"Wir sind die Borg. Widerstand ist zwecklos." Das kennt ja eigentlich jeder Trekkie. In den Untiefen meines Mailprogrammes fand ich noch diese, aktualisierte Fassung über verschiedene Varianten des Spruches:
Im Original heißt es:
We are Borg. Resistance is futile.
Kärnten:
Wohll, miar seins lei die Boog. Weull Wiedaschtond, des is lei nix guats. Mir wernan eich lei asimiliarn tuan.
Burgenland:
Mia san die Boag. Widastaund kints vagessn.
Wien (proletarisch):
Mir san de Borg. Eichan Widastaund kennt's Eich ind Hoa schmian.
Wien (aristokratisch):
Entschuldigen's schon, wenn wir uns die Impertinenz herausnehmen, uns selbst vorzustellen: Borg, hocherfreut, Ihre Bekanntschaft zu machen. Hoffen doch, dass's die Contenance bewahren werden, wenn wir Sie mit Ihrer Assimilierung inkommodieren müssen!
Wien (amtlich):
Unsere Identität entnehmen Sie bitte dem beigefügten Auszug aus den Personenstandsbüchern. Gegen die Assimilierung in unser Kollektiv ist nach dem ABGB (§666, Abs. 3/IV) kein Rechtsmittel zulässig. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Bremen:
Wir sind Booch, Widerstand kommt nich inne Tüdde!
Sachsen 1:
Wuer sin de Borch, Wuederstandd iss zwechlous!
Sachsen 2:
Mier sin de Borch, Widderstand iss zwechloohs!
Sachsen 3:
EHm, mir sin de Borsch, un wiescherschtand kannste voll vergeschen, un jetscht wän mir disch ass.. ass.. ass ... ehm mit uns zsammenmähren.
Bayern:
Mir san's, die Borg. Widerstand koennt's glei vergess'n!
Plattdeutsch:
Pass ma op mien Djung, we sün de Boag. We weert all din Karakteristiggen bi uns totrekken. Weerstand is twechlot!
Berlin:
Wir sind allet Borg. Und Du ooch gleich. Dein Widastand kannste vajessen. Weil wa nämlich Deine janzen Eijenschaften in unsre mit rintun werden. So sieht det aus!
Rheinland:
Alle ma aufpassen. Wia, wia sind die Boag, ne. Und ich sach dir dat. Mit dir is jetzt Sense. Dein ganzen Kara... kara..., äh also wie wern dich bein unns reintun, wa. So, und wenn du meinst, hier irgendwelchen Kokolores machn zu wolln, denn werd ich ma denn Vatter holen und denn is abber Duster in Bottrop, ne.
Vogtland:
Mir sei Borch ! Geggen uns gibbs'kann Widderstand! Mir wehrn eich alle assimiliern!
Ruhrdeutsch:
Hoemma zu. Wir sinn vomm Borga Verain. Du wirs gezz aina von unz. Kannze nix gegen machen, sonns krisse watt inne Fresse.
Schwaben:
Griaß Goddle, mer send d'Borg, Ihr gäbat am beschta glei uff, weil's jo eh nix nutzt, wenn'r Eich weahrat. Mer assi... assi... assi... - ah wa,
kommat her, no sehat 'r was bassiert!
Sauerländisch:
Samma, wir sind de Borg, do. Widersand läßte man schön bleiben, do. Da könnwer dich nämlich man besser aufnehm.
Hessisch:
Ei, mer san de Borg. Jo, de Widerstand, des werde aber nix. Da kömmer disch man ruig dazunehm.
Nordhessisch:
Mäh sinn Boch. Währen gildet nit. Hä widd als zu's uffgenomme.
Siebenbürgen:
Mer sen de Borch. Wedderstond ess zwechloos.
Original (mit Schweizer Akzent):
We are Borg. Resischtanz ischt fjutail.
Bern:
Mir sy d'Borg. Wyderstang isch gaeng zwaecklos. Diir waerded auetwaege assimiliert waerde.
Basel:
Miich sin d'Bochg. Wiidchstand isch zwaegglos, Du wiichsch assimiliecht.
Norwegisch:
Vi er Borg. Dere vil bli assimilert. All motstand er forgjeves.
Türkisch:
Ey, wir Borg. Halt deine Fresse, Man! Wisstu jetzt voll assi... assi... voll mitmachen bei uns, Alda!
Klassisch:
Borges sumus. Resistere inutile est.
Yodaistisch:
Borg wir sind, Widerstand zwecklos sei.
Die Schlümpfe:
Wir sind die Schlumpf. Widerschlumpf ist schlumpflos. Wir werden Sie einschlumpfen.
EDV:
I am Pentium of Borg. Division is futile. You will be approximated.
Stabreim:
Vernehmet die Mär!
Als Borg wir bekannt,
Widerstand wir wehren.
Zur Sippe versammelt,
euer Sehnen und Sinnen
auf ewig erhöht
kollektives Erkennen.
Limerick:
The Borg we are, give up your ship,
our phasers strong your shields will rip.
We'll assimilate you,
your technology, too,
and you cannot escape from our grip.
Bundesregierung:
Wir sind Schäuble von Borg, Widerstand ist zwecklos. Ihre Daten werden gespeichert. Sie sind verhaftet.
Luciano Pavarotti ist tot...
