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»Wer wagt es, sich den donnernden Zügen entgegenzustellen? Die kleinen Blumen zwischen den Eisenbahnschwellen!« Erich Kästner

Stuttgart: Tarifkonflikt im Kfz-Handwerk Baden-Württemberg - Aktionen gehen weiter

Die KollegInnen im baden-württembergischen Kfz-Handwerk freuen sich bei den morgigen Aktionen sicher über Solidarität anderer Belegschaften. Beim StattWeb wurde folgende Presseerklärung der IG Metall veröffentlicht:

Stuttgart: Tarifkonflikt im Kfz-Handwerk Baden-Württemberg - Aktionen gehen weiter

Die Beschäftigten des baden-württembergischen Kfz-Handwerks machen weiter Druck auf ihre Arbeitgeber. An zahlreichen Aktionen im Südwesten haben sich seit Montag erneut über 1.000 Mitarbeiter aus 21 Betrieben in neun IG Metall Verwaltungsstellen bei Autokorsos, Kundgebungen und Informationsveranstaltungen beteiligt.

Die Beschäftigten wollen mit ihren Aktionen Entgelterhöhungen von 5 Prozent und die Fortgeltung der durch die Arbeitgeber gekündigten Tarifverträge durchsetzen. Die Arbeitgeber haben bisher noch kein Angebot vorgelegt. Die Tarifgespräche werden am 7. April 2008 in Korntal-Münchingen fortgesetzt.

Sabine Zach, zuständige Tarifexpertin der IG Metall Baden-Württemberg: „Die Aktionen zeigen, da ist ordentlich Dampf auf dem Kessel. Die Beschäftigten sind einfach sauer und die Arbeitgeber sollten schleunigst Farbe bekennen. Es muss jetzt ein konkretes und verhandelbares Angebot und ein lupenreines Bekenntnis zu den Tarifverträgen auf den Tisch“. Die Aktionen werden auch an den kommenden Tagen fortgesetzt.

Für Morgen (3. April 2008) ist u.a. geplant:

14:00 Uhr: Demozug ab Bahnhof Bad Cannstatt in Richtung Mercedes- Benz-Center

14:30 Uhr: Kundgebung vor dem Mercedes-Benz-Center in Stuttgart- Bad Cannstatt. Aufgerufen sind Beschäftigte der Mercedes-, VW-, Audi-, und BMWNiederlassungen in Stuttgart sowie die Beschäftigten der Schwabengarage.

14:00 Uhr: Demonstration und Kundgebung vor der Mercedes-Benz-Niederlassung in Neu-Ulm

Blogausfall

Heute nachmittag kam es zu einem kurzzeitigen Ausfall unseres Blogs. Sorry. Wie immer war der Support unseres Providers Webhostone kompetent und fix mit der Behebung des Problems. Danke! :-) :-) :-)

Freiräume schaffen

Im April gibt es europaweit an "zwei Tagen Demonstrationen, Direkte Aktionen, Info-Arbeit, Straßenfeste, Hausbesetzungen uvm., um Freiräume und antikapitalistische Kultur zu verteidigen. Diese zwei Tage sollen dazu genutzt werden, die europäische/globale politische Bewegung um autonome Räume und besetzte Häuser ins Blickfeld zu rücken. Wir wollen Verknüpfungen und Solidarität zwischen verschiedenen Freiräumen schaffen.Wir wollen unsere Räume mit neuen Menschen und neuen Bewegungen enger verbinden und den Aufbau autonomer Räume an Orten, an denen es solche Aktionsformen noch nicht gibt, unterstützen. Schritt für Schritt wollen wir uns somit befähigen, die Repressionswelle, mit der wir konfrontiert sind, zu überwinden." Quelle via racethebreeze

Die Stuttgarter Stadtratsmehrheit und die Stadtverwaltung haben in den letzten Jahren alles getan, um selbstverwaltete und selbstorganisierte Projekte, die nicht in ihr Weltbild passen, zu verhindern oder zu zerstören. Zwei Beispiele:

• Das Erwerbslosenzentrum SALZ in Stuttgart mußte Anfang 2006 schließen, da die Stadt Stuttgart die Zuschüsse gestrichen hat. Als Begründung wurde unter anderem angegeben, das SALZ arbeite nicht genug kooperativ mit dem Arbeitsamt zusammen. In Wahrheit hat es dem konservativen Gemeinderat wohl nicht gepaßt, dass das SALZ eine kritische Haltung gegenüber Hartz IV hatte!" Quelle: LabourNet

• Das selbstverwaltete Jugendzentrum OBW9 wurde am 27.7.2005 trotz einer Vielzahl an Protesten aus den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen geräumt.

In Stuttgart gibt es einen hier dokumentierten - Aufruf zu einer Kundgebung am 12. April um 13 Uhr am Erwin-Schöttle Platz. Darin heißt es unter anderem:
(...) Stuttgart feiert - zumindest der Teil, der sich die Preise in den Diskotheken und
Eventlokalitäten leisten kann und nicht wegen seinem Aussehen an der Türe ausgesiebt
wird.

