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»Wir sind Maurer, Maler, Elektriker, wir brauchen den Staat nicht, für nichts.« Lucio Urtubia

Blogkino: Stammheim - Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht (1986)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus anlässlich des 45. Jahrestages der Stammheimer Todesnacht die Doku "Stammheim -“ Die Baader-Meinhof-Gruppe vor Gericht" von Reinhard Hauf. 1972 werden die RAF-Mitglieder Andreas Baader und Jan-Carl Raspe gefangengenommen. Wenig später fasst die Polizei auch Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin. Im Mai 1975 beginnt der Prozess. Das Urteil heißt 1977 lebenslänglich für alle. Rund zehn Jahre nachdem in Stammheim die führenden Mitglieder der "Baader-Meinhof-Gruppe" vor Gericht gestellt und verurteilt wurden, unternimmt Regisseur Reinhard Hauff eine filmische Rekonstruktion des 192 Tage währenden Prozesses. Ausgehend von authentischen Protokollen und unter Verzicht auf dramaturgisches Beiwerk, beschränkt sich die Inszenierung bewußt auf wörtliche Rezitation.

Vortrag: Organisierter Antifeminismus in Baden-Württemberg

Fr 21.10.2022 Vortrag "Organisierter Antifeminismus in Baden-Württemberg"
19 Uhr // Bunter Hund, Buhlgäßle 5, Schwäbisch Gmünd

In der Leipziger Autoritarismus-Studie aus dem Jahr 2020 kommt zu dem Schluss, dass über ein Drittel der Deutschen mindestens einer antifeministischen Aussage zustimmt. Das zeigt: nicht nur in extrem Rechten Gruppierungen sind antifeministische Narrative und Ideologien weit verbreitet.
In einem etwa einstündigen Vortrag mit anschließender Austausch- und Diskussionsrunde widmet sich Len Schmid von der Fachstelle mobirex den Fragen, was Antifeminismus ausmacht, welche antifeministischen Narrative in der Gesellschaft vertreten sind und was diese Ideologie so gefährlich macht. Anhand der Betrachtung unterschiedlicher organisierter antifeministischen Gruppierungen in Baden-Württemberg sollen Überschneidungen zu extrem Rechten Ideologien und zu Facetten von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sichtbar gemacht werden. Wir freuen uns über interessierte TeilnehmerInnen.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung auszuschließen.

Eine Veranstaltung des Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ Schwäbisch Gmünd

Infoabend über Reproduktive Rechte

Fr 14.10.2022
ab 15 Uhr // a.l.s.o Kulturcafé Goethestraße 65, Schwäbisch Gmünd


Seit dem, dass Roe v. Wade -“ Ein wichtiges Gesetz, dass Schwangerschaftsabbrüche landesweit in den U.S.A garantiert hat -“ am zweiten Mai dieses Jahres gekippt wurde, haben Frauen in 20 US-Staaten keine Möglichkeit einen Abbruch durchzuführen. Dies hat auch natürlich internationale Folgen: In vielen weiteren Ländern versuchen Abtreibungsgegner die Gesetze zu verschärfen und Frauen ihre reproduktive Rechte wegzunehmen. In vielen Ländern dominieren diese Abtreibungsgegner mehr und mehr, sowie bspw. in Polen. Auch in Deutschland versammeln sich Abtreibungsgegner, beim „Lebensschützer“-Kongress im Schönblick Schönblick-Kongress. Aus diesem Grund veranstalten wir von der Antifa einen Infoabend, der aufklären soll warum Schwangerschaftsabbrüche nötig sind und wie sich Verbote und strenge Gesetze tatsächlich auswirken. Dazu noch werden wir werden auch Spendenorganisationen, die sich für reproduktive Rechte einsetzen, präsentieren.

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns auf Euch.

Eine Veranstaltung der „Jugendantifa Schwäbisch Gmünd“

Berlin: Polizei entwaffnen! Aktion gegen tödliche Polizeigewalt

Demonstrant:*innen tragen ein Transparent mit der Aufschrift "Polizei entwaffnen! Vier rassistische Morde durch die Polizei in einer Woche! In Gedenken an Amin 2.8., Jouzef 6.8., Mann aus Recklinghausen 8.8., Mouhamed 8.8."
Foto: © neukoellnbild via Umbruch Bildarchiv Berlin
Rund 100 Personen versammelten sich am Sonntagmittag bei einer Aktion auf der Adalbertstraße in Kreuzberg gegen die geplante Polizeiwache am Kottbusser Tor. Mit Transparenten blockierten sie dabei die Adalbertstraße in Höhe des Neuen Kreuzberger Zentrums, in dessen Räumen die Wache entstehen soll. Der Protest richtete sich gegen tödliche Polizeigewalt. Vier Menschen waren allein in der Woche vom 2.8- bis 8.8. bei polizeilichen Einsätzen ums Leben gekommen.

