trueten.de

»Wenn jemand auf meinem Begräbnis weint, spreche ich nie wieder ein Wort mit ihm.« Stan Laurel

18. März: Tag der politischen Gefangenen

Am 18. März 1871 griffen die Pariser Arbeiterinnen und Arbeiter zu den Waffen. Sie schufen für einen kurzen Zeitraum eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, die als Pariser Commune bekannt und von der Reaktion nach 71 Tagen niedergeschlagen wurde.

1922 hatte der IV. Weltkongress der Komintern dann den 18. März auch angesichts der damaligen Repressionen gegen die revolutionäre und Arbeiterbewegung zum "internationalen Tag der Hilfe für die politischen Gefangenen" ausgerufen. Dieser wurde bis zur faschistischen Diktatur regelmäßig begangen. Seit 1996 wird diese Tradition wieder aufgegriffen und als Aktionstag durchgeführt.
Die Rote Hilfe wurde und wird in der Öffentlichkeit immer wieder als „Gefangenenhilfsorganisation“ wahrgenommen. Tatsächlich wandelt sich der Schwerpunkt der Roten Hilfe beständig sowohl mit der Situation der linken Bewegung als auch mit dem aktuellen Stand der Repression. Ein Großteil der Arbeit, den die Rote Hilfe heute zu leisten hat, ist nicht direkt mit Knast und Inhaftierung verbunden. Dennoch bleibt die Solidarität mit Menschen, die wegen ihrer politischen Überzeugungen und Aktivitäten im Gefängnis sitzen, ein zentrales Anliegen der Roten Hilfe: Knast ist immer noch der augenfälligste Höhepunkt staatlicher Repression. Das Wegsperren politischer Menschen, der Versuch, sie aller Handlungsmöglichkeiten zu berauben und aus allen gesellschaftlichen Zusammenhängen zu reißen -“ das ist auch heute noch die letzte Konsequenz politischer Unterdrückung. Die GenossInnen im Knast sollen nicht nur körperlich weggesperrt werden, sie sollen auch geächtet und aus der gesellschaftlichen Diskussion ausgeschlossen werden.


Weiterlesen im Vorwort des Bundesvorstandes der Roten Hilfe zur diesjährigen 18. März - Zeitung

Stuttgart: Eine Startbahn reicht! Sternmarsch gegen Flughafenausbau am 12. April

Am Samstag, den 12. April findet ein Sternmarsch gegen die Flughafen-Ausbaupläne auf dem betroffenen Gebiet statt. Um 14.30 Uhr sammeln sich an vier Punkten die Gegnerinnen und Gegner einer zweiten Startbahn - ob rechts oder links von der Autobahn - in Filderstadt-Bernhausen, Neuhausen, Ostfildern-Scharnhausen oder Stuttgart-Plieningen. Ziel des Sternmarsches ist der Hagenbrunnenhof bei Scharnhausen, wo es um 16 Uhr eine Kundgebung gibt.

Weitere Informationen der "Schutzgemeinschaft Filder" und dem aktuellen Flyer

Kolumbien-Ausstellung "rostro de la resistencia" wandert durch Deutschland"

„Die Foto-Austellung "Rostro de la Resistencia" entstand auf mehreren Reisen durch Kolumbien. Der italienische Fotograf Oscar Paciencia besuchte von Gewalt und Terror betroffene soziale Basisorganisationen und ländliche Gemeinden in Krisengebieten. Diese Ausstellung widmet sich einem Thema, das der Öffentlichkeit sonst verborgen bleibt: In Kolumbien wird seit mehr als vier Jahrzehnten Krieg geführt. Die Fotografien erzählen die Geschichte derer, die ihren Alltag in den Konfliktgebieten Kolumbiens verbringen...“

Zur Sonderseite im LabourNet Germany zur Ausstellung

Anfragen zum Verleih der Ausstellung

Weitere Infos und Mediadaten zur Ausstellung auf der Webseite des Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL)

Beate Klarsfeld - Filmvorführungen mit anschließender Diskussion

1968 - die junge Generation revoltiert gegen den Lebensstil und das politische Versagen der Eltern.
Eine junge Frau verweist mit einer spektakulären Aktion auf die Kontinuität des Dritten Reichs in der Bundesrepublik.
Als Journalistin getarnt, betritt die 29-jährige Beate Klarsfeld am 7. November das Podium des CDU-Parteitags und ohrfeigt mit dem Ruf "Nazi!" den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger.
Es ist der Startschuss für ihre Lebensaufgabe: die Verbrecher des Holocaust aufzuspüren, "wo immer sie auch sind".
Die meisten befinden sich direkt vor ihrer Nase: Bis in die 70er Jahre leben ehemalige NS-Funktionäre unbehelligt in der Bundesrepublik, manche bekleiden gar höchste Ämter.

Wie kam die junge Frau zu dieser Tat ? Warum wurde sie zur passionierten Nazi-Jägerin ? Was motiviert die heute 69-jährige, ihr hartnäckiges Engagement immer weiter fortzusetzen und es sogar an ihre Kinder weiterzugeben ? In einer sehr persönlichen Dokumentation erzählt Beate Klarsfeld über die Hintergründe ihrer lebenslangen Suche nach Gerechtigkeit.


"Beate Klarsfeld - Aus Liebe zur Gerechtigkeit"
(ARTE/WDR 2005, 45 min.)
Filmvorführungen mit anschließender Diskussion
in Anwesenheit der Autorin Sabine Jainski

18.3. 20 Uhr Vetomat
Scharnweberstr. 35, Friedrichshain
U 5 U-Bhf Samariterstr.
240er Bus Boxhagener Platz
20.3. 20 Uhr

OUBS - Offene Uni BerlinS
HU-Campus-Nord (Haus 20)
Philippstr. 13 Berlin Mitte
U6 Oranienburger Tor
Tram M1+12 Oranienburger Tor
Bus 240 Robert Koch Platz + Philippstr
Bus 147 Deutsches Theater + Schumannstr

Veranstalter: OUBS Öff AG,Veranstaltungs AG + Vetomat