Stuttgart flaniert - zumindest der Teil, der sich die Preise in den ShoppingMiles, Einkaufszentren und Gastronomiebetrieben leisten kann und sich das Recht erkauft auf einem einstmals öffentlichen Platz verweilen zu dürfen.

Stuttgarts Jugend hat Häuser in denen sie ihre Freizeit verbringt - zumindest der Teil der die Anordnungen der Sozialarbeiter befolgt und auch nur Montag bis Freitag 14.00 -“ 22.00 Uhr.

Stuttgart ist sicher vor Menschen die nicht ins Bild einer sauberen Innenstadt passen, sei es wegen ihrer Nationalität, weil sie keine Wohnung haben, Punker sind, Skateboard fahren, kein Geld haben ... Für sie gibt es Personenkontrollen, Platzverweise, Unterbringungsgewahrsam, Hahnemann... (...)

Weitere Veranstaltungen finden beispielsweise statt in:
• Freitag, 11. April: Ab 16 Uhr Kultur, Konzert uvw. in der KTS
• Fr 11. April: Demonstration in Heidelberg , ab 17 Uhr Marktplatz HD-Neuenheim
• Sa 12. April: Aktionstag in Karlsruhe "Alles ist erlaubt...", ab 12 Uhr
• Sa 12. April: Straßenfest in Mannheim , ab 15 Uhr MA-Jungbusch, Hafenpromenade

"BILD" hat mitgeschossen!

Eine Veranstaltung der IG Metall Esslingen und der dju Baden-Württemberg (Deutsche JournalistInnen Union in ver.di) findet unter dem Titel "Von der Blockade zum Blog" im Esslinger Gewerkschaftshaus am 11.04.2008 ab 18:00 Uhr statt:

12. April 1968 - Die APO des Großraums Stuttgart blockiert die Auslieferung der Bild-Zeitung, die in der Zeitungsdruckerei Bechtle gefertigt wird. Am Tag zuvor war einer der Studentensprecher des SDS, Rudi Dutschke, in Berlin niedergeschossen worden. "Bild hat mitgeschossen" war die Parole jener Osterunruhen in der gesamten Republik.

Wir wollen an die Ereignisse vor 40 Jahren erinnern und sie kritisch reflektieren.

Zugesagt haben:
Peter Grohmann, Kabarettist, Querdenker und Anstifter aus Stuttgart war 1968 in Esslingen dabei und wird uns von seinen Erlebnissen erzählen. Der Berliner Journalist Christoph Schultheis gehört zu den Machern von www.bildblog.de, einem Internetangebot, das sich kritisch mit Bild auseinandersetzt, denn auch heutzutage noch will das Boulevardblatt mehr als nur unterhalten.
Im Anschluss an die sicherlich spannende Diskussion gibt es die Gelegenheit, im Gewerkschaftshaus in Erinnerungen zu schwelgen und über das Morgen zu räsonieren.

Via IG Metall Esslingen

Auferstandener der Woche

Edmund S.
Quelle: WikiPedia
Vor kurzem dachte ich noch, es ist jetzt Schluss mit: "Ehhhh....ehhh...eeeehhh". Und jetzt gräbt Frederico Elwing ihn anläßlich des Transrapid Endes wieder aus. Bei "Alter Falter" wird ein bei der FDP Bayern verlinktes Transkript der Transrapid-Rede verwiesen.

Weitere lustige Episoden aus Edmund's Leben und Werk gibt es bei redblog.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!

Am 03. April finden in Berlin wieder Verhandlungen zum Entgelttarifvertrag Zeitarbeit zwischen den Gewerkschaften mit dem Bundesverband Zeitarbeit statt.

Um der Forderung nach einer 8%igen Erhöhung der Tarifentgelte und der Reduzierung des Ostabschlags von 13 auf 10 % Nachdruck zu verleihen wollen IG Metall und andere Gewerkschaften eine Demonstration am Verhandlungsort ab 11 Uhr bei der DGB-Bundesvorstandsverwaltung, Henriette-Herz-Platz 2, 10179 Berlin durchführen.

Das kümmerliche "Angebot" des Bundesverband Zeitarbeit: Unter der Vorraussetzung, daß der gesetzliche Mindestlohn kommt, kann man sich "vorstellen" über Anpassung der unteren Entgeltgruppe auf 7,51 € zu verhandeln.

Die Verwaltungsstellen der IG Metall geben Auskunft über die örtliche Mobilisierung und Mitfahrgelegenheiten.

Siehe auch:
• Der Demoaufruf bei Zoom, dem Zeitarbeiternetzwerk der IG Metall
• Leiharbeit ist keine "verlängerte Probezeit"
• Leiharbeit in der Metallindustrie steigt an
• Warum eigentlich noch arbeiten gehen?
• Leiharbeiteranteil beim Maschinenbau steigt - Arbeitsplatzvernichtung auch

Weitere Informationen zu Tibet

Gonorrea verweist in einem Beitrag auf ein paar interessante Artikel, die sich kritisch mit der Situation in Tibet auseinandersetzen:



Zur Rolle des Buddhismus hier nochmal der Verweis auf das Buch "Über alles in der Welt - Esoterik und Leitkultur" von Claudia Barth.