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»Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen!« Erich Kästner

Och, Mennoh!

Das war's denn mal wieder (fast) mit dem Urlaub 2008. Was lag an?

Bilderserie: Strandkorbterrorismus auf Wangerooge

Bilderserie: Warten auf den nächsten Sieg...

Bilderserie: Verkehrsbehinderungen in und um Ohlsdorf

Bilderserie: Lustige Bootsfahrten ...

Bilderserie: ... und leider selten schönes Wetter :'(

Gemeinsam gegen Krieg und Besatzung in Afghanistan!

Unter dem Motto: "Gemeinsam gegen Krieg und Besatzung in Afghanistan!" findet am Dienstag, den 16. September um 19 Uhr im Subversiv, Burgstallstraße 54, Stuttgart eine Veranstaltung mit Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung (Tübingen) statt.

Die Veranstaltung ist Bestandteil der Mobilisierung zu den am 20. September in Stuttgart und Berlin angekündigten Demonstrationen gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die Demonstrationen werden von einem Bündnis aus Friedensgruppen, Aktiven aus den Gewerkschaften, linker Parteien und weiteren Zusammenhängen organisiert.

In der Veranstaltungsankündigung der Stuttgarter "Initiative Sozialproteste" heißt es dazu:

... Seit 7 Jahren herrschen in Afghanistan Krieg und Besatzung. Begründet wurde der militärische Überfall auf das Land mit dem, nach den Anschlägen des 11. September ausgerufenen, "Krieg gegen den Terrorismus". Nach dem relativ schnellen militärischen Sieg der US-geführten Truppen gegen die Taliban wurde eine vom Westen abhängige Marionettenregierung eingesetzt und sich vorgeblich dem Aufbau der zivilen und wirtschaftlichen Infrastruktur zugewandt. Die Bevölkerung in Afghanistan lehnt jedoch zu großen Teilen die Besatzung ab und auch der Widerstand gegen das Besatzerregime verschwand nie vollständig von der Bildfläche, sondern verstärkte sich in den vergangenen Jahren sogar immer mehr. Offenkundig stehen die Verlautbarungen der Besatzer, den Menschen in Afghanistan Frieden, Freiheit und Demokratie gebracht zu haben in einem krassen Widerspruch zu der alltäglichen Lebenspraxis der Menschen vor Ort.

Die Bundeswehr ist ein maßgeblicher Teil der internationalen Koalition, die Afghanistan besetzt hält. Seitens der politischen Eliten und der bürgerlichen Presse wird immer wieder der friedensstiftende Charakter des Einsatzes betont, und behauptet dass sich die Bundeswehr vor allem um zivil-militärische Aufbauprogramme kümmere. Dass die Bundeswehr, insbesondere durch die Operationen des KSK (Kommando Spezialkräfte) und durch die Unterstützung durch Tornados zur Ausspähung der Ziele von Angriffen und Bombardements, unmittelbar in Kampfhandlungen eingebunden ist, wird zumeist verschwiegen. Die Anforderungen durch die verbündeten Streitkräfte, in Übereinstimmung mit weiten Teilen des politischen Establishments der BRD und den Interessen des deutschen Kapitals, zielen darauf ab, die deutschen Truppen quantitativ und qualitativ noch mehr in die Kampfhandlungen einzubinden.

Noch im September diesen Jahres steht nun die Verlängerung des Bundestags-Mandats für die weitere Beteiligung der Bundeswehr und eine Ausweitung ihrer Aktivitäten an. Aus diesem Anlass mobilisieren KriegsgegnerInnen zu zwei zentralen Demonstrationen in Berlin und Stuttgart.
Um die Aktivitäten gegen die Kriegshandlungen in Afghanistan inhaltlich zu begleiten, organisieren wir eine Veranstaltung mit Jürgen Wagner von der Informationsstelle Militarisierung (IMI). Dort soll die durch den Krieg entstandene Situation in Afghanistan, insbesondere im Hinblick auf die Rechtfertigung des Krieges durch die kriegführenden Regierungen thematisiert werden. Dazu wird es, neben einem kurzen Abriss der Geschichte Afghanistans auch um die Interessen der beteiligten Staaten, die zum Ausbruch des Krieges führten und die Rolle Deutschlands beim Krieg gehen. Ebenso soll die vermeintliche "Verteidigung der Sicherheit Deutschlands am Hindukusch" im Zuge der Transformation der Bundeswehr in eine international einsetzbare Interventionsarmee Thema sein.


Siehe auch die IMI-Analyse 2008/028: Was will die NATO in Afghanistan und in Georgien?

Abflug: Antirassismus - Aktion im Flughafen Hamburg

Kurz bevor wir gestern aus Hamburg abgereist sind, fand im Terminal 1 des Hamburger Flughafens eine Aktion gegen Abschiebungen statt. Siehe auch den Bericht von "Antira-AktivistInnen & kinoki now!" auf IndyMedia zu den Aktionen am 22.08.



Die Aktion, bei der im Rahmen des Antira / Klimacamps von den AktivistInnen Flyer verteilt wurden, ist von Sicherheitskräften und Polizei schnell und recht rabiat gegenüber den friedlichen TeilnehmerInnen beendet worden. Siehe auch den Bericht bei IndyMedia.

The Truth lies in Rostock

Heute vor 16 Jahren griffen vom 22. bis zum 26. August 1992 mehrere hundert junge Rechtsradikale die Flüchtlingsunterkunft und ein von vietnamesischen VertragsarbeiterInnen bewohntes Haus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Unterstützt wurde der Mob von über tausend ganz normalen Deutschen, die Polizei griff kaum ein...

