»Die politische Gewalt im eigentlichen Sinne ist die organisierte Gewalt einer Klasse zur Unterdrückung einer andern.« Karl Marx, Friedrich Engels. Manifest der kommunistischen Partei, 1848
Am morgigen 4. März 2008 um 19:00 Uhr findet im Kommunalen Kino in Stuttgart, Friedrichstraße 23A eine Aufführung des Films: DIE NEUE WUT statt:
Juni 2007. Ostseebad Heiligendamm. Der größte Polizeieinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik. Über 17000 Polizisten und Soldaten sichern das rituelle Gipfeltreffen der „mächtigsten Staatchefs der Welt“, den
Weltwirtschaftsgipfel. Trotzdem gelingt es den mehreren tausend Globalisierungskritikern immer wieder, die Zufahrtsstraßen zum abgeriegelten Tagungsort zu blockieren, um ihre Kritik am gegenwärtigen Weltwirtschaftssytem öffentlich zu machen. Der Dokumentarfilm zeichnet das Geschehen während der Tage von Heiligendamm nach.
Anschließend Diskussion mit dem anwesenden Regisseur und AktivistInnen aus der Region.
Der Film wird präsentiert von den Gruppen des Vernetzungstreffens Stuttgart gegen G8 und ver.di.
Inzwischen ist die Bücherliste auf Chiapas98.de nun auch um englischsprachige Titel erweitert worden. Die Liste umfasst jetzt bereits 80 Titel, darunter auch ein spanischsprachiger Titel und ein bilingualer (spanisch-englisch).
Wer also seinen Wissenshorizont in Bezug auf Chiapas, EZLN, Marcos, Mexiko und Lateinamerika erweitern will, findet hier wichtiges Material. Die Bücher sind auch durchsuchbar.
Als Metallarbeiter freut mich das natürlich besonders: Die Metallarbeiter sind online! Metallarbeiter sind ein sozialistisches Musikerkollektiv, das Arbeiterlieder im Stil des Progressive Metal interpretiert. Momentan befindet sich die Seite noch im Aufbau, in Kürze gibt es noch mehr zu lesen und zu hören. Bis dahin freut sich das Kollektiv über Hinweise und Anregungen.
Gegen nahezu die gesamte Vaihinger Bevölkerung, die mehrfache einstimmige Ablehnung des Bezirksbeirats, entgegen der nachdrücklichen Ablehnung durch den Verband baden-württembergischer Busunternehmen und gegen jede verkehrspolitische und stadtplanerische "Vernunft" treiben Stadtverwaltung und die Gemeinderatsfraktionen von CDU und SPD die Verlegung des ZOB Stuttgart in den Außenbezirk Vaihingen voran. Dazu zwinge ein "kleinerer Planungsfehler im Rahmen des Gesamtplanungsfehlers Stuttgart 21". Daran interessiert ist auch noch der Immobilienverwerter Aurelis, dem das Gelände in Vaihingen gehört und der es gerne zu Geld machen möchte.
Die frühere Bahntochter Aurelis ist seit Ende 2007 im Besitz eines Konsortiums des deutschen Bauriesen HochTief und einem Immobilienfonds des Finanzinvestors Redwood Grove Int. mit Sitz im Paradies aller internationaler Steuervermeider, den Cayman-Inseln in der Karibik.
Die Vaihinger Initiative, die sich gegen die FOB-Pläne wehrt und einen ZOB am Hauptbahnhof will ist jetzt auch mit einer eigenen Webseite online gegangen. Dort kann man diese und andere lehrreiche und aktuelle Hintergrundsinformationen abrufen.
Bei den Esslinger Frauenwochen dreht sich diesmal alles um den „Wirtschaftsfaktor Frau“. Von dem Motto abgesehen, gibt es in der Zeit ein teilweise interessantes Programm. Der Stadt fällt zum internationalen Frauentag jedoch keine andere Geschmacklosigkeit ein, als den - an sich nicht schlechten - diesjährigen "Großputz" auf den 8. März zu legen:
Die Begründung für die leeren Stadtkassen fehlt auf dem Flyer. Aber das wundert eigentlich nicht wirklich.