Heute starb der italienische Tenor Luciano Pavarotti. Bei einem seiner „Pavarotti-and-Friends“ Konzerte entstand zusammen mit James Brown ein irres Duett in einer Variation von "Man's World".
Der Revoluzzer
(Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet)
War einmal ein Revoluzzer,
im Zivilstand Lampenputzer:
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: „Ich revolüzze!“
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
Mitten der Straßen Mitten,
wo er sonst unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unserer Revoluzzer
Schrie: „Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leutelichts
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zuhaus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich, wie man revoluzzt
Und dabei doch Lampen putzt.
Erich Mühsam
War einmal ein Revoluzzer,
im Zivilstand Lampenputzer:
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.
Und er schrie: „Ich revolüzze!“
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
Doch die Revoluzzer schritten
Mitten der Straßen Mitten,
wo er sonst unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus,
zwecks des Barrikadenbaus.
Aber unserer Revoluzzer
Schrie: „Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leutelichts
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
Dann ist er zuhaus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich, wie man revoluzzt
Und dabei doch Lampen putzt.
Erich Mühsam
Stuttgart: 28. Umsonst & Draußen
Die heimliche Absicht hinter den Bio-Sprit-Plänen der Bush-Administration
Folgender interessanter Artikel untersucht unter anderem die Frage, was hinter den steigenden Getreidepreisen auf dem Weltmarkt, von dem wir hier auch einiges zu spüren bekommen eigentlich steckt und was das alles mit dem Biosprit zu tun hat.
Kauft Futtermais: Sie hören gerade damit auf, ihn herzustellen ...
AUTOR: F. William ENGDAHL
Übersetzt von Hergen Matussik, überprüft von Fausto Giudice
Kauft Futtermais: Sie hören gerade damit auf, ihn herzustellen ...
AUTOR: F. William ENGDAHL
Übersetzt von Hergen Matussik, überprüft von Fausto Giudice
Die Schale Kellogg-˜s Cornflakes auf dem Frühstückstisch oder die Portion Nudeln oder Mais-Tortillas, Käse oder Fleisch auf dem Tisch werden im Laufe der kommenden Monate teurer werden, so sicher wie die Sonne im Osten aufgeht. Meine Damen und Herren, willkommen zum Lebensmittelpreisschock in der Neuen Welt, passend gelegt, um unseren gegenwärtigen Ölpreisschock zu begleiten.
Merkwürdiger- und vielsagenderweise ähnelt er in vieler Hinsicht den Ereignissen in den frühen 1970er Jahren, als die Preise für Öl und für Lebensmittel innerhalb weniger Monate um mehrere 100 Prozent explosionsartig anstiegen. Diese Preisexplosion Mitte der 1970er brachte Präsident Nixon dazu, seinen alten Kumpel Arthur Burns, damals Vorsitzender der Federal Reserve Bank zu bitten, einen Weg zu finden, den CPI-Preisindex (CPI = Consumer Price Index) zu ändern, um die Aufmerksamkeit von den steigenden Preisen abzulenken. Das Ergebnis war die mittlerweile alltägliche Veröffentlichung absurder „Kerninflationszahlen“ - der Preisindex ohne Öl und Lebensmittel. Stephen Roche war der junge Ökonom bei der Fed, der von Burns mit der Manipulation der Statistiken beauftragt wurde.
Der amerikanische Satiriker Mark Twain bemerkte in seinen alten Tagen einmal: „Kauft Land! Sie haben aufgehört, es herzustellen...“ Heute können wir fast dasselbe über Mais oder alle anderen Getreidesorten in der Welt sagen. Die Welt befindet sich in den ersten Monaten des größten nachhaltigen Anstiegs der Getreidepreise seit drei Jahrzehnten, und zwar für alle wichtigen Getreidesorten wie Mais, Weizen, Reis. Diese drei Nutzpflanzen stellen annähernd 90 Prozent des gesamten in der Welt angebauten Getreides.
Washingtons kalkulierter und absurder Plan
Was bewirkt diesen außerordentlichen Wandel? Hier wird es ziemlich interessant. Die Bush-Administration unternimmt große Anstrengungen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit, um die Welt zu überzeugen, dass sie sich zu einem „besseren Hüter der Umwelt“ gewandelt hat. Das Problem ist, dass viele auf die Werbung hereingefallen sind.
Im Zentrum des Programms, das Bush in seiner Rede zum Zustand der Union im Januar ankündigte, wird „20 bis 10“ genannt - den Benzinverbrauch in den USA bis 2010 um 20 Prozent senken. Der offizielle Grund lautet, „die Abhängigkeit von importiertem Öl zu verringern“, sowie die unerwünschten Emissionen von „Treibhausgasen“ zu verringern. Das stimmt zwar nicht, aber es macht einen guten Eindruck. Wenn man es oft genug wiederholt, werden es vielleicht die meisten Leute glauben. Vielleicht bekommen sie nicht mit, wie die Förderung von Ethanolmais statt Futtermais mit ihren Steuergeldern gleichzeitig den Preis für ihr tägliches Brot durchs Dach treibt.
