Heute zeigen wir im
Blogkino mit Filmen zum Thema Ⓐnarchismus die 1980 entstandene Dokumentation
"The Free Voice of Labour -“ The Jewish Anarchists", der die Geschichte der am längsten erscheinenden
anarchistische Zeitschrift in jiddischer Sprache dokumentiert. Diese wurde ursprünglich als amerikanisches Gegenstück zu
Rudolf Rockers Arbeter Fraynd (deutsch Arbeiterfreund), der in London erschien, entworfen. Die frühe jiddische Schreibweise פֿרייע ×ַרבייטער שטיממע (Fraye Arbayter Shtime) zeigt die Mode der Germanisierung einzelner jiddischer Wörter der frühen 1920er Jahre. Später änderte sich der Titel in die natürliche jiddische Aussprache פֿרייע ×ַרבעטער שטימע (Fraye Arbeter Shtime). Der Titel war sowohl jiddisch in hebräischen Lettern als auch deutsch und englisch auf dem Titelblatt vermerkt.
Die Freie Arbeiter Stimme erschien ab 1890 und wurde unter Saul Yanovsky bis 1923 herausgebracht. Zeitweise fungierte Mark Mratchny als Herausgeber, ein ukrainischer Anarchist im Exil und früherer Herausgeber des
Nabat(deutsch Der Alarm), des Organs der Nabat-Föderation während des Friedensabkommens zwischen
Machnowschtschina und
Bolschewiki. Die Freie Arbeiter Stimme erschien 87 Jahre, bis sie 1977 unter Ahrne Thorne wegen der Abnahme und Überalterung jiddisch sprechender Menschen und Anarchisten in den
USA eingestellt werden musste.
Autoren waren unter anderem
David Edelstadt,
Abba Gordin, Rudolf Rocker,
Moishe Shtarkman und Saul Yanovsky. Die Zeitschrift war auch für das Veröffentlichen jiddischer Poesie von
Di Yunge („Die Jungen“), einer Gruppe jiddischer Poeten der 1910er und 1920er Jahre bekannt. (Nach WikiPedia, siehe auch
FAU Düsseldorf)
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