereitung des Aktionstages am 15. Juni. Das ist der Tag des nächsten Einigungstermines, an dem bei der Mahnwache verschiedene Aktionen stattfinden sollen. Man trifft sich dort um 9.30 Uhr!

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