Das Herzstück des Plans ist eine großangelegte, vom Steuerzahler bezahlte Ausweitung des Einsatzes von Bio-Ethanol als Treibstoff für den Straßenverkehr. Der Plan des Präsidenten erfordert die Produktion von 35 Milliarden Gallonen (ca 133 Milliarden Liter) Ethanol pro Jahr. Dies soll bis 2017 erreicht sein. Der Kongress hat mit dem Energy Policy Act im Jahr 2005 bereits bestimmt, dass die Produktion von Ethanol aus Mais von 4 Milliarden Gallonen im Jahr 2006 auf 7,5 Milliarden Gallonen im Jahr 2012 ansteigen muss. Um sicherzustellen, dass dies auch geschieht, erhalten Farmer und die Giganten der Agrarindustrie wie ADM oder David Rockefeller großzügig bemessene Subventionen, um Mais zur Ethanolgewinnung anstatt als Nahrungsmittel anzubauen. Gegenwärtig erhalten Ethanolproduzenten in den Vereinigten Staaten einen Zuschuss von 0,51 US Dollar pro Gallone Ethanol, die an das Unternehmen gezahlt wird, das das Ethanol zum Verkauf mit Benzin mischt. In der Regel ist dies eine Ölfirma.
Als Ergebnis dieser wunderbaren Zuschüsse für die Produktion von Bio-Ethanol von Seiten der US-Regierung und der gesetzlichen Bestimmungen investiert die US Raffinerie-Industrie massiv in den Bau neuer spezieller Destillieranlagen, die Ölraffinerien ähnlich sind, aber Ethanol produzieren. Die Zahl der gegenwärtig in Bau befindlichen Destillieranlagen übersteigt die Zahl von Ölraffinerien, die in den USA im Laufe der letzten 25 Jahre gebaut wurden. Wenn diese Destillieranlagen im Laufe der nächsten 2-3 Jahre fertiggestellt sind, wird sich die Nachfrage für Mais und anderem Getreide für die Ethanolproduktion für Autotreibstoff im Vergleich zum gegenwärtigen Stand verdoppeln.
Nicht nur die Nachfrage für Bio-Ethanol aus den USA. Im März traf sich Bush mit dem brasilianischen Präsidenten, um einen bilateralen „Ethanol-Pakt“ zu unterschreiben, um in Forschung und Entwicklung von Technologien der „nächsten Generation“ zur Herstellung von Bio-Treibstoff wie etwa der Produktion von Zellulose Ethanol aus Holz zusammenzuarbeiten. Des weiteren will man kooperieren, um den Einsatz von Bio-Treibstoffen in Entwicklungsländern, vor allem in Südamerika zu „stimulieren“ und ein OPEC-ähnliches Kartell für Bio-Treibstoffe mit Regeln schaffen, die die Schaffung eines Ethanolmarktes für die westliche Hemisphäre ermöglichen.
Kurz gesagt wird die weltweite Nutzung von Anbauflächen für Bio-Ethanol und anderen Bio-Treibstoffen - die Verbrennung von Nahrungsmitteln anstatt sie für die Ernährung von Menschen oder als Tierfutter zu verwenden - in Washington, Brasilien und anderen Wirtschaftszentren, darunter auch die EU, als eine bedeutende neue Wachstumsindustrie gehandelt.
Fadenscheinige grüne Argumente
Bio-Treibstoff beziehungsweise aus Nahrungsmitteln hergestellter Treibstoff wird als Lösung für das kontroverse Problem der globalen Erwärmung angepriesen. Gefälschte wissenschaftliche Ergebnisse und politische Interessen hinter der plötzlichen Aufregung über die Gefahren der globalen Erwärmung einmal beiseite gelassen, bieten die Bio-Treibstoffe in der Bilanz selbst unter besten Bedingungen keine Vorteile im Vergleich zum Öl. Die Befürworter von Bio-Treibstoffen behaupten, dass Bio-Treibstoffe der ersten Generation „bis zu 60 Prozent weniger CO2-Emissionen verursachen.“ Auch sind angesichts steigender Ölpreise von 75 US Dollar pro Barrel Erdöl von der Brent-Qualität Regierungen wie die Brasiliens ganz wild darauf, importiertes Benzin durch selbst hergestellten Bio-Treibstoff zu ersetzen. In Brasilien haben heute 70 Prozent aller Autos „flexible“ Motoren, die in der Lage sind, von konventionellem Benzin auf reinen Bio-Treibstoff, sowie auf jede Mischung von Benzin und Bio umzuschalten. Die Produktion von Bio-Treibstoff ist auch zu einer von Brasiliens bedeutendsten Exportindustrien geworden.
Die grünen Behauptungen, dass Bio-Treibstoffe umweltfreundlicherer und besserer Treibstoff seien als Benzin, sind bestenfalls zweifelhaft, wenn nicht geradewegs betrügerisch. Je nachdem wer die Tests durchführt, wirkt sich Ethanol wenn überhaupt nur wenig auf die Auspuffgase bei gängigen Autotypen aus. Bei der Verbrennung entstehen in jedem Fall bedeutende Mengen einiger Giftstoffe, darunter Formaldehyd und Azetaldehyd, ein mutmaßliches Nervengift, das in Kalifornien als krebserregend verboten ist.
Ethanol ist keine irgendwie gutartige Substanz, wie uns die Propaganda der Industrie glauben machen will. Es ist höchst korrosiv und greift Pipelines ebenso an wie die Dichtungen und Treibstoffsysteme von Autos und anderen benzinverbrennenden Motoren. Es macht spezielle neue Benzinpumpen erforderlich. Alle diese Umstellungen kosten Geld.
