Eigentlich bin ich ja militanter Ex - Raucher. Ich will aber vor allem selber entscheiden, ob ich mich Zigarettenqualm aussetze oder nicht. Im Gegensatz zum Arbeitsplatz, wo ich praktisch gezwungen bin, den Rauch auszuhalten oder nicht und wo ich auf klaren Regeln bestehe, lege ich bei anderen Gelegenheiten, zum Beispiel in meiner Stammkneipe darauf keinen größeren Wert. Wenn's mich stören würde, würde ich mir eben ein anderes Domizil suchen. Deshalb ist meiner Ansicht nach das Gesetz zum Nichtraucherschutz ein bürokratischer Quatsch. Entgegen aller Propaganda dient es eben nicht dem Gesundheitschutz, weil erstens die eigentlichen Verursacher des Problems, die Tabakkonzerne und die bekanntlich durch sie aus Profitgründen mit süchtig machenden Substanzen vesehenen Tabakprodukten dadurch nicht belangt werden, sondern wie immer deren Profite durch die politisch Verantwortlichen geschützt werden.
Heute in der "Stuttgarter Nachrichten" und diversen anderen Blättern:
"Bei mir wird weiter geraucht" Esslinger Wirt boykottiert Gesetz"
Die anderen Wirte stehen auf meiner Seite, die trauen sich nur nicht, es auch durchzuziehen", ist sich Gastwirt Rüdiger "Roger" Bartl sicher. Der Esslinger boykottiert standhaft das Nichtraucherschutzgesetz.Seit zwei Wochen ist das neue Gesetz nun schon in Kraft - der Karmeliter-Wirt in Esslingen hält davon gar nichts. Wer in Rogers Kneipe sein Bierchen trinken möchte, kann das auch weiterhin mit einer Zigarette in der Hand tun. "Lieber Nichtraucher: Wir wollen uns nicht zwingen lassen, unseren Gästen das Rauchen zu verbieten. Vielen Dank für ihr Verständnis", ist am Eingang der Esslinger Kneipe zu lesen. Der Wirt möchte es seinen Gästen überlassen, ob sie weiterhin rauchen. Das ist für Roger ein Zeichen der Gastwirtschaft. (...)
Eine ausführliche Reportage über die Thüringer Radfabrik Bike Systems gibt es in der "tageszeitung". Seit 10. Juli haben die Beschäftigten das Werk besetzt und wehren sich so gegen die Betriebsschließung.
So langsam nähert sich unser wohlverdienter Urlaub dem Ende zu. Wir mussten uns in Hamburg unter anderem vom Fortgang der Auseinandersetzung um das Mövenpig Hotel im Schanzenturm ein eigenes Bild verschaffen.
Ständige Sicherheitspatroullien von Polizei und privaten Wachdiensten wie im Hotel hatten wir in der Jugendherberge Stintfang oberhalb des Hamburger Hafens zum Glück nicht, auch konnte man bei dieser Aussicht aus dem Zimmer nicht meckern.
Zwischenzeitlich hatten auch Beschäftigte im Einzelhandel für den Erhalt ihrer Zulagen und für eine Lohnerhöhung die Arbeit nieder gelegt. Beim Kaufhof in der Mönckebergstraße informierten uns am 14.8. die ver.di KollegInnen über die dortige Aktion.
Dann haben wir - wie es sich gehört - nachgesehen, ob die Nordsee noch da ist. Dazu haben wir uns mal wieder nach Helgoland begeben und bei meist schönem Wetter ein paar Tage die Seele baumeln lassen. Die Nordsee ist natürlich noch da, auf der Insel hatten wir das Glück, einer ganzen Horde ihrer Bewohnern sehr nahe zu kommen.
Bei einer interessanten Führung durch die Bunkeranlagen sowie einem Diaabend konnten wir die Erfahrung machen, daß auch auf der Insel nicht alles eitel Sonnenschein ist. Bei dem gut besuchten Diaabend in der voll besetzten Nordseehalle zur Geschichte der Insel wurde der II. Weltkrieg als "aus dem Ruder gelaufen" bezeichnet und Fotos vom Besuch Hitlers auf der Insel mit den Worten: "Der Führer in honoriger Begleitung..." kommentiert. Überhaupt schien es während des Faschismus auf der Insel keine Nazis gegeben zu haben. Und das, obwohl die "Festung Helgoland" zu einem großen Marinestützpunkt ("Hummerzange") der Faschisten ausgebaut werden sollte und es durchaus Widerstand auf der Insel gab, wie beispielsweise in dem NDR Beitrag von Beatrix Hasse zu lesen ist.
Der 66-jährige Benno Krebs, Autor des Buches "Verwehte Spuren", ist selbst Helgoländer und hat über den Angriff auf Helgoland geschrieben. Über die Widerstandsgruppe, die in vielen Zeugenaussagen, nicht aber in deutschen oder englischen Unterlagen auftaucht, hat er recherchiert, dass der Helgoländer Erich Friedrichs (Erk Fink) mit vierzehn Gleichgesinnten den Versuch unternommen hatte, die Insel Helgoland friedlich und kampflos dem Feind zu übergeben. Ziel war es, die Insel vor der Zerstörung zu bewahren. Der Versuch scheiterte, da der Funkspruch der Helgoländer Widerstandsgruppe am 17. April von einem deutschen U-Boot abgefangen wurde. Am 21. April 1945 erschoss die Gestapo sieben Männer in Cuxhaven standrechtlich. Über den Verbleib der anderen Männer ist nichts bekannt.