Kein Mensch ist "asozial" - Zu Kontinuitäten und Brüchen einer Verunglimpfung / Teil II

Im ersten Teil ihres Beitrags über eine Veranstaltungsreihe Anfang des Jahres in Berlin, auf der auch betroffene Zeitzeugen zu Wort kamen, hatte sich Anne Allex insbesondere mit der historischen Stigmatisierung "Asozialer" während des Nationalsozialismus befasst. Im zweiten Teil ihres Beitrags werden diverse Kontinuitätslinien über die beiden deutschen Staaten bis ins vereinigte Deutschland nach- und aufgezeichnet.

Eine Seefahrt die ist lustig...

Gestern hatte ich mir den Hamburger Hafen mal unter anderen Gesichtpunkten, wie ihn normalerweise Touristen mit den sonst üblichen Hafenrundfahrten erleben, ansehen können. Im Rahmen des Antira/Klimacamps in Hamburg - Lurup wurde eine alternative Hafenrundfahrt durchgeführt, in dem die Geschichte des Hafens im Kontext zur Geschichte und aktuellen Lage der Migration gestellt wurde. Es wurde in mehreren konkreten Beiträgen, die teilweise auf dem Camp entwickelt wurden deutlich gemacht, daß es sich dabei durchaus nicht um Ereignisse aus der Mottenkiste des deutschen Imperialismus handelt, über die dieser gerne -“ wie beispielsweise im Falle des Völkermordes an den Herero und Nama -“ den Mantel des Schweigens breiten würde.

Auch heute versuchen Menschen vor den Folgen des Raubaus an den Ressourcen durch internationale Großkonzerne in ihren Heimtländern und der damit meist einhergehenden politischen Repression zu flüchten. Oft ist nach teilweise jahrelanger Odyssee das Ziel die Bundesrepublik Deutschland. Dabei gehen diese Menschen verzweifelt Risiken ein. Nicht nur, daß beispielsweise in Hamburg nur ca. 10 blinde Passagiere im Jahr -“ falls sie die Überfahrt überhaupt überleben - überhaupt dazu kommen, einen Asylantrag zu stellen.
Sofern ihnen die Einreise gelingt besteht die einzige Möglichkeit, durch Arbeit an Geld zu kommen, oft darin, einen „illegalen“ Job als Hilfsarbeiter im Hafen anzunehmen, mit allen Konsequenzen wie völliger Rechtlosigkeit, lächerlicher Löhne, gefährlicher Arbeit -“ von Sozial- und Krankenversicherung natürlich völlig abgesehen.

Die Rundfahrt gab hier ca. 100 interessierten Menschen -“ meist TeilnehmerInnen des Camps einen konkreten Einblick.

Eine weitere Station war das umstrittene und laut "Welt" offenbar ohne endgültige Genehmigung im Bau befindliche Kohlekraftwerk Moorburg. Während jeder kleine Schrebergärtner, der seine Hütte auch nur um einen halben Meter höher baut als vorgesehen, alsbald Probleme mit dem Amt bekommt und selbige abreißen darf, ist das in diesem Fall offensichtlich kein Problem:
Um das Kraftwerk genehmigt zu bekommen, handelte Vattenfall mit dem CDU-Senat im November eine umstrittene Vereinbarung aus. Darin verpflichtet sich der Konzern zu Umweltschutzmaßnahmen, unter anderem zu einer CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS). Der Energiekonzern verspricht, “spätestens zum 31.12.2013 genehmigungsfähige Anträge- für die Zulassung einer solchen Anlage einzureichen und sie drei Jahre nach der Genehmigung in Betrieb zu nehmen. Vattenfall gibt sich damit extrem optimistisch, denn alle Experten gehen von einer Verfügbarkeit frühestens im Jahr 2020 aus. Im CDU-Wahlprogramm steht jedenfalls: “Das neue Kraftwerk soll eine CO2-Abtrennung erhalten und ist damit technologisch wegweisend.-
(Via Klimalügendetektor)

Die Moorburger Baustelle wurde gestern von einigen Aktivisten teilweise besetzt. Von der Barkasse aus wurden lautstark solidarische Grüße übermittelt. Die Barkasse wurde zeitweise von 5 (!) Booten der Hamburger Polizei daran gehindert, sich der Baustelle zu nähern.

Bilderserie: Besetzter Baukran auf der Baustelle Moorburg

Dieselben Polizeiboote waren jedoch nicht in der Lage, ein Binnenschiff, das die Barkasse beinahe in voller Fahrt gerammt hatte, von dieser Aktion abzuhalten.

Die Gefahr geht für die Polizei und die politisch Verantwortlichen offenbar nicht von derartigen Idioten oder gar den Machenschaften der Energiekonzerne sondern von denen aus, die in Gefahr gebracht werden und sich dagegen wehren. In dieselbe Kerbe haut vor allem auch das "Hamburger Abendblatt".

Bilderserie: Eines der fünf Polizeiboote vor der Baustelle

Das Camp geht noch bis zum 24.08.2008, am Freitag ist eine Demonstration zum Abschiebeflughafen in Hamburg Ohlsdorf vorgesehen.

Blogkino: Safety in Offices (1944)

Viel zulange in diesem Blog vernachlässigt: Die Arbeitssicherheit. Damit soll Schluß sein. Wir beginnen im heutigen "Blogkino" mit einem Film zum Thema: "Sicherheit im Büro". Schon 1944 lauerten im Krawattensilo erhebliche Gefahren für Leib & Leben.


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Zuletzt bearbeitet am 13.07.2008 10:55