Aber der ultimative Nachteil von Ethanol ist, dass es wenigstens 30 Prozent weniger Energie pro Gallone enthält als normales Benzin, was für eine 85 prozentige Ethanol-Mischung eine geringere Treibstoffeffizienz von wenigstens 25 Prozent im Vergleich zu Benzin bedeutet. Kein Befürworter des Ethanol-Firlefanz spricht die enormen sozialen Kosten an, die beginnen sich auf die Esstische in den USA, Europa und dem Rest der Welt auszuwirken. Lebensmittelpreise explodieren, und die Preise für Mais, Sojabohnen und alle Arten von Getreide erreichen wegen der astronomischen - vom Kongress angeheizten - Nachfrage für Mais zur Verbrennung als Bio-Treibstoff schwindelerregende Höhen.
Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat in diesem Jahr einen Bericht herausgegeben, der zu dem Schluss kommt, dass die Verwendung von Ethanol aus Mais anstelle von Ethanol keine Auswirkungen auf den Ausstoß von Treibhausgasen haben wird und sogar den Verbrauch von fossilen Brennstoffen noch erhöht, da die Nachfrage für Düngemittel und Bewässerung für die
Ausweitung der Anbauflächen für Pflanzen zur Ethanolerzeugung stiege. Zudem stellt dem MIT zufolge „der Verbrauch von Erdgas 66 Prozent der gesamten aus Mais-Ethanol gewonnenen Energie dar“, was neue große Belastungen für die Versorgung mit Erdgas bedeutet und die Preise auch hier in die Höhe treibt.
Die Vorstellung, dass sich die Welt mit landwirtschaftlich erzeugten Bio-Treibstoffen aus der Abhängigkeit vom Erdöl befreien könnte, ist Propaganda, mit der uns die größte Bedrohung für die Lebensmittelversorgung auf dem Planeten seit der Kreation von patentiertem genmanipuliertem Mais und anderer Anbaupflanzen verkauft werden soll.
US-Farmen werden Fabriken für Bio-Treibstoff
Der Hauptgrund dafür, dass die Getreidepreise in den letzten zwei Jahren in den USA und weltweit rasant gestiegen und jetzt vorprogrammiert sind, noch weiter anzusteigen, ist die Umwandlung von Anbauflächen in den USA zu de-facto Bio Treibstoff Fabriken. Im Jahr 2006 wuchs die Anbaufläche für Pflanzen zur Herstellung von Bio-Treibstoff um 48 Prozent. Nichts von diesem Land wurde für den Anbau von Nahrungspflanzen ersetzt. Die steuerliche Unterstützung macht es allzu profitabel, Ethanol-Treibstoff herzustellen.
Seit 2001 ist die Menge Mais, die zur Herstellung von Bio-Ethanol eingesetzt wird, um 300 Prozent gewachsen, Trend steigend. Tatsächlich war 2006 die Menge von Mais zur Treibstoffherstellung in Tonnen gleich der Menge des für den Export bestimmten Mais. Für das Jahr 2007 wird geschätzt, dass sie die Menge des Exportmais beträchtlich übersteigen wird. Die USA sind der weltweit führende Exporteur von Mais. Das meiste geht als Viehfutter in die EU und in andere Länder. Die herkömmlichen Statistiken der USDA (US Department for Agriculture) über Anbauflächen für Mais sind kein brauchbares Maß mehr für die Lebensmittelpreise, da alle Kleinanbauflächen für Mais für Bio-Treibstoff verwendet werden. Die Ackerfläche, die für Futterpflanzen und menschliche Nahrung zur Verfügung steht, nimmt in Wirklichkeit ab.
Auf ähnliche Weise widmen Brasilien und China große Anbauflächen für die Gewinnung von Bio-Treibstoff.
Ein Ergebnis der Bio-Treibstoff Revolution in der Landwirtschaft ist, dass die Überjahresspeicherung (also das, was im laufenden Jahr nicht verbraucht wurde und als Reserve ins folgende Jahr mitgenommen wird, A.d.Ü.) in sechs der letzten sieben Jahre abgenommen hat. Überjahresspeicherungsreserven aller Getreidesorten fiel Ende 2006 auf Vorräte für 57 Tage. Das ist der niedrigste Stand seit 1972. So verwundert es nicht, dass die Getreidepreise auf dem Weltmarkt in den letzten 12 Monaten um 100 Prozent stiegen. Und das ist nur der Anfang.
Es ist vorprogrammiert, dass diese Abnahme der Getreidevorräte, Maß für Ernährungssicherheit im Falle von Trockenheit oder Fehlernten - zunehmend normale Ereignisse in den letzten Jahren - in absehbarer Zeit weitergehen wird. Geht man von einem moderaten Anstieg der Weltbevölkerung im Laufe des nächsten Jahrzehnts aus, vor allem auf dem indischen Subkontinent und in
Afrika, dann bedeutet die Stagnation oder gar die Verminderung der jährlich geernteten Tonnen Futtermais oder anderen Futtergetreides und Reis, bei gleichzeitigem Einsatz wachsender Mengen für die Produktion von Bio-Ethanol und anderen Bio-Treibstoffen, dass wir tatsächlich am Beginn der größten Umwandlung der globalen Landwirtschaft seit der Einfuhrung des Agribusiness mit der „grünen“ Revolution durch den Einsatz von Düngemitteln und mechanisierter Landwirtschaft nach dem Ende des zweiten Weltkriegs stehen.
