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»Facts do not cease to exist because they are ignored.« Aldous Huxley

Gen Z regelt und Gen Z hat genug

Bei der „Gen Z“-Demonstration stehen zahlreiche überwiegend junge Menschen dicht gedrängt beieinander. Im Vordergrund halten zwei Demonstrierende große, handbeschriftete Pappschilder hoch. Auf dem linken steht in schwarzen und roten Großbuchstaben: „Wir fragen, warum Frauen keine Kinder bekommen, statt warum Mütter nachts nicht schlafen können.“ Das rechte Schild trägt die Aufschrift: „Ich brauch dringend Therapie, doch niemand gibt mir ein’ Termin.“ Das Wort „Therapie“ ist rot hervorgehoben. Zwischen den Schildern lächelt eine junge Frau mit langen dunklen Haaren in die Kamera. Die Demonstrierenden tragen warme Herbstkleidung. Im Hintergrund sind weitere Protestschilder, bunt gefärbte Bäume und ein teilweise bewölkter Himmel zu sehen.

Foto: © Sabine Scheffer via Umbruch Bildarchiv

In mehr als 30 Städten folgten am Samstag, den 31. Oktober 2026 rund 100.000 vor allem junge Menschen den Aufrufen der Inititiative „Gen Z regelt“ und demonstrierten für soziale Gerechtigkeit, bessere Bildung, für Klimaschutz und gegen Krieg.

In Berlin gab es zwei Demonstrationen. Am Nachmittag protestierten etwa 10.000 Menschen am Brandenburger Tor.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv.

Unter dem Motto: „Gen Z hat genug!“ gab es am Abend eine weitere Demonstration am Rosenthaler Platz, zu der ein linksradikales, antifaschistisches und propalästinensisches Spektrum mobilisiert hatte.  Inspiriert von den Protesten in Frankreich gingen mehrere tausend Menschen wütend und laut auf die Straße. Die Polizei war mit 1.500 Beamten im Einsatz und griff die Demo am Ende an, vermutlich wegen Pyrotechnik und weil eine Tram blockiert war. Wiederholt wurden Teilnehmer*innen ohne ersichtlichen Grund geschubst und geschlagen. Es gab mehrere Verletzte.

Für den 20. November sind bereits die nächsten Proteste angekündigt.