Skip to content

Zuhause richtig Pizza backen

Es gibt eigentlich nur einen Weg, so etwas zu vermeiden: Meinen. Auch wenn es sich hier um schwäbische Pizza handelt. Ist eigentlich auch nicht stressiger als die Bestellung beim Pizzaservice oder das Auffwärmen dubioser Fertigpizzen mit noch dubioseren Inhaltsstoffen. Man nehme, um 3 ordentliche Pizzen herzustellen:

für den Teig:

500g Mehl, Vorschlag: Je zur Hälfte 405er und 550er Mehl, so wird's in Haushaltsherden etwas knuspriger. Also:

1/2 Würfel Hefe
1 Tl. Honig
1 Tl Salz
ca. 350 ml lauwarmes Wasser

für den Belag:
Was der Kühlschrank hergibt. In meinem Beispiel (1 vegetarische Pizza, eine ohne Käse, eine "tutto completti")

Die Pflicht:
1-2 mittlere Paprika
1 Zwiebel
4-5 Zehen Knoblauch (Morgen ist Montag, da will ich niemanden sehen)
ein paar Scheiben Salami und Schinken (kein Imitat)
mehrere Tomaten
Tomatenmark
Olivenöl
Gewürze: Basilikum (habe ich vergessen), Rosmarin, Thymian, Salz, "Scharf" / Paprika
Käse zum Bestreuen. (Emmentaler, Mozzarella usw.)

Die Kür:
Scharfes Paprikamark
Mais, Pilze, Oliven, Sardellen usw.

Nun zum Vorbereiten des Teigs:

Hefe in der Hälfte des lauwarmen Wassers auflösen. Honig dazugeben (bläht den Teig ordentlich auf). Die Wasser/Hefe Mischung zum Mehl geben, ein wenig unterrühren, 5 Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen gebildet haben. Dann den Rest Wasser hinzugeben, Teig kneten, kurz vor Ende des Knetvorgangs Salz reinkippen. Wenn sich der Teig vom Schüsselrand löst und nicht mehr dran kleben bleibt, ist der Teig fertig. Deckel drauf, ab an einen warmen Ort, wo sich der Teig vom Volumen her verdoppeln soll.

Zum Vorbereiten des Belages:

Gemüse putzen, in möglichst dünne Streifen schneiden. Knoblauch hackt man. Gepresst kommt er mit zuviel Luft in Berührung und verliert sein Aroma. Und dann haben die KollegInnen / KundInnen / Buletten nix mehr zum motzen.

Ich mache aus der Hälfte des Gemüses einen Sugo, um damit den Pizzaboden einzulassen: Zuerst Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln als erstes rein, dann den Paprika, die Gewürze und am Schluss die Tomaten sowie die Kür. Tomaten- und Paprikamark hinzugeben, ca. 10 Minuten reduzieren lassen, bis eine pastose Konsistenz erreicht ist. Zur Seite stellen, abkühlen lassen.

Ofen vorheizen. So heiß wie möglich. Also mindestens 250 Grad (Umluft / Ober- & Unterhitze)

Inzwischen ist bestimmt der Teig fertig. An einem so sonnigen Tag wie heute und auf der Fensterbank war das nach ca. 45 Minuten der Fall. Den Teig herausnehmen, auf ein bemehltes Brett geben, in 300 Gramm schwere Stücke aufteilen und Kugeln draus machen. Anschließend mit einer Teigrolle in die 2. Dimenson bringen. Die Pizzableche vorbereiten. (Ich nehme die guten Blaubleche, die ich leicht einöle). In ein Viertel falten, ins Blech legen, ausklappen.

Nun das Sugo mit einem Löffel auf den Pizzaböden verteilen, danach belegen: Zuerst die Salami- und Schinkenscheiben, die zuvor größenmäßig zurecht gestutzt wurden. Dann den Paprika, die Tomatenscheiben, Oliven und was sonst noch so rumliegt. Nochmals würzen!

Am Schluss den Käse drauf und ab in den Ofen für ca. 15 - 18 Minuten.

Sobald die Zeit abgelaufen ist d.h. die Teigränder leicht gebräunt sind und sich die Pizza locker abheben lässt: Bleche raus, Pizza auf den Teller und zuschneiden. Ein paar Gläser Rotwein dazustellen (dem man auch während der Zubereitung verstärkt zusprechen sollte) und vereint drüber herfallen.

Mahlzeit.

Anm.: Man sollte eine Mafiatorte nicht als Schwarzwälder Kirsch Torte verwenden. Vor allem nicht, wenn sie noch heiß ist.

Was mir heute wichtig erscheint #132

Neugründung: Wahr ist: In NRW ist ein landesweites Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus ins Leben gerufen worden. Das teilte Integrationsminister Laschet (CDU) mit. Darin vertreten seien unter anderem die fünf Bezirksregierungen, der Verfassungsschutz NRW, große Religionsgemeinschaften und Kirchen sowie bewährte Initiativen gegen Rechtsextremismus. Unwahr ist: Der Verfassungsschutz hat seine Nebenerwerbsnazis in der NPD abgezogen und so den Weg für deren Verbot frei gemacht.