Der Unterschied bei dieser Revolution ist, dass sie auf Kosten der Nahrungsmittelproduktion geht. Das programmiert global explodierende Getreidepreise vor. Gleichzeitig wird der Effekt auf die Benzinimporte minimal sein.
Professor M.A. Altieri von der Universität Berkeley schätzt, dass, wenn man die gesamte Anbaufläche für Mais und Sojabohnen in den USA für die Produktion von Bio-Treibstoffen einsetzte, dies nur 12 Prozent des Benzinbedarfs und sechs Prozent des Bedarfs an Diesel deckte. Er merkt an, dass ein Fünftel (20 Prozent) der Maisernte des letzten Jahres für die Herstellung von Bio-Ethanol verwendet wurde, dieses aber nur drei Prozent des Energiebedarfs deckte. Aber Anbauflächen werden in Rekordtempo umgewandelt. Im Jahr 2006 gingen mehr als 50 Prozent der Maisernte von Iowa und South Dakota an Ethanol-Raffinerien. Im ganzen Mittelwesten geben Farmer das traditionelle Prinzip des Fruchtwechsels auf, um ausschließlich Sojabohnen oder Mais anzubauen, weil sie nach Jahren fallender Preise für Mais dringend neue Einkünfte brauchen. Dies hat dramatische Auswirkungen auf die Bodenerosion und schafft zusätzlichen Bedarf für chemische Pestizide. In den USA werden schon jetzt 41 Prozent aller insgesamt eingesetzten Herbizide beim Mais eingesetzt. Monsanto und andere Hersteller von glyphosathaltigen Herbizden wie Roundup zeigen jedenfalls ein eindeutiges Lächeln, wenn sie zur Bank gehen.
Globalisierung der Bio-Treibstoffe
Der Pakt zwischen Bush und Lula ist nur der Beginn eines globalen Runs, Feldfrüchte zur Gewinnung von Bio-Treibstoff anzubauen. Wiesenland und Wälder in Brasilien, Argentinien, Kolumbien, Ecuador und Paraguay weichen riesigen Plantagen von Zuckerrohr, Palmenöl und Soja für die Herstellung von Bio-Treibstoff. Der Anbau von Soja hat die Entwaldung von 21 Millionen Hektar in Brasilien und von 14 Millionen Hektar in Argentinien verursacht und ein Ende ist nicht in Sicht. Gleichzeitig steigen die Getreidepreise.
Soja wird zur Herstellung von Bio-Treibstoff verwendet.
China, das verzweifelt nach Energiequellen Ausschau hält, ist ein Hauptprotagonist bei der Kultivierung von Bio-Treibstoffen, wodurch die Anbauflächen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln auch dort verringert werden.
In der EU wird der meiste Bio-Diesel aus Raps gewonnen, einer populären Futterpflanze.[*] Das Ergebnis? Die Preise für Fleisch steigen weltweit, und soweit man bis jetzt sehen kann, werden sie dies auch weiter tun. Die EU hat als Ziel einen Mindestanteil von Bio-Treibstoffen von zehn Prozent vorgegeben, ein törichtes Vorhaben, das 18 Prozent der Anbauflächen in Europa dem Anbau von Feldfrüchten widmen wird, die als Bio-Treibstoff verbrannt werden sollen.
Auch der Run auf Bio-Treibstoffe wird von den großen Ölkonzernen gelenkt. Professor David Pimentel von der Cornell Universität und andere Wissenschaftler behaupten, dass der Netto-Energieertrag von Bio-Ethanol geringer ist, als die Energie aus den fossilen Brennstoffe, die zur Herstellung des Ethanols eingesetzt werden. Indem er alle zur Herstellung von Ethanol aufzuwendende Energie maß, von der Produktion von Stickstoff-Dünger bis hin zu der Energie, die benötigt wird, den beträchtlichen Abfall aus den Raffinerien für Bio-Treibstoff zu beseitigen, zeigten Pimentels Untersuchungen einen Netto-Energieverlust von 22 Prozent für Bio-Treibstoff - ihre Herstellung kostet mehr Energie, als sie liefern.
Das stellt kaum eine Bedrohung für die Nachfrage nach Öl dar, so dass die Ölkonzerne weiter riesige Gewinne einstreichen können, während sie sich gleichzeitig ein „grünes“ Profil geben.
Von daher verwundert es nicht, dass ExxonMobil, Chevron und BP alle in Bio-Treibstoffe investieren. Im vergangenen Mai kündigte BP den größten jemals an eine Universität vergebenen Forschungs- und Entwicklungszuschuss aller Zeiten an, 500 Millionen US Dollar an die Universität von Kalifornien in Berkeley für die Finanzierung von Forschung und Entwicklung von alternativen Energien, darunter auch Bio-Treibstoffe, nach den Vorgaben von BP. Das Forschungsprogramm über globales Klima und Energien der Stanford Universität erhielt 100 Millionen US Dollar von ExxonMobil, Die Universität von Kalifornien-Davis erhielt 25 Millionen US Dollar von Chevron für seine Forschungsgruppe Bio-Energien. Die Initiative zur Begrenzung von Kohlendioxyd der Universität Princeton nimmt 15 Millionen US Dollar von BP.