Zu den Fotos beim Umbruch Bildarchiv

  • Am Dienstag, dem 2. August, erschossen SEK-Beamte im Frankfurter Bahnhofsviertel einen obdachlosen 23-jährigen Somalier mit einem Kopfschuss.

  • Am 3. August wurde bei einer Zwangsräumung in Köln der stadtbekannte russische Musiker Jozef Berditchevski (48) von Polizeikugeln tödlich getroffen. Er soll gegen die Zwangsräumung seiner Wohnung Widerstand geleistet haben. Polizisten griffen ihn mit Pfefferspray an und machten dann von der Schusswaffe Gebrauch.

  • In der Nacht des 7. August nahm ein Polizeieinsatz bei Recklinghausen ein tödliches Ende. Ein 39-Jähriger Mann soll in seiner Wohnung randaliert haben. Die herbeigerufenen Polizisten gingen mit Pfefferspray auf ihn los und „fixierten“ ihn, worauf er das Bewusstsein verlor und kurze Zeit später verstarb.

  • Am Montagnachmittag des 8. August erschoss die Polizei den 16jährigen Geflüchteten Mouhammed Lamine Dramé in Dortmund. Er saß mit einem Messer im Innenhof seiner Jugendeinrichtung. Ein Betreuer rief die Polizei, weil er befürchtete, das sich der psychisch labile Jugendliche selbst das Leben nimmt. Wenig später starb Mouhamed durch Schüsse aus einer Maschinenpistole der Polizei.

Soviele Einzelfälle haben System. Schluss mit tödlicher Polizeigewalt!
Kundgebung Donnerstag, den 13. Oktober auf dem Oranienplatz um 18 Uhr

Wir teilen hier den Aufruf zur Kundgebung. Für aktuelle Informationen, schaut am besten auf den Kanälen von Reach Out Berlin nach.

Kupa Ilunga Medard Mutombo, das war Mord!


Schon wieder ist ein Mensch durch die Polizei gestorben, schon wieder zeigt sich auf unendlich tragische Weise, dass die Polizei keine Sicherheit ist. Am 6. Oktober ist Kupa Ilunga Medard Mutombo im Krankenhaus den Verletzungen erlegen, die die Polizei ihm 3 Wochen zuvor zugefügt haben. Nur durch seinen Bruder und die Arbeit von ReachOut (Opferberatung und Bildung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus) und KOP (Kampange für Opfer rassistischer Polizeigewalt) wurde der Fall bekannt. Eine Woche danach möchten wir an den Tod erinnern und mit unserer Wut über einen weiteren Mord durch die Polizei zusammenkommen.
ReachOut hat hat das in ihrer Pressemitteilung treffend formuliert: „Die Nachricht von Kupa Ilunga Medard Mutombo-™s Tod schmerzt uns, gleichzeitig steht er aber auch für eine systematische Praxis der Polizei, die durch ihre Eingriffe, in diesem Fall bei einem Schwarzen, psychisch krank gemachten Menschen, den Tod verursacht. Kupa Ilunga Medard Mutombo-™s Tod ist kein Einzelfall.“
Links

Blogkino: Asturias - La Ultima Revolucion Obrera (2004)

Heute zeigen wir im Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus "Asturias - La Ultima Revolucion Obrera" aus dem Jahre 2004. die Dokumentation von Xuan Candario beschäftigt sich mit der Revolution in Asturien, "(...) einem Arbeiteraufstand im Oktober 1934, der Teil des von den Sozialisten in ganz Spanien organisierten revolutionären Generalstreiks war, der als Oktoberrevolution von 1934 bekannt wurde und nur in Asturien voll zum Tragen kam, vor allem, weil sich dort die anarchistische CNT dem von den Sozialisten der UGT und der PSOE vorgeschlagenen Arbeiterbündnis anschloss, anders als im übrigen Spanien. Die soziale und politische Organisationsform der asturischen Kommune - der Name, unter dem die asturische Revolution wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Pariser Kommune von 1871 auch bekannt ist - war also die Errichtung eines sozialistischen Regimes in den Orten, in denen die Sozialisten (oder Kommunisten) vorherrschten, wie in Mieres, wo die Sozialistische Republik ausgerufen wurde, oder in Sama de Langreo; oder freiheitlich-kommunistisch, wo die Anarcho-Syndikalisten der CNT vorherrschten, wie in Gijón und vor allem in La Felguera. Die asturische Kommune wurde von der CNT und der asturischen Kommune hart unterdrückt.