Jubiläum: In diesem Jahr jährte sich der Sieg der kubanischen Revolution zum 50.  Mal. Traditionell finden die Revolutionsfeierlichkeiten auf der Insel um den 26. Juli statt. An jenem Tag im Jahr 1953 griff Fidel Castro mit knapp 100 Getreuen die Moncada-Kaserne in Stantiago de Cuba an. Der Angriff scheiterte, die meisten Angreifer bezahlten die Aktion mit ihrem Leben. Der Tag gilt als Beginn der kubanischen Revolution. (via redblog)

Misslungen: Ich hoffe mal, unsere Pizzen werden besser...

Zersetzung: Nach einem Bericht von German-Foreign-Policy.Com kündigen deutsche ParlamentArier "stärkere Unterstützung für gegen Beijing gerichtete Kräfte in China an. Wie der "Tibet Gesprächskreis im Deutschen Bundestag" mitteilt, plant er, nach den diesjährigen Wahlen die Tibet-Thematik ins deutsche Parlament einzubringen. Auch sollten die Abgeordneten stärker in Aktionen antichinesischer Tibet-Aktivisten "eingebunden" werden, heißt es in einem Ausblick des Gesprächskreises auf die nächste Legislaturperiode. Hauptziel sei "eine deutlichere öffentliche Wahrnehmung" für die Autonome Region Tibet im Westen Chinas, die Separatisten der Kontrolle Beijings entziehen wollen. Weitere Organisationen der deutschen Außenpolitik, etwa die Stiftung der FDP (Friedrich-Naumann-Stiftung), setzen ihre Zuarbeit für die tibetische "Exilregierung" in Dharamsala (Indien) fort. (...)" Eine Petition gegen die Politik der Naumann-Stiftung gibt es bereits. Wichtig, nicht nur wegen der Todesschwadrone in Honduras.

Streikbruch: Die südkoreanische Regierung will den Streik beim Automobilhersteller "SsangYong" in Pyeongtaek mit circa 3.000 Polizeibeamten brechen. Die Bereitschaftspolizei drang mehrfach auf das Betriebsgelände vor. Den Betrieb besetzen inzwischen schon zwei Monate lang die entlassenen ArbeiterInnen. In der Lackiererei halten sich derzeit etwa 1.000 Streikende auf, die sich mit dem Schleudern von Bolzen und Muttern gegen das  Eingreifen der Bullen zur Wehr zu setzen. Videos zum Angriff auf die Streikenden Via Fire & Flames und entdinglichung

Profitabel: Auch in Deutschland steigt die Zahl der Infizierten schnell, Panik ist nicht angesagt, aber die Pharmakonzerne machen ihr Geschäft mit der Angst. Die Schweinegrippe kommt nun auch in Deutschland an. Sie wird von Urlaubern, vor allem aus Spanien, eingeschleppt. Und hierzulande wird sie sich ähnlich schnell verbreiten, wie dies etwa in den USA oder in Großbritannien geschehen ist. In Großbritannien sollen sich die vom neuen A(H1N1)-Virus Infizierten letzte Wocheverdoppelt haben -“ auf nun 100.000 Erkrankte. Beitrag von Florian Rötzer auf telepolis.

Drohung: Ein bislang unveröffentlichter Song von Rammstein und neue Pressefotos kursieren seit vergangener Woche im Internet. Seitdem üben Hamburger Anwälte im Auftrag des Rammstein-Managements und der Plattenfirma Universal massiven Druck auf Medien und Fanseiten aus.

Unpolitisch: Kaum zu glauben. Im sächsischen Mügeln, dort wo im August 2007 Neonazis Inder jagten, planten junge Leute in einem Park ein antirassistisches Konzert. Doch der Bürgermeister verbot es. Politisches sei dort nichtgestattet.

Rettung: Selbstverständlich wird Opel gerettet. Zumindest wird man das bis zum 27. September 2009 18 Uhr behaupten. Dann ist die Bundestagswahl vorbei und die 26.000 Mitarbeiter von Opel zählen nicht mehr, weil sie ihre Stimme ja abgegeben haben. Sicher wird es ein paar Krokodilstränen aus der Politik geben und ein paar nette Ministerpräsidenten werden traurige Worte finden, aber dann geht alles wieder zur Tagesordnung über. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert. Jochen Hoff über eine gute Show, die geboten werden muss.

Unterstützung: Die Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. braucht Unterstützung. Sie arbeitet seit 1996 in einem breiten Spektrum friedenspolitischer und antimilitaristischer Themen mit einem starken Fokus auf Deutschland und die Europäischen Union. Die Arbeit der IMI besteht vor allem in der Bereitstellung von Hintergrundinformationen in Form von Artikel, Studien und Vorträgen. Zudem engagiert sich die IMI in bundesweiten Bündnissen, in denen sie friedenspolitische und antimilitaristische Themen einbringt oder Schwerpunkte setzt. Die IMI gibt das Magazin "Ausdruck" heraus und veranstaltet jährlich einen Kongress zu einem aktuellen Thema.

Beratungsresistent: Obamas neuer Beauftragter für Lebensmittelsicherheit ist ein Monsanto-Lobbyist. Warum nicht? Klimaberater der Bundeskanzlerin ist ja auch der Vattenfall-Chef.

Revolution: Nieder mit den Parteien, es lebe die Revolution! Endlich würdigt das mal eine.

cronjob