Der in Ungnade gefallene frühere Vorstandsvorsitzende von BP, Lord Browne erklärte im Jahr 2006: „Die Welt braucht neue Technologien, um eine angemessene Versorgung mit Energie auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Wir glauben, dass die Biowissenschaften dem Energiesektor einen enormen Gewinnn bringen können.“ Der Markt für Bio-Treibstoffe boomt gegenwärtig wie kaum ein anderer. Diese ganze Geschichte ist ein Paradies für die globalen Industriekonzerne des Agribusiness wie Cargill, ADM, Montsanto und Syngenta.
All dieses in Kombination mit ernsten Wetterproblemen in China, Australien, in der Ukraine und in großen Teilen der EU in der laufenden Erntesaison garantieren, dass die Getreidepreise in den kommenden Monaten und Jahren explodieren werden. Einige berichten schadenfroh vom Ende der Ära „billigen Essens“. Mit abnehmenden Nahrungsmittelreserven und schwindenden Anbauflächen für Mais und Getreide zur Nahrungsmittelproduktion, wird die Umstellung auf Bio-Treibstoffe in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf die globvalen Lebensmittelpreise haben.
Andere Absichten hinter Ethanol?
Sieht ganz danach aus. Die dramatische Hinwendung zu Bio-Treibstoffen seitens der Bush-Regierung seit 2005 war eindeutig die treibende Kraft hinter den steigenden Getreide- und Lebensmittelpreisen in den letzten 18 Monaten. Die Anzeichen legen nahe, dass dies kein durch schlampige Gesetzgebung verursachter Unfall ist. Die US-Regierung betreibt Forschung und Entwicklung in Sachen Bio-Treibstoffen seit den 1970er Jahren. Die Architekten des Bio-Ethanols haben ihre Hausaufgaben gemacht, dessen können wir gewiss sein. Es wird zunehmend deutlich, dass dieselben Leute, die uns die Inflation der Ölpreise bescherten, jetzt absichtlich eine entsprechende Inflation der Preise für Nahrungsmittel schaffen. Wir erlebten seit Ende 2000 eine Steigerung des durchschnittlichen Preises für Erdöl von 300 Prozent, nachdem George W. Bush und Dick Halliburton Cheney Erdöl zum Hauptanliegen der US-Außenpolitik machten.
Im letzten Jahr, als die Produktion von Bio-Ethanol zum ersten Mal ein bedeutungsvoller Faktor am Markt wurde, stiegen die Preise für Mais an der Börse in Chicago innerhalb von 14 Monaten um 130 Prozent. Als der Kongress und die Bush-Regierung im Jahr 2005 die Weichen für den Boom von Bio-Ethanol stellten, war es mehr als bekannt, dass die Getreidereserven der Welt seit Jahren in alarmierendem Maß im Schwinden begriffen waren, zu einer Zeit, als die weltweite Nachfrage vor allem wegen des steigenden Wohlstands und der wachsenden Nachfrage nach Fleisch in China anstieg.
Als Ergebnis der Umwidmung von riesigen Anbauflächen von amerikanischem und brasilianischem Mais für die Produktion von Bio-Treibstoff, sind die Nahrungsmittelreserven im Wortsinne dabei, zu verschwinden. Daten der FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) zufolge befinden sich die weltweiten Lebensmittelreserven auf dem niedrigsten Stand seit 1972.
Merkwürdigerweise war das genau die Zeit, als Henry Kissinger und die Nixon-Regierung, gemeinsam mit ADM und Cargill - den Hauptunterstützern des aktuellen Ethanol-Schwindels - das organisierten, was als „der große Getreideraub“ bezeichnet wurde: der Verkauf von großen Mengen US-Getreides im Austausch gegen den Verkauf von Rekordmengen russischen Erdöls an den Westen. Sowohl die Ölpreise als auch die Preise für Mais stiegen bis 1975 um rund 300 - 400 Prozent. Wie das genau funktionierte, habe ich eingehend in „Ein Jahrhundert der Kriege: Anglo-Amerikanische Ölpolitik“ (A Century of War: Anglo-American Oil Politics) behandelt.
