Die etwas andere Todesanzeige...
»Keine Regierung kämpft gegen den Faschismus, um ihn zu zerstören. Wenn die Bourgeoisie sieht, dass ihr die Macht aus den Händen gleitet, erhebt sie den Faschismus, um an ihren Privilegien festzuhalten.« Buenaventura Durruti Dumange
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VW macht Profit und baut Stellen ab
Wolfsburg. Die VW-Konzernführung hat für die nächsten drei Jahre massiven Arbeitsplatzabbau angekündigt. Von dem Umstrukturierungsprogramm, so der Konzern am Freitag in einer Mitteilung, könnten bis zu 20000 Mitarbeiter im direkten und indirekten Bereich der Marke Volkswagen betroffen sein. Ziel des Programms sei es, Produktivitätsdefizite, insbesondere in den Fahrzeugmontagewerken, zu beseitigen und die Komponentenfertigung neu zu ordnen.
Gleichzeitig hieß es, aufgrund des bereits eingeleiteten Sparprogramms ForMotion habe sich das operative Ergebnis um 54,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3,1 Milliarden Euro verbessert.
Junge Welt
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Börsianer jubeln über VW-Zahlen
Bei VW geht's aufwärts: Dank massiver Einsparungen fuhr der Autobauer
unerwartet hohe Milliarden-Gewinne ein. Nur die Marke VW macht Sorgen. Nun
greift der Konzern hart durch. Das freut die Börse.
Die Aktie machte am frühen Freitag Nachmittag einen Sprung von über sieben
Prozent und kletterte über die Marke von 54 Euro. So hoch notierte der Titel
zuletzt im Juni 2002.
Zahlen besser als erwartet
Der VW-Konzern hat die Börsianer mit seinen Zahlen überzeugt. Fast durchweg
wurden die Analysten-Prognosen übertroffen. Das operative Ergebnis
einschließlich Sondereffekten verbesserte sich um 70 Prozent auf 2,79
Milliarden Euro. Analysten hatten lediglich mit 2,43 Milliarden Euro
gerechnet. Unterm Strich verdiente 1,12 Milliarden Euro. Analysten hatten
deutlich weniger als eine Milliarde Euro erwartet. Im Vorjahr hatte der
Überschuss noch bei 697 Millionen Euro gelegen. Auch beim Umsatz schnitt VW
besser als erwartet ab. Mit 95,268 Milliarden Euro konnte VW über sechs
Milliarden Euro mehr umsetzen als im Vorjahr.
Einen maßgeblichen Beitrag zur Gewinnsteigerung leistete das Sparprogramm
"ForMotion". Es brachte laut VW im vergangenen Jahr einen positiven
Ergebniseffekt von 3,5 Milliarden Euro -“ 400 Millionen mehr als ursprünglich
prognostiziert.
Als wichtigste Ertragssäulen erwiesen sich Audi und der Bereich
Finanzdienstleistungen. Auch der Konzernbereich Automobile entwickelte sich
gut. Er erhöhte das operative Ergebnis von 1,2 Milliarden auf 1,9 Milliarden
Euro.
Kernmarke VW nur knapp in den schwarzen Zahlen
Dennoch blieb der VW-Konzern selbstkritisch und nannte das Ergebnis "völlig
unbefriedigend". Vor allem die Kernmarke VW bleibt ein Sorgenkind. Nachdem
sie zwischenzeitlich in die roten Zahlen gerutscht war, hat sie das
Gesamtjahr nur knapp mit einem positiven Ergebnis beendet.
Um die Ertragskraft zu verbessern, kündigte der Wolfsburger Autokonzern ein
tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm mit einer Neuordnung der
Komponentenfertigung sowie dem Abbau von 20.000 Stellen an. Ziel sei es,
wettbewerbsfähige Arbeitskosten zu erreichen und die Werke voll auszulasten,
hieß es (mehr dazu lesen Sie bei der tagesschau!).
Für das laufende Jahr kündigte VW ein leichtes Umsatzplus an. Auch das
operative Ergebnis vor Sondereinflüssen soll sich verbessern.
Anhebung der Dividende um zehn Cent
VW-Aktionäre können sich über eine höhere Dividende freuen. Der Konzern plant,
die Dividende auf 1,15 Euro anzuheben. Für 2004 hatten die Wolfsburger 1,05
Euro je Aktie ausgeschüttet.
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Quelle
Gleis 1 kann teuer werden!
Für eine hohe Summe will der Gemeinderat, laut Beschluss vom 16. 1. 06, von der Bahn Gelände kaufen, das noch nicht einmal saniert ist. Da es sich um ein Gleis des Güterverkehrs handelt, warnen die Gutachter ausdrücklich vor den hohen Sanierungskosten des mit Sicherheit mit Schadstoffen belasteten Geländes -“ zusätzlich zu den jetzt schon veranschlagten Kosten. Selbst wenn die Stadt die freiwerdende Baufläche für einen Höchstpreis von 300 Euro/m² verkauft, kommt ein Verlust für die Stadt heraus. Aber noch ist kein einziger Käufer in Aussicht.
Der Aufkauf eines nicht sanierten, kontaminierten Geländes ist generell abzulehnen. Die Verursacher müssen dafür aufkommen. Aber ein solcher Handel bei „beunruhigenden“ Finanzaussichten, wie selbst die EZ schreibt -“ das widerspricht einer soliden Finanzpolitik.
Aber nur Hüsnye Toy / Kommunalpolitisches Wählerbündnis FÜR (Fortschrittlich -“ Überparteilich -“Rege) sprach und stimmte dagegen.
Für die Verschönerung der Stadt einzutreten, ist FÜR ein wichtiges Anliegen. Doch so aufwändige Projekte wie Gleis 1 und der Bahnhofsvorplatz, die sich über die Jahre verteilt auf 40 Mio. Euro belaufen, stehen in keinem Verhältnis zu Verschönerungen, die dringend benötigt werden: Sanierung der Schulen, Erhalt der Musikschule, Erhalt der Arbeits- und Ausbildungsplätze der Stadt, auch für die Erhaltung der Grünanlagen, die Halle auf dem Berg, um nur einige zu nennen.
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