Er wurde von der radikal-zedistischen Regierung von Alejandro Lerroux, gegen die der Aufstand angezettelt worden war, weil drei Minister der nicht-republikanischen CEDA-Partei in die Regierung aufgenommen worden waren, mit aller Härte unterdrückt, und auf Beschluss von General Franco, der die militärischen Operationen von Madrid aus leitete, wurde auf die marokkanischen Kolonialtruppen - die regulären Truppen der Armee von Afrika - und die Legion aus Spanisch-Marokko zurückgegriffen. Trotz ihrer Niederlage wurde die Asturien-Revolution für die spanische und europäische Arbeiterlinken fast zu einem Mythos, auf einer Stufe mit der Pariser Kommune oder dem Petrograder Sowjet von 1917, da sie die "letzte, wenn auch gescheiterte, soziale Revolution Westeuropas" war. (...)" wikipedia.es

Die Existenzangst wächst - es droht massive Verarmung

Logo: Auf Recht bestehenOb bei den Lebensmitteln, den Energiekosten, der Miete oder anderen Ausgabeposten: Die Preise steigen in hohem Tempo. Besonders für diejenigen, die schon vor der Krise finanziell nicht über die Runden gekommen sind, prekär Beschäftigte, arme Rentner*innen und Bezieher*innen von Grundsicherungsleistungen, ist die Aussicht auf Herbst und Winter äußerst düster. Viele Menschen fürchten, bald ganz ohne Heizung und Strom dazustehen oder am Ende des Monats hungern zu müssen. Die bisher von der Bundesregierung geplanten Entlastungen ändern daran wenig, sie sind völlig unzureichend. Den größten Anteil beim jüngsten Entlastungspaket hat zudem die geplante Steuerentlastung, von der der Chefarzt achtmal so stark profitiert wie die Kassiererin.

Wir fordern eine armutsfeste und repressionsfreie Grundsicherung
Das geplante „Bürgergeld“ setzt trotz kleiner Verbesserungen Hartz IV als System der Verarmung und der Angst weiter fort. Daran ändert auch die zum 1.1.2023 angekündigte Anpassung der Regelsätze an die Inflation der letzten Monate wenig. 502 statt 449 Euro für eine alleinstehende Person sollen die Menschen in der Grundsicherung über den Monat bringen. Doch das ist bei weitem nicht genug. Die Anpassung kommt viel zu spät und geht von einem kleingerechneten Ausgangswert aus, der schon jetzt nicht zum Leben reicht. Auf den Tag gerechnet steht Betroffenen so sehr wenig Geld zu, von dem sie dann Lebensmittel, Strom, Kleidung, Schuhe, Anschaffung von Möbeln, und vieles andere bezahlen sollen -“ sofern das Jobcenter nicht schon etwas davon für ein vorheriges Darlehen o. ä. aufrechnet. Für Lebensmittel bleiben so rechnerisch knapp 6 Euro pro Tag übrig. Dass das reicht, glauben offenbar nicht einmal die Leitungen der Jobcenter mehr, die von NRW haben schon Anfang 2022 in einem offenen Brief eine sofortige Erhöhung der Regelsätze um 100 Euro verlangt!

Wir fordern konkret:
- Die Regelsätze müssen auf mindestens 678 Euro ab 2023 erhöht werden. Bis dahin ist ein sofortiger monatlicher Zuschlag von mindestens 150 Euro notwendig.
- Der Strom muss zusätzlich zum Regelsatz übernommen werden.
- Bei massiven Preissteigerungen muss der Regelsatz zügig angeglichen werden.
- Die Wohnkosten einschließlich Heizkosten müssen für alle Grundsicherungsempfänger*innen vollständig in tatsächlicher Höhe übernommen werden.
- Der Regelsatz soll das Existenzminimum sichern und Teilhabe ermöglichen. Leistungskürzungen wie zum Beispiel Sanktionen müssen deshalb ausgeschlossen werden.

Es reicht!
Das „Bündnis AufRecht bestehen“ will die Unzufriedenheit und die Wut vieler Menschen bei einem dezentralen Aktionstag unter dem Motto „Etikettenschwindel „Bürgergeld“ -“ Wir fordern eine armutsfeste und repressionsfreie Grundsicherung!“ klar zum Ausdruck bringen. Bisher haben bereits Gruppen in Berlin, Bonn, Dortmund, Herne, Koblenz, Kaiserslautern, Münster, Oldenburg und Wolfsburg verschiedene Aktivitäten angekündigt, die vor allem am 14.Oktober stattfinden sollen. Wir sind sicher, dass noch mehr dazu kommen. Eine Übersicht, wo etwas stattfindet, gibt es hier.

Das Bündnis -šAufRecht bestehen-˜ wird getragen von der Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO), „ARBEITSLOS -“ NICHT WEHRLOS“ Wolfsburg (ANW), Gruppe Gnadenlos Gerecht Hannover, Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe im DGB-KV Bonn/Rhein-Sieg, Bundesarbeitsgemeinschaft Prekäre Lebenslagen (BAG-PLESA), Frankfurter Arbeitslosenzentrum e.V. (FALZ), Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen (KOS), Tacheles e.V. Wuppertal, ver.di Bundeserwerbslosenausschuss, Widerspruch e.V. Bielefeld sowie vielen örtlichen Bündnissen und Initiativen

Quelle: Pressemitteilung 10. Oktober 2022