Zum Verhältnis vieler Helgoländer zur eigenen Geschichte gibt es zum Beispiel auch bei der "Zeit" einen interessanten Artikel:
(...) Wir müssen unsere Geschichte gehörig aufarbeiten, sagt Botter. Fragen Sie hier mal nach der Zeit von 1933 bis 1945, nach den Zwangsarbeitern, da kriegen Sie keine Antwort. Der Helgoländer ist erst mal Helgoländer, dann ist er Friese, dann gehört er zu Schleswig-Holstein, und das ist deutsch. Aber die Helgoländer haben bei Hitler schön mitgemacht. Es gab allerdings eine Widerstandsgruppe, die Kontakt zu den Engländern hatte. Das flog auf, sieben Mann wurden verhaftet und in Cuxhaven erschossen. Erich Friedrichs, Georg Braun, diese Namen finden Sie hier nirgends.(...)
Wir haben auf der Insel aber nicht nur in Geschichte gemacht, sondern unser Blog gepflegt (Tipp: Internet PC steht in der Post im Unterland oder auch bei Cafe Krebs im Oberland), eine (sehenswerte!) Ausstellung über Franz Schensky, die Vogelwarte besucht uvm.
Wie Newsfoxx meldet, rechnen Fachleute damit, dass durch den Einsatz der IP-Technologie bei der Telekom mehr als 20.000 Arbeitsplätze gefährdet sind.
"IP-Technologie"? Richtig, da war doch mal was, erst gestern: Bei Skype kam es zu einem eintägigen (!) Ausfall von "90 Prozent der weltweit 220 Millionen Skype-Nutzer". Da bin ich ja richtig gespannt auf die jetzt schon absehbaren Folgen für die Telekomunikation: Noch schlechterer Service (Vielleicht sollte ich mal bloggen, warum wir eigentlich keine Telekom Kunden mehr sind), von den Arbeitsbedingungen und dem durch die Erpressung mit der Vernichtung der Arbeitsplätze zu erwartenden Lohnraub ganz zu schweigen.
Denn wie immer geht es auch hier nicht um "den Kunden" sondern um höhere Profite. Bereits Anfang August wurden nach der Vorlage der Halbjahresbilanz "neue Programme zur Effizienzsteigerung im Bereich der Konzernzentrale sowie der angeschlagenen Großkunden-Sparte T-Systems angekündigt, dazu aber keine weiteren Angaben gemacht." Kurze Zeit später wurde die Vernichtung jedes 3. Arbeitsplatzes in der Konzernzentrale bekannt gegeben.
Am 11. Juni erhielt Mag Wompel, Redakteurin bei LabourNet ein 12seitiges Fax eines Anwalts, der behauptet, von Ixion pp beauftragt zu sein, mit einem „Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch wegen beleidigender und verleumderischer anonymer Äußerungen“. Anlaß war der anonyme Bericht eines Beschäftigten vom 11.05.2006.
Diese Unterlassungsforderung wurde von LabourNet zurückgewiesen, inzwischen gibt es jedoch eine neue Strafanzeige.
Aufgrund einer neuerlichen Strafanzeige des Anwalts von Ixion ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Hamburg gegen Mag Wompel als verantwortliche Redakteurin. LabourNet bittet aktuelle und ehemalige Beschäftigte von IXION um Kontaktaufnahme zur Redaktion, wenn sie helfen können, die kritisierten Arbeitsbedingungen zu belegen!
Bildserie Internationaler Sozialistencongress in Stuttgart - Eröffnungsveranstaltung
Das Bündnis "Internationaler Socialisten Congress 2007" führt noch bis zum 22.9.2007 verschiedene Veranstaltungen zum Thema durch. Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Bündnisses.
Heute gibt's mal wieder einen Softwaretipp: Pod Player
Pod Player ist ein Freewareprogramm, mit dem man mit dem iPod noch mobiler als sonst ist. Man kann damit Musik abzuspielen, sobald der iPod mit einem PC verbunden ist. Sobald es gestartet ist, sucht das Programm nach einem iPod und liest dessen Musikdatenbank ein. Man kann dann die Songs wie auch mit iTunes (nach Künstler, Genre, Album, Playlist, etc) sortiert anhören und bearbeiten und auch Songs bearbeiten. Es gibt auch noch ein paar kleinere extra Features wie iPod Hacks, Suche nach Duplikaten usw. Das nur 468 KB große Programm kopiert man am besten auf den iPod. Man kann dann auf jedem beliebigen PC, an den der iPod angedockt wird Songs abspielen, ohne auf die Installation von iTunes oder anderen Programmen angewiesen zu sein.
Systemvoraussetzungen: Microsoft Windows sowie Visual Basic (VB) runtimes installiert.
Update:TrueCrypt wird nicht mehr weiterentwickelt. Siehe hier. Es gibt natürlich zahlreiche Alternativen, die zum Beispiel hier und dort beschrieben sind.
USB-Sticks verwenden heute viele User. Anwendungen wie PortableApps ermöglichen, auf (beinahe) jedem Rechner im Rahmen der Betriebssystemgrenzen und Userrechte seine jeweilige Arbeitsumgebung zu transportieren. Neben der Virengefahr, die man sich mit dieser Mobilität einfängt, ist auch das Risiko allgegenwärtig, den Stick irgendwo zu verlieren.
Wer nicht gerade einen U3 Stick verwendet, der über verschlüsselte Datenpartitionen verfügt, oder mit verschiedenen Betriebssystemen arbeitet, will vielleicht einen Blick auf das sowohl für Linux als auch für Windows Betriebssysteme verfügbaren Open-Source Verschlüsselungssystem TrueCrypt werfen. Wer sowieso ständig einen ipod, eine Digitalkamera oder ähnliche Speichermedien mit sich herumträgt kann natürlich auch auf diesen Geräten einen verschlüsselten Bereich anlegen.