Heute hat ein neues Element die Nachfrage der UdSSR nach Getreide und Ernteausfälle ersetzt. Die durch Subventionen der US-Regierung angeheizte Nachfrage nach Bio-Treibstoffen ist im Wortsinne dabei,die Preise für Nahrungsmittel an die Ölpreise anzubinden. Der Verbrauch von subventioniertem Bio-Treibstoff ist seit Anfang 2006, als der US Energy Policy Act erste Auswirkung auf die Entscheidungen über den Anbau von Nutzpflanzen nicht nur in den USA zeitigte, derart dramatisch angestiegen, dass in der Tat ein Wettbewerb von Menschen und Autos um das vorhandene Getreide entsteht. Lester Brown (bekannter amerikanischer Umwelt-Analytiker und Buchautor) schrieb kürzlich: „Auf dem Weltmarkt sehen wir einen Wettbewerb um dasselbe Gut zwischen 800 Millionen Automobilen und zwei Milliarden der ärmsten Menschen der Welt. Wir sind jetzt in einem neuen ökonomischen Zeitalter, in dem Öl und Nahrungsmittel austauschbare Güter sind, denn wir können Getreide, Zuckerrohr, Sojabohnen - alles - in Treibstoff für Autos umwandeln. Tatsächlich beginnt der Ölpreis, die Preise für Nahrungsmittel zu bestimmen.“
Mitte der 1970er Jahre stellte US-Außenminister Henry Kissinger, ein Protégé der Familie Rockefeller und ihrer Institutionen, fest: „Kontrolliere das Öl, und Du kontrollierst ganze Nationen; kontrolliere die Versorgung mit Nahrung, und Du kontrollierst die Menschen.“ Dieselbe Bande von Charakteren, die der Welt den Irak-Krieg gebracht hat und das globale Gerangel ums Öl, die uns patentierte genmanipulierte Samen und jetzt Terminator-Selbstmordgene bescheren, und die über das „Problem der Überbevölkerung der Welt“ klagen, unterstützen jetzt, zu einer Zeit sinkender Getreidevorräte in der Welt die Umwandlung der globalen Getreideproduktion in Brennstoff. Das alleine sollte uns innehalten und nachdenken lassen. Wie der populäre Spruch besagt: „Bloß weil Du paranoid bist, heißt das noch lange nicht, dass sie nicht wirklich hinter Dir her sind.“
[*] Die Vorliebe der deutschen Bauern für den subventionierten Rapsanbau wirkt sich auch auf den Preis für Gerste aus, Ausgangsstoff für deutsches Bier, welches damit ebenfalls deutlich teurer werden dürfte. So sagte der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Dr. Otmar Bernhard, in einer Rede vor dem bayerischen Landschaftspflegetag: „Nicht zuletzt kann der Energiepflanzenanbau auch in Konkurrenz zur Nahrungsproduktion treten - der Deutsche Brauerbund befürchtet schon jetzt steigende Bierpreise, weil immer mehr Bauern auf die lukrativere Biodieselproduktion umsteigen.“
Zitat
Wenn einen das nicht aufmerksam und misstrauisch werden lässt, was dann? Vielleicht liegt ja auch die bevorstehende Preissteigerung bei Milchprodukten nicht daran, dass die Chinesen (die gelbe Gefahr) jetzt alle täglich Milch trinken. (vgl.: http://www.diepresse.com/home/wirtschaft/economist/306481/index.do ), sondern an dem Push für Bio-Treibstoff. (A.d.Ü.)
Quelle: Global Research
Originalartikel veröffentlicht am 25. Juli 2007
Über den Autor
Hergen Matussik und Fausto Giudice sind Mitglieder von Tlaxcala, dem Übersetzernetzwerk für sprachliche Vielfalt. Diese Übersetzung kann frei verwendet werden unter der Bedingung, dass der Text nicht verändert wird und dass sowohl der Autor, der Übersetzer, der Prüfer als auch die Quelle genannt werden.
Dieser Artikel auf Tlaxcala
IM BAUCH DES WALFISCHES: 02/08/2007
tlaxcala@tlaxcala.es
Bietigheim: Rock gegen Rechts
Plakat
• 13:00 - 16:00 Uhr: Streetparade vom Bhf Bietigheim-Bissingen über die Innenstadt zum Jugendhaus Farbstrasse
• Ab 16:00 Uhr: Festival im Jugendhaus Farbstrasse mit vielen Bands, Infoständen, leckerem Essen, Kulturprogramm & Kinderprogramm der DPSG Pfadfinder
Info
Esslingen: Bio Bombe gefunden!
Biobombenfund
Stuttgart: "Öl - Macht - Armut"
Das LINDEN-MUSEUM in Stuttgart lädt ein zu seinem "Jour fixe" in der Afrika-Abteilung.
Am Mittwoch, 4.7.2007, 19.30 Uhr mit einem Vortrag von Martin Zint, Mühltal, "Öl - Macht - Armut"
Anlass ist die Eröffnung der Sonderausstellung:
"Gewalt überwinden am Beispiel des Erdöl- und Pipelineprojektes Tschad/Kamerun."
Die Ausstellung stellt die Frage, ob es Wege gibt, der Gewalt im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen entgegen zu wirken und fragt nach, wie globales Handeln aussieht, wenn die wesentlichen Akteure nicht Staaten, sondern große Konzerne sind.
Im zentralafrikanischen Tschad hat ein Konsortium aus den Firmen ExxonMobil (USA), Chevron-Texaco (USA) und Petronas (Malaysia) 4,7 Milliarden US$ investiert, um geschätzte eine Milliarde Barrel Öl zu fördern. Traum oder Albtraum für die Betroffenen? Der Tschad ist geprägt von Armut, Gewalt und Unsicherheit. Die Menschen im Tschad wissen, was Krieg bedeutet. Sie wollen Frieden. In ihrer Friedensarbeit werden sie auch von deutschen Organisationen unterstützt, u.a. von Brot für die Welt.
Wie sich mit internationaler Unterstützung Gewalt überwinden lässt erzählt die Ausstellung zum Tschad/Kamerun Erdöl- und Pipelineprojekt.
Zur Eröffnung berichtet der Journalist Martin Zint, Mühltal, über seine Erfahrungen mit dem Projekt, das er seit zehn Jahren hautnah verfolgt.