Der Esslinger Frauenrat lädt zu einer Aktion ein, bei der unter dem Motto: Frauen rechnen ab!, "die unentgeltlichen Leistungen von Frauen" dokumentiert und die "unbezahlte Arbeit sichtbar" gemacht werden soll. (Rathausplatz 10:00 bis 12:00). Die IG Metall geht am Frauentag mit der Forderung nach einem Mindestlohn von 7,50 Euro an die Öffentlichkeit.
Und die Durchsetzung der alten Forderung "gleicher Lohn für gleiche Arbeit"? Davon sind bekanntlich nicht nur Leiharbeiter weit entfernt. Frauen und Leiharbeiter sind ja "geringer qualifiziert". Und wenn die Ausrede nicht hilft:
Gleichbehandlung: Gilt nicht auf der Konzernebene
Arbeitgeber in einem Konzernverbund sind nicht verpflichtet, die Beschäftigten konzernweit gleich zu behandeln. Der Gleichbehandlungsgrundsatz gilt nur für ein und denselben Rechtsträger, also auf Unternehmens- und nicht auf Konzernebene.
BAG vom 19. Juni 2007 - 1 AZR 454/06
Ansatzpunkte für Gemeinsamkeiten? Über Tagesforderungen hinaus war und ist der internationale Frauentag deshalb vor allem immer auch der Tag, an dem es neben dem gemeinsamen Kampf um eine tatsächliche Gleichberechtigung auch um Perspektiven in einer befreiten Gesellschaft geht. Derlei kann man von einem städtischen Großputz natürlich nicht erwarten.
Die DIDF-Jugend ruft bundesweit zum großen Jugendfestival in Köln auf. Am 15. März werden aus allen Ecken der Republik Jugendliche in die Dom-Stadt kommen, um zu feiern und ihrem Wunsch nach einer schöneren Welt Ausdruck zu verleihen. Aufruf der DIDF-Jugend:
Wer kennt nicht das Gefühl der Unzufriedenheit und der Abweisung. Ist es nur ein Gefühl oder schon ein ständiger Zustand unseres täglichen Lebens? Haben diese Gefühle ihre berechtigten Gründe, oder ist es nur ein Gejammer der Jugend? Ja, diese Empfindungen haben ihre Gründe. Was für ein Gefühl können wir denn haben, wenn ca.2 Millionen Jugendliche in Deutschland, in Armut leben. Ist es Gejammer, wenn wir Hunderte Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz schicken aber keine Stelle kriegen. Es nicht gerade motivierend, wenn über 500 tausend keinen Ausbildungsplatz haben. Außer einige Wenige, kann sich wohl keiner von uns leisten über 600 Euro Studiengebühren zu bezahlen. Ist es keine Abweisung, wenn wir als Migranten Jugend von den Politikern oder den Medien für Kriminalität, Terror oder rückständige Bräuche wie Zwangsheirat usw. verantwor tlich gemacht werden? Ja, wir sind über die Zustände und Verhältnisse unter denen wir leben müssen, unzufrieden und wütend. Wir sind aber weder ausweglos noch hilflos.
Doch, mit Abwarten und Hoffen kommen wir nicht weiter. Lasst uns für unsere Rechte, Interessen und Forderungen gemeinsam eintreten. Lasst uns gemeinsam gegen Rassismus und Nationalismus vorgehen. Ob deutsche Rassisten oder türkische Nationalisten, sie wollen nur eins: uns spalten, Hass gegen anders Aussehende und Denkende schüren und unseren Zusammenhalt verhindern.
„Tretet“ den Rassisten und den Nationalisten in den Hintern. Niemand braucht sie. Was wir brauchen ist der Zusammenhalt aller Jugendlichen für eine bessere Zukunft. Kommt alle zu unserem Festival am 15. März in
Köln. Denn, wir gehen gemeinsam in den Streik, demonstrieren für den Frieden und wollen auch gemeinsam tanzen und feiern.
In unserer Reihe "Blogkino" zeigen wir heute einen japanischen Film von 1959, der sich eines viel zu wenig beachteten Ereignisses widmet: Dem "Angriff der Killerpilze":