Am Mittwoch, 4.7.2007, 19.30 Uhr mit einem Vortrag von Martin Zint, Mühltal, "Öl - Macht - Armut"
Anlass ist die Eröffnung der Sonderausstellung:
"Gewalt überwinden am Beispiel des Erdöl- und Pipelineprojektes Tschad/Kamerun."
Die Ausstellung stellt die Frage, ob es Wege gibt, der Gewalt im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen entgegen zu wirken und fragt nach, wie globales Handeln aussieht, wenn die wesentlichen Akteure nicht Staaten, sondern große Konzerne sind.
Im zentralafrikanischen Tschad hat ein Konsortium aus den Firmen ExxonMobil (USA), Chevron-Texaco (USA) und Petronas (Malaysia) 4,7 Milliarden US$ investiert, um geschätzte eine Milliarde Barrel Öl zu fördern. Traum oder Albtraum für die Betroffenen? Der Tschad ist geprägt von Armut, Gewalt und Unsicherheit. Die Menschen im Tschad wissen, was Krieg bedeutet. Sie wollen Frieden. In ihrer Friedensarbeit werden sie auch von deutschen Organisationen unterstützt, u.a. von Brot für die Welt.
Wie sich mit internationaler Unterstützung Gewalt überwinden lässt erzählt die Ausstellung zum Tschad/Kamerun Erdöl- und Pipelineprojekt.
Zur Eröffnung berichtet der Journalist Martin Zint, Mühltal, über seine Erfahrungen mit dem Projekt, das er seit zehn Jahren hautnah verfolgt.
Clowns schlimmer als black bloc?
Sind eigentlich "Clowns schlimmer als black bloc?" fragte bikepunk 89 und Münchens Polizeivize antwortet:
Also sind alle Gewalttäter, denn:
Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut, es zu zeigen. Charlie Rivel
Dazu passend das Recruitment Video der ClownArmy
Weitere Informationen
Die Clowns rückten unseren Beamten mit Trillerpfeifen und Schirmchen immer enger auf den Leib. Sie imitierten ihre Mimik, ihre Schritte, ihre Körperhaltung und tanzten Ringelreihen mitten durch die Einheiten. Sie störten und fassten die Beamten ständig an. So etwas ist schwer zu ertragen. Lächerlich gemacht zu werden, ist auch eine Form von Gewalt.
Also sind alle Gewalttäter, denn:
Jeder Mensch ist ein Clown, aber nur wenige haben den Mut, es zu zeigen. Charlie Rivel
Dazu passend das Recruitment Video der ClownArmy
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Stuttgart: Demonstration gegen BAföG Änderungsgesetz
Unter dem Motto „Rettet den 2. Bildungsweg“ findet am 26. Juni ab 10:30 in Stuttgart eine Demonstration gegen das 22. Bafög-Änderungsgesetz statt.
Nach der Meinung des Bundes demokratischer Wissenschaftler, handelt es sich um eine der typischen großkoalitionären -ºReformen-¹, die von vornherein unter das Dogma der -ºKostenneutralität-¹ gestellt werden:
Geringfügige strukturelle Verbesserungen, etwa zur Ermöglichung des Auslandstudiums, werden durch Einsparungen an anderer Stelle, etwa bei der finanziellen Auslandstudiumsförderung, wieder demontiert.
Durch die kürzlich eingeführten Studiengebühren erhöhen sich die durchschnittlichen Studienkosten durch Gebühren um 83 € pro Monat. Das Gesetz verschlechtert so vor allem für einkommensschwache Menschen die Möglichkeiten der Weiterbildung. Zuschüsse sollen mehr als bisher vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht werden. Weil dadurch vielen der Zugang in den zweiten Bildungsweg versperrt würde unterstützen unter anderem auch Schüler vom Kolping-Bildungswerk die Aktion.
Beginn der Demonstration:
10.30 ab Ecke Büchsenstraße/Kronprinzstraße
Kundgebung 11.30 vor dem Staatstheater
Weitere Informationen
Siehe auch:
• StattWeb zu den abgewiesenen Klagen gegen Studiengebühren
• "junge Welt": Kein Geld - keine Bildung
Nach der Meinung des Bundes demokratischer Wissenschaftler, handelt es sich um eine der typischen großkoalitionären -ºReformen-¹, die von vornherein unter das Dogma der -ºKostenneutralität-¹ gestellt werden:
Geringfügige strukturelle Verbesserungen, etwa zur Ermöglichung des Auslandstudiums, werden durch Einsparungen an anderer Stelle, etwa bei der finanziellen Auslandstudiumsförderung, wieder demontiert.
Durch die kürzlich eingeführten Studiengebühren erhöhen sich die durchschnittlichen Studienkosten durch Gebühren um 83 € pro Monat. Das Gesetz verschlechtert so vor allem für einkommensschwache Menschen die Möglichkeiten der Weiterbildung. Zuschüsse sollen mehr als bisher vom Einkommen der Eltern abhängig gemacht werden. Weil dadurch vielen der Zugang in den zweiten Bildungsweg versperrt würde unterstützen unter anderem auch Schüler vom Kolping-Bildungswerk die Aktion.
Beginn der Demonstration:
10.30 ab Ecke Büchsenstraße/Kronprinzstraße
Kundgebung 11.30 vor dem Staatstheater
Weitere Informationen
Siehe auch:
• StattWeb zu den abgewiesenen Klagen gegen Studiengebühren
• "junge Welt": Kein Geld